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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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19. Dezember 2023 Darum bitten wir dich: / Sende uns deinen Heiligen Geist, / damit wir das rechte Maß finden / für Ruhe und Aktion, für Reden und Stille / und für die Zeit, die wir brauchen  / für uns und für dich.  / Dass wir ein wenig mehr Wärme  / in unsere kalte Welt bringen.
Georg Rieger, Nürnberg
18. Dezember 2023

Advent 

Da wächst etwas 
Ist das heimisch 
Bestimmt nicht 
Ist fremd 
Soll Fremdes im eigenen Garten wachsen 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
17. Dezember 2023

Du großer Menschenfreund, / wie viele Bitten musst du täglich hören, / wie viele Wünsche, wie viele Klagen. / Mit allem, was uns auf dem Herzen liegt, / kommen wir zu dir / und drängen auf Hilfe. / Aber wann hören wir deine Bitten an uns? / wann beachten wir deinen Schmerz / über den Zustand der Welt? / Wann nehmen wir deine Sehnsucht wahr / nach uns als Partnern deines Bundes?

Gott, / öffne uns Ohren und Herz / für deine Stimme. / Mach uns bereit, / dir Antwort zu geben / und dich zu trösten / mit Worten und Taten. / Lass dich jetzt erfreuen durch unser Lob.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

16. Dezember 2023

Lieber Gott, nun hat also in der vergangenen Woche die Klimakonferenz keine wirksamen Entscheidungen gebracht. Auch wenn es absehbar war, ist die Enttäuschung groß.

Es ist zum Verzweifeln. In viel zu kleinen Schritten geht es voran, an manchen Stellen sogar rückwärts. Die Veränderungen, die das Klima der Welt bringen wird, sind schon nicht mehr einzuholen.

Sind wir Menschen vielleicht einfach überfordert?  Warum schaffen wir es nicht, mit der Zerstörung der Welt aufzuhören. Zu viele kurzsichtige Interessen sind im Spiel und zu wenig Mut bei den Willigen.

Es ist eine schlichte Frage, aber sie drängt sich auf: Kannst du da noch was machen, Gott? Gibt es einen Weg, den wir nicht sehen? Gibt es Lösungen, die wir nicht kennen? Öffne uns die Augen und lass uns auf das hören, was du uns zu sagen hast. Mach uns Mut und schenke uns Geduld!

Du bist das Maß aller Dinge, Anfang und Ende der Welt und die Quelle der Liebe. Amen


Georg Rieger, Nürnberg
15. Dezember 2023 Es gibt diese Wüstenzeiten HERR, wir sehnen uns nach deiner heils /  Nähe und können doch nur ahnen, dass Du uns führst. Wir danken Dir für Erfahrungen deiner Anwesenheit, wenn wir zu zweit oder zu siebt nach deinem Willen gefragt haben. /  Wir bringen Dir unsere Hilflosigkeit und unser Versagen, in dem Vertrauen darauf, dass Du damit was anfangen kannst, dass Du auch daraus Frucht wachsen lässt, die Dir zur Ehre gereicht und unsere Nächsten sättigt. / Wir halten Dir unsere kleine Kraft hin, in dem Vertrauen darauf, dass Du uns gebrauchen kannst und willst, um Trost und Hoffnung in die Welt zu tragen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
14. Dezember 2023 Gott, du Menschenerforscher und Menschenkenner, / Du kennst uns. Gut kennst Du uns, nur zu gut, besser als wir selbst uns kennen, weißt Du um uns. / Und siehst uns, besser als wir selbst uns sehen, siehst du uns, bist gütiger zu uns als wir selbst es mit uns sind. / Hast uns wunderbar gemacht. Das erkennt die Seele, weil du es ihr sagst. / Unsere Tage sind in dein Buch geschrieben. Blättere es auf, lies uns vor, mach schöne Geschichten aus den Tagen, die noch werden. / Und mach uns deine Gedanken leicht am Abend und am Morgen und an jedem neuen Tag. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
13. Dezember 2023 Gott, woher wir kommen / und wohin wir gehen, / beides ist ein Stück des Wegs, / den du bereitet hast für uns. / Wir danken dir / und bitten dich, / gib Demut dafür, was wir müssen, / und Frohmut dafür, was wir dürfen, / und stärke uns mit deinem Geist / durch Jesus Christus. Amen.
Walter Wickihalder, Winterthur, Schweiz
12. Dezember 2023

Gott – als erstes hast du Licht und Dunkelheit unterschieden und dann die Welt geschaffen.

Licht und Dunkelheit erleben wir täglich. / Gerade wird es noch jeden Tag früher dunkel und später hell. / Auch in unseren Herzen macht sich Dunkelheit breit, weil wir schwarz sehen für die Zukunft. / In unseren Räumen machen wir Licht und es wird gemütlich und warm. In der Stadt ist eine besondere Stimmung am Abend. / Auch in unseren Herzen gibt es dieses Licht,  / das richtig hell werden kann und uns lebendig macht.

Gott, wir bitten dich, / dass du uns in dieses Licht Vertrauen schenkst. / Lass uns in diesem Advent die Zuversicht wiederfinden und bewahren. / Lass uns aufeinander zugehen! / Lass uns in uns hineinhören! / Lass uns auf dich hören. / Amen


Georg Rieger, Nürnberg
11. Dezember 2023

Advent 

Es stösst ein Keimling 
Durch geborstene Erde
Zäh wie Unkraut
P.S. bitte nicht jäten!


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
10. Dezember 2023 Gefangen in den vielen Anforderungen des Alltags, / bemüht um Liebe und Anerkennung, / aber auch getrieben von Sorge, / doch zu verlieren, / was uns wichtig ist: / so leben wir oft / in kräftezehrender Anspannung, / und der Blick reicht kaum noch / über die kleine eigene Welt hinaus. / Gott, / ruf uns aus der ständigen Mühe, / uns und anderen unseren Wert zu beweisen! / Nimm uns die Angst, / abzustürzen ins Nichts. / Belebe unser Vertrauen zu dir. / Weite unser Herz / in Erwartung des kommenden Christus, / der ohne Bedingung / Ja zu uns sagt.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

9. Dezember 2023

Lieber Gott! / Es ist Advent. / Natürlich will ich, / dass Du Einzug hältst in meinem Leben / und auf den Kopf stellst, / was mir gerade noch so richtig erschien. 

Viel mehr noch aber wünsche ich mir, / dass Du Einzug hältst in dieser Welt / und aufrichtest, / was mir gerade so zerbrochen erscheint: / Den Frieden in Deinem Heiligen Land / und Deiner heiligen Welt. / Die Freiheit und die Gerechtigkeit / für alle Menschen nah und fern. / Dein Reich der Barmherzigkeit und Liebe / sichtbar als Zeichen / zur Versöhnung, die so unmöglich erscheint.

Es ist Advent. / Die Türen meiner Hoffnung sind weit geöffnet, / ich will einfach glauben können wie ein Kind. / Amen! 


Simon Froben, Bayreuth
8. Dezember 2023 Herr, unser Gott, wir danken dir, dass du uns dein Kommen ankündigst. Aber in dieser Zeit merken wir auch besonders deutlich, dass die Erfüllung der Zeit noch aussteht: / Wir hoffen auf den Frieden, der mehr als das Ende aller Kriege ist, aber es brechen nur immer wieder neue Krisenherde auf. Auf Gerechtigkeit warten alle, die auf unserer Welt hungern müssen oder in unmenschlichen Verhältnissen leben. Und unser alltägliches Leben fühlt sich auch alles andere als erlöst an. Merken wir es nur nicht, was du mit uns schon bewegt hast? Könnten wir – wenn wir es merken – mehr für diese Welt tun? / Öffne uns die Augen, bewege unsere Herzen, sprich uns an, Gott!
Georg Rieger, Nürnberg
7. Dezember 2023 O Gott – / wie eisig die Erde / wie kristallfern der Himmel / wie schwer die Riegel und Schlösser / wie finster die Welt / wie verschlossen der Himmel  / wie jammervoll das Tal unserer Tränen / Krieg mitten in Europa / Krieg in Nahost / und wir / unversehens herausgerissen / aus unserer Sorglosigkeit / in die Verantwortung genommen / mit den Folgen unseres Handelns konfrontiert / hilflos Helfende / ratlos Planende / unschuldig Schuldige / wie eisig unsere Herzen / wie gefroren unser Glaube / wie nebelverhangen die Zukunft. / O Gott – hervor das Blümlein bring!  AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
6. Dezember 2023 Gott, wir fordern keine Wunder, aber wisse: Wir haben auch nichts dagegen! Es liegt ja so vieles an uns und nicht an dir. Aber trage das Deine dazu bei, dass uns das Wunder gelingt, Gerechtigkeit in der Welt zu säen, damit Friede wächst. Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
5. Dezember 2023 Gott, du Heil aller Menschen, / wie gerne möchten wir uns fallen lassen / in den Trost der Weihnachtsbotschaft, / in die Freude an deiner Geburt. / Wie gern möchten wir glauben, / dass du längst den gesandt hast, / der den Elenden Recht spricht, / der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, / der der Welt großen Frieden bringt. / Aber immer wieder schreit uns die Erde / ihr Leid entgegen. / Immer wieder nisten sich Zweifel in uns ein / angesichts der Menge ungesühnter Verbrechen. / Gott, sieh unsere Sehnsucht, / heile unsere Zerrissenheit / und lass Gerechtigkeit und Frieden / wachsen in unserer Welt. / Herr, erbarme dich unser. Amen.
RefLit
4. Dezember 2023 Verfolgt bedroht gequält   / An die Wand gestellt  / In die Enge getrieben  / Jeder Fluchtweg besetzt mit Gewalt  / Gott  / Mir bleibt das Lachen  / Ich lache was das Zeug hält  / Das Zeug ist mein Glaube an dich  / Du hältst  / Niemand kein Feind und kein Gewehr  / Kann mir den Weg versperren zu dir  / Du hältst mich  / Amen amen amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
3. Dezember 2023 Ja, komm, du Gerechter / und schaffe Recht denen, / die betrogen werden / um ihr Leben und um ihr Glück. / Komm, unser Helfer, / und richte die auf, / die an sich selbst / und am Leben verzweifeln. / Komm, Friedenskönig, / und weise uns ein / in die Regeln von Schalom. / Vollende, / wozu unsere Kraft nicht reicht / und halte unsere Hoffnung lebendig / auf dich / und auf dein kommendes Reich.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Advent. / Wir bitten dich, Gott, / komm in unsere Welt. / Und sieh, wohin wir gekommen sind: //
Unsere Hoffnungen sind fast zerbrochen, / denn jede Woche bringt Meldungen, die weh tun: / Löcher in den Haushalten, / ntisemitismus in den Köpfen, / Wahlsiege der Antidemokraten, / Unerreichbares bei den Klimazielen. //
Unsere Adventslichter leuchten, / aber sie leuchten stumpf in diesem Jahr. / Die Lieder erklingen, / aber sie trösten diesmal nicht. / Die Zeit des Wartens wird uns lang. //
Darum: Komm in unsere Welt. / Rette, was zerbrochen ist. / Ermutige, die verzweifelt sind. / Nimm denen die Macht, / die sie missbrauchen. //
Wir bitten dich, Gott, / Lass deine Botschaft lauter, / deine Güte sichtbarer, / und deine Liebe spürbarer werden. //
Sei Du für uns bei denen, / für die niemand ein Licht angezündet hat, / die vergessen sind und am Rande leben. //
Advent. / Wir bitten dich, Gott, / komm in unsere Welt. / Und sieh, wohin wir gekommen sind. / Amen.


AD
1. Dezember 2023

Du Gott des Himmels und der Erde, / zwei Namen hat das kleine Land, / um das wir uns große Sorgen machen: / Israel und Palästina. / Zwei Völkern ist dieses Land heilig - und drei Religionen. / Zwei Rechte prallen aufeinander – / und es fließt Blut, viel zu viel Blut.

Wir leiden mit - und wir bitten dich: / Sei Du bei den Kindern in Gaza / wie auch bei den Kindern in Aschkelon und Tel Aviv. / Lass sie Schutz finden in sicheren Räumen – / und Trost in den Armen ihrer Eltern. / Lass alle, die von Bomben und Raketen getroffen sind, / bald wieder sicher wohnen in ihren Häusern.

Stärke Du alle Menschen im Land, / die fest bleiben wollen im Eintreten für Versöhnung und Verständigung. / die zusammenarbeiten als Juden und Araber / und die noch wissen, dass auch ihre Sprachen / miteinander verwandt sind.

Wir bitten Dich: Spende ihnen nach allen Schrecken / wieder Kraft und neue Fantasie. / Erhalte ihnen die Vision einer Partnerschaft, / unter der eines Tages das ganze Land aufblühen wird.

Und hier bei uns - mögen die hasserfüllt Demonstrierenden / dringend erkennen, dass Synagogen wie Kirchen und Moscheen / Gottes Häuser sind für unsere Geschwister. / Und dass Gewalt in Abgründe führt und am Ende zum Tod.

Wir sind doch alle Menschen, die leben, / und die nach Gottes Willen eine große Familie werden sollen, / die unsere Erde bewohnbar erhält auch für die, / die nach uns kommen. / Großer Gott, wir bitten dich inständig: / Lass uns Frieden finden, dort wie hier: / Shalom. Salaam. Amen.


Nach einem Entwurf von Pastor Christoph Rehbein
30. November 2023 Wo fängt Frieden an? / Wenn der Starke die Kräfte des Schwachen sieht / Wenn der Laute beim Stummen verweilt und begreift was der Stumme meint / Wenn das Leise laut wird, und das Laute still / Wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos und das scheinbar Unwichtige gross / Wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht. / Und du zögerst nicht, sondern gehst darauf zu / dann Ja dann, fängt der Frieden an
unbekannter Verfasser
29. November 2023 O du Leben / Du bist mit mir verwirkt / Was von dir in mich hineinwirkt / Will ich empfangen / Will es betrachten / Wirken lassen / Bedenken verändern formen / Um es dann wieder zu entlassen / In deine Wirklichkeit / Ich präge dich mit / So wird mir Sinn geschenkt / Durch dich / Ich danke dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. November 2023 Gott, du versprichst uns neue Zukunft, / Zukunft, in der alle lachen können, / die heute noch niedergeschlagen sind, / Zukunft, in der alle aufatmen können, / die heute noch gefangen sind in Elend und Angst. / Du versprichst uns Todgeweihten / einen neuen Anfang und neues Leben. / Ach, wenn wir das nur glauben könnten, / wenn wir es wagten, / alles auf diese Hoffnung zu setzen. / Wie anders sähe dann unsere Gegenwart aus! / Die Schleier der Trauer würden schon heute / ein wenig aufreißen. / Die Fesseln der Hoffnungslosigkeit würden von uns abfallen, / wir würden wieder beweglich / und könnten miteinander Schritte versuchen dir entgegen! / Herr, schreib uns deine Verheißungen in unser Herz / und pflanze mit ihnen den nötigen Glauben, / dass wir dich erkennen als Grund und Ziel / unseres ganzen Lebens. Amen.
RefLit
27. November 2023 Großer Gott, / durch Dein Wort riefst Du die Welt ins Dasein. / Dein Wort tröstet uns / Dein Wort schenkt uns Orientierung / Dein Wort wurde Fleisch und wohnt unter uns / zeigt uns Deine Liebe / deckt unsere Schuld auf / lehrt uns Deine Vergebung / und ruft uns auf Deinen Weg der Gerechtigkeit. / Wir danken Dir, / dass Du kein stummer, / unberechenbarer, / willkürlicher Gott bist, / vor dem wir zittern müssten, / weil wir nicht wissen, / was er will / und wie er zu uns steht. / Sende Deinen Geist, / dass wir Dein Wort recht fassen, / es Kraft entfaltet in unserem Leben / und wir es neu zu lieben beginnen, / weil Du selbst in ihm in unser Leben einziehst. / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
26. November 2023

Herr der Zeiten: / Wie denken zurück an Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet, / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen / sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können den Blick nicht lösen / von dem, was einmal war. / Gott, du weißt, / was wir an diesem Tag empfinden / und richtest unseren Blick auf dich: / In deinem Herzen / bewahrst du alle Lebensgeschichten / und versprichst Zukunft / befreit von den Schatten unserer Gegenwart. / Mitten im Dunkel / von Trauer und Schuld / leuchtet das Licht / deines Erbarmens. / Lass es uns sehen / und verbreite es / durch unser Glauben, Hoffen und Lieben. / Komm uns entgegen! / Wir warten auf dich!

Ewiger Gott, / Herr der Zeiten: / Wir denken zurück an die Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nun nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen / sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können sich nicht lösen / von dem, was einmal gewesen ist.

Gott, / bei dir suchen wir Zuflucht mit unseren Erinnerungen. / Du birgst unsere Toten in deinem ewigen Gedenken, / du hast Trost für die Lebenden. / Durchbrich mit Hoffnung / Trauer und Schwermut / und lehre uns mit Abschieden leben.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

25. November 2023

Ach Gott, / sag, kannst du dir eigentlich alle Namen merken? Hast du sie notiert? Die Namen all derer, die waren, die sind und die noch kommen? / Ich hab manchmal Angst, dass ich Namen vergesse. Vor allem von denen, die schon waren. / Hab Angst, dass mit den Namen auch das Leben vergessen wird, das gelebt wurde - und der Mensch verschwindet, der mal war. / Ach Gott, / ich möchte glauben, dass du dir wirklich jeden Namen merkst. / Auch von denen, die wir nicht kennen, die wir vergessen oder verdrängen. / Ich möchte glauben, dass du dir wirklich jeden Namen merkst - und du denen, die namenlos sterben, einen gibst. / Damit sie bleiben. / Wir bleiben. / Bei dir.


Carolin Springer, Leer
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