United4Rescue übergibt ein Stück Segel der Humanity 2 an Flüchtlingsbischof Stäblein

Neue Rettungsschiffe dringend benötigt


Bischof Dr. Christian Stäblein, Nina Geisler, GF SOS Humanity und Vera Kannegießer, GF United4Rescue überreichen ein Altartuch und zwei Segelstücke des neuen Rettungsschiffs Humanity 2. Es wird ab Sommer 2026 im Mittelmeer unterwegs sein. © EKBO

Laut dem Roten Kreuz liegt die Dunkelziffer der Toten im Mittelmeer bei bis zu 200.000 seit 2016.

Am 2. Juni wurde ein Stück Segel des neuen Rettungsschiffs Humanity 2 von SOS Humanity an den Flüchtlingsbeauftragten der EKD, Bischof Dr. Christian Stäblein, übergeben. Das Schiff wird ab Sommer im Mittelmeer eingesetzt; die Finanzierung der ersten Mission übernimmt United4Rescue. Das Segeltuch soll künftig bei Open-Air-Gottesdiensten als Altar-, Lesepult- und Kanzeltuch verwendet werden.

Stäblein bezeichnete das Segel als Zeichen der Verantwortung gegenüber Menschen auf der Flucht und als Erinnerung an die Notlage von Geflüchteten. SOS Humanity betonte die Vorteile des Segelschiffs, das flexibel eingesetzt werden kann und bis zu 100 Menschen aufnehmen kann.

Nach Angaben des Italienischen Roten Kreuzes könnte die Zahl der Todesopfer im Mittelmeer seit 2016 deutlich höher liegen als bislang angenommen. United4Rescue verwies auf die weiterhin hohe Zahl tödlicher Fluchtversuche und unterstrich die Bedeutung des neuen Rettungsschiffs. Das Bündnis vereint mehr als 1.000 Organisationen und Initiativen zur Unterstützung der zivilen Seenotrettung.


Quelle: EKBO