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Weltweit erstes energetisch optimiertes Nichtwohngebäude: Passivhaus-Kirche in Heinsberg

Einsparung von 94% Energie

Die Evangelische Kirchengemeinde Heinsberg hat ihre Christuskirche zu einem Passivhaus umgebaut und erweitert. Die jetzt mit einem Festgottesdienst wieder in Dienst gestellte Kirche sei weltweit das erste energetisch optimierte Nichtwohngebäude, so der Architekt Professor Ludwig Rongen.

Begeistert blickte Rongen auf die gute Atmosphäre während der 13monatigen (!) Bauzeit zurück. Und er brachte den Mann zur Sprache, ohne dessen engagiertes Mitwirken „diese Kirche mit den Anbauten heute so nicht da wäre“: Hans Stenzel, Vorsitzender des Mitweltausschusses des Kirchenkreises Jülich, der zusammen mit seinem Mitstreiter Klaus-Dieter Koss gekommen war, um das Ergebnis der intensiven Mitarbeit am Heinsberger Projekt in Augenschein zu nehmen. Aber, so sagte er: „Der Architekt baut nur die Hülle – die Gemeinde erst macht daraus eine Kirche.“

In der Tat: Der Kirchenkreis Jülich hat dieses ehrgeizige Projekt begleitet und gefördert. So würdigte Pfarrer Sebastian Walde das Engagement des Mitweltausschusses, aber auch der Verwaltung in Jülich, die dafür sorgte, dass nicht nur die Rechnungen pünktlich und korrekt bezahlt wurden, sondern auch darauf achtete, dass die Skontofristen beachtet wurden. „3% Skonto bei einer Bausumme von 1,4 Millionen EURO sind schon eine beachtliche Größe“, so Pfarrer Walde. Unterstützung durch den Kirchenkreis kam aber auch in Form eines zinslosen Darlehns in Höhe von 150.000 EURO, das in 10 Jahren zurückzuzahlen ist.

Superintendent Sannig gratulierte der Kirchengemeinde zu ihrer beeindruckenden Kirche. Sie sei ein Schritt auf dem Weg, die Zukunft zu gestalten und die damit verbundenen Herausforderungen anzunehmen. Die mit der Umbaumaßnahme gezeigte Übernahme ökologischer Verantwortung sei beispielhaft und ermutigend für andere. Hier verwirkliche man vorbildhaft für die ganze Republik ein Stück Klimagerechtigkeit. „Auch das Gemeindeleben ist Leben in Gottes Schöpfung.“ Das Ziel sei, den CO2-Ausstoß in allen kirchlichen Gebäuden zu senken. An dieser Aufgabe werde der Kirchenkreis und sein Mitweltausschuss auch zukünftig mitwirken.

Die ernergetische Optimierung in Zahlen:

Die Christuskirche in Heinsberg, die auch als Kulturkirche genutzt wird

- spart im Vergleich zum Zustand vor dem Umbau 95,4% an Energie pro Jahr

- produziert infolgedessen 233 Tonnen CO2 pro Jahr weniger

- hat eine Photovoltaikanlage, die einen Überschuss an Strom produziert.


Johannes de Kleine, 23. April 2013
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