Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gebet zur Heiligen Nacht
Gott, es ist still geworden / in den Straßen, auf den Plätzen, im Land… / Hinter uns liegt das Treiben der letzten Tage und Stunden / vor uns liegt das Wunder: Deine Menschwerdung. //
Gott, es ist still geworden. / Wir tauchen ein in deinen Frieden. / Und bitten Dich: Lass uns jetzt ganz bei dir sein, / zu dieser Stunde, / in dieser Nacht, die heilig ist. //
Gott, es ist still geworden, / wir kommen zur Ruhe. / Gedanken fließen, / auch manche Träne, / für die, die wir heute besonders vermissen. //
Du aber bist da. / Das ist genug. / Amen.
Claudia Kurrelvink
Lieber Vater im Himmel, / Dir nahe zu sein, ist gut. / Deine Nähe suchen wir / heute Morgen. // Sich von Dir sagen zu lassen, / wer Du bist und wie Du zu uns stehst, ist gut. / Auf Deine Stimme wollen wir hören / heute Morgen. // Unsere Wege sind oft dunkel / und wir wissen nicht weiter – / dass Dein Licht uns das Dunkel erhellt erbitten wir / heute Morgen. //
Du bist der Gott allen Trostes / ihn suchen und erhoffen wir / heute Morgen. // Aus deiner Hand empfangen wir alles Gute, / um Dir dafür zu danken / und dich zu loben sind wir hier / heute Morgen. // Lass Dir unser Lob gefallen! / Amen
Jochen Denker
Meike Waechter, Berlin
Kathrin Oxen, Berlin
Ach Gott, vielleicht bin ich zu spät dran, aber ich hab doch noch nen Wunschzettel geschrieben. / Ich wünsche mir schlicht WENIGER! / Weniger Kriege, weniger Hass, weniger Terroristen und weniger Amokläufer. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger Diktatoren und Machtgierige, weniger Egoismus, weniger Gleichgültigkeit und weniger Besserwisserei. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger hungernde Kinder, weniger unterdrückte Frauen, weniger Diskriminierung, weniger Gewalt und weniger Vorurteile. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger Umweltzerstörung, weniger Tierleid und weniger “Leben auf Kosten anderer”. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger “das hat uns auch nicht geschadet” und weniger “das war schon immer so”. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Sag, kannst du mir den Wunsch erfüllen?
Carolin Springer
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Georg Rieger, Nürnberg
Stephan Schaar
O Gott – // wie eisig die Erde / wie kristallfern der Himmel / wie schwer die Riegel und Schlösser // wie finster die Welt / wie verschlossen der Himmel / wie jammervoll das Tal unserer Tränen // Krieg mitten in Europa / Krieg in Nahost / und wir / unversehens herausgerissen / aus unserer Sorglosigkeit / in die Verantwortung genommen / mit den Folgen unseres Handelns konfrontiert / hilflos Helfende / ratlos Planende / unschuldig Schuldige // wie eisig unsere Herzen / wie gefroren unser Glaube / wie nebelverhangen die Zukunft. // O Gott – hervor das Blümlein bring! Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Großer und ewiger Gott, / Vater von uns allen in den Himmeln, / wir sehnen uns nach einer gerechten Welt, / nach einem Ende von Krieg und Gewalt, / nach Frieden, der den Namen verdient. // Du hast uns Hoffnung gemacht, großer Gott. / Wie die Jungfrau zum Kind kam diese Hoffnung zu uns. // Dir verdanken wir unsere Sehnsucht. / Du bist es, den wir suchen. // Komm zu uns. / Sende Deinen Geist, / der die Brücke schlägt / von Dir zu uns / von uns zu Dir / und zwischen uns Menschen, / die wir, zerrissen und getrennt voneinander, / einander zu Wölfen werden. // Komm zu uns. / Sprich Dein Wort, / das unsere Herzen erreicht / und unseren Geist belebt, / dass wir Deine Kinder werden / und bleiben. // Amen
Jochen Denker
Gott, / wie viele Bitten musst du täglich hören, / wie viele Wünsche, wie viele Klagen. / Mit allem, was uns das Herz schwer macht, / kommen wir zu dir / und drängen auf Hilfe. / Aber wann hören wir dich, / deine Bitten an uns, / deinen Schmerz / und deine Sehnsucht! // Gott, / öffne uns Ohren und Herz / für deine Stimme. / Mach uns bereit, / dir Antwort zu geben / mit Worten und Taten. / Lass dich erfreuen durch unser Lob. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Stefan Maser, Marburg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Großer, ewigreicher Gott, / zu Dir kommen wir mit unserer Armut, / an Liebe / an Hoffnung / an Glauben – / und bitten Dich: / schenk uns aus Deiner Fülle. // Barmherziger Gott, voller Gnade und Wahrheit bist Du. / Und wir kommen zu Dir / mit unserer Hartherzigkeit /
mit unserer Angst, / unseren Lebenslügen – / und bitten um Deinen Geist, / der all diese bösen Gespenster vertreibt. //
Liebender Vater von uns allen, / zu Dir kommen wir mit / unserem kleinen Glück / mit unseren Kindern / mit dem Wunder der Liebe, / die wir schenken und empfangen – / und danken Dir für diese guten Gaben. // Komm Du mit Deinem heiligen Geist nun zu uns. / Segne diese Stunde, / in der wir Dir stille halten / und pflanze Dein Wort in unser Herz, / dass es Frucht bringt / zu Deiner Ehre / und uns allen zum Wohl. // Amen
Jochen Denker
Georg Rieger, Nürnberg
Stephan Schaar
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / wir machen alles bereit / für das Fest deines Kommens. / Wir möchten es schön haben / mit unseren Familien und mit unseren Freunden / und wollen einander Freude machen. // Kein Schatten soll unsere Stimmung verdunkeln, / die innere Leere sich nicht ausbreiten, / sondern leicht soll das Herz sein, / das wünschen wir uns / und deshalb stimmen wir ein in die Bitte: / Gott, tröste uns wieder / und lass uns leuchten dein Angesicht, / so genesen wir. //
Herr, wir wünschten, die ganze Welt wäre vorbereitet / auf das Fest deines Kommens, / Streit und Gewalt nähmen endlich ein Ende, / alle Tränen könnten trocknen, / und die Wunden würden geheilt. / Mit der ganzen Schöpfung / erwarten wir unsere Erlösung. / Gott tröste uns wieder / und lass leuchten dein Angesicht, / so genesen wir. / Amen
Sylvia Bukowski
Ab und zu blitzt er auf, dieser Geist. / Dafür sind wir Dir von Herzen dankbar. / Häufig aber fehlt er. / Häufig tarnt sich die Unvernunft unter Schlagwörtern. / Wieso die Lust auf Radau in den Fußballstadien sich Fankultur nennen darf, ist rätselhaft. / Und wieso dann mit öffentlichen Geldern dieser angeblichen Fankultur Geleitschutz gegeben wird, / ist in gleicher Weise unverständlich. / In anderen Ländern ist das besser. / Warum nicht auch bei uns hier? / Ist zu viel Geld im Spiel? //
Warum sich zu Silvester erneut alle, / die dazu Lust haben, / mit Feuerwerkskörpern unkontrolliert in Szene setzen dürfen / und Dritte meinen, / dass das Brauchtum sei, ist ebenso schleierhaft. / Das angebliche Brauchtum füllt die Unfallstationen, / setzt tonnenweise Feinstaub frei und ist objektiv Tierquälerei. / Das wissen fast alle. / Und fast alle wollen das nicht. / Es erfordert keinen Mut, / da eine Grenze zu setzen. / Warum ist dazu der Mut nicht da? / Geht es ums Geschäft, / das nicht kaputt gemacht werden soll? / Oder hat man einen Begriff von Toleranz, / der Rücksichtslosigkeit und Willkür schützt? //
Dass unsere Welt / seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine / eine andere ist, / dürfte den meisten bekannt sein. / Aber allen ist das nicht bekannt. / Wieso ist das verloren gegangen, / dass menschliches Recht des Schutzes / durch menschliche Gewalt braucht? / Wieso können einige meinen, / auf irgendeine Weise nicht dabei sein zu können? / Es heißt: Putins Angriffskrieg und die Reaktionen darauf / passten nicht in die Lebensplanung. / Wieso halten junge Menschen / und sogar einige Politiker / das für ein Argument? / Das ist unfasslich. //
Der gesunde Menschenverstand. / Er fehlt vielfach. / Der Geist der Ernüchterung. / Gib uns, Herr, diesen Geist. / Gib ihn allen, die ich brauchen. / Und lass uns im Warten auf Dich bleiben. //
Und im Seufzen zu Dir: / Kyrie eleison. / Amen.
Klaus Bröhenhorst
Gott – / unbegreiflich bist du, / aber nicht unansprechbar / wir können in den Worten unserer Vorfahren mit dir reden. // Tröste uns, wie Eltern ihre Kinder. / Nimm uns in deine Arme. / Blicke freundlich auf uns. / Mach uns Mut. // Vergib uns, was wir falsch gemacht haben / und hilf uns anderen zu vergeben. // Lehre uns, aus der Vergangenheit zu lernen / und die Zukunft mitzugestalten. // Sende uns deinen Geist, / damit wir anderen eine Stütze sein können / durch Schweigen / durch die richtigen Worte / durch anteilnehmendes Handeln. // Bleibe bei uns alle Tage / bis an unser Ende / und dann erst recht! // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Stefan Maser
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott – / du hast das Universum und unsere kleine Erde darin geschaffen / du hast dich in Jesus anschaubar gemacht // Fließ aus den Wolken / Spring aus der Erde / Leucht in die Finsternis // Mach dich sichtbar / Lass uns deine Spuren erkennen / Auf den umstrittenen politischen Wegen. / Mach dich hörbar / Lass uns deine Stimme vernehmen / Unter den Mitmenschen, die nach Hilfe rufen. / Mach dich fühlbar / Lass uns deinen Trost spüren / In unseren Seelen. // Mach unsere müden Hände wieder stark / und unsere weichen Knie wieder fest. / Gib uns die Gewissheit deiner Nähe. / Nimm uns unsere Angst. // So viel fernes Leid macht uns traurig und bestürzt. / So viele eigenen Nöte belasten uns.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. // Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. //
Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns / die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
