(Weiter zurückliegende Links auf Nachrichten anderer Internetseiten funktionieren möglicherweise nicht mehr.)
 

Kurzmeldungen


Verwüstung in Bremer Kirche
Experten untersuchen Schäden


'Reformation ist mehr als Luther'
Präses Kurschus sieht 500. Reformationsjubiläum als Quelle von Veränderung


'Potenzial für Ökumene nicht ausgeschöpft'
Steinmeier im Gespräch mit Papst Franziskus


Aktionswoche gegen Hunger
eltkirchenrat ruft zu fairer Verteilung von Nahrungsmitteln auf


'Toleranz heißt nicht Gleichgültigkeit'
Altbischof Huber warnt vor falscher Toleranz gegenüber Religionen


Reformationsjubiläum in Trier
Spitzenvertreter der Kirchen feiern Ökumene-Gottesdienst


EKD-Chef: Rassismus hat keinen Platz im Kirchenvorstand
Bedford-Strohm spricht sich gegen Antisemitismus aus


Neutralitätsgesetz Berlin
Kirche begrüßt Senatsschreiben


AfD will mit Kirchen reden
AfD-Politiker hatten zum massenhaften Kirchenaustritt aufgerufen


Prominente Kritik an Reformationsjubiläum
Friedrich Schorlemmer und Christian Wolff ziehen negative Bilanz


1 - 10 (377) > >>

Schnee

pixel.theologie – Wort III

©Foto: Andreas Olbrich, Reigoldswil

„Schnee ist tröstlich“, denke ich, wenn die weiße Pracht das schmutzige Grau-Braun norddeutscher Winterlandschaften überdeckt. Das Zitat aus Peter Bichsels Erklärung wärmt mein Herz. Das Adjektiv vom Trost heiligt den Schnee...

– ja, dies schnöde kulturprotestantische Geschwafel liegt mir auf der Zunge. Dem zu Trotz sei ein nüchterner Blick in die Bibel gewagt.
In Psalm 51 bittet David Gott ihn zu entsündigen, zu waschen, dass er weißer werde als Schnee.
Auch Hiob kennt die Metapher vom reinigenden Schnee. Schuldig gesprochen erwägt er, sich mit Schnee zu waschen, denkt dann aber: Ihm helfe das nicht, er werde wieder in die Grube getaucht, denn zwischen ihm und Gott gebe es keinen Richter zu vermitteln (Hiob 9,30).
Bichsels Erklärung geht auch nicht so gemütlich weiter, wie das Tröstliche des Schnees erhoffen ließe: „Aber er dringt in die Schuhe, blockiert die Autos, bringt Eisenbahnen zum Entgleisen...“.

Einen verlässlichen Schneetrost fand im 17. Jahrhundert der sächsische Hofprediger und Liederdichter Johannes Olearius in seiner Biblischen Erklärung zu Psalm 51:
„Insonderheit ist uns der Schnee tröstlich, weil wir durch Christi Blut gewaschen schneeweiß werden.“
Schneeweiß sieht Gott uns, wenn er unsere Torheit und Bosheit nicht gelten lässt, schreibt Karl Barth, und daraufhin seien wir „tatsächlich auch schneeweiß“.

Quellen:
Karl Barth in: KD II,2, 846.
Peter Bichsel, Erklärung, in: Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen, Olten 1964.
Johannes Olearius, Biblische Erklärung, Tarnov 1679.

Barbara Schenck, 22. Janauar 2016

Liste der Worte aus pixel.theologie

(Stand 22. Januar 2016)

Geduld

Genießen

Schnee

 

  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
Biblisches, Theologisches, Sprachkundliches, Philosophisches, Ethisches in einem Wort - Denkanstoß zur Andacht

Freitags neu auf reformiert-info