Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Er herrscht über alles, was Rang und Namen hat – / in dieser Welt und in der zukünftigen (nach Eph 1,20f). //
Jedes Jahr zu Himmelfahrt lassen wir uns das gerne sagen. / Und es tröstet uns, / in dem Gewirr der Mächtigen und ihrer Interessen den einen zu wissen, / der das Ganze im Blick hat: / die Verwundeten, die Enttäuschten, die Ausgebooteten, die Glücklichen, die Beschämten, die Ängstlichen, die Furchtlosen, die Eingeschüchterten, die Hoffnungsvollen, die Zurückgewiesenen, die Tatkräften und die Erschöpften. //
Barmherziger Gott, / dieser ›Blick von oben‹ gibt uns Hoffnung, / wenn wir erleben, / wie viele Menschen in unserer Welt aus dem Blick geraten sind. / Dein ›Blick von oben‹ gibt uns Hoffnung, / wenn in unserer Welt die oben auf liegen, / die ihre verdrehten Wahrheiten in die Welt schicken, / die ihre Macht schamlos missbrauchen und andere ins Verderben stürzen. //
Gib uns den Mut, / uns dadurch nicht abbringen zu lassen, / in deiner Liebe zu wachsen und in deinem Geist zu leben, / damit wir Zeugen werden deiner Wahrheit und deiner Barmherzigkeit. / Möge Dein Reich wachsen, / in dem Christus die höchste Ehre hat, / und wir in seiner Liebe verbunden bleiben. / Amen
Achim Detmers, Hannover
Walter Wickihalder
Meine Zunge in meinem Mund steht auf macht Sprünge / Die Stimmbänder surren wie Spinnräder über das Glück / Ich habe sie gefunden / GOTT / Perlworte dich zu loben / Da da da und da / Sie kugeln unter der Zunge fort in dein Ohr / Besticken die Wolken mit Regen / Du bist o Gott du bleibst / Bist Segen / Hallelu / Jaah
Marianne Reifers, Luxor (Egypt)
Ewige/r // Du säuselst im Wind / blühst in den Blumen / schnurrst in Katzen / leuchtest in Sternen / und erfrischst im Regen. // Du zeigst dich tausendfältig / in liebevoller Zuwendung. / Lässt uns zusammen reden, schweigen, lachen und weinen. // Lass mich Sorge tragen zum Leben auf Erden, / das über mich hinausgeht. / Schenk mir Mut zu werden, / wie Du mich siehst und wie ich möchte. / Lehr mich zu teilen. // Ich danke Dir dafür. // Amen
Kathrin Rehmat
Selma Dorn
Annegret Lambers
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Carolin Springer, Leer
Meike Waechter
Wir glauben an Gene / Sie verbinden uns / Sie machen abhängig // Wir hängen an Genen / Sie verpflichten uns / Wir müssen uns um diejenigen sorgen die mit uns vergent sind / Meinen wir // Nein sagt Jesus / Kümmert euch um diejenigen die den Willen Gottes tun / Gleich welcher Hautfarbe welcher Sprache welcher Währung / Sie leben mit dem Genom Gottes / Sie respektieren das Leben // Gott / Deine Gene riechen wie Frühling / Wie der Bergbach / Wie der Wüstenmorgenwind / Wie Kinderschweiss / Wie Erde nach dem Regen / Lasst uns leben wie Gott im Frühling / Immer wieder anfangen mit der Liebe // Amen
Marianne Reifers, Luxor (Egypt)
Georg Rieger, Nürnberg
Catherine MacMillan
Jochen Denker
Lebendiger Gott, / wir kommen zu dir in unserer Not, / denn zerrissen sind wir, / die wir uns Freunde und Freundinnen Israels nennen, / zerrissen in unserer Liebe zu diesem Land, / zu den Menschen, / die uns von dort begegnet sind. / Zerrissen, seit wir sehen, / wie brutal die Regierenden Gaza zerstören, / und wie mitleidlos es viele Israelis hinnehmen. //
Wir nehmen Anteil an dem Leid der Familien, / die ihre Liebsten am 7. Oktober verloren haben, / oder immer noch bangen um die in Geiselhaft. / Wir haben hohen Respekt vor den vielen, / die Woche für Woche auf die Straße gehen / im Protest gegen die Regierung, / im Protest gegen den Krieg. //
Aber wir sehen auch die Bilder aus Gaza, / die Kinder, die mit leeren Schüsseln um Nahrung flehen, / die Männer, die weiße / Leichensäcke tragen / die Frauen, die ihren Schmerz herausschreien, / und es zerreißt uns das Herz.
Wir sind zerrissen / In unserer Haltung zu Israel, / wir fühlen uns denen nahe, / die immer noch nach Frieden und nach Versöhnung suchen, / und die sich mit Menschen aus Palästina vereinen / in ihrer Trauer um zerstörtes Leben. / Die vielen dagegen, die nur noch hassen / und auf Vernichtung aus sind, / stoßen uns ab. //
Aber trotz unserer Zerrissenheit wollen wir, / die wir uns Freunde und Freundinnen Israels nennen, / nicht aufhören, / dieses Land zu lieben, / und die vielen Menschen, / die uns von dort begegnet sind, / Wir wünschen Israel und seinen Nachbarn von Herzen Frieden
und eine sichere Zukunft. //
Gott, steh uns bei!
Sylvia Bukowski
Auch in dieser Woche verfolge ich die Nachrichten um den neuen Papst.// Was kommt nach seinen Friedensworten?/ Wird er weiter mit der Wahrheit und dem Liebesgebot der Bibel konfrontieren?/ Bleiben die Armen und Entrechteten das Maß für sein Denken und Reden und Handeln?// Ewiger, gib ihm Herz und Mut und Kraft dazu!// Ich blicke auf mich, nicht von ferne Papst und auch nicht neu an meinem Platz.// Was kommt nach meinen gelegentlichen Friedensworten?/ Merkt, wer mir begegnet, etwas von der Wahrheit und dem Liebesgebot der Bibel?/ Sind die Armen und Entrechteten auch das Maß für mein Denken und Reden und Handeln?// Ewiger, gib auch mir Herz und Mut und Kraft dazu!// Das bitte ich durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser, Hoerstgen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Kathrin Rehmat, Zürich
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wem gehört die Erde / Wer darf sie ihr eigen nennen / Wem gehören ihre Schätze im Boden im Wasser in der Luft / Wir denken: Sie gehören selbstverständlich dem, / der sie für sich beansprucht und verbucht hat / Könnten wir es anders denken / Wir Menschen sind flüchtige Gäste auf Erden wir werden selber wieder Erde werden / Dürfen wir sie als solche für uns nutzen / ausnutzen auslaugen und nutzlos liegen lassen / Dürfen wir die Erde verderben //
Die Antwort geben wir uns selbst / Menschen wir sind schuldig / weil wir nehmen nicht zurückgeben / uns selber überschätzen / Wir sehen uns als rechtmässige Besitzer / die keiner haftbar machen kann / wir sehen uns im Recht / Weil alle denken es sei Recht /
Doch: Wir sind Installierte in Ehrenämtern / Verwalter Gärtnerinnen Wildhüter Schützerinnen der Natur / Eingesetzt vom Creator mundi / der uns diese Würde überantwortet hat / der uns seinen Schatz anvertraut hat //
Gott möge unsere Augen öffnen damit wir uns selber richtig einschätzen lernen / Lasst uns ihm dienen und darauf stolz sein / Wir sind Dienerinnen der Lurche der Insekten der Korallenriffe / Diener der Wildschweine der Wölfe der Wälder der Meere der Wüsten / Wir dienen der Zukunft / Wir hegen und pflegen und lieben / Wir machen die Erde schön / Unser Lohn ist Sinn / ja so macht das Leben Sinn.
Marianne Reifers, Luxor (Egypt)
Jürgen Kaiser, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / Danke für den blauen Himmel, / für den Tau morgens auf dem Gras, / für das Zwitschern der Vögel und das Blühen der Blumen. / So viel Grün überall, so viel Verheißung von Leben. //
Danke für den Kirchentag / und für alle, die zu seinem Gelingen beigetragen haben. / Mutig, stark, beherzt – möge das noch lange unter uns sein; / sehr lange noch. / Denn uns ist bange. //
Dünn ist das Eis, auf dem wir stehen. Sehr dünn. / Im Zuge der Kanzlerwahl sprach jemand von Weimar. / Da drohte Schlimmes. / Es wurde abgewendet. / Weil es dann doch noch genug Besonnene gab. / Hab Dank für die. //
Zwischen Indien und Pakistan droht ein Atomkrieg. / Wo sind da die Besonnenen? / Wenn es sie gibt – lass sie Einfluss gewinnen, dass die Vernunft siegt / über den Hass. Wo Hass ist, lacht die Hölle. /
Und im Nahen Osten? Sind da noch Besonnene? / Oder ist das Gegeneinander schon total? / Der Wille zur Vernichtung ist groß hier wie da. / Und es sind die Ohnmächtigen, die den Preis zahlen. //
Wie schlimm ist das. Wie bestürzend – achtzig Jahre nach Kriegsende. / Ist die Menschheit ein hoffnungsloser Fall? / Nach Karfreitag und Ostern können wir das nicht glauben. / Aber wir machen diesen Glauben nicht an uns selbst fest, sondern an Dir. //
Erbarme Dich! / Erbarme Dich der Elenden. / Erbarme Dich unser. / Erbarme Dich Deiner armen Erde, / dass sie nicht noch mehr zum Vorplatz der Hölle wird, / sondern gleichnisfähig bleibt für Dein Reich, das kommt. // Amen.
Klaus Bröhenhorst
Unser Vater, / danke für die wunderbare Schöpfung, die uns immer wieder zur grünen Kanzel werden kann. / Da ist zum Beispiel der Mammutbaum, der Rekordhalter unter den Bäumen. / Riesig groß kann er werden und uralt. / Damit er den Stürmen standhält, wurzelt er zwar nicht besonders tief, dafür aber weit ausladend, / bis seine Wurzeln die Wurzeln anderer Bäume erreichen, sich miteinander verankern / und sich gegenseitig festhalten.
Lass uns das von ihnen lernen. / Mach uns zu echter Gemeinschaft fähig. / Lass uns einander die Hände reichen, / uns gegenseitig stützen und einander Stabilität geben. / Gemeinsam statt einsam und mit dir ein echtes wir. / Amen
Annegret Lambers
Selma Dorn
