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Optional ein Stichwort zur weiteren Eingrenzung:

 

 

 

Psalm 51: Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt

Buß- und Bettag

Offen von unserer Sünde zu reden
gelingt uns selten.
Schuld einzugestehen
fällt uns schwer,
und die Bitte um Vergebung
will kaum über die Lippen.

3 Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte,
und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.
4 Wasche mich rein von meiner Missetat,
und reinige mich von meiner Sünde;
denn ich erkenne meine Missetat,
und meine Sünde ist immer vor mir.
6 An dir allein habe ich gesündigt
und übel vor dir getan,
auf dass du Recht behaltest in deinen Worten
und rein dastehst, wenn du richtest.
Siehe, ich bin als Sünder geboren,
und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.
Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt,
und im Geheimen tust du mir Weisheit kund.
Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde;
wasche mich, dass ich schneeweiß werde.
10 Lass mich hören Freude und Wonne,
dass die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.
11 Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden,
und tilge alle meine Missetat.
12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
14 Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe,
und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
(Psalm 51, 3-14)
 

 

Gnädiger, geduldiger Gott,
offen von unserer Sünde zu reden
gelingt uns selten.
Schuld einzugestehen
fällt uns schwer,
und die Bitte um Vergebung
will kaum über die Lippen.
Lieber reden wir uns heraus,
sagen: So schlimm war es doch gar nicht,
oder: Andere sind noch schlechter als ich.

Du hast es schwer mit uns, Gott.
Wir machen dir Mühe
mit unserer Uneinsichtigkeit und unserem Stolz.
Wir kränken dich in deinem Erbarmen
mit unserer Selbstgerechtigkeit.

Gott, hilf uns,
ehrlich mit uns selber zu werden.
Erspar uns das Erschrecken nicht
über die Abgründe unserer Seele
und das Böse, das wir anrichten
mit Worten und Taten.
Aber überlass uns nicht der Verzweiflung,
wenn wir einsehen,
dass Vieles nicht wieder gutzumachen ist.
Gott, vergib uns unsere Schuld
und lass uns zu neuen Menschen werden
im Vertrauen auf dich.

 


Sylvia Bukowski
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