Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Georg Rieger, Nürnberg
Wo du bist ist Advent
Wo ich bin ist ich
Wenn du bei mir ankommst
Geht mir ein Licht auf
Du bist viel mehr als ich
Du übersteigst alle Ichs
In deinem Licht werden wir Wir
Eine Gemeinschaft
Die warten kann
Weil sie darauf hofft
Von dir erleuchtet zu werden
Du holst alle dazu
Die draussen frieren
Damit wir deine wachsende Liebe
spüren und zu spüren geben
Du meinst auch mich
Ja mich
Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Großer und einziger Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde / wir suchen deine heilsame Nähe und treten vor dein Angesicht in Bitte und Fürbitte.
Mache dich auf, Gott und eile uns zur Hilfe. / Wir fragen nach deinem Willen, nach dem was die Not wendet, / nach dem, der die Not wenden kann. / komm mit deinem heiligen Geist und verwandle uns so, / dass wir dich verstehen und daraus die heilsame Tat wächst.
Wir bringen vor dich, was uns jenseits der Sorge um den Umgang mit Covid 19 bewegt: / Wir denken an die, die sich von einem skrupellosen / Despoten haben verführen lassen / und jetzt vor einer Monsterwelle aus Stacheldraht und Erbarmungslosigkeit / an der polnischen Grenze stehen. / Wir denken an die Menschen in Afghanistan, / die beim Rückzug der Soldaten zurückgelassen wurden. / Wir denken an die Christen, die um Leib und Leben fürchten, / weil sie in Ländern leben, deren Machthaber dich verachten. / Die ganze Welt ist sowas von aus den Fugen, das uns ab und an / Angst und Bange wird.
Du bist ja an jedem Tag des Jahres auf dem Weg zu uns, / auf der Suche nach deinen Kindern. / Aber im Advent noch mal auf eine besondere Art und Weise. / Wenn wir es zulassen, wird dieser Advent zu einer heiligen Zeit. / Wir hören schon von Ferne den Gesang der Engel, / wir sehnen uns nach der Klarheit des HERRN, die um sie leuchtete / und vertrauen auf deine Verheißungen.
Wir vertrauen darauf, dass Du unterwegs zu uns bist, / ein Gerechter und ein Helfer, Retter in der Not. / Du bist schon ganz in unserer Nähe / und hast Frieden und Versöhnung im Gepäck. / HERR erbarme dich unser / Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
RefLit
Oh God, maker of mountains / present in our highest heights and lowest depths, / as we recognise all that you have saved us from, / help us also to see the life you lead us to. / Drawn from the pit of despair / may we stir up dust to sind / and make it our delight to dance / in praise of you. / Amen.
Diocese of Canterbury, Novena 2018, May 11, Ps 30,6-12
4. Dezember 2021
Wieder ist Advent. Der Gerechte und der Helfer ist versprochen, und ich soll sein Kommen ansagen. Aber viele Fragezeichen versperren mir den Blick nach vorne. // Was wird mit den Plänen unserer Gemeinde für Weihnachten? Was mit denen, die sich nach Gottesdiensten und Treffen sehnen? Was mit den Kranken und denen, die sie lieb haben? Was mit den erschöpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus, bis vor zwei Jahren meine Kolleginnen und Kollegen? Was mit neuen Gefahren? Was mit den Uneinsichtigen und Lauten? Was mit der Gerechtigkeit, auch zwischen armen und reichen Ländern, zwischen Jungen und Alten? Was mit anderen Überlebensfragen, hier und anderswo? Und wie lange geht das alles noch? // Treuer Gott, du siehst, was wir nicht sehen. Du weißt, was wir nicht wissen. Du denkst schon Dinge, an die wir noch nie gedacht haben. // Das zu beten erschüttert und tröstet zugleich. Wie klein und begrenzt ist das, worum ich mich meistens kümmere. Und wie groß die Welt, die deine Gerechtigkeit und deine Hilfe braucht und bekommen soll. // Du allein bist die Hoffnung für unsere aus den Fugen geratene Welt, im Großen und im Kleinen. Darum komm und bleib nicht ferne, lass uns nicht ohne Gerechtigkeit und Hilfe! // Das bitten wir durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
Lieber Gott im Himmel, ich danke dir für das Brot und den Tee, wo ich jeden Tag von dir bekomme. Ich weiß, daß du weißt, was ich denke. Du sagst mir, auf welchem Weg ich gehen soll. Und du sagst mir, was lieb und bös für ein Unterschied ist. Denn du hast die Kraft und die Macht in den Händen, und du sagst, was auf der Erde geschehen soll. Amen.
Kind aus Adligenswil
aus: Regine Schindler
Gott, wir danken dir, /dass du zu uns kommst, / getrieben von Liebe / und der Sehnsucht, / uns nahe zu sein, / uns herauszurufen aus allem, / was uns lähmt und gefangen hält, / und uns glücklich zu machen / in Gemeinschaft mit dir.
Wir bitten dich / Komm zu allen, / die zu erschöpft sind, / um noch auf irgendetwas zu hoffen, / für die jeder Tag wie ein Berg ist, / die froh sind,
wenn die Adventszeit vorbei ist, / weil sie dann ihre innere Leere nicht mehr so spüren: / Hülle sie ein in deine Nähe / und schenk ihnen neue Kraft.
Komm zu denen, / die das Leben enttäuscht hat, / die hart geworden sind, / die sich und die Welt aufgegeben haben / und über deine Verheißungen nur noch spotten. / Erwecke sie auf`s Neue / zu Hoffnung und Mitgefühl.
Komm zu denen, / die Hunger und Elend leben, / deren Leben bedroht ist / von Gemeinheit und Gewalt. / Komm zu den Kindern, / die um ihre Kindheit betrogen werden, / die sehen müssen, / was ihre Seele beschädigt / und ihnen ihre Träume nimmt. / Steh ihnen bei. / Tröste und heile sie
mit dem Geist deiner Barmherzigkeit.
Gott, wir bitten dich: / Komm und schaff Frieden / in unserem Herzen und in unserer Welt, / lehre uns, die Spaltung in unserer Gesellschaft zu überwinden, / und nimm uns mit auf den Weg mit dir / in eine neue Zeit.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, du Menschenerforscher und Menschenkenner, / Du kennst uns. Gut kennst Du uns, nur zu gut, besser als wir selbst uns kennen, weißt Du um uns. / Und siehst uns, besser als wir selbst uns sehen, siehst du uns, bist gütiger zu uns als wir selbst es mit uns sind. / Hast uns wunderbar gemacht. Das erkennt die Seele, weil du es ihr sagst. / Unsere Tage sind in dein Buch geschrieben. Blättere es auf, lies uns vor, mach schöne Geschichten aus den Tagen, die noch werden. / Und mach uns deine Gedanken leicht am Abend und am Morgen und an jedem neuen Tag. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
RefLit
Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9,9)
Ja, Gott, so einen brauchen wir. Vielleicht keinen König. / Könige passen nicht mehr in unsere Zeit. Aber wir brauchen Menschen, die gerecht sind und helfen. / An der Spitze in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, Menschen, die Verantwortung tragen,- lass sie Gerechte sein und Helfer. / So wie du gerecht bist und hilfst, lass uns gerecht sein und helfen. Gerechte und Helfer brauchen wir jeden Tag und überall. Amen
Meike Waechter, Berlin
Oh God of pity and of the pitiful, / help us to recognise ourselves in this story / and to weigh the gratitude in our hearts. / As we throw ourselves at your feet, heal us, / and be a wellspring of thankfulness rising up in us / for change and transformation. / Amen.
Diocese of Canterbury, Novena 2018, May 12, Lk 17,11-19
27. November 2021
Gebet für die Ampel
Du unparteiischer Gott,
ich bete heute für die Ampel,
dass die neue Regierung mutig umsetzt,
was sie sich vorgenommen hat.
Dass sie auf die Wissenschaft hört
und die Probleme angeht.
Dass sie Diskussionen anstößt
und sich von Überzeugungen leiten lässt.
Dass sie sich um die Bedürfnisse
aller Menschen kümmert.
Du parteiischer Gott,
ich bitte dich, dass du dich einmischst,
wo uns das Maß der Zerstörung entgleitet,
wo Ungerechtigkeiten verborgen bleiben
und wo Menschen vergessen werden.
Schenk uns Vertrauen in dich
Vertrauen in uns selbst
und Vertrauen in die Menschen,
die wir gewählt haben.
Nur so schaffen wir es. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Gott des Lebens / Diese Pandemie / Sie fordert uns heraus / Fordert unsere Solidarität heraus / Wir Menschen brauchen einander und sorgen uns umeinander / Sie spaltet auch / Freunde fallen aus dem Netz der Beziehungen / Wir verstehen einander nicht mehr / Waren wir je Freunde? / Haben wir die Unterschiede geschickt versteckt? / Oder haben wir sie ohne Pandemie einfach wegstecken können? / Jetzt stehen wir Rücken an Rücken / Wir halten Totenstille / Das schmerzt mehr als der Tod / Werden wir je wieder zueinander finden? / Werden wir einander verzeihen? / Ich weiss es nicht / Lass mich hoffen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Ewiger Gott, / Herr der Zeiten: / Wir denken zurück an die Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nun nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen
sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können sich nicht lösen / von dem, was einmal gewesen ist.
Gott, / bei dir suchen wir Zuflucht mit unseren Erinnerungen. / Du birgst unsere Toten in deinem ewigen Gedenken, / du hast Trost für die Lebenden.
Durchbrich mit Hoffnung / Trauer und Schwermut / und lehre uns mit Abschieden leben.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Herr unser Gott! Wir treten noch einmal vor dich mit der herzlichen Bitte, / dich unser anzunehmen, uns also keine Ruhe zu gönnen, bis wir es annehmen, / in dir zur Ruhe zu kommen – gegen uns und für uns zu streiten, / bis dein Friede in unserem Herzen, in unseren Gedanken und Worten,
in unserem Sein und Verkehr untereinander zur Geltung / und zu seinem Rechte kommt. Ohne dich können wir gar nichts, / mit dir und in deinem Dienst werden wir alles können. / Amen.
Karl Barth (1886-1968)
Barmherziger Gott, / Du versprichst uns neue Zukunft. / Zukunft, in der aufrecht geht, / was heute niedergetreten wird, / in der lacht und singt, / was heute weint und klagt. / Du versprichst uns Todgeweihten / einen neuen Anfang und neues Leben.
Ach, wenn wir das nur glauben könnten, / wenn wir es nur wagten, / alles auf diese Hoffnung zu setzen. / Wenn wir Deinem Wort nur mehr vertrauten als allem anderen, / was sich den Schein der Allmacht / und der Unausweichlichkeit gibt. / Wie anders sähe unsere Gegenwart aus!? / Der Schleier der Trauer / wäre schon heute zerrissen, / die Hoffnungslosigkeit, / bekäme Risse.
Wir bitten dich, / vergib uns unsere Trägheit / und unseren Kleinglauben. / Leg uns das Lied der Erlösten / schon mitten in unserer Unerlöstheit auf die Lippen, / damit der Tod / und alle seine Helfershelfer / es hören / und erschrecken, / weil wir nicht mehr Ihnen gehören, / sondern Dir.
Schenk uns einen neuen und beständigen Geist, / der uns nahe bei Dir hält, / dem Gott des Lebens / und der uns auf deine Stimme hören lässt, / die uns aus der Todeswirklichkeit herausruft / in das Leben der Kinder Gottes. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
Gott wir bitten dich: Verwandle unsere Klagen in Reigen, löse unsere Trauergewänder und umgürte uns mit Freude. Rolle die schweren Steine von den Gräbern und bringe Licht in die Finsternis, dass unsere Herzen dir singen und nicht verstummen. Amen
Meike Waechter, Berlin
Presbyterian Church of Aotearea, Prayers of Thanksgiving, Homepage 10.3.20
20. November 2021
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / wir rufen zu Dir mit so vielem, was uns bewegt. / Und wir danken Dir, dass wir glauben dürfen: Du hörst uns. / Das lässt uns ruhig werden. / So vieles nämlich macht uns unruhig. / Denn wir leben in einer Welt, die nicht weiß, / was gut für sie ist. / Die Pläne zur Bekämpfung der Klima-Katastrophe: wie schwach. / Die Pläne zur Bekämpfung der Pandemie: wie zaghaft. / Die Pläne zur Bildung der neuen Bundesregierung: wie mühsam. / Der Eindruck ist da: / Das Volk ist längst schon klüger als die, die es regieren. / Die Technik ist längst schon weiter als die, / die zur Weltrettung aufrufen. / Und auch, dass die entscheidenden Kämpfe nicht zwischen / gut und böse geführt werden, / sondern / zwischen klug und dumm. / Was ist gut? / Gut ist, auf Dich zu hören. / Auf Deine Gebote. / Und im Bund mit Dir zu leben. / Wir sind teuer erkauft. / Hilf uns, das laut zu sagen. / Hilf auch unserer Kirche dazu. / Hilf uns, verantwortlich zu leben. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Gott, Ewiger! / Mose hat Dich gesehen. Wir sehen dich nicht. Aber wir hören dich. Deine Weisungen legst Du uns ans Herz. / Und wenn das Herz hart geworden ist und verschlossen oder ängstlich und blass, wenn es kalt geworden ist und blutleer oder vergiftet und böse - dann, barmherziger, gütiger Gott - dann verzeih uns und gib uns ein neuen Herz, ein besseres, ein weicheres, ein reines, das dir gehört. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Jesus –
der Du in der Einheit des Heiligen Geistes
mit Gott dem Vater lebst und herrschest
in alle Ewigkeit.
wir teilen die Bilder von dir
in den überlieferten Gebeten
wir achten die Bilder von dir
in den Schriften des Neuen Testaments
wir bewundern die Kunstwerke von dir
In den Kirchen und Museen
aber unser Kopf und unser Herz
suchen oft eine ganz andere Nähe zu dir
Jesus –
du Abbild des unsichtbaren Gottes
durch den du weiterlebst und weiterwirkst
und dich uns im Geist mitteilst
hier und heute und jenseits der Zeit
gib dich uns
in noch nie gemalten Bildern
in unaussprechlichen Gebeten
in ganz neuen Erfahrungen
damit wir dich nicht verwechseln
mit den Herren der Welt
mit den Moden der Zeit
mit unseren Wünschen und Fantasien
komm anders zu uns
und mach uns anders.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
RefLit
Lieber Gott, meine Eltern haben oft Sorgen. Auch lieben Sie sich nicht mehr. In ihrer Traurigkeit hören Sie die Vöglein nicht mehr singen und sehen auch die Blumen nicht mehr blühen. Hilf du ihnen, lieber Gott, damit sie wieder froh werden können, und mach auch mich damit wieder froh! Der Regen tropft an die Fenster. Viele Wolken hängen am Himmel. Alles ist so düster und macht mich traurig.
Zwei Kinder aus Bad Peterstal-Griesbach
aus: Regine Schindler
Lehre mich
Was ich beten soll
Wie ich beten soll
Ich kann nicht beten
Ich will nicht so tun als ob
Ich finde die Worte nicht
Die aus meinem Herzen kommen
Es sind alles vertrocknete Buchstaben
Sie machen keinen Sinn
Nur Geschwafel
Aus einer verstaubten Schuhschachtel
Gott
Gott
Gott
Was ist das nur mit mir und dir
Hast du Worte? Frische Worte?
Für mich?
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
