Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, Liebhaber des Lebens, / Richter über alle, die Leben zerstören, / wir erinnern uns heute mit der jüdischen Gemeinschaft / in Israel und aller Welt an das, / was am 7. Oktober geschehen ist. // Für die meisten von uns ist dieser Tag nach zwei Jahren / ein gewöhnlicher Alltag geworden. Viele neue Gräueltaten bewegen uns heute. // Du, Gott, hast nichts vergessen. / Nicht das Blut der Gemordeten, / nicht die Schreie der Gejagten und Vergewaltigten, / nicht das Weinen der Kinder, / nicht die Angst der Entführten. / Du weißt, der Schrecken dieses Tages / war ein tiefer Einschnitt in jüdisches Leben, / und der Schmerz Ist noch lang nicht vorbei. //
Das Massaker der Hamas hat unfassbares Leid über Israel gebracht, / hat alte Vernichtungsängste geweckt, / hat bei vielen aber auch / zu glühendem Hass und Vergeltungswünschen geführt. // Wir bitten dich für die Familien und Freunde der Ermordeten, / dass sie geduldigen Beistand finden in ihrer Trauer. / Wir bitten dich für die an Leib und Seele Verwundeten, / dass sie zurückfinden ins Leben. / Wir bitten dich für alle, / die um das Schicksal der verbliebenen Geiseln bangen, / dass sie sie bald in die Arme schließen können. //
Gott, wir bitten dich auch für die, / deren Herz kalt geworden ist durch das Gemetzel, / die kein Mitleid empfinden für das Elend, / das dieser Tag über ganz Gaza gebracht hat, / die nur noch auf dessen Vernichtung aus sind. / Wehre dem tödlichen Gift des Hasses, / und der grenzenlosen Zerstörung. // Wir bitten dich für die jüdische Gemeinschaft in aller Welt, / die immer mehr Ablehnung und Ausgrenzung erfährt, / und sich oft nicht mehr sicher fühlt an ihren Wohnorten. / Stell ihr Menschen an die Seite, / die Verständnis haben für ihre Ängste, / und eine klare Haltung zeigen gegen alle Formen / von Judenfeindschaft und Israelhass. //
Gott, halte deine Hand über Israel: / es ist doch dein Volk! / lass es nicht allein in seinem Schmerz, / und lass nicht zu, / dass es im Strudel unaufhörlicher Gewalt untergeht. / Segne alle Friedensstifter / und schaffe Schalom für Israel, für Palästina / und für unsere ganze zerrissene Welt. // Amen
Sylvia Bukowski
AMEN
Gudrun Kuhn
Gott, du bist grösser / als unser Sorgen und Verstehen, / darum anvertrauen wir dir, / was war, / und bitten dich für das, was kommt, / rüste uns / mit deinem Wort / für alles, was wir zu bestehen haben / durch Jesus Christus. / Amen.
Walter Wickihalder
Barmherziger Gott, / wir bitten Dich: Halte öfter Rolltreppen an, / wenn Mächtige ausgebremst werden müssen. / Schalte öfter Teleprompter ab, / wenn Mächtige zur Demütigung anderer ausholen. / Lass mehr Menschen ihre Abos kündigen, / wenn dadurch ehrlose Konzerne zur Besinnung kommen können. / Lass uns mehr Staatschefs vor Gericht sehen, / wenn sie ihre Macht missbraucht haben. //
Barmherziger Gott, / es ist nicht leicht, in dieser Welt zu leben, / in der wir so selten Genugtuung verspüren in unserem Schmerz / und in unserer Sorge für den Fortbestand einer solidarischen Welt. / Es ist nicht leicht für Werte zu leben, / die in unserem Umfeld bekämpft werden. / Lass uns umso mehr zu Dienern und Anwälten der Mühseligen und Beladenen werden. / Lass unsere Kirchenleitungen nicht Herren der Gemeinden sein, / sondern Vorbilder in der Demut und der Bodenhaftung. //
Lass uns in allem Leiden darauf vertrauen, / dass Du für uns sorgst. / Schenke Du Trost und Hoffnung für die, die trauern, / für die, die keine Zukunft mehr sehen für sich und ihre Familien. / Öffne unsere Augen für die Unterdrückten. / Erfülle uns mit Mitleid für die Not der Fremden, / der Geflohenen und Einwanderer. / Lass uns nicht zu sehr vertrauen auf die Machthaber, / die kommen und nur ungerne wieder gehen. / Lass uns stattdessen vertrauen auf den, der auferstanden ist von den Toten, / auf den gekommenen und kommenden Herrn und Hirten Deiner Gemeinde. //
Amen.
Achim Detmers, Hannover
Gott, / wir danken dir, / dass du uns sättigst / an Leib und Seele. / Richte unsere Augen / auf deine Barmherzigkeit. // Wir klagen dir / den großen Hunger auf unserer Erde, / den wir mit verschulden / durch unseren Lebensstil. / Richte unsere Augen / auf deine Gerechtigkeit. // Wir warten / gemeinsam mit allen Geschöpfen, / dass du Himmel und Erde endlich erneuerst, / und Frieden wächst / auf unserer Welt. // Richte unsere Augen / auf dein Kommen. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Jürgen Kaiser, Berlin
Kathrin Oxen, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, du Schöpfer allen Lebens, / Wir wissen, dass sich eines Tages die Starken den Schwachen anschließen werden, / Ein Licht wird auf die dunklen Quadrate scheinen, / Die Vorhänge werden geöffnet. // Wir bitten Sie: / Lasst uns diejenigen sehen, die noch im Dunkeln sind, / steck uns an mit deinem Feuer der Liebe, / dass unsere Wärme auch andere wärmt. //
Lassen Sie uns sehen, was Sie geschaffen haben, / der Mond und die Sterne, die uns von deinem Licht erzählen, / die Jahreszeiten, die uns an unsere begrenzte Lebenszeit erinnern, / und die Menschen vertrauen Sie uns an. // Wir bitten dich: entzünde dein Licht in uns –
/ das Licht deiner Freundlichkeit und Güte. //
Achim Detmers, Hannover
Carolin Springer, Leer
Kathrin Rehmat, Zürich
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Großer Gott, / durch Dein Wort riefst Du die Welt ins Dasein. / Dein Wort tröstet uns / Dein Wort schenkt uns Orientierung / Dein Wort wurde Fleisch und wohnt unter uns / zeigt uns Deine Liebe / deckt unsere Schuld auf / lehrt uns Deine Vergebung / und ruft uns auf Deinen Weg der Gerechtigkeit. // Wir danken Dir, / dass Du kein stummer, / unberechenbarer, / willkürlicher Gott bist, / vor dem wir zittern müssten, / weil wir nicht wissen, / was er will / und wie er zu uns steht. // Sende Deinen Geist, / dass wir Dein Wort recht fassen, / es Kraft entfaltet in unserem Leben / und wir es neu zu lieben beginnen, / weil Du selbst in ihm in unser Leben einziehst. / Amen
Jochen Denker
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Ewiger,// bei uns wurden Menschen gewählt in Ämter auf Zeit, in den Dienst unserer Städte, Gemeinden und Kreise./ Gib du den Gewählten Kraft und Mut, dass sie sich Einsetzen für Recht und Gerechtigkeit, für die Allgemeinheit, für alle, die hier leben./ Gib ihnen Weisheit und Gelassenheit, auch im Umgang mit ihren eigenen Grenzen, die sie vielleicht im Wahlkampf verborgen haben./ Schütze sie vor Angriffen und Gefahr, die sie wegen ihres Engagements treffen./ Stärke sie gegen die Versuchung der einfachen, aber unrechten Antworten, die so laut geworden sind und so viel Zustimmung fnden./ Schütze sie auch vor der Versuchung, ihre Macht für den eigenen Vorteil oder nur für wenige zu gebrauchen.//
Ewiger,// wir haben Grund genug, dich immer wieder zu bitten: Erbarme dich über uns und unser Zusammenleben./ Wir bitten das auch für unsere Politikerinnen und Politiker.// Durch Jesus Christus, Amen.
Stefan Maser
Emilia, 9 Jahre
Georg Rieger, Nürnberg
Du unser Schöpfer und Erlöser, / du bist geduldig, du mahnst und rufst zur Umkehr, / du tröstest uns und rettest deine Schöpfung. / Du unser Schöpfer und Erlöser, / du bist geduldig, / aber wir warten ungeduldig darauf, / das Schmerzen und Not enden.
Wir bitten dich für die Hungernden / in den Elendsgebieten und Lagern, / in unserer Nachbarschaft und verborgen vor Öffentlichkeit. / Du bist geduldig, / aber antworte auf unsere Bitten und beende die Not. //
Du unser Schöpfer und Erlöser, / du mahnst und rufst zu Umkehr, / aber wir hören nicht dir zu, / sondern achten auf die Stimmen, die von dir weg führen. / Wir bitten dich für die Mächtigen und ihre Entscheidungen, / Wir bitten dich für alle, die einflussreich sind, / die Stimmungen machen und Meinungen prägen. //
Du mahnst und rufst zu Umkehr, / öffne unsere Herzen für deine Gebote. / Du unser Schöpfer und Erlöser, / du tröstest uns und rettest deine Schöpfung. / Wir danken dir für die Hoffnung, die du in uns setzt. //
Wir bitten dich für alle, die glauben und an dir festhalten. / Bewahre deine Schöpfung, wie du es verheißen hast. / Segne uns und alle die zu uns gehören. / Amen
Kathrin Oxen, Berlin
Meike Waechter, Berlin
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Wach auf meine Seele und spüre / die zärtliche Nähe Gottes. / Wach auf meine Seele und höre / auf die unendliche Stille der Schöpfung. // Wach auf meine Seele und singe / trotz des Missklangs unserer Zeit. / Wach auf meine Seele und lebe / in der Gewissheit, dass deine Melodie / einzigartig und unverzichtbar ist.
Brigitte Wedderburn
