Rheinische Kirche erteilt der Judenmission eine Absage

Biblisch-theologische Einsichten verwehren allen Christinnen und Christen die Judenmission

Menora der Synagoge in der Roonstraße, Köln

Mit einer Absage an die Judenmission "ohne Wenn und Aber" hat sich die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland innerkirchlich und in der Öffentlichkeit eindeutig positioniert.

Aktueller Anlass war eine Anfrage der Kölner Synagogengemeinde an die evangelischen Kirchenkreise Kölns, wie sie zur Judenmission stünden. Allerdings sah die Kirchenleitung seit längerem, dass der grundlegende Beschluss der Landessynode 1980 „Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden“ bezüglich der Absage an die Judenmission in evangelikal geprägten Kreisen der EKiR keinen Konsens fand.

 

Die Stellungnahme kommt zum Ergebnis: „Die Absage an die Judenmission allein mit dem Hinweis auf die Shoa zu begründen, ist unzureichend. Judenmission ist nicht nur deutschen, sondern zum Beispiel auch schwedischen oder amerikanischen Christen verwehrt - und zwar aufgrund biblisch-theologischer Einsichten.“

Dies wird in der Stellungnahme der Kirchenleitung ausführlich begründet. Die Kirchenleitung, so Oberkirchenrat Wilfried Neusel, freut sich über jede Rückmeldung.

 


Quelle (bearb.): Internetseite der EKiR, 20. Februar 2009
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