7. September 2026
Du bist die Wahrheit / Du lässt dich in Buchstaben fassen / Die Buchstaben fassen dich nicht / Sie stützen dich sie nennen dich / Sie sind dein Archiv Wortarchiv Satzarchiv / Wir graben darin und suchen nach dir // Du leuchtest auf / Erhellst unsere Gedanken / Unser Gesicht strahlt auf / Wir sind beglückt // Bis die Buchstaben wieder Stäbchen sind / Und nichts mehr hergeben // Es gibt keine Gefässe auf dieser Erde keine Bücher / Welche die ganze Wahrheit fassen könnten / Es gibt zu wenig Buchstaben und Worte / Welche die ganze Wahrheit ausdrücken könnten // Es ist der Geist der weht wo er will wie er will / Er befreit sich aus allen Archiven und schwingt sich auf / Heiliger Geist spiel mit unserem Geist / Werde wahr / Wahr und wirksam in uns um uns mit uns / Tanz mit uns // Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. September 2026
Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Aber oft bilden wir uns ein / wir müssten alles alleine schaffen, / und alles selbst in den Griff bekommen. // Wir stehen manchmal so stark unter Druck, / dass wir zu zerbrechen drohen, / und wenn wir zur Ruhe kommen, / fühlen wir uns ausgebrannt und leer. / Auf die Frage: »Wofür das alles?«, / wissen wir oft keine Antwort, / sondern fallen in ein tiefes Loch. // Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. // Es ist umsonst, / wenn wir nicht unsere Grenzen erkennen / und auf deinen Segen trauen. // Gott mach du uns des Sinns unseres Lebens gewiss. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Gott, wir bitten dich, dass wir - egal wie die Wahl ausgeht - die Menschen in Sachsen-Anhalt nicht über einen Kamm scheren und damit das tun, was wir an den rassistisch motivierten AfD-Anhängern kritisieren. Die Mehrheit sind sie nicht. Und selbst, wenn sie die Regierung an sich reißen, gibt es noch die Vielen, die freundlich, positiv und Menschlich denken.
Gott, mach uns mutiger, dem Hass und der Menschenfeindlichkeit zu widerstehen. Lass uns wirklich von Herzen für eine Gesellschaft eintreten, in der alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten haben. Lass uns das wieder positiv vertreten und nicht nur hinter vorgehaltener Hand.
Gott, mach uns auch hellhöriger für die Einflussnahmen, für die Propaganda voller Lügen und die Verharmlosung von rassistischem und sexistischem Gedankengut.
Gott, gib uns Ideen, wie wir die Stimmung wieder ändern können - ohne dass vorher eine Katastrophe passiert. Irgendwie scheint es, braucht es ein Wunder. Das kannst nur du bewirken. Darum bitten wir dich! Amen
Georg Rieger RefApp
4. September 2026
Gott, unser Vater im Himmel, du siehst uns, ermahnst und ermutigst uns. / Wie gut, dass dein Auge über uns wacht! / Lass auch uns genau hinsehen, / lass uns unserer Brüder und Schwestern Hüterinnen und Hüter sein! / Behalte uns im Blick, Gott, höre und erhöre unser Gebet! / Lass uns deine Augen sein, deine Ohren, deine Münder - / lass uns acht haben aufeinander und auf diese Erde, / die du uns zum Wohnort gegeben und uns zu bebauen und bewahren anvertraut hast: //
auf die geschundene Schöpfung, die den Interessen gewissenloser Profiteure geopfert wird, wenn wir es nicht verhindern; / - auf den Frieden zwischen verfeindeten Völkern und Staaten, innerhalb unserer gespaltenen Gesellschaft, unter Nachbarn, in unseren Familien, in uns selbst; / - auf die Achtung von Menschenwürde, Recht und Gesetz, die uns und andere gleichermaßen schützen, in gleicher Weise gelten, uns ausnahmslos alle verpflichten; / - auf die Einhaltung demokratischer Spielregeln, Fairness, Anstand, Wahrhaftigkeit; denn in diesen Werten spiegelt sich unser Respekt voreinander und unsere Ehrfurcht vor dir. //
Wir denken an alle, die Trost und Ermutigung brauchen, / weil sie einsam sind, traurig über den Tod eines lieben Menschen, / enttäuscht von sich selbst oder anderen, krank, süchtig, hilflos, verzweifelt: / Richte auf, die niedergeschlagen sind, und hilf uns zu helfen, soweit unsere Kräfte reichen! / Amen.
Stephan Schaar
3. September 2026
Gott – / wir leben vielfach in Angst. / Doch wir wollen kein Spielball der Verhältnisse sein. / Wir wollen Verantwortung übernehmen. // Ich will die Augen nicht verschließen / vor der Wohnungsnot bei gleichzeitigen Immobiliengewinnen / vor den Lücken in den öffentlichen Kassen / bei gleichzeitigem Anstieg der Milliardenvermögen / vor der Gefährdung von Sanitäterinnen und Zugbegleitern / vor der Überforderung von Erziehern und Lehrerinnen / vor der Unsicherheit in der medizinischen Versorgung / vor der Zukunftsangst der Arbeitslosen. // Ich will nicht abstumpfen gegenüber dem täglichen Sterben / in den Kriegsgebieten und in den Elendsunterkünften. / Segne uns mit Fantasie und Mut und Durchhaltevermögen, / um gemeinsam mit anderen an politischen Lösungen zu arbeiten. / Lass uns mit unseren beschränkten Möglichkeiten / Zum Segen für andere werden. // AMEN
Gudrun Kuhn
2. September 2026
Gebet zum Ende der Sommerferien - Ankommen
Gott des Lebens, / hinter uns liegt eine große Atempause, / eine wohltuende Unterbrechung, / Tage, an denen, die Uhrzeit keine Rolle spielte, / und das Frühstück auch mal gegen Mittag sein durfte, / weil der Abend bis in den Morgen reichte. //
Hinter uns liegen ausgiebige Spaziergänge am Meer / oder auf Traumpfädchen in den Bergen. / Wir spürten unsere Muskeln, Gott, / waren nicht selten gefordert und manchmal ganz schön aus der Puste. / Oben am Gipfel angekommen wurde manch ein Wanderer / durch eine fantastische Aussicht belohnt. / „Wie wunderbar sind deine Werke, Gott! / Wie schön ist das, was du geschaffen hast!“ //
Doch nun sind die Sommerferien bei vielen vorbei, bei manchen schon bald, Gott, / der Alltag klopft an die Tür und / schon beginnt die Schule wieder. / Die meisten Urlauber sind bereits zurückgekehrt in ihre Heimat: / die Berufstätigen an ihren Arbeitsplatz, / wir alle in die vertrauten vier Wände unseres Zuhauses. / Irgendwie schade, Gott, dass die Ferien immer so schnell um sind. //
Aber das Zurückkehren, / und das langsame wieder Ankommen haben auch etwas Schönes. / Zu wissen: Ich habe einen Ort, eine Heimat, / mein Zuhause wartet auf mich, / und die Nachbarn und meine Katze auch, / empfinde ich als großen Segen. / Wenn ich den Schlüssel in meine Haustür stecke und umdrehe und / beim Eintreten erleichtert mein Gepäck abstellen kann, / fällt alle Anstrengung von mir ab. / Gott, ich danke Dir für diese Auszeit! / Für die Bewahrung! / Für all das, was ich in den letzten Tagen und Wochen erleben durfte.
Claudia Kurrelvink
1. September 2026
Himmlischer Vater, / wir bitten dich: / strahle mit deinem hellen Schein / über die Menschen, die wir lieb haben, / und über die Menschen, die uns zu tragen geben. // Dein sind wir im Licht und im Dunkel. / Du segnest unsern Ausgang und Eingang in Ewigkeit. // Amen.
Selma Dorn
31. August 2026
Gott im Himmel! / Sei uns nah, wenn wir nach dir rufen, / sieh uns an, wenn wir Angst haben, / stärke uns, wenn wir schwach sind, / halte uns, wenn andere uns bedrängen, / mach die Seelen satt mit deiner Güte, die so tröstlich ist. / Amen.
Jürgen Kaiser
30. August 2026
Gott, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von Menschen beeindrucken, / warum versuchen wir um jeden Preis, / ihnen möglichst zu gefallen / und machen uns abhängig / von ihrer trügerischen Macht! // Wir könnten es doch besser wissen, / könnten die Nichtigkeit ihres Ruhms durchschauen / und uns lieber festmachen an dir! / Denn du gibst uns unvergängliche Würde, / du machst uns wichtig trotz unserer Begrenztheit, / du hast Großes mit uns vor: / die ganze Welt willst mit uns verändern / und ihr ein menschlicheres Antlitz geben. // Gott, mach uns los / aus unseren verkehrten Abhängigkeiten. / Gründe uns / allein in dir. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Ach Gott, / ein Lied hat Einzug in mein Herz gehalten: / “Yes, I see God.” / Ja, ich sehe Gott.* / Es berührt eine Sehnsucht in mir. / Denn ja, ich würde dich so gerne bewusster sehen, Gott. / Ich möchte dich sehen / im Lächeln meines Kindes – / und genauso in seinen Tränen. / Ich möchte dich sehen / im faltigen Gesicht meiner Nachbarin / und in den suchenden Augen eines Fremden. / Ich möchte dich sehen, / wenn ich müde in den Spiegel schaue. / Ich möchte dich sehen / und ein bisschen mehr verstehen, / wie wunderbar vielfältig du bist – / und wir mit dir. / Amen
Carolin Springer
28. August 2026
Gott des Himmels und der Erde, / öffne den Himmel, / öffne dich, / öffne uns / und verbinde uns mit dir. // Lass uns erkennen, / wie wir von dir erkannt werden. / Hilf uns, uns so anzunehmen, / wie wir sind, / mit all unseren Schwächen und Unzulänglichkeiten. // Lass uns mit deiner Hilfe leben, / aus unseren Fehlern lernen, / Versöhnung wagen / und immer wieder neu beginnen. // Amen
Meike Waechter
27. August 2026
Ich will nichts von dir Gott / Ich bin da / Du musst nichts für mich / Ich muss nichts für dich // Wir sind da / Es tut gut einfach zu sein / Durchsichtig still / Einfach da zu sein // Ich atme / Die Luft kommt von dir / Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
26. August 2026
Gott / Wir beten zu dir, weil wir uns für die schönen Dinge bedanken wollen, die wir erleben durften; / weil wir unsere Sorgen teilen wollen und uns Klarheit erhoffen; / weil wir uns Entlastung erhoffen für Entscheidungen, die wir falsch getroffen haben; / und weil wir dich um Kraft dafür bitten wollen, zu unseren Fehlern zu stehen. // Amen
Georg Rieger
25. August 2026
Gott // Ein heller Morgen voller Sorgen / folgt der gemütlichen Nacht ... / Wie schaffe ich nur all die Termine? / Wirst Du mir auch wie früher / den Propheten die richtigen Worte in den Mund legen, / wenn ich denen gegenüber steh, die mich bedrohen? // Heiliger dreieiniger Gott, / mögen Deine Weisheit, / Dein Schutz und Deine Güte / uns hier auf Erden nie verlassen. // Amen
Kathrin Rehmat
24. August 2026
Ach Gott – / Wie gerne möchten wir unser Herz ausgehen lassen / und Freude finden in der schönen Sommerszeit. / Aber unser Körper mahnt uns an die Versäumnisse / Im Kampf gegen die Erderwärmung, / unser Verstand lässt uns sorgenvoll denken / an die Hitzetoten und Waldbrandopfer / an die Schifffahrtsunternehmen, die um ihren Verdienst bangen / an die Bauern, denen die Bewässerungsmöglichkeiten ausgehen / an die Flüchtlinge aus Afrika, die keine Lebenschancen haben //
Ach Gott – / wir fühlen uns so untätig und hilflos / wir brauchen Schutz vor Depression / wir brauchen Zusammenhalt / wir brauchen Ermunterung / All dies erhoffen wir uns / aus den biblischen Schriften / aus dem Miteinander / aus dem Gebet. // Sei du unter uns. / AMEN
Gudrun Kuhn
23. August 2026
Barmherziger Gott, / wir danken dir / für deine Liebe, / mit der du nicht geizt. / Wir machen uns manchmal gar nicht klar, / wie reich du jede von gemacht hast / an Fähigkeiten, / die wir für andere einsetzen können, / an Zeit, / die wir anderen schenken können, / an Hab und Gut, / mit dem wir fremde Not stillen können. // Die Angst, / mit allem zu kurz zu kommen, / macht uns unersättlich in unserer Gier / nach immer noch mehr, / und es gelingt uns viel zu selten, / wirklich freigiebig zu sein / mit dem, was wir empfangen haben. // Barmherziger Gott, / befrei uns mit deiner Großzügigkeit / aus der ständigen Sorge / um uns selber. / Fülle unsere ängstliche Seele / reichlich mit Vertrauen zu dir / und öffne uns Herz und Hand / für die, die uns brauchen. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Und diese Woche wieder alles noch einmal schlimmer als in der vorigen? Ereignisse, Meldungen, Gefahren? Was geredet, geplant, unverhohlen angekündigt wird? Und was vielleicht daraus werden wird? Ich merke an mir die Gefahr der Abstumpfung, der Gewöhnung.// Herr meines Lebens, hilf mir, dass ich mich nicht gewöhne. Nicht an Hass und Menschenverachtung. Dass ich klar bleibe, wach und ein wenig mutig beim Denken., Antworten und Handeln.// "Ich bin ja nicht Regente, der alles führen soll. DU sitzt im Regimente, führ mich und andre wohl!"// Durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser
21. August 2026
Gott, Schöpfer, / Danke. / Danke für Sonne und Regen. / Danke für den Weizen und die Kartoffeln. / Danke für die Möhren und den Kohl. / Danke für die roten Äpfel und die leuchtenden Birnen, / Danke für die Kirschen und die Zwetschgen. / / Segne die Bauern und die Bäcker. / Segne die Metzger und die Köche. / Segne die Erntehelfer aus Polen und die Schlachthof-arbeiter aus Rumänien. / Segne die Verkäuferinnen bei Lidl und bei Aldi, / Segne die Aushilfen bei McDonald und BurgerKing. / / Gott, Erbarmer, / Danke. / Danke, dass wir satt werden. / Danke für die Vielfalt der Nahrungsmittel. / Danke für die Qualität des Essens. / Danke für die Gastfreundschaft in den Familien und Gemeinden. / Danke für die Engagierten in den Tafeln. / / Segne die Hungernden mit Nahrung. / Segne die Hilfsorganisationen. / Segne die Entwicklungshilfe. / Segne die geistlich Hungernden mit deinem Wort. / Segne die Kirchen mit deinem Geist. / Segne die Erde mit dem Salz der Christen. / / Gott, Erlöser, / Danke. / Danke für den Trost. / Sei mit den Verzweifelten. / Danke für die Hoffnung. / Heile die Kranken. / Danke für den Glauben. / Erlöse die Sterbenden. / Amen.
Jürgen Kaiser
20. August 2026
Großer, ewigreicher Gott, / zu Dir kommen wir mit unserer Armut, / an Liebe / an Hoffnung / an Glauben – / und bitten Dich: / schenk uns aus Deiner Fülle. // Barmherziger Gott, voller Gnade und Wahrheit bist Du. / Und wir kommen zu Dir / mit unserer Hartherzigkeit
mit unsere Angst, / unseren Lebenslügen – / und bitten um Deinen Geist, / der all diese bösen Gespenster vertreibt. // Liebender Vater von uns allen, / zu Dir kommen wir mit / unserem kleinen Glück / mit unseren Kindern / mit dem Wunder der Liebe, / die wir schenken und empfangen – / und danken Dir für diese guten Gaben. // Komm Du mit Deinem heiligen Geist nun zu uns. / Segne diese Stunde, / in der wir Dir stille halten / und pflanze Dein Wort in unser Herz, / dass es Frucht bringt / zu Deiner Ehre / und uns allen zum Wohl. // Amen
Jochen Denker
19. August 2026
Rücken an Rücken / Beten / Du bist da / Ich bin da / Ich brauche dich / Du bist mein Atem / In deinem Rücken / Mein Rückgrat / Gott
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
18. August 2026
Du heilige Geistkraft, / wir loben und preisen dich und beten zu dir. // Zu dir beten wir für unsere Familien, / für unsere Kinder und Eltern, / für die alten Menschen. // Von dir können wir lernen, / einerseits auf einander zu achten / und uns zu beschützen / und andererseits einander Freiheit zu gewähren: / einander nicht zu besitzen / oder zu bevormunden oder auszunutzen. // Lass deinen guten Geist durch unsere Häuser wehen / und schenke uns die richtige Balance. // Amen
Meike Waechter
17. August 2026
Gott, / bewahre uns vor Überheblichkeit / und davor, / allzu sehr in den Kategorien der Macht zu denken. // Lass uns erkennen, / dass vor dir alle Menschen gleich sind, / gleich, ob sie in ihrem Leben Großes vollbringen / oder nur ein ‚normales‘ Leben führen. // Richte unser aller Handeln / nach diesem liebevollen Menschenbild aus. // Amen
Georg Rieger
16. August 2026
Gott, / lange bist du verborgen gewesen / deinem Volk, / hast nicht geheilt seine zerbrochenen Herzen / und seine Wunden nicht verbunden. // Aber dann endlich / hast du wieder ein Zeichen gegeben / für deine Treue, / hast den Überlebenden / eine Heimstatt geschaffen / in dem Land der Verheißung, / und hast den heimatlosen Seelen der Verfolgten / einen Ort der Zuflucht geschenkt. // Gott, / vergib uns die Mißachtung deiner Treue. / Von ihr lebt Israel. / Von ihr leben auch wir.
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / ein bisschen verzaubert waren wir schon. / Und warum auch nicht? / Sonnenfinsternis von Island bis zu den Balearen! / Und eine zarte Ahnung davon, / dass die Welt eine sein könnte. / Geeint in der Ehrfurcht vor der Natur. / Geeint im Wissen um die Kostbarkeit unseres Lebensraumes. / Geeint im Willen, diesen Lebensraum für kommende Generationen zu bewahren. / Geeint darin, Maß zu halten mit den Gütern des Lebens. //
Aber die zarte Ahnung wird verblassen. / Anderes tritt vor unsere Augen. / Die ungebremste Kriegslust des Kremls. / Immer noch. / Und ohne Ende. / Und wie beschämend für uns, / wie sehr das verdrängt wird / und Drohnen in unserem Luftraum kaum mehr als Empörung hervorrufen / und routinierte Krisen-Dramaturgie. //
Da sind die Opfer des Erdbebens in Kolumbien. / Menschen graben mit bloßen Händen nach den Verschütteten. / Und ab und zu geschieht ja auch ein Wunder. / Aber der Tod hält reiche Ernte. / Und wenn wir es auch dagegen wehren: / Die Hilflosigkeit von dort überträgt sich auch auf uns. //
Da ist die Dürre hier bei uns. Der Rhein ist kaum noch schiffbar. / Aber ein großes Feuerwerk wird dennoch entzündet. / Es ist wohl so: Wir amüsieren und zu Tode. / Koste es, was es wolle. / Und wer dagegensteht, wird nicht gewählt. //
Wessen sollen wir uns trösten, Herr? / Wir hoffen auf Dich! / Dass Deine Vorsehung es besser mit uns meint, / als wir das verdient haben. / Dass es Ausnahmen von der Regel des Sich-Wegduckens gibt. //
Dass die Wahrheit gesagt und nicht gescheut wird. / Dass Wirklichkeitssinn Mehrheiten findet. / Dass Männer und Frauen, / die Verantwortung tragen, / Ermutigung erfahren / und mit guten Ideen und ausreichend Geschick gesegnet werden. / Dass dem Eigensinn und dem Zerfall der Gesellschaft gewehrt wird / und die Menschen wieder zusammenrücken – / nicht nur an den Abenden, / an denen es eine Sonnenfinsternis zu bestaunen gibt, / sondern jeden Morgen neu in der Freude an Dir, / die unsere Stärke ist. // Amen.
Klaus Bröhenhorst
14. August 2026
Rabbuni – so nannten sie dich einst, / Jesus, lieber Lehrer und Meister – / so möchten auch wir dich nennen. / Wir wollen hören, wie Jüngerinnen und Jünger hören. / Wir möchten in deinem Auftrag wirken in der Welt. / Wir möchten deine Liebe leben. // Aber wir fühlen uns oft so alleine und ratlos. / Manchmal wissen wir nicht, was richtig ist. / Manchmal tun wir das Richtige nicht. // Oft sind wir Älteren müde und kraftlos. / Mit eigenen Sorgen und Beschwerden belastet. // Oft sind wir Jüngeren desillusioniert. / Wir schaffen es gerade so, unseren Alltag zu meistern in Beruf und Familie. // Mach uns lebendig! / Im Hoffen und im Handeln. // AMEN
Gudrun Kuhn