9. Oktober 2020
So will ich diesen Tag bestehen: / nicht über die Schrecklichkeiten der Nachrichten jammern, sondern den kleinen Wink für meinen persönlichen Einsatz finden / mich nicht überfordern lassen, sondern tun, was ich kann / Provokationen nicht erwidern, sondern vernünftig dagegen halten / einen guten Rat und Hilfe annehmen / nicht auf Freundlichkeit warten, sondern Freundlichkeit ausstrahlen / der Liebe eine Chance geben / das Vertrauen zu dir nicht verlieren / Hilf mir dazu, o Gott.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
8. Oktober 2020
Ach Herr unser Gott! Wir danken dir für deine Güte und gnädige Absicht über uns. / Siehe nicht an die Unwürdigkeit und Gebrechlichkeit dieses äußern Vortrags, / wodurch dein Segen könnte gehindert und von uns abgewandt werden. / O komm, Herr Jesu, und ersetze durch deinen heiligen Geist und dessen Kraft / an unserm Herzen alles, was gemangelt hat.
Gerhard Tersteegen (1697-1769)
7. Oktober 2020
Gott, Hüter alles Lebendigen, / vor dir liegt offen, was auf unserer Welt geschieht – / im Großen und im Kleinen. / Du siehst die Tränen all derer, die leiden, / du kennst die Wut aller, die unterdrückt werden, / und keine Gemeinheit bleibt dir verborgen. / Nur manches von dem, was vorgeht, / erfahren wir aus unseren Medien, / aber schon das ist oft mehr, / als wir verarbeiten oder ertragen können. / Die Fülle der Schreckensmeldungen / droht uns resignieren zu lassen / im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. / Wir ahnen, wie willkürlich die Auswahl / der Berichterstattung sein kann / und wieviel Manipulation und Machtausübung / damit möglich ist. / Gott, lass uns trotz allem nicht müde werden, / uns über das Weltgeschehen zu informieren. / Lass uns erkennen, wo wir gefordert sind / mit eigenem Einsatz und mit unserem Gebet. / Herr, erbarme dich über uns. Amen.
RefLit
6. Oktober 2020
Gott, zu dir will ich mich halten. Zu dir bete ich. Meine Zuversicht, meine Hoffnung setze ich auf Dich. / Nimm mich mit auf deinen Weg, der mich herausführt aus der Enge meiner eigenen Mauern in die Weite Deiner Menschlichkeit, aus der Enge meiner Angst in die Weite deiner Güte. Nimm mich mit auf den Weg zu Dir. Dort werde ich auch mich finden. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
5. Oktober 2020
Ewiger Gott, ohne deinen Willen wird kein Haar von meinem Haupt fallen./Zähle nicht nur unsere Haare auf dem Kopf./Zähle unsere Sorgen und Ängste, unser Not und unseren Schmerz, zähle unsere unerfüllten Wünsche,/die Summe ist so groß, wir können sie nicht erfassen,/aber wir wissen sie aufgehoben und geborgen bei dir.
Meike Waechter, Berlin
4. Oktober 2020
Wenn du ihnen nicht gesagt hättest, dass sie ihre Sandalen abklopfen können und weiterziehen von dort, wo die Freundlichkeit nicht wohnt, dann hätte sich der Evangelist vielleicht auf einen anderen Grundsatz der Gastfreundschaft und der Lust an der Besitzlosigkeit erinnert. Du erinnerst mich daran, dass Besitz keine Seligkeit verspricht. / Es befreit.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Wochenrückblick
3. Oktober 2020
Unsere Erde brennt. / Gottes gute Schöpfung brennt. / Sie brennt in den Wäldern von Sibirien und Kalifornien. / Sie brennt in den Streitdebatten in Amerika und der Gewalt gegen friedliche Demonstranten in Belarus / Sie brennt in Moria und überall, wo Menschen auf der Flucht sind, fast 80millionenfach. / Unsere Erde brennt. / Sie brennt in der Profitgier von Politikern und Managern. / Sie brennt in der Unfähigkeit zum Teilen, und wenn wir nur fünf Brote und zwei Fische hätten. / Sie brennt in der Zerstörung der Zukunft für unsere Enkel und Kinder. / Gottes gute Schöpfung brennt.
„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ / Nein, es ist nicht Dein Zorn, Gott, der wie einst die Fluten über uns hereinbricht, / so sicher auf jede dunkle Nacht ein neuer Tag folgt. / Wir sind es selbst, Gott. / Lass uns Deinem Brennen, Gott, Deiner Liebe für Deine gute Schöpfung fest vertrauen. / Lass uns nicht verbittern, verzweifeln, verzagen, / Lass uns alles, was uns dankbar macht und hoffnungsvoll in diesen Tagen, / ausbringen als Saat für eine gute Zukunft. / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
2. Oktober 2020
Herr Jesus Christus, wir bitten dich für die Hungernden und die Durstigen, die Fremden und die Unbekleideten, die Kranken und die Gefangenen. Wir bitten dich für alle deine geringsten Brüder und Schwestern. / Lass uns erkennen, dass sie alle dein Antlitz tragen und wir dir in ihnen tagtäglich begegnen. / Gib uns die Kraft, uns von dir nicht abzuwenden, sondern das zu tun, was nötig ist. Amen
Meike Waechter, Berlin
1. Oktober 2020
Lieber Gott, / du bist unser Vater im Himmel / und ich habe dich gern. / Ich danke dir, / dass ich auf der Welt bin / und dass wir Häuser und zu essen haben. / Du bist überall. / Danke. / Amen. / Paul 8 Jahre
Kinder aus dem kirchlichen Unterricht im 3. Schuljahr, Kanton Graubünden, Schweiz
30. September 2020
Gütiger Gott, wenn wir helfen wollen, dann schenke uns das richtige Maß, dass wir uns nicht verausgaben oder den Empfängern der Hilfe auf die Nerven gehen. Wir brauchen Engagement und Begeisterung, müssen aber auch unsere und die Grenzen Anderer wahren.
Georg Rieger, Nürnberg
29. September 2020
Du ferner und naher Gott – du willst dich auch finden lassen in der Kunst. Ich danke dir für die Musik, die unsere Fantasie beflügelt und uns aus dem Alltag erhebt. Ich danke dir für die Kunst, die uns hinter Bildern eine ganz andere Wirklichkeit ahnen lässt. Ich danke dir für die Architektur, die das Nützliche mit dem Schönen verbindet. Lass mich überall deine Spuren erkennen. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
28. September 2020
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt
Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen.
Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen?
Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen?
Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen!
Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst.
Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
27. September 2020
Gott der Liebe, / du ersparst uns nicht alles Unglück, / aber stehst uns zur Seite, / wenn die Last zu schwer für uns wird. / Mit guten Worten, / mit Zeichen deiner fürsorglichen Nähe / weckst du in unserer Schwachheit Kraft. / Dafür sei dir Dank! / / Aber manchmal pflegen wir kleine Wehwehchen / und stöhnen über Nichtigkeiten. / Dann treibe uns unser Selbstmitleid aus, / mach dem übertriebenen Jammern ein Ende / und halte uns echte Not vor Augen. / / Gott, auch wenn wir lästig werden, / lass uns nicht fallen. / Ertrage uns in deinem Erbarmen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / »Wir sind jung und brauchen die Welt«, / heißt es bei den Freitagsdemonstrationen. / »Kein Grad weiter« steht auf den Masken. / Diese wenigen Worte nur / weisen über unsere Corona-Lähmung hinaus. / Die Jüngeren werden tragen, / was wir Alten zu verantworten haben. / Unumkehrbar sind die Folgen unseres Tuns und Schweigens. / Wir erleben es schon; / unsere Kinder werden daran sterben. //
Barmherziger Gott, / den Jüngeren auf den Straßen gilt unsere Sympathie. / Mehr haben wir jedoch nicht übrig. / Denn wir wohnen in unseren Zwängen. / Ihre Namen sind Fleisch, Benzin, Plastik und Kerosin. / Befreie uns! / Denn wir kommen nicht weiter. / Jede neue Nachricht, / jedes neue Satellitenbild lähmt unsere Hoffnung. / Wie lange geht das noch gut? //
Deine Schöpfung, Gott, / war bei uns in keinen guten Händen. / Lass die Jüngeren bessere Verwalter sein. / Darum bitten wir Dich. Amen.
AD
25. September 2020
Gott! / Ein Schutz bist du uns, wenn andere uns drängen, ein Schirm, ein Schild, eine Burg, wenn Arges naht, wenn Schlimmes kommt, wenn Böses droht. / Du gibst Acht auf uns, das kann keiner wie du. Führe uns nur nicht in Versuchung und lass nicht zu, dass andere es tun. / Und dann, wenn wir weitergehen müssen, raus aus der Burg, wenn wir den Schirm verlassen und aus deinem Schatten treten müssen, dann werden uns deine Engel tragen, wohin du willst. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
24. September 2020
Barmherziger Gott, im Alltag sind wir umgeben von Menschen, die uns bereichern aber manchmal auch anstrengen. Du machst uns Menschen unterschiedlich und wir müssen uns nicht alle gleich interessant finden. Mach uns dankbar und gnädig im Umgang miteinander. Deine Barmherzigkeit soll es uns leichter machen.
Georg Rieger, Nürnberg
23. September 2020
Du freundlicher und freundschaftlicher Gott – ich danke dir für meine Freundinnen und Freunde. / Sie sind ein wunderbarer Teil meines Lebens. / Hilf mir, meine Freundschaften zu pflegen / durch Aufmerksamkeit und Mitgefühl, / durch Geduld und Nachsicht, / durch Offenheit und Anteilnahme. / Zeige mir auch, wo jemand alleine ist und vielleicht gerade auf mich wartet. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
22. September 2020
Lieber himmlischer Vater! / Du gibst uns täglich unser Brot. / Dafür danken wir dir / und bitten dich: / Gib uns und allen deinen Menschenkindern / jeden Morgen neu, was unser Leib zum Leben braucht. / Herr Jesus Christus! / Du bist das Brot des Lebens, vom Himmel gekommen. / Wir danken dir, dass du dich für unseren Lebenshunger / dahingegeben hast und bitten dich: / Ernähre unsere Seele und stärke sie durch dein Wort. / Gott, Heiliger Geist! / Komm zu uns und erfülle uns mit Freude und Lust am Leben. / Lass die Lebenssatten wieder hungrig werden. / Und den allzu Begierigen gib das rechte Maß, / damit wir sehen, wo wir zu geben haben statt zu nehmen; / aber auch, wo wir freimütig nehmen und bitten, / ja betteln dürfen: / Unser tägliches Brot gib uns heute.
RefLit
21. September 2020
Gott ich denke an Menschen, die benachteiligt werden. Die schlecht bezahlte Arbeit ohne geregelte Freizeit machen müssen. Die von Klimakatastrophen betroffen sind. Die von Krieg betroffen sind oder die ihre Kinder nicht in die Schulen schicken können. Schenke ihnen Kraft und Hoffnung, tröste sie in ihrer Verzweiflung und Schwäche und ermutige mich, dass ich grosszügig, klar und aufrecht dafür einstehe, dass alle Menschen entsprechende Rechte zu ihren Pflichten bekommen. Damit Hunger und Durst, Angst und Not nachlassen, damit wir den Namen Mensch so tragen lernen, dass niemand von deinen Gütern abgeschnitten wird und wir miteinander, heute und dort, wo wir sind, teilen lernen, was unser Leben gut und möglich macht. Du hast es gut gemacht. Hilf mir, dass ich das meine beitrage. Amen
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
20. September 2020
Gott, unser Vater, / wir danken dir, / dass wir alle deine Kinder sind. / Du umgibst uns mit deiner Liebe, / du schenkst uns Geborgenheit / und machst uns mutig und frei, / uns im Leben auszuprobieren. / Zu dir können wir immer zurückkommen, / auch wenn wir uns verrannt haben / und schuldig geworden sind.
Wir bitten dich für die Kinder in diesem Land: / Viel zu viele von ihnen müssen in Armut leben. / Viel zu viele haben kein gutes Zuhause. / Viel zu viele kriegen zu spüren, / dass sie unerwünscht sind. / Gott, das soll nicht so bleiben! / Hilf, dass die Kinder bei uns Verbündete finden, / die sich dafür einsetzen, / dass sie von allem unguten Druck befreit werden / und unbeschwert Kind sein können.
Wir bitten dich für die Kinder in anderen Teilen der Erde: / Für die, die Hunger leiden, / die keine Bildung erhalten, / sondern zu Arbeit, Krieg und Prostitution gezwungen werden. / Gott, du kennst ihr Elend und ihre zerstörten Träume. / Wir bitten dich: / Weite auch uns den Blick und das Herz, / damit wir helfen, ihre Lage zu ändern. / / Gib allen, die Verantwortung tragen / für das Wohl der Kinder / Klarheit bei ihren Entscheidungen, / Weisheit im Umgang mit Problemen / und Leidenschaft für das Recht der Schwächsten.
Segne alle, / die Kindern deine Liebe spiegeln, / und die sie lehren, / dass du unser aller Vater bist.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick
19. September 2020
Der Sommer geht zu Ende. Der Herbst kommt und danach der Winter. Die Gärten zeigen es und fragen leise, ob ich vorbereitet bin. Ach Gott, Vater, Bruder, Trösterin: ich bin es nicht. Nicht vorbereitet auf die Bilder der geflüchteten Menschen die aus dem langen, auch politisch gewollten Elend im furchtbaren Lager in das Elend ohne das Nötigste auf der Straße gekommen sind, und das kalte Reden und nur scheinbar verantwortungsvolle Entscheiden über sie. Nicht vorbereitet für die Sorge, wie sich die Pandemie in der kalten Jahreszeit entwickeln wird und wie meine Mitmenschen sich verhalten werden - was sie verstehen, einsehen und tragen werden und was vielleicht nicht mehr. Und ich soll mit ihnen sprechen. Kaum vorbereitet auch auf noch mehr Monate Arbeiten auf Abstand und mit wenig Kontakt in einer Gemeinde, die sich kaum versammeln kann, mit und für Menschen, die ganz verschiedene Lasten zu tragen haben. Und jede drückt, und keine kann ich einfach wegreden. Gott, Vater, Bruder, Trösterin, bereite du mich vor, trage mich und rüste mich aus. So wie du die Gärten durch die Jahreszeiten erhältst und wieder wachsen lässt, was wir doch gar nicht können und auch nicht müssen. Und so, wie du uns zum Arbeiten brauchst und rufst, in den Gärten und in deiner ganzen Welt. Das bitte ich durch Jesus Christus, in dem deine ganze Liebe und Sorge für deinen großen Garten ist. Amen.
Stefan Maser, Hoerstgen
18. September 2020
Gott des Himmels und der Erde! / Wir danken dir, / dass du mitten in der Zeit der Welt / diesen Tag für uns gemacht hast. / Wir danken dir, / dass du uns an ihm erinnerst, / wie freundlich du uns rufst / und wie du uns an der Ruhe teilgibst, / die Leib und Seele erfrischt. / Dein Wort hat die Welt geschaffen. / Mit deinem Wort erhältst du uns. / Von deinem Wort leben wir. / Vor dir breiten wir aus, / wodurch wir dich vergessen, / was uns erschreckt, / wo wir meinen, uns sei Unrecht geschehen, / und wo wir Unrecht an anderen getan haben. / Lass uns Abstand gewinnen von dem, / was hinter uns liegt, / und neues Vertrauen zu dir fassen. / Überströme uns mit deinem heiligen, / heilmachenden Geist. Amen.
RefLit
17. September 2020
Eternal God, who hast set before us life and death for our choice, and hast given us Jesus Christ to be the way, the truth, and the life; help us to enter that way, to receive that truth, and to live by that life. Suffer us not to miss the purpose of our creation, but make us to be sons and daughters of thine and servants of thy kingdom. Through the same Jesus Christ our Lord. Amen.
Donald Baillie, Edinburgh (1887-1954)
16. September 2020
Gott des Himmels und der Erden / und um Jesus Christus willen auch für uns / Vater und Mutter im Himmel / / barmherzig und gnädig bist Du, / geduldig und von großer Güte. / / Das stimmt, jedenfalls wird es kaum einen unter uns geben, / der nicht von dieser Erfahrung erzählen könnte.
Wir danken dir für deine Geduld / in der du auch uns immer wieder zur Umkehr rufst. / / Wie oft lassen wir uns dann doch lieber von Geld, Macht und Gewohnheit / von den Wegen abbringen, auf die Du uns führen möchtest, / auf die Wege, die aus der Knechtschaft in die Freiheit der Kinder Gottes führen.
Wir beten für die Menschen, die unsere Solidarität in Wort und Tat brauchen. / für die Geflüchteten, die hier eine neue Heimat suchen, / für die in ihrer Existenz bedrohten, die nicht wissen wovon sie ihre Miete zahlen sollen, / für den Maurer, der die Kelle hinlegt und für den Bäcker, der den Ofen nicht mehr anmacht / für die Sängerin, die nicht mehr auf die Bühne kommt / und den Puppenspieler, der kein Publikum mehr hat. / für den Juden, der seine Kippa öffentlich lieber nicht trägt / und die Muslima, die dafür kämpft, ihr Kopftuch zu tragen. / und wir beten für die, die den Aufstand gegen den Tyrannen wagen / in Minsk und Omsk, in Damaskus und all den anderen Städten und Staaten.
Wir hören deinen Ruf zur Umkehr / und bitten um deinen Geist / und Kraft aus deiner Kraft / damit wir die Kurve bekommen und auf deine Wege zurückfinden. / / Rede unüberhörbar so mit uns, dass wir verstehen und aufbrechen. / Sprich das Wort, das erlöst und befreit. / / Segne uns Herr. / Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
15. September 2020
Gott, lass dein Antlitz leuchten über mir, in dieser Stunde, an diesem Tag, in dieser Woche. Unsere eilige Zeit halte fest in deiner Hand, dass unser Leben nicht ein Flüchten sei vor dir und vor uns selbst. / Ich suche etwas bei dir. Ich suche den Glauben. Ich suche die Hoffnung. Ich suche die Liebe. / Gib mir einen größeren Glauben, eine mutigere Hoffnung und eine wärmere Liebe, durch deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
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