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Kirchengemeinden Wilnsdorf und Rödgen vereinigt

Erste Vereinigung zweier Gemeinden im Kirchenkreis Siegen

Superintendentin Annette Kurschus übereicht die kirchlichen und staatlichen Urkunden zur Anerkennung der neuen Ev.-Ref. Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf an die ehemaligen Presbyteriumsvorsitzenden. Im Bild: (v.li.) Joachim Schäfer, Superintendentin Annette Kurschus und Pfr. Christoph Dasbach.

Dankbar und voller Zuversicht feierte am Sonntag die zum 1. Januar neu gebildete Ev.-Ref. Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf die gelungene Vereinigung der beiden ehemaligen Kirchengemeinden Wilnsdorf und Rödgen in einem großen Festgottesdienst in der evangelischen Kirche Wilnsdorf.

„Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ zitierte der Presbyteriumsvorsitzende der ehemaligen Kirchengemeinde Rödgen Joachim Schäfer Palm 127, 1.

Wichtiger als die organisatorische Vereinigung der beiden Kirchengemeinden ist für Schäfer die geistliche Arbeit der neuen Gemeinde. Er dankte sehr herzlich für die Unterstützung und die Fürbitte während des Vereinigungsprozesses. Schäfer: „Im Vertrauen auf die Hilfe Gottes wollen wir den neuen Weg beginnen.“

Am Schluss ihrer Predigt über die biblische Geschichte vom sinkenden Petrus auf dem See (Matth. 14, 22-33) bemerkte Superintendentin Annette Kurschus, dass der Wind, wie dem Boot auf dem See, auch den Kirchengemeinden Wilnsdorf und Rödgen entgegengestanden habe. Die Frage nach dem, was trägt, komme in solchen Situationen auf. Kurschus: „Ihren Mut zur Vereinigung und den Prozess habe ich mit Freude, Achtung und Respekt verfolgt. Für diesen Schritt liegen in unserem Kirchenkreis bis jetzt noch keine Erfahrungswerte vor, und es gibt auch keine Sicherheitsgarantie. Die formal vollzogene Vereinigung der ehemals selbstständigen Gemeinden müsse nun gelebt und gestaltet werden.“ Die Überfahrt der Jünger Jesu über den See nimmt dank dem Eingreifen Jesu ein gutes Ende. Und das Zusammenwachsen der neuen Kirchengemeinde ist ebenfalls auf einem guten Weg.

Auch wenn die Gemeinde noch zwei Gemeindebrief-Varianten erstellt, ein neues Siegel wurde schon angefertigt und genehmigt. Pfrn. Mirjam Ellermann erläuterte die Entstehung des neuen Siegels. Es nimmt Elemente der verschiedenen Siegel der ehemaligen Gemeinden und deren Vorgänger auf. Ein Schiff bahnt sich seinen Weg durch das Meer der Zeit. Es trägt die Menschen auf dem Weg durch das Leben. Das Kreuz ist der Mast. Richtung und Ziel bestimmt Jesus Christus. Die Taube, Symbol für den Heiligen Geist, leitet in Gottes neue Welt und rüstet die Gemeinde mit Gaben aus.

Die neue Kirchengemeinde wird noch nicht durch ein Presbeyterium geleitet, sondern zunächst bis zur Presbyterwahl am 5. Februar 2012 durch einen 24-köpfigen Bevollmächtigtenausschuss, der sich aus Presbyteriumsmitgliedern der ehemaligen Gemeinden sowie der Gemeindepfarrerin und den Gemeindepfarrern zusammensetzt.

Die ehemaligen Presbyterinnen Elke Kring und Schwester Karin Habeck gehören dem neuen Ausschuss nicht mehr an. Sie wurden mit einem herzlichen Dankeschön für ihre Arbeit im Presbyterium und mit guten Wünschen für ihren weiteren Lebensweg von Pfarrer Christoph Dasbach verabschiedet.

Eine besondere musikalische Note verliehen dem Gottesdienst der Posaunenprojektchor unter der Leitung von Martin Giebeler, der Singkreis und der Chor Laudamus, beide unter der Leitung von Susanne Utsch.

Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde ins Gemeindehaus zu einem Stehempfang geladen. Kinder aus den drei Kindertageseinrichtungen der neuen Kirchengemeinde ließen das Puzzle-Bild eines Segelschiffes entstehen. Bürgermeisterin Christa  Schuppler, Pfarrer Uwe Wiesner von der katholischen Kirchengemeinde, Reiner Füchtenschnieder von der Evangelischen Freien Gemeinde, Fritz-Martin Klein vom CVJM und die Jugendreferentin Melanie Grybel  gratulierten herzlich zu der gelungenen Vereinigung und wünschten Gottes Segen und Vertrauen in die neuen Wege, auf die Gott die Kirchengemeinde gesandt hat. Und auch Pfarrer Christoph Rau vom Amt für missionarische Dienste der westfälischen Landeskirche, der den Weg der Vereinigung als Gemeindeberater mitgestaltete, war in seinem Grußwort die Freude über den gelungenen Prozess sichtlich abzuspüren.

In einer 20-Seitigen Broschüre des ehemaligen Rödger Pfarrer Dieter Weber  lässt sich nachlesen, wie die Kirchengemeinden Wilnsdorf und Rödgen 118 Jahre nach ihrer Teilung im Jahre 1892 wieder zur Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf zusammenfanden.

Das neue Siegel der Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf


Karlfried Petri, Kirchenkreis Siegen, Haus der Kirche, Öffentlichkeitsreferat, 31. Januar 2011
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