Gebet
19. Oktober 2026
Gott, / so vieles stürmt auf uns ein, / die Wogen brausen, / die Meinungen wüten, / wir sind hin- und hergerissen, / getrieben von Krise zu Krise. / Lass uns Ruhe finden, / beruhige die Welt, / beruhige uns, / lass uns Ruhe finden / in dir. / Amen.
Jürgen Kaiser
18. Oktober 2026
Du Gott der Wahrheit / so offen würden wir niemals behaupten, / wir seien so sicher, was richtig ist / und was falsch im Glauben. / Als Suchende möchten wir uns sehen, / als Menschen, die offen sind zu lernen. // Aber oft lassen auch wir / nur unseren eigenen / Glaubensweg gelten / und ohne zu merken werden wir, / was wir anderen unterstellen: / selbstgerecht und intolerant. // Gott, dein Wort / leuchte uns heraus / aus allen frommen Lebenslügen / und leite uns in Wahrheit / zu dir. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Gott!
Ich möchte lernen
von Deiner Sanftmut,
von Deiner Barmherzigkeit,
von Deiner Güte.
Ich möchte daraus leben,
dass Du mich liebst!
Doch in mir wühlen
Unverständnis und Selbstbehauptung,
Ignoranz und Bequemlichkeit
und allzu oft auch Gefühle,
die ich mir selbst nicht eingestehen mag.
Ich laufe mit dem Schritt der Zeit,
bin selbst gefordert
und fordere andere.
Ungeliebt. Lieblos.
Und dann höre ich:
„Ich schaff’s nicht mehr!
Es ist zu viel!
Zu viel an achtloser Härte,
Unbarmherzigkeit,
Gnadenlosigkeit.
Zu wenig Respekt.“
Und ich sehe Menschen,
überall,
gezeichnet von Lieblosigkeit.
Und ich selbst?
Ich möchte lernen.
Und Dein Wort, Gott, immer wieder neu hören
und weitersagen.
Ich möchte Liebe üben.
Liebe erspüren, sie annehmen und ihr vertrauen können.
Und Liebe geben
in Dankbarkeit aus gefüllten Schalen.
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
16. Oktober 2026
Jesus – du ganz Anderer // Sorgt euch nicht, sagst du. Wir aber sind voller Zukunftsangst. / Liebt eure Feinde, sagst du. Wir aber wissen nicht, wie wir mit den Unvernünftigen und Gewalttätigen umgehen können. / Übt Verzicht, sagst du. Wir aber hängen an unserem Besitz. / Strebt nach Gerechtigkeit, sagst du. Wir aber sehen auf unseren Vorteil. / Fürchtet euch nicht, sagst du. Wir aber haben Angst. / Folgt mir nach, sagst du. Wir aber haben deine Spuren verloren. / Bleibt in mir, sagst du. // Jesus – du ganz Anderer // Wir möchten so gerne ein wenig anders werden. Mit Gottes Hilfe. AMEN
Gudrun Kuhn
15. Oktober 2026
Wäre ich nicht die ich bin / Gott / Du hast mich geformt / Durch dich bin ich geworden / Ohne dich hätte mich ein Zufall gemacht / Mutter Natur / Der Trieb zu leben // Als ich aus der Mutter kam / Warst du bei mir und ganz nah / Mensch da bist du ja / Endlich bist du da // Seither formt mich Liebe / Wer will mich verformen / Weder Hohes noch Tiefes / Engel noch Gewalten // Weil du Gott bist / Gehöre ich zu dir / Und bin die ich bin / Dank dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. Oktober 2026
Barmherziger Gott, / Du liebst das Leben. / Du schenkst uns das Leben. / Dafür danken wir. // Doch wir bekennen auch, / dass wir das manchmal vergessen. // Wir vergessen, wem wir unser Leben zu verdanken haben. / Wir vergessen, wer uns bewahrt und erhält. / Wir vergessen, woher wir kommen. // Wir versuchen, uns selbst am Leben zu erhalten. / Wir versuchen, unsere eigenen Wege zu gehen / und verlieren uns selbst und gehen in die Irre. // Wir wissen nicht mehr, wohin oder zu wem wir gehören. / Barmherziger Gott, rufe uns, erinnere uns, sei bei uns. // Amen
Meike Waechter
13. Oktober 2026
Gott / Gold rot gelbe Hänge zeichnen sichtbare Horizonte, / die sich sich mit der Jahreszeit sichtbar verwandeln. / Auch Menschen verwandeln sich mit den Jahren, die sie leben,/ mit den Erfahrungen, die sie machen. / So bin auch ich geprägt von meiner Geschichte / in Deiner Geschichte. // Lehre mich mit dem Herzen gut zu sehen, / mit den Ohren gut zu hören, / meine Sinne zu schärfen / und dem Augenschmaus der Werbungen ein bisschen zu misstrauen - // Schönheit ist wandelbar und du wohnst nicht nur im Schönen. / Lass mich auch zuversichtlich bleiben, / wenn ich den weniger schönen Wandel sehe. / Und dankbar für die Weite der bleibenden Horizonte. / Glücklich für die geschenkte Zeit. // Amen
Kathrin Rehmat