Termine


Termine rund um den Heidelberger Katechismus
im Jubiläumsjahr 2013
auf: heidelberger-katechismus.net




Ausstellung: Ursinus und die Zeit der Reformation
Einen Einblick in die Zeit des Zacharias Ursinus, als Hauptverfasser des Heidelberger Katechismus angesehen, verschafft eine Ausstellung, die ab dem 14. April 2013 im Stadtmuseum Villa Böhm in Neustadt an der Weinstrasse zu sehen ist.


450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Macht des Glaubens – 450 Jahre Heidelberger Katechismus
online Artikel der ''weltlichen Presse'' zu Sonderausstellung vom 12. Mai bis 15. September 2013 in Heidelberg
Interview mit Frieder Hepp, Direktor des Kurpfälzischen Museums Heidelberg - Großer Bahnhof für ein kleines Büchlein - Als ein guter Protestant sturzbesoffen sein durfte


Der Heidelberger Katechismus in Hannover
18. Mai 2013, 19 bis 21 Uhr: Ohrenschmaus mit Koppenbär und dem Heidelberger Psalmen-Melodien verjazzt
Der Heidelberger Katechismus und die Ungarn. Die Bedeutung des Heidelberger Katechismus für unsere ungarischsprachigen Gemeindeglieder
Dr. Tibor Anca


Erinnerung an Giftgasangriff auf Halabja vor 25 Jahren
22. Mai 2013, 19 Uhr: Podiumsdiskussion; 17. bis 31. Mai: Ausstellung in Frankfurt/M.
Vor 25 Jahren, am 16. März 1988, wurden über 5.000 Zivilisten durch einen Giftgasangriff auf die kurdische Stadt Halabja im Norden des Irak getötet. In den folgenden Monaten starben starben mindestens noch einmal so viele Frauen, Kinder und alte Menschen an den Folgen ihrer Verletzungen. Das Giftgas war nachweislich von deutschen Firmen an das irakische Regime unter Saddam Hussein geliefert worden.


Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche
22. bis 24. Mai 2013 im Emden, Johannes a Lasco Bibliothek
In Emden konstituiert sich die neu gewählte Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche.


Unglück mahnt zum Frieden
Flugschauunglück vor 30 Jahren forderte sechs Menschenleben - Gedenken am Pfingstmontag
Kreis Lippe/Detmold. Vor 30 Jahren, am Pfingstsonntag, 22. Mai 1983, stürzte während einer Flugschau auf dem damaligen militärischen Teil des Rhein-Main-Flughafens ein kanadischer Kampfjet ab und traf den Wagen der Frankfurter Pfarrersfamilie Jürges. Martin Jürges (40), seine Frau Irmtraud (38), seine Mutter Erna (77) und die beiden Kinder Katharina (1) und Jan (11) starben noch am Unglücksort. Mit im Wagen war auch die 19-jährige Nichte Gesine Wagner aus Detmold. Sie starb knapp drei Monate später an ihren schweren Verletzungen. Die Lippische Landeskirche erinnert zu Pfingsten an dieses Unglück.


Der Heidelberger Katechismus als reformierter Schlüsseltext
18. Februar bis 27. Mai 2013: öffentliche Ringvorlesung an der Universität Bern


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Kritik an Vergabe des Deutschen Medienpreises an Mitri Raheb

Medienpreis für einen Antisemiten? Besorgte Anfrage an den Laudator Bundespräsident a.D. Roman Herzog

Pfr. Dr. Mitri Raheb, Bethelehm

Der evangelisch-lutherische Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, Dr. Mitri Raheb, erhält den Deutschen Medienpreis 2011. Mit ihm werden Dr. Sakena Yacoobi, Stanislaw Petrow und Dr. Denis Mukwege für ihr "Wirken ohne Schlagzahlen" und Taten als "Symbole der Menschlichkeit" ausgezeichnet. "Hetze gegen Israel" und eine antijudaistische Theologie in Reden und Schriften des palästinensischen Pfarrers verurteilen hingegen namhafte Theologen und Politker. Sie wenden sich besorgt an Bundespräsident a.D. Roman Herzog, den Laudator bei der Preisverleihung am 24. Februar in Baden-Baden.

Neuer Beitrag im Deutschlandfunk, 23. Februar 2012 >>>

Aktuell 24. Februar:
Warum kritisiert der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Lobrede für Mitri Raheb?

Interview mit Mitri Raheb in der Badischen Zeitung (24.2.2012) >>>

Roman Herzog würdigt palästinensischen Theologen, idea (25.2.2012)

Bereits im Januar, kurz nach Bekanntgabe der Preisträger durch Media Control >>>, wandte sich der Weinheimer Theologe und Erzieher Albrecht Lohrbächer an Roman Herzog: "Da wir uns in unserer Arbeit in Israel und auch hier seit Jahren regelmäßig mit falschen Aussagen, mit nationalistischer Theologie (à la Deutsche Christen) und als Folge davon mit der daraus entstandenen Hetze gegen Israel und der systematisch betriebenen Delegitimation Israels durch Mitri Raheb auseinandersetzen (müssen), kann ich dieser Ehrung wegen nur Widerspruch einlegen." (So in einer Meldung auf israelnet.com vom 25.1.2012 >>>)

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, erinnerte am Mittwoch (15.2.) daran, dass der evangelische Theologe Raheb >>> "ganz wesentlich" verantwortlich sei für das umstrittene "Kairos-Papier" von palästinensischen Christen, in dem unter anderem ein Boykott israelischer Waren befürwortet wird, meldete evangelisch.de >>>

Der Deutsche Koordinierungsrat, Dachverband von über 80 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland, brachte in einer Presseerklärung >>> sein "großes Befremden" darüber zum Ausdruck, dass Herzog bereit sei, als Laudator für den umstrittenen Theologen Raheb zu wirken.
Als ehemaliger Schirmherr des Deutschen Koordinierungsrates habe Herzog sich stets "auch mit unseren Zielen verbunden" und sich "entschieden gegen alle Formen der Judenfeindschaft, religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus sowie Antizionismus" eingesetzt. Umso weniger könne man verstehen, dass er nun einen Theologen zu würdigen gedenke, der in seiner Theologie "jahrhundertealte judenfeindliche Stereotypen palästinensisch neu" belebe und ausdrücklich die Überzeugung vertrete, "Israel sei in den biblischen Verheißungen Gottes durch Palästina" zu ersetzen und zudem sei "Jesus Palästinenser und kein Jude".
Gerade in Deutschland müsse das in fataler Weise an "Kirche und Theologie des Nationalsozialismus" erinnern, als "das Heil vom jüdischen auf das deutsche Volk übergehen" sollte und "Jesus als Arier galt". Vor diesem Hintergrund müsse Rahebs "palästinensische Befreiungstheologie ganz klar als antisemitisch" bezeichnet werden. Der Brief schließt mit der besorgten Anfrage, wie Herzog Mitri Raheb würdigen könne, ohne dessen "Theologie zu verschweigen und seine Juden- wie Israelfeindschaft zu übergehen".

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Weiterer aktueller Beitrag:

24.02.2012, 16:20 Uhr

Warum kritisiert der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Lobrede für Mitri Raheb?

In der anhaltenden Kontroverse um die Verleihung des "Deutschen Medienpreises" an Mitri Raheb hat sich der evangelische Präsident des DKR, Ricklef Münnich, heute wie folgt nochmals zu Wort gemeldet:

Warum kritisiert der Deutsche Koordinierungsrat die Lobrede für Mitri Raheb?

Dr. Mitri Raheb wird in Deutschland mit einer öffentlichen Laudatio geehrt. Wofür kann er gelobt werden? Sicher für die Bildungs- und Begegnungsstätten, „die das alltägliche Leben für die Menschen in Bethlehem leichter machen“(1). Christliche Palästinenser brauchen eine eigene und auch eigenstaatliche Zukunft. Warum gibt es dann Kritik an Dr. Raheb?

Mitri Raheb ist kein „leiser Friedensstifter“(1). Er fordert uns in Deutschland zu einer Radikalisierung gegenüber einem vorgeblich rassistischen Staat Israel auf. Er sagt: „Wir steuern auf das schlimmste Apartheidsystem der Welt zu.“(2) Er verlangt von der internationalen Gemeinschaft den Boykott von Waren aus Israel.(3) Sein Ziel: Eine Welt, die Israel, den noch immer einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten, als Unrechtssystem und gefährlich – wie „bestimmte Deos (,die) umweltschädliches Treibgas enthalten“(4) – anprangert.

Für Raheb ist die „israelische Besatzung“ alleiniger Grund allen Übels. Im Blick auf die Auswanderung junger Christen sagt er: Wir „weisen jedes Argument zurück, dass die Probleme von Muslimen und nicht vielmehr von der Besatzung verursacht werden.“(5) Er verschweigt, dass es in Bethlehem keinen einzigen israelischen Soldaten mehr gibt. Er verschweigt, dass es ein Wirtschaftswachstum von 9% gibt. Er verschweigt, dass nach dem „arabischen Frühling“ die Situation in Bethlehem die wohl beste in der ganzen Region außerhalb Israels ist.

Schlimmer jedoch: Mitri Raheb bezeichnet die israelische Besatzung als „Sünde“(6). Er vermischt Politik und Theologie. Er zitiert die jüdisch-messianische Hoffnung Lukas 1,51-52 und wendet sie gegen Israel als „das Böse“(7). Sein „neuer Weg des Denkens“(8) enteignet Israel als Volk. Als „das Rom der Bibel“(9), als Erzfeind also, hat es kein Recht auf das Land. Nicht Israel, sondern „tatsächlich unsere Vorväter schrieben die Bibel“, ihnen „wurde die Offenbarung gegeben“.(10)

Die bleibende Erwählung Israels und die Bundestreue Gottes mit dem gelobten Land sind für Christen und Kirchen in Deutschland unaufgebbbare Aussagen aus der Mitte christlichen Glaubens. Darum ist Mitri Raheb zu widersprechen!

24. Februar 2012
Ricklef Münnich
Ev. Präsident des DKR


1 Begründung der „Media Control“ für den Deutschen Medienpreis 2011: http://www.deutscher-medienpreis.de/
2 Arbeitshilfe der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg (ACK-BW) zum Kairos-Dokument der Christinnen und Christen in Palästina. Ihr ist das Zitat Rahebs vorangestellt: „Wir steuern auf das schlimmste Apartheidsystem der Welt zu. Kann die internationale Gemeinschaft das zulassen?“
3 Im sog. Kairos-Dokument „Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens und der Hoffnung aus der Mitte des Leidens der Palästinenser“ http://www.oikoumene.org/de/dokumentation/documents/other-ecumenical-bodies/kairos-palaestina-dokument.html wird als „Unser Wort an die internationale Gemeinschaft“ (7-1) gefordert „eine Reaktion auf das, was die zivilen und religiösen Institutionen vorgeschlagen haben: nämlich endlich ein System wirtschaftlicher Sanktionen und Boykottmaßnahmen gegen Israel einzuleiten.“
4 Interview mit Mitri Raheb in der FR vom 17.02.2012: http://www.fr-online.de/medien/deutscher-medienpreis-medienpreis-fuer-friedensstifter-oder-judenfeind-%20,1473342,11658214.html
5 „The Bethlehem Call: Here we stand – Stand with us“ von Dezember 2011, mitverfasst von Mitri Raheb. We „reject any argument aimed at convincing Palestinians and the international community that the problems are caused by Muslims rather than the Occupation.“ http://globalministries.org/news/mee/pdfs/Kairos-Palestine-The-Bethlehem-call-Dec-2011.pdf
6 „Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens und der Hoffnung aus der Mitte des Leidens der Palästinenser“ (sog. Kairos-Papier): „Sünde der Besetzung, die uns aufgezwungen worden ist“; „Wir erklären ferner, dass die israelische Besetzung palästinensischen Landes Sünde gegen Gott und den Menschen ist“; „die israelische Besetzung ist ein Übel und eine Sünde, denen entgegengetreten werden muss und die beseitigt werden müssen“. http://www.oikoumene.org/de/dokumentation/documents/other-ecumenical-bodies/kairos-palaestina-dokument.html
7 Ebd., Abschnitte 3-2, 3-5, 4-2, 4-2-1, 4-2-4, 4-2-5, 4-3, 5-1, 10.
8 „Contextual Palestinian Theology as It Deals with Realities on the Ground“. Vortrag Dr. Rahebs im März 2010 auf der Konferenz „Christ at the Checkpoint“ in Bethlehem. http://www.christatthecheckpoint.com/lectures/Mitri_Raheb.pdf
9 Ebd.
10 Ebd.

 


bs, 16. Februar 2012, 24. Februar 2012
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''Den Menschen in Palästina Zukunft und Hoffnung gegeben''
Präses Alfred Buß gratuliert Mitri Raheb zum Medienpreis

WESTFALEN - Der westfälische Präses Dr. Alfred Buß hat dem palästinensischen Pfarrer Dr. Mitri Raheb zur Verleihung des Deutschen Medienpreises gratuliert. Er habe „den Menschen in Palästina Zukunft und Hoffnung gegeben“, schrieb Buß als leitender Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen an Raheb.