Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gott, / gelobt und gepriesen sei dein Name. Zu deiner Ehre hast Du uns zu gemacht. Das sollte uns genügen, das sollte reichen, damit wir unseres Lebens froh werden. / Gib deinen Geist, dass wir uns nicht zu schade sind, deine Kinder zu heißen. Mach uns Lust an deinen Geboten, Freude an deinem Gesetz. Denn wie Kinder wollen wir hören und beherzigen, was Du uns lehrst durch deinen Geist. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Jesus, dein Weg ist nicht einzuholen. Meine Nachfolge wie ein Mosaiksteinchen. Ziemlich fehlbar. Ohne die anderen Steinchen des Gesamtbildes kaum sichtbar. Als Teil wird es tragend. Dein Leib – an den ich mich beim teilen erinnere. Und der mich erinnert, an das Ganze Leben, das geheimnisvolle, uneinholbare – das du verschenkst in Fülle.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
So will ich diesen Tag bestehen: / nicht über die Schrecklichkeiten der Nachrichten jammern, sondern den kleinen Wink für meinen persönlichen Einsatz finden / mich nicht überfordern lassen, sondern tun, was ich kann / Provokationen nicht erwidern, sondern vernünftig dagegen halten / einen guten Rat und Hilfe annehmen / nicht auf Freundlichkeit warten, sondern Freundlichkeit ausstrahlen / der Liebe eine Chance geben / das Vertrauen zu dir nicht verlieren / Hilf mir dazu, o Gott.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Wir brauchen in allem, was wir tun, das richtige Maß. Darum bitten wir dich: / Wenn wir dich bitten, Herr, und zu dir beten, dann schenke uns das richtige Maß zwischen dem, was heute nötig ist und dem was wir uns am Ende aller Tage von dir erhoffen. Wir glauben, dass du allem einen Sinn gibst und müssen doch in der Ungewissheit leben. Wir brauchen im Alltag deine ganz konkrete Hilfe und wir bitten dich für die die es noch viel nötiger haben als wir.
Georg Rieger, Nürnberg
Gott des Himmels und der Erde, / öffne den Himmel, öffne dich, öffne uns und verbinde uns mit dir. / Lass uns erkennen, wie wir von dir erkannt werden. Hilf uns, uns so anzunehmen, wie wir sind, mit all unseren Schwächen und Unzulänglichkeiten. Lass uns mit deiner Hilfe leben, aus unseren Fehlern lernen, Versöhnung wagen und immer wieder neu beginnen. Amen
Meike Waechter, Berlin
Du strenger und gütiger Gott // jedem und jeder von uns traust du zu, nach deinem Willen zu handeln / Aber es gelingt uns nicht / weil wir in unserem Wissen beschränkt sind / weil wir zu sehr an unseren eigenen Wünschen hängen / weil uns so viele Verpflichtungen gleichzeitig beanspruchen / weil wir zu bequem geworden sind / weil, ach weil wir keine Helden und Heldinnen des Glaubens sind // Wir bitten dich / die Jungen – um Phantasie und Tatkraft, dass du an ein gutes Ende bringst, was wir anfangen / die Alten – um Gelassenheit und Vertrauen, dass du zurechtrückst, was wir versäumt haben // Gönne uns immer wieder deine Nähe // Wir brauchen dich, um dieses Leben zu bestehen. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / was andere Generationen sagen / im Vertrauen auf dich, / das können wir nicht einfach wiederholen. / Was wir erleben, / läßt uns oft zweifeln / an deinem Lenken und deinem Leiten, / Wir sehen so viel Gewalt und Willkür, / dass uns dein Retten verborgen bleibt. / Und in der Härte unseres Alltags / vermissen wir oft jegliches Erbarmen. / Gott, wie sollen wir die Widersprüche / zwischen den alten Sätzen des Glaubens / und unsrer Erfahrung so verbinden, / dass wir nicht irre werden an dir? / Wie sollen wir lernen, / auf dich zu hoffen, / wenn alles so hoffnungslos erscheint! / Gott, du selber musst uns helfen, / dass wir in der Verworrenheit / unseres Lebens / das Licht deiner Güte / durchscheinen sehen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wir beten für den Frieden, Gott, von ganzem Herzen bitten wir dich. / Deinen Frieden schenkst du uns, nach Frieden in der Welt sehnen wir uns. / Und wir klagen: so viele Konflikte, so viel Gewalt, Kriege, Vertreibung und Flucht. / Und wir klagen: Unvernunft und Leichtsinn, Drohungen und Kriegsgeschrei der Mächtigen. / Du siehst das Leid und die Opfer, du siehst die Angst und die Verunsicherung. / Hilf, wie nur du helfen kannst. / Amen
Meike Waechter, Berlin
Gnädiger Gott, / wir kennen dein Gebot, / jedem Menschen mit Liebe zu begegnen. / Wir möchten es auch gern erfüllen, / aber scheitern doch immer wieder / an unserer Scheu, / auf andere zuzugehen, / und uns einzulassen / auf deren Eigenart. / Wir vergessen / oder wir trauen uns nicht, / unsere Wertschätzung auszusprechen. / Manchmal sehen wir in anderen / auch nur eine Bedrohung / für unseren Selbstwert / und für unsere Identität. / Gott, nimm uns die Ängste, / die uns daran hindern, / unser Herz für andere zu öffnen, / und sättige unseren Hunger nach Liebe!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Oh Gott, bin ich auch ein Populist? Mache ich mir die Dinge zu einfach? Bin ich selbstgerecht? Sage ich Dinge, weil sie ankommen, und weil ich mit solchen Aussagen weiterkomme? Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken. Sieh, ob ein gottloser Weg mich verführt, und leite mich auf ewigem Weg. Amen.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Gott, / der Schrecken hat uns eingeholt. / Mitten in der Hauptstadt des Vergnügens, / der funkelnden Lichter und des Vergnügens, / schießt ein Mann vom Fenster eines Hotels / mit Sturmgewehren auf die Besucher einer Musikveranstaltung, / als führe er Krieg gegen Menschen, die er nicht einmal kennt. / / Es sei kein terroristischer Anschlag – / erklären die zuständigen Experten. / Aber was kann mir mehr Schrecken verursachen / als einer, der als unauffälliger Nachbar gelebt hat, / scheinbar einer von uns, / nicht verblendet von politischem oder religiösem Wahn, / der Waffen über Waffen angehäuft hat, / um zu töten? / / Ich höre die Zahl von 30 000 Toten im Jahr in den USA / Durch den Gebrauch von Schusswaffen. / Es sei ein Vielfaches der Toten, die in kriegerischen Missionen sterben. / Angeblich über 300 Millionen Waffen dort, / wieviele in Europa? / / „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ / So singen wir in diesen Tagen von der Kraft, / die Du zum Leben gibst. / Von Deinem Wort, das uns stark macht. / / Erfülle Du uns mit Kraft, / lass uns auf Dich vertrauen. / Lass uns das Leben suchen.
Albrecht Thiel, Castrop-Rauxel
Barmherziger Gott, / Du hast uns erlaubt und geboten, / mit allem zu Dir zu kommen, / was uns auf dem Herzen liegt. / / Wir spüren, dass unsere Welt im Umbruch ist. / Wir wissen nicht, wohin sie treibt. / Viele machen sich Sorgen, / dass Mitmenschlichkeit und Toleranz auf dem Rückzug sind. / Der Ton in den Diskussionen verschärft sich / eine Atmosphäre von Wut und Angst macht sich breit. / Wir können darin Deinen Geist nicht mehr erkennen, / der zur Wahrheit führt / und doch ein Geist der Versöhnung und Liebe bleibt. / / Wir brauchen Dich, gnädiger Gott. / Schon immer war das so, / aber es gibt Zeiten, / in denen wir uns noch mehr danach sehnen, / dass Du uns und unsere Welt zurechtbringst. / / Wir beten für die Verfolgten dieser Welt. / Für unsere Geschwister, / die das Bekenntnis zu Jesus Christus / Freiheit und manchmal sogar das Leben kostet. / Wir reden von dem Kreuz, das wir auf uns nehmen, / wenn wir Dir folgen. / Sie tragen die echten Kreuze! / Wir bitten Dich / um Kraft und Trost und Gnade für sie. / / Wir beten für die Heimatlosen. / Für die, deren Hoffnung in seeuntüchtigen Booten / im Meer versinkt. / Für die Kinder, / deren Augen schon sehen mussten, / was keine Seele erträgt. / Schütze, heile und berge sie. / / Wir beten für die Kranken und Schwachen / um Hilfe, Kraft und Geborgenheit. / / Wir beten für Deine Kirche / und alle, die in ihr Verantwortung tragen / um Glaubensmut, Demut und Deinen Geist. / / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
God of our life, whose presence sustains us in every circumstance, / As the sound of gunfire again echoes over another American city, / we seek the grounding power of your love and compassion. / As death rained down from above in the dark of night, / We pray this day for the Sun of Righteousness to arise with healing in its wings, / and rain mercy, grace and peace upon our broken people. / So many have been lost: brothers and sisters, neighbors and friends / gathered in the unity of music, scattered by evil and hatred. / We pray for solace for all who loved them. / We pray for those who have been spared and those whose lives are changed forever / that they may find healing, sustenance, and strength in the hard days to come. / We give thanks for first responders: / who ran toward gunfire, rather than away / who dropped everything to save the wounded and comfort survivors / We pray for doctors and nurses and mental health providers / who repair what has been broken / who to try to bring healing and hope / in the face of the unchecked principalities and powers of violence . / We ask for sustaining courage for those who are suffering and traumatized. / We cry, how long, O Lord? / But the same words echo back, again and again / as if the question comes to us from You— how long, how long, how long… / In the wake of an event that should be impossible to contemplate / but which has become all too common in our experience, / open our eyes, break our hearts, / and turn our hands to the movements of your Spirit, / that our anger and sorrow may unite in service to build a reign of peace, / where the lion and the lamb may dwell together, / and terror no longer holds sway over our common life. / In the name of Christ, our healer and our Light, we pray, Amen.
Laurie Kraus, Louisville, Kentucky, USA
Guter und gerechter Gott, wir danken dir für die Freiheit, die du uns schenkst: die Freiheit im Denken, das uns von falschen Urteilen befreit und uns die Augen und Ohren öffnet; die Freiheit im Handeln, für das du uns Mut schenkst, damit wir Grenzen überwinden und Schritte auf Menschen zugehen können.
Georg Rieger, Nürnberg
1.000 Schuss Munition und 23 Waffen / in der 32. Etage lauert das Waffengesetz in seiner Freiheit / unten wird den Menschen die Freiheit genommen / in den Himmel zu schauen / Gebete gegen Kugeln / gestern ein unfairer Kampf.
»Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.« / zitiert der Präsident / Jetzt muss die Bibel ran / Du, Gott, sollst jetzt trösten / jetzt darfst Du nahe sein / mit präsidialer Erlaubnis / als bräuchte es dafür ein Bibelzitat / als würden Dir nicht schon beim ersten Schuss / die aus den Mündungen erstickten Gebete entgegenschlagen.
Oh Gott, wie kriegen wir die Bilder aus unseren Köpfen? / Wie können wir wieder in den Himmel schauen?
Tödlicher als die Kugeln sind die Beteuerungen der Waffenlobbyisten / das alles habe mit ihrer Arbeit nicht zu tun / Sei auch ihnen nahe / schleudere ihnen die Gebete der Zerbrochenen entgegen / vertreibe sie aus den Etagen ihrer eingerichteten Freiheit / damit die Menschen wieder in den Himmel schauen können. Amen
AD
Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
...Alle Kreatur spürt deine Güte, / alles, was atmet, alles, was das Licht sucht. / Auch die Dunkelheit hast du geschaffen, / um uns wohl zu tun. / Tag und Nacht dienen dir / und allen, die du geschaffen hast. / Allem, was ist, / gibst du Anfang und Ende. / Alles, was lebt, / behütest du mit deiner Fürsorge. / Du lässt uns alle Dinge zum Guten dienen. / Wir erfahren deine Weisheit und Güte. / / Darum danken wir dir: / für das Werk unserer Tage und für die Ruhe unserer Nächte; / für all das, was du an uns geheilt hast / und was du unter uns wieder zusammenbringst. / Deinem Wort trauen wir, / auf deine Güte hoffen wir. / Sei unter uns mit deinem Geist / und segne unser Hören und Reden / Singen und Beten. Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Du nährst die Erde, / sättigst ihren Durst mit frischem Regen / und den Hunger mit der Natur im Zusammenspiel, / das wir lebenslang lernen. / Bewahren und bebauen lehre uns – / so, dass die Angst nachlässt, / die Angst im Schubladendenken zu ersticken, / Egoismus und Gier mit Lebensgrundlagen verwechseln / und den Kosmos für die nach uns so beschädigen, dass sie nicht mehr so schön und gut und glücklich werden können wie wir in Europa nach 1950 geborenen. Verschenk du - um Himmels willen auf der Erde - diese Zukunft, die mit Blick auf die Welt ihr zuhause bei Dir findet weiter und bitte nicht nur in Europa. Nicht nur in diesem oder jenem Sprachraum. Nicht nur in dieser oder jener Religion.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Guter und gerechter Gott, wir danken dir für die Freiheit, die du uns schenkst: die Freiheit im Denken, das uns von falschen Urteilen befreit und uns die Augen und Ohren öffnet; die Freiheit im Handeln, für das du uns Mut schenkst, damit wir Grenzen überwinden und Schritte auf Menschen zugehen können.
Georg Rieger, Nürnberg
Du Ewige/r forderst es heraus: ich denke an dich, und daran dir zu gefallen. / In der Weise wie du mir gefällst, unerreichbar und annäherungswürdig wie nichts Anderes. Am Morgen und am Abend, beim Blick in die Weite des Landes, wenn ich die Berge in der Ferne betrachte und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, die weint um ihren Sohn und um alles was in ihrem Leben nicht so wurde, wie sie es gehofft hatte. Komm bitte, halte dein Versprechen: wisch die Tränen ab, weck die erkaltete Liebe, lass die Schönheit der Schöpfung in allen Farben und Zeiten leuchten und Gerechtigkeit erfahren.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Gott der grenzenlosen Liebe, / in deinem Namen und in deiner Kraft will ich heute Mauern abtragen, / Stein für Stein, Vorurteil für Vorurteil. / Ich bekenne dir, dass ich deine Liebe oft vergessen habe, / dass ich mit meinen Mitmenschen kleinlich war und für sie höhere Massstäbe gesetzt habe als für mich selbst. / Dass ich voreilig ein Urteil über sie gefällt habe. / Du bist aber da bei mir, um mich in der Liebe anzuleiten, auch heute. / Öffne mich für dich. / / Amen.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Aber oft bilden wir uns ein / wir müssten alles alleine schaffen, / und alles selbst in den Griff bekommen. / Wir stehen manchmal so stark unter Druck, / dass wir zu zerbrechen drohen, / und wenn wir zur Ruhe kommen, / fühlen wir uns ausgebrannt und leer. / Auf die Frage: »Wofür das alles?«, / wissen wir oft keine Antwort, / sondern fallen in ein tiefes Loch. / Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. / Es ist umsonst, / wenn wir nicht unsere Grenzen erkennen / und auf deinen Segen trauen. / Gott mach du uns des Sinns unseres Lebens gewiss.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott des Himmels und der Erde, / Öffne den Himmel und schau hinunter in unsere Tiefe bis in unsere Abgründe. / Du siehst unser Leiden und unsere Schmerzen. / Du erbarmst dich der Geringen und Verachteten, der Einsamen und Kranken, der Schuldigen und Gescheiterten. Du erbarmst dich unser. / Gott des Himmels und der Erde, wir danken dir, dass du mit uns bist, uns behütest, wohin wir auch gehen und uns nicht verlässt. Amen
Meike Wächter, Berlin
Gott, wir versuchen in anderen Kategorien zu denken und den Begriff der Nation neu zu deuten. Hinter den Grenzen unseres Landes wohnen doch nicht Menschen, die uns fremd bleiben müssen oder die weniger würdig und wert sind?! Doch wie setzen wir diesen guten Willen um? Wie bewahren wir dennoch Sicherheit und dürfen uns als Volk fühlen? / Gib uns gute Ideen, wie wir Deinem Willen zur Nächstenliebe gerecht werden können und uns dennoch nicht selbst verlieren. Beschütze uns als Nation genauso wie als Gemeinschaft aller Menschen weltweit. Wir brauchen Deine Liebe so und so, damit wir gut miteinander umgehen.
Georg Rieger, Nürnberg
Wie ein guter Vater stehst Du hinter mir und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
