Calvin als Aktivist für den Umweltschutz

Vor 453 Jahren verurteilte der Reformator das Roden von Wäldern


Das Roden von Bäumen sei eine ''Grausamkeit'', die besonders unter Christen zu finden sei, habe Calvin schon 1555 gepredigt, sagte Setri Nyomi, Generalsekretär des Reformierten Weltbundes auf einem Seminar in Vanuatu.

Aus einer Predigt des Genfer Reformators vom Dezember 1555 (Deutsch auf reformiert-info) zitierte Nyomi Calvins Einschätzung, Bäume zu fällen, das Land ausdörren zu lassen und zu verbrennen sei schlimmer als Kehlen durchzuschneiden. Dies seien nicht die Worte eines Umwelt-Aktivisten des 21. Jahrhunderts betonte der Generalsekretär.

In einer eigenen Stellungnahme vor der landesweiten Versammlung der Presbyterian Church of Vanuatu plädierte Nyomi für eine Verpflichtung, den eigenen Lebensstil zu ändern im Hinblick auf den Willen Gottes, meldete der Reformierte Weltbund (WARC) am 25. August 2009.

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Zur Predigt von Johannes Calvin über 5. Mose 20, 16-20 >>>

Foto: renelutz, CC-Lizenz (BY 2.0), www.piqs.de

Barbara Schenck
Eine Erinnerung zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung

Am 12. August 1949 wurden nach den Erfahrungen des 2. Weltkrieges die Genfer Abkommen unterzeichnet. Ziel war es, die nicht an Kampfhandlungen teilnehmenden Personen (Verwundete, Kranke, Kriegsgefangene, Zivilpersonen) zu schützen. Der Genfer Reformator Calvin hat bereits 400 Jahre zuvor in einer Predigt zu Dtn 20 für Humanität im Kriegsfall plädiert.