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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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19. Mai 2025 Großer, ewigreicher Gott, / zu Dir kommen wir mit unserer Armut, / an Liebe / an Hoffnung / an Glauben – / und bitten Dich: / schenk uns aus Deiner Fülle. // Barmherziger Gott, voller Gnade und Wahrheit bist Du. / Und wir kommen zu Dir / mit unserer Hartherzigkeit / mit unserer Angst, / unseren Lebenslügen – / und bitten um Deinen Geist, / der all diese bösen Gespenster vertreibt. // Liebender Vater von uns allen, / zu Dir kommen wir mit / unserem kleinen Glück / mit unseren Kindern / mit dem Wunder der Liebe, / die wir schenken und empfangen – / und danken Dir für diese guten Gaben. // Komm Du mit Deinem heiligen Geist nun zu uns. / Segne diese Stunde, / in der wir Dir stille halten / und pflanze Dein Wort in unser Herz, / dass es Frucht bringt / zu Deiner Ehre / und uns allen zum Wohl. // Amen
Jochen Denker
18. Mai 2025

Lebendiger Gott, / wir kommen zu dir in unserer Not, / denn zerrissen sind wir, / die wir uns Freunde und Freundinnen Israels nennen, / zerrissen in unserer Liebe zu diesem Land, / zu den Menschen, / die uns von dort begegnet sind. / Zerrissen, seit wir sehen, / wie brutal die Regierenden Gaza zerstören, / und wie mitleidlos es viele Israelis hinnehmen. //

Wir nehmen Anteil an dem Leid der Familien, / die ihre Liebsten am 7. Oktober verloren haben, / oder immer noch bangen um die in Geiselhaft. / Wir haben hohen Respekt vor den vielen, / die Woche für Woche auf die Straße gehen / im Protest gegen die Regierung, / im Protest gegen den Krieg. //

Aber wir sehen auch die Bilder aus Gaza, / die Kinder, die mit leeren Schüsseln um Nahrung flehen, / die Männer, die weiße / Leichensäcke tragen / die Frauen, die ihren Schmerz herausschreien, / und es zerreißt uns das Herz.

Wir sind zerrissen  / In unserer Haltung zu Israel, / wir fühlen uns denen nahe, / die immer noch nach Frieden und nach Versöhnung suchen, / und die sich mit Menschen aus Palästina vereinen / in ihrer Trauer um zerstörtes Leben. / Die vielen dagegen, die nur noch hassen / und auf Vernichtung aus sind, / stoßen uns ab. //

Aber trotz unserer Zerrissenheit wollen wir, / die wir uns Freunde und Freundinnen Israels nennen, / nicht aufhören, / dieses Land zu lieben, / und die vielen Menschen, / die uns von dort begegnet sind, / Wir wünschen Israel und seinen Nachbarn von Herzen Frieden
und eine sichere Zukunft. //

Gott, steh uns bei!


Sylvia Bukowski
Wochenrückblick

Auch in dieser Woche verfolge ich die Nachrichten um den neuen Papst.// Was kommt nach seinen Friedensworten?/ Wird er weiter mit der Wahrheit und dem Liebesgebot der Bibel konfrontieren?/ Bleiben die Armen und Entrechteten das Maß für sein Denken und Reden und Handeln?// Ewiger, gib ihm Herz und Mut und Kraft dazu!// Ich blicke auf mich, nicht von ferne Papst und auch nicht neu an meinem Platz.// Was kommt nach meinen gelegentlichen Friedensworten?/ Merkt, wer mir begegnet, etwas von der Wahrheit und dem Liebesgebot der Bibel?/ Sind die Armen und Entrechteten auch das Maß für mein Denken und Reden und Handeln?// Ewiger, gib auch mir Herz und Mut und Kraft dazu!// Das bitte ich durch Jesus Christus. Amen.


Stefan Maser, Hoerstgen
16. Mai 2025 Gott – du schaffst Leben / deine Jüngerinnen und Jünger haben Christus als Lebendigen erfahren und sind in seine Nachfolge aufgebrochen. / Hilf auch uns, aufzustehen. / Gegen Selbstsucht und Vorurteile. / Gegen die eigene Trägheit und Mutlosigkeit. / Gegen die verbreitete Angst und Resignation. / Gegen öffentliche Beschönigungen. / Gegen Blindheit angesichts von ungerechten Verhältnissen. / Gegen Verschwendung und Besitzgier. / Gegen die vielen Tode durch falsche Weltwirtschaft und kriegerische Gewalt. / Hilf uns, aufzustehen und österlich zu leben / Fröhlich und verantwortungsbewusst. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
15. Mai 2025 Wie ein guter Vater / stehst Du hinter mir / und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen / und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Zürich
15. Juni 2025 Heiliger Gott, / Wir haben viel Grund, / deinen Namen zu loben. / Auf dich ist Verlass. / Du bleibst uns treu / und du gehst gnädig mit uns um. // So Vieles andere ist ins Wanken geraten, / dass wir unsicher geworden sind; / so oft haben uns Menschen enttäuscht, / dass wir kaum noch einem trauen; / so gnadenlos geht es oft unter uns zu, / dass wir schon mit Angst aufwachen. // Gott, du weißt, wie es um uns steht, / wieviele Verletzungen wir mit uns tragen / und wieviel Scham und Wut wir verbergen / hinter der Maske unserer Coolness. // Herr, hilf uns, wenn wir zu fallen drohen, / richte uns auf, wenn wir niedergeschlagen sind / und behüte uns vor allem, / was unser Leben zerstört und vergiftet. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
14. Mai 2025

Wem gehört die Erde / Wer darf sie ihr eigen nennen / Wem gehören ihre Schätze im Boden im Wasser in der Luft / Wir denken: Sie gehören selbstverständlich dem, / der sie für sich beansprucht und verbucht hat / Könnten wir es anders denken / Wir Menschen sind flüchtige Gäste auf Erden wir werden selber wieder Erde werden / Dürfen wir sie als solche für uns nutzen / ausnutzen auslaugen und nutzlos liegen lassen / Dürfen wir die Erde verderben //

Die Antwort geben wir uns selbst / Menschen wir sind schuldig / weil wir nehmen nicht zurückgeben / uns selber überschätzen / Wir sehen uns als rechtmässige Besitzer / die keiner haftbar machen kann / wir sehen uns im Recht / Weil alle denken es sei Recht /

Doch: Wir sind Installierte in Ehrenämtern / Verwalter Gärtnerinnen Wildhüter Schützerinnen der Natur / Eingesetzt vom Creator mundi / der uns diese Würde überantwortet hat / der uns seinen Schatz anvertraut hat //

Gott möge unsere Augen öffnen damit wir uns selber richtig einschätzen lernen / Lasst uns ihm dienen und darauf stolz sein / Wir sind Dienerinnen der Lurche der Insekten der Korallenriffe / Diener der Wildschweine der Wölfe der Wälder der Meere der Wüsten / Wir dienen der Zukunft / Wir hegen und pflegen und lieben / Wir machen die Erde schön / Unser Lohn ist Sinn / ja so macht das Leben Sinn.


Marianne Reifers, Luxor (Egypt)
13. Mai 2025 Gott, / deine Liebe, unsere Liebe – / wie weit reicht sie? / Bleibt sie bis zum Ende? / Und welches Ende? / Bleib da, wenn Menschen uns verlassen, / bleib bei uns bis zum Ende / und noch darüber hinaus. / Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
12. Mai 2025 Gott, du Begleiter, / du bist immer für uns da / und mischt dich in unser Leben ein. / Wir bitten dich, / dass du Nöte siehst, / die wir nicht wahrnehmen. / Hilf uns, wenn wir einsam und vernachlässigt sind. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
11. Mai 2025 Du Hort unseres Heils, / manchmal führst du unser Leben in große Höhen: / Lass uns nicht hochmütig werden. / Du bist da, / wenn wir abstürzen / in tiefste Verzweiflung: / Lass uns nicht in ihr verharren. // Deine Macht reicht bis in die Sphären / des Unheimlichen: / Bewahre uns / vor seiner gefährlichen Anziehungskraft. / Halte uns fest bei dir / und bei deinem Wort. / Begleite uns durch Höhen und Tiefen / und alle Gefahr. / Erbarme dich unser.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
10. Mai 2025

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / Danke für den blauen Himmel, / für den Tau morgens auf dem Gras, / für das Zwitschern der Vögel und das Blühen der Blumen. / So viel Grün überall, so viel Verheißung von Leben. //

Danke für den Kirchentag / und für alle, die zu seinem Gelingen beigetragen haben. / Mutig, stark, beherzt – möge das noch lange unter uns sein; / sehr lange noch. / Denn uns ist bange. //

Dünn ist das Eis, auf dem wir stehen. Sehr dünn. / Im Zuge der Kanzlerwahl sprach jemand von Weimar. / Da drohte Schlimmes. / Es wurde abgewendet. / Weil es dann doch noch genug Besonnene gab. / Hab Dank für die. //

Zwischen Indien und Pakistan droht ein Atomkrieg. / Wo sind da die Besonnenen? / Wenn es sie gibt – lass sie Einfluss gewinnen, dass die Vernunft siegt / über den Hass. Wo Hass ist, lacht die Hölle. /

Und im Nahen Osten? Sind da noch Besonnene? / Oder ist das Gegeneinander schon total? / Der Wille zur Vernichtung ist groß hier wie da. / Und es sind die Ohnmächtigen, die den Preis zahlen.  //

Wie schlimm ist das. Wie bestürzend – achtzig Jahre nach Kriegsende. / Ist die Menschheit ein hoffnungsloser Fall? / Nach Karfreitag und Ostern können wir das nicht glauben. / Aber wir machen diesen Glauben nicht an uns selbst fest, sondern an Dir. //

Erbarme Dich! / Erbarme Dich der Elenden. / Erbarme Dich unser. / Erbarme Dich Deiner armen Erde, / dass sie nicht noch mehr zum Vorplatz der Hölle wird, / sondern gleichnisfähig bleibt für Dein Reich, das kommt. // Amen.


Klaus Bröhenhorst
9. Mai 2025

Unser Vater, / danke für die wunderbare Schöpfung, die uns immer wieder zur grünen Kanzel werden kann. / Da ist zum Beispiel der Mammutbaum, der Rekordhalter unter den Bäumen. / Riesig groß kann er werden und uralt. / Damit er den Stürmen standhält, wurzelt er zwar nicht besonders tief, dafür aber weit ausladend, / bis seine Wurzeln die Wurzeln anderer Bäume erreichen, sich miteinander verankern / und sich gegenseitig festhalten.

Lass uns das von ihnen lernen. / Mach uns zu echter Gemeinschaft fähig. / Lass uns einander die Hände reichen, / uns gegenseitig stützen und einander Stabilität geben. / Gemeinsam statt einsam und mit dir ein echtes wir. / Amen


Annegret Lambers
8. Mai 2025 Gott, / manchmal ist es überwältigend, / was man alles bewegen kann. / Danke, für die Möglichkeiten, / die wir haben, / unser Leben zu gestalten. / Für unsere Gesundheit, / für Arbeit und Auskommen, / für unsere Unabhängigkeit und Freiheit. / Es kommt alles von dir. / Und es ist nicht selbstverständlich.
Selma Dorn
7. Mai 2025 Ewiger Gott, lehre uns zählen. / Lehre uns, Menschen in Not zu zählen. / Und hilf uns, niemanden zu vergessen, / denn jeder Mensch ist ein Geschenk, / von dir wunderbar gebildet im Mutterleib. / Hilf uns, dir zu leben und leite uns auf ewigem Wege. / Amen
Meike Waechter, Berlin
6. Mai 2025 Wir trabanten um Christus unsere Sonne / Unsere Menschlichkeit hängt von ihm ab / Wir danken dir Gott für beide Sonnen // Am Sonntag wärmen wir uns an Christus / Wir geniessen unsere Menschlichkeit / Wir leben sie voll aus // Wir werden selber kleine Sonnen / An denen Frierende sich wärmen können / Das möchten wir sein / Das ist unser Vorsatz für die ganze Woche // Selbst wenn sich die Sonne hinter Wolken verbirgt / Selbst wenn wir wieder mal kalt und abweisend sind / Sie kommt wieder / Wir vertrauen auf sie // Amen
Marianne Reifers, Luxor (Egypt)
5. Mai 2025 Du väterlicher und mütterlicher Gott – / dir will ich unsere Kinder anvertrauen. / Die getauften und die ungetauften. / Alle, die in christlichen Häusern aufwachsen / und alle, die ohne Bekenntnis erzogen werden. / Alle, die sich mit ihrer Religion bei uns fremd fühlen / und alle, die mit ihren Fragen alleingelassen werden. // Geh du still und unerkannt an ihrer Seite, / wenn wir als Pfarrerinnen und Lehrer, / als Eltern und Großeltern, / als Gesellschaft versagen. / Leite sie an deiner lieben Hand. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
4. Mai 2025

Gott, der du die ganze Welt umspannst / mit Gerechtigkeit und Liebe: / Wir wissen, dass deine Schöpfung leidet / unter unserem Lebensstil / Aber unsere Gewohnheiten / wollen und können wir trotzdem nicht ändern, / und unsere Ansprüche wachsen weiter. //

Gott, bei dir suchen wir Zuflucht / und Rat mit den Widersprüchen in unserem Leben: / Wir wollen nichts Böses / und richten doch so viel Unheil an. //

Lass du uns doch im Licht deiner Wahrheit / Wege finden aus unserem Zwiespalt / und leben und handeln / im Geist deiner Güte / Du Quelle des Lebens, / schaffe uns neu! / Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
2. Mai 2025 Mein Trauergewand lösen - / mich mit Freude gürten - / Klage in Lob verwandeln - / Zorn durch Güte mildern / Du kannst das. / Du hilfst mir dabei. / Heute und Morgen. / Danke dafür.
Kathrin Rehmat, Zürich
1. Mai 2025

Mein Schöpfer, Erlöser und Quelle der Lebensfreude, / mit jedem Atemzug empfange ich das Leben von dir. / Mit jedem Seufzer gebe ich dir von meiner Last ab. / Öffne mich für diesen Tag. / Öffne mich für dein belebendes Wort. / Öffne mich für deine Berührung, auch in den Menschen, dir mir heute begegnen. / Danke für deine Gegenwart. / Amen.


Catherine MacMillan
30. April 2025 Jesus Christus, guter Hirte! / Zum frischen Wasser führst du mich, / weidest mich auf grü­nen Auen. /  Mit Bildern der Geborgenheit / erquickst du die Herde. / Balsam für verletzte Seelen sind deine Worte. / Und in den finsteren Tälern, / wenn ich die schönen Bilder nicht mehr sehe – / lass mich auch dort deine Stimme hören. / Das bitte ich dich, / der du mir mit Gutem und Barmher­zigkeit auf der Spur bist, / ein Leben lang. / Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
29. April 2025

Achje, ach Jesus – seufzt es in uns, / wenn unser Herz doch ab und an auch so brennen würde / vor Begeisterung, weil Du selbst mit uns redest, / als der Auferstandene. // Die Mächte und Gewalten, die gerade miteinander ringen, / schnüren uns die Luft ab, drängen uns zum Rückzug ins Private. // Wir sind auf dem Weg zurück nach Emmaus, / unsere Hoffnung auf eine Welt, die dem Frieden nachjagt, haben wir begraben. / brich dein Schweigen, Herr – Bitte! / oder liegt es an uns? / dann öffne uns Ohr und Herz, damit wir deine Gegenwart wahrnehmen / und dann wachgerüttelt, gestärkt und getröstet aufbrechen. //

Wir legen Dir vor die Füße, was uns bedrückt, / all das Leid, an dem wir nichts ändern können: / weit weg in Myanmar oder im Sudan, / das Leid derer, die noch in den Händen der Hamas-Jünger sind, / die Geiseln und deren Mama und Papa, oder der oder die Liebste, / und all die hilflosen Menschen im Gazastreifen. // das Elend des Kriegs in der Ukraine, legen wir dir vor die Füße, / die Menschen dort werden zermalmt von zwei Männern, / die auch dich verhöhnen. //

Tu nach deinem Willen HERR, aber tu was. / Darum bitten wir dich von Herzen. / Du hast immer wieder rettend eingegriffen, / davon erzählen die heiligen Schriften, / davon haben unsere Eltern und Großeltern uns erzählt / und wir haben es auch selbst erlebt. / Deshalb stehen wir hier betend vor Dir,  / weil wir deinen Verheißungen glauben und wissen, dass Du es gut mit uns meinst. //

Deshalb bitten wir auch für die Regierenden in unserem Land, / darum, dass sie sich Johannes Rau zum Vorbild nehmen / und auf Versöhnung aus sind und das rechte Maß finden. / An deiner Hand gehen wir in die kommende Woche, / in guter Hoffnung, dass Du dein Schweigen brichst / und so mit uns redest, dass uns das Herz brennt. //

Du bist mein Gott, dich will ich loben, erheben deine Majestät. / Dein Ruhm, mein Gott, werd hoch erhoben, der über alle Himmel geht. / Rühmt, rühmt den Herrn! Schaut, sein Erbarmen bestrahlet uns in trüber Zeit, / und seine Gnade trägt uns Arme von Ewigkeit zu Ewigkeit. / Amen


Gerhard von der Heyden
28. April 2025

Ewiger, wir preisen dich mit unsren Gedanken, / wir loben dich mit unsren Worten, / wir singen dir mit unsern Versen. / Auch mit unseren Taten wollen wir dich loben. / Wenn es aber zählt, dann sind wir wie gelähmt. / Löse uns die Hände, lockere uns die Füße, / damit auch, was wir tun, / dich preist und dem Nächsten guttut. / Amen. 


Jürgen Kaiser
27. April 2025 Barmherziger Gott, / wir wenden uns an dich mit allem, was uns am Herzen liegt. / Wenn es uns schlecht geht, / denken wir oft an dich und flehen um Hilfe. / In guten Zeiten vergessen wir leicht, / dir für alles zu danken. / Wir zweifeln auch manchmal, / ob du wirklich zuhörst, / ob du dich bewegen lässt von unserem Gebet. / Gott, verachte uns nicht / für unseren schwachen Glauben und das klägliche Beten. / Bewahre uns davor, vor dir zu verstummen. / Du kennst unsere Gedanken, / du weißt, was wir brauchen. / Erbarme dich unser! / Amen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick Allmächtiger Gott! // Aus dem Erschrecken des Ostermorgens / kann Verstehen werden, / aus der Angst Vertrauen, / aus der Trauer Freude. // Die Zeit nach Ostern ist mit Verwandlung gefüllt, / für die es Deinen Segen, Gott, braucht. / Urbi et orbi. // Ach, wäre das schön, / wenn der Segenszuspruch / des Ostermorgens Kraft gewinnt, / damit der Frieden im Kleinen / und der Frieden der ganzen Welt / ineinander wachsen / und gemeinsam mächtig werden / gegen den Hunger der Unersättlichen, die den Hals vor Gier nicht voll kriegen können, / gegen die Taubheit der Hörenden, die die Hilferufe der Notleidenden nicht vernehmen, / gegen die Blindheit der Sehenden, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen, / gegen die Erstarrung der Lebendigen, die sich nicht gegen Alternativlosigkeiten erheben / und gegen den Tod auferstehen. // Lass Gott, / Deinen Frieden blühen / im Verstehen, im Vertrauen, in der Freude / - urbi et orbi - / im weiten Erdkreis für alle Menschen. // Im Kleinen fängt es an. / Auch bei mir. // Amen!
Simon Froben, Bayreuth
25. April 2025

Mein Gott, wie endlos ist deine Liebe! / Deine Gaben sind neu; / Und Morgen Barmherzigkeit von oben / Sanft destillieren wie frühen Tau //

Du hast die Vorhänge der Nacht verbreitet, / Großer Wächter meiner Schlafstunden; / Dein souveränes Wort stellt das Licht wieder her, / Und beschleunigt alle meine wachen Kräfte. //

Ich gebe meine Befehle zu deinem Befehl, / Zu dir weihe ich meine Tage; / Ewiger Segen von deiner Hand / Fordere ewige Lieder des Lobes.


Isaak Watts (1674-1748)
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