12. Oktober 2026
Gott / Lass uns annehmen, / was wir nicht loswerden können. / Gott, wir fühlen uns oft schuldig für Dinge, / die wir getan haben. // Gib uns die Möglichkeit, / das eine oder andere wieder gut zu machen. / Vergib uns, was wir nicht wieder gut machen können / und unterstütze uns, wenn wir unser Leben ändern wollen. // Amen
Georg Rieger
11. Oktober 2026
Gott, / wir danken dir für alle Erfahrungen / von Vergebung und neuem Anfang. / Oft tun wir uns schwer. / auch nur uns selber einzugestehen, / dass wir schuldig geworden sind, / weil wir uns selber nichts nachsehen können, / weil jeder Riss in unserem Selbstbild / uns aus der Bahn wirft, / und wir Angst haben, durch unser Versagen / nichts mehr wert zu sein. // Wie gut tut es da, / wenn wir erleben, / dass ein anderer uns nicht / auf unsere Schuld festnagelt, / uns nicht verachtet für unser Scheitern, / sondern uns trotzdem noch Neues zutraut. // Wie gut tut es, / vertrauen zu dürfen: / Du bist ein Gott, / der uns vergibt! // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / du hast uns diese Welt anvertraut, / damit wir sie bewahren, gestalten und voller Hoffnung an die kommenden Generationen weitergeben. / Wir wissen: / Das ist eine große Aufgabe, / die wir nur gemeinsam lösen können – über Staats- und Parteigrenzen hinweg. //
Darum bitten wir Dich: / Schenke allen, / die politische Macht ausüben, / den Mut zu Ehrlichkeit und Anstand. / Gib ihnen die Einsicht, / dass Freiheit ohne Verantwortung für den Nächsten verkümmert, / und schenke ihnen die Kraft, / Entscheidungen zum Wohl des ganzen Volkes zu treffen. //
Wir bitten dich für unsere Erde und das Klima. / Schenke uns die die Bereitschaft zu verzichten, / um mit den Ressourcen deiner Schöpfung achtsam umzugehen. / Hilf, / dass auch unsere Kinder und Nachkommen eine Lebensgrundlage vorfinden. //
Wir bitten Dich für die Menschen, / die jeden Tag hart arbeiten – / in den Supermärkten, in der Pflege, in der Reinigung –, / oft für wenig Geld. / Wir bitten dich für alle, / die in Armut leben oder sich abgehängt fühlen. / Lass uns eine Gesellschaft werden, / in der die Starken ihre Verpflichtung für die Schwachen übernehmen. //
Wir bitten Dich, / behüte unsere Demokratie vor Spaltung, / Hetze und einfachen Wahrheiten. / Stärke in uns das Bewusstsein für die Würde jedes einzelnen Menschen, / für Gleichberechtigung, / Meinungsfreiheit und die Vielfalt des Lebens. //
Wir bitten Dich, / hilf uns als Christenmenschen, / Werte wie Barmherzigkeit, / Mäßigung und Zivilcourage vorzuleben. / Lass uns Menschen der Versöhnung und Hoffnung sein, / wo andere Halt und Zuversicht finden. //
Barmherziger Gott, / du begleitest uns durch alle Zeiten und Wandel. / Nimm unsere Sorgen und Hoffnungen an und führe uns auf dem Weg des Friedens. / Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. / Amen.
Achim Detmers, Hannover
9. Oktober 2026
Gott im Himmel! / Sei mir nah, wenn ich nach dir rufe, / sieh mich an, wenn ich Angst habe, / stärke mich, wenn ich schwach bin, / halte mich, wenn andere mich bedrängen, / mach die Seele satt mit deiner Güte, die so tröstlich ist. / Amen.
Jürgen Kaiser
8. Oktober 2026
Barmherziger Gott, Vater und Mutter im Himmel, / um deines Sohnes Jesus Christus willen. / Wenn die Blätter von den Bäumen fallen ist Herbst, / Wenn die Bomben vom Himmel fallen, ist Krieg. // Wenn Menschen sich verteidigen müssen, / gegen die Zerstörung ihres Lebensraums, / gegen die Zerstörung dessen, was Zivilisation ermöglicht, / dann muss denen geholfen werden, oder? // Sonne, Mond und Sterne sind noch an ihrem Platz, / dann ist das Ende der Zeiten noch nicht da; / wir brauchen aber trotzdem dein Kommen, deine Nähe! / Deinen Geist hast du versprochen – gieß ihn aus HERR, / reiß die Himmel auf und lass es gießen. / Folter und Vergewaltigung und Verschleppung müssen aufhören. / Mensch soll Mensch erkennen und dich im Gegenüber. /// Amen
Gerhard von der Heyden
7. Oktober 2026
Gott / Lehre mich / Was ich beten soll / Wie ich beten soll / Ich kann nicht beten / Ich will nicht so tun als ob // Ich finde die Worte nicht / Die aus meinem Herzen kommen / Es sind alles vertrocknete Buchstaben / Sie machen keinen Sinn / Nur Geschwafel / Aus einer verstaubten Schuhschachtel // Gott / Gott / Gott / Was ist das nur mit mir und dir / Hast du Worte? Frische Worte? / Für mich?
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. Oktober 2026
Ach, Gott, wir haben so viele Sorgen – eine ärztlichen Diagnose / ein drohender Verlust des Arbeitsplatzes / vergebliche Wohnungssuche / das Ende einer Liebe / Streit in der Familie / die Zukunft unserer Kinder und Enkel / und noch viel mehr … // Ja, Gott, wir sollen und dürfen unsere Sorgen auf dich werfen. / Aber wir zögern – sind unsere Wünsche erfüllbar? / kreisen wir zu viel um uns selber? / sind wir zu tatenlos? / machen wir uns Illusionen? / können wir überhaupt mit dir rechnen? // Bitte zeig uns, dass du für uns sorgst! / Vielleicht ja ganz anders als wir es erwarten. / Und bitte zeig uns, wie wir für andere sorgen können. / AMEN
Gudrun Kuhn
5. Oktober 2026
Lobe den Herrn meine Seele, Halleluja. / Ja, barmherziger Gott, / dich loben und preisen wollen wir. // Zu dir können wir kommen, / immer wieder aufs Neue / mit all unseren Sorgen und Nöten, / beladen mit Schuld und mit Beklommenheit im Herzen. // Du bist ein Gott, / der die Niedergeschlagenen aufrichtet / und die Belasteten erquickt. // Dafür wollen wir dir danken. / Amen
Meike Waechter
4. Oktober 2026
Gott, / wir danken dir, / dass du uns sättigst / an Leib und Seele. / Richte unsere Augen / auf deine Barmherzigkeit. // Wir klagen dir / den großen Hunger auf unserer Erde, / den wir mit verschulden / durch unseren Lebensstil. / Richte unsere Augen / auf deine Gerechtigkeit. // Wir warten / gemeinsam mit allen Geschöpfen, / dass du Himmel und Erde endlich erneuerst, / und Frieden wächst / auf unserer Welt. // Richte unsere Augen / auf dein Kommen. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Ach Gott, / diese Woche übeich mich mal wieder im Danken. / Gar nicht leicht. / Aber ich versuche es. // Danke für meine Wut, / die mich nicht schweigen lässt, / wenn Macht missbraucht wird. // Danke für meinen Trotz, / der in mir sagt: / Es muss doch einen Weg geben. // Danke für meine Empfindlichkeit, / die mir zeigt, / wenn Unrecht geschieht. // Danke für meine Ungeduld, / die mich nicht warten lässt, / wenn ich etwas verändern kann. // Danke für mein kindliches Vertrauen, / das mir sagt: / Du bist nicht allein. // Amen
Carolin Springer, Leer
2. Oktober 2026
Gott, / wir sehen das Unrecht um uns herum. / Wir sehen das Unrecht, / dass andern geschieht. / Wir sehen das Unrecht, / dass uns widerfährt. / Wir sehen, wo wir Unrecht getan haben. // Aber du bist Hoffnung. / Die Hoffnung auf eine andere Welt. / Die Hoffnung auf Recht. / Die Hoffnung auf deinen stärkenden, heil-machenden Geist. // Lass uns Abstand gewinnen von dem was uns beschwert. / Lass uns deine Hoffnung wieder sehen. / Lass uns Erfahrungen machen mit dir und deinen Zusagen. / Lass uns einen gestärkten Glauben entdecken. // Amen.
Selma Dorn
1. Oktober 2026
Gott, / danke, dass Jesus gekommen ist. / Danke, dass er nicht nur tat, / was die Not gewendet hat. / Danke, dass er auch tat, / was uns erfreut. / Damals und immer wieder. / Gib mir Mut und auch einen Schuss Übermut. / Gib mir Geduld / und auch einen guten Schuss Gelassenheit. / Lass mich nüchtern bleiben, / aber nicht langweilig werden. / Amen.
Jürgen Kaiser
30. September 2026
Gott / Es tut so gut, dich bei mir zu haben, / auch wenn ich weiß, dass ich nicht über dich verfügen kann. / Du überraschst mich, stellst mich vor Herausforderungen, mutest mir viel zu. / Lass mich den Glauben nicht verlieren, dass alles einen Sinn hat, / den du kennst und dem ich vertrauen kann – ohne ihn zu kennen. / Amen
Georg Rieger
29. September 2026
Wort / Ich muss dich lassen / Ich finde dich nicht mehr / Es liegt eine Störung vor / Die Meldung kommt nicht durch / Ich bringe sie nicht durch // Es liegt eine Störung vor / Habe ich gesagt / Es ist ein Wort gestorben / Auf der Fahrt ins Leben / O Gott // Kommst du noch durch zu mir?
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. September 2026
Du einer und einziger und treuer Gott – wir wollen nichts verharmlosen / wir sind umgeben von Gefahren / teuflisch nennen wir sie. // Und wir klagen sie dir: versteckter und offener Rechtsradikalismus / Aushöhlung der Demokratien / unkontrollierte Herrschaft des Kapitals / Anstieg des Pflegenotstandes / und ach, unser armer Planet … // Wir fühlen uns so hilflos und ausgeliefert. // Bitte bewahre uns vor Resignation. / Bewahre uns vor der Verführung durch einfache Weltbilder. / Bewahre uns davor, andere zu verteufeln. / Mach uns zu deinen Engeln für andere. / Und lass andere für uns zu Engeln werden. // AMEN
Gudrun Kuhn
27. September 2026
Gott, / wie schön hast du unsere Welt gemacht / mit wieviel Liebe alles gestaltet! / Überall können wir / die Wunder deiner Schöpfung entdecken. / Im unermesslichen Weltall / genau wie im kleinsten Mikrokosmos / finden wir eine geheimnisvolle Ordnung, / die von deiner Weisheit zeugt. // Aber oft leben wir völlig gedankenlos / und übersehen die Schönheit, / die uns umgibt / und in uns wohnt. // Oft halten Sorgen und Missgunst / unseren Blick gefangen / und wir starren auf alles, / was nicht so ist, / wie wir es gern hätten. // Und wenn wir erfahren, / was Menschen und Tieren / und was der Erde / Böses getan wird, / überwiegen Empörung und Trauer / alle anderen Empfindungen. // Mit allem, was uns gerade beschäftigt, / mit unseren Problemen, mit unserer Wut / aber auch mit unserer Freude und unserer Hoffnung / kommen wir vor dich und bitten dich: / Lass uns immer wieder / deine schöpferische Kraft erleben, / die alles verändert / und alles bewahrt / in der Weite deiner Liebe. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Das große Treffen alle zwei Jahre. / In den Nachrichten weiter täglich, was ich kaum hören und ertragen kann. / Krieg und Gewalt und ihre Folgen, / ungeheuerliche Reden und Ankündigungen, / Drohungen und Ausgrenzungen, / Herabsetzung anderer, Angst und Enttäuschung und Verunsicherung.// Unter den alten Bekannten welche, die wohl noch wissen, was dran ist, / zu denken, zu sagen, zu tun.// Andere mit den alten Überzeugungen, / aber auch erkennbar verunsichert und müde./ Die schon jetzt Bedrohten und Geängstigten hier vielleicht nicht vertreten, / aber doch bei einigen in Herzen und Denken aus den letzten Tagen.// Wir nennen uns reformierte Kirche und Gemeinde. // Reformiere du, EWIGER, uns immer wieder. / Bring uns in die Form, in der du uns haben willst./ Präge uns durch deine Güte und Treue, Frieden und Gerechtigkeit, / von denen wir singen mit den Psalmen Israels und mit neuen Liedern./ Erneuere du unsere Herzen, unsere Sinne, unseren Mut zum Hören, / zur dankbaren Antwort, zur Klarheit und Verlässlichkeit und Hoffnung.// Durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser
25. September 2026
Wir beten für den Frieden, / Gott, / von ganzem Herzen bitten wir dich. // Deinen Frieden schenkst du uns, / nach Frieden in der Welt sehnen wir uns. // Und wir klagen: / so viele Konflikte, / so viel Gewalt, / Kriege, / Vertreibung und Flucht. // Und wir klagen: / Unvernunft und Leichtsinn, / Drohungen / und Kriegsgeschrei der Mächtigen. // Du siehst das Leid und die Opfer, / du siehst die Angst und die Verunsicherung. // Hilf, wie nur du helfen kannst. // Amen
Meike Waechter
24. September 2026
Komm, Gott, Heiliger Geist, / komm, du Geist des Lebens, / komm, du Atem Gottes, / komm, du Tröster der Verzagten, / komm, du Besänftiger der Zornigen, / komm, du Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit, / komm und vertreibe die Furcht und die Traurigkeit. / Komm, Gott, Heiliger Geist, und mach uns zu deinen Kindern. Amen.
Jürgen Kaiser
23. September 2026
Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet - / in gutem Licht / und sanfter Frische. // Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt. // Amen
Kathrin Rehmat
22. September 2026
Gott, / du Sorgender, / du überlässt uns nicht uns selbst, / sondern gibst uns jeden Tag / das Gefühl gebraucht zu sein. // Weil das so ist, / müssen wir uns nichts selbst beweisen. / Und auch nicht den Anderen. // Wir bitten dich, / dass du unseren Ehrgeiz dahin lenkst, / dass wir aus Dankbarkeit handeln / und nicht, um uns das Himmelreich zu verdienen. // Amen
Georg Rieger
21. September 2026
Gott // Wie oft gehen wir uns selber auf den Leim / Meinen es gut nur gut und sind nicht gut / Meinen uns frei und sind gefangen in eigenen Vorstellungen / Befriedigen unser gelangweiltes Leben mit Abenteuer / Auf Kosten von Bedürftigen / Sind sogar Nutzniesser eines Krieges // Lass uns zur Ruhe kommen bei dir / Eintauchen in den Frieden / Und darüber nachdenken / Was wir wirklich bewirken können // Für einen Frieden / In dem die Anderen und wir vorkommen / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
20. September 2026
Gott, / wir alle leben von deiner Vergebung / und von deiner Großherzigkeit. / Aber wie kleinlich rechnen wir anderen oft auf, / was sie alles falsch gemacht haben! // Und wie lange tragen wir ihnen ihre Schuld nach / und sind nicht bereit, / ihnen eine neue Chance zu geben. / Unsere Urteile sind oft so grausam, / und unser Verhalten so unversöhnlich! // Gott, ändere uns / um deiner großen Barmherzigkeit willen! / Nimm uns die Angst, / durch Nachsicht und Entgegenkommen / unser Gesicht zu verlieren, / und lass uns mehr als unsere Prinzipien / das Glück der Versöhnung schätzen lernen. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, // wenn wir die Nachrichten einschalten, / wenn uns „news“ über die sozialen Medien erreichen, / dann kommen wir uns vor wie Menschen, / die ihrem eigenen Untergang zuschauen. // Und dann zappen wir meistens weg. / Wer soll das aushalten: / Die Unfähigkeit, klug zu sein? / Die Unfähigkeit, Maß zu halten? / Die Unfähigkeit zur Wahrheit und zur Einsicht in Notwendiges? / All die Lügen, die verbreitet werden? / Und die riesige Dummheit, ohne die manche Regierung und manches Wahlergebnis gar nicht möglich wäre? // Wir halten das nicht aus. / Und darum zerstreuen wir uns / und erklären anderes für wichtig: / Wen wird Jürgen Klopp in die Nationalmannschaft berufen? / Warum haben die Geissens den Sender gewechselt? / Wann finden Harry und Meghan eine Wohnung in England, die ihnen gefällt? //
Angesichts des Kriegs in der Ukraine, / angesichts der Politik Donald Trumps, / angesichts des Versagens, / den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen, / sind das eigentlich völlig belanglose Fragen. / Aber wir können dieses „eigentlich“ nicht durchbrechen. / Und fehlen dazu Kraft und Möglichkeiten. //
Darum bitten wir Dich besonders für die, / die das mit kleinen Schritten und Schrittlein dennoch versuchen. / Wir bitten Dich für die Menschen guten Willens, / die ihrer Verantwortung gerecht werden, / dass Du sie segnest. / Wir bitten Dich für alle, die bereit sind, / im Dienste zu stehen und nicht im Raub. / Und wir bitten Dich, dass die Menschen-, Tier- und Naturquäler dieser Welt / Grenzen erfahren und sie nicht weiter durch ihr böses Tun / Zukunft, Leben und das Lob Deines Namens ersticken dürfen. // Wir bekennen Dir, / dass wir in das, was wir beklagen, / mehr hineinverstrickt sind, als es uns lieb ist. //
Die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch uns selbst hindurch. / Darum beten wir zu Dir nicht mit einem Gewissen, / dass sich überlegen dünkt, / sondern mit einem tiefen Seufzen, / dessen Du dich erbarmen magst. / Amen.
Klaus Bröhenhorst
18. September 2026
Du strenger und gütiger Gott // jedem und jeder von uns traust du zu, nach deinem Willen zu handeln / Aber es gelingt uns nicht / weil wir in unserem Wissen beschränkt sind / weil wir zu sehr an unseren eigenen Wünschen hängen / weil uns so viele Verpflichtungen gleichzeitig beanspruchen / weil wir zu bequem geworden sind / weil, ach weil wir keine Helden und Heldinnen des Glaubens sind // Wir bitten dich / die Jungen – um Phantasie und Tatkraft, dass du an ein gutes Ende bringst, was wir anfangen / die Alten – um Gelassenheit und Vertrauen, dass du zurechtrückst, was wir versäumt haben // Gönne uns immer wieder deine Nähe // Wir brauchen dich, um dieses Leben zu bestehen. AMEN
Gudrun Kuhn