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Psalm

Psalmmelodien zum Mitsingen und -summen

Wöchentlich werden hier Psalmmelodien der Genfer Psalter zum Hören und Mitsingen bereitgestellt. Der Genfer Psalter (oder Hugenottenpsalter) ist eine Liedersammlung aus dem 16. Jahrhundert und ein spezifisch reformierter Beitrag zum evangelischen Kirchenlied. In diesem Jahr stammen die Klänge von der Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin. Wir danken Herrn Kilian Nauhaus für die Zustimmung zur Veröffentlichung.

Psalm

Psalm 80

Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.

1. Hör uns, du Hirte deiner Herde, / ein Hüter deiner Schafe werde. / Erschein in deiner Herrlichkeit / und steh uns bei in böser Zeit. / Laß leuchten uns dein Angesicht, / wir leben auf in deinem Licht.

2. Wie lange zürnst du, HERR der Heere? / Zum Beten deines Volkes kehre / dich wieder, sieh die Tränen an, / daß uns der Feind nicht spotten kann. / Laß leuchten uns dein Angesicht, / wir leben auf in deinem Licht.

3. Der du dein Volk aus Knechtschaft führtest, / mit Güt und Treue es regiertest: / Warum hast du dich abgewandt, / birgst uns nicht mehr in deiner Hand? / Laß leuchten uns dein Angesicht, / wir leben auf in deinem Licht.

4. Vom Himmel auf dein Erbe schaue, / um dein Volk eine Mauer baue. / Gib Leben uns, wir weichen nie / von dir und beugen unsre Knie. / Laß leuchten uns dein Angesicht, / wir leben auf in deinem Licht.

Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)

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Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,3,4
Psalm 126

Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.

1. Wenn der Herr einst die Gefangnen / ihrer Bande ledig macht, / o dann schwinden die vergangnen / Leiden wie ein Traum der Nacht; / dann wird unser Herz sich freun, / unser Mund voll Lachens sein; / jauchzend werden wir erheben / den, der Freiheit uns gegeben.

2. Herr, erhebe deine Rechte, / richt auf uns den Vaterblick; / rufe die verstoßnen Knechte / bald ins Vaterland zurück. / Ach der Pfad ist steil und weit, / kürze unsre Prüfungszeit; / führ uns, wenn wir treu gestritten, / in des Friedens stille Hütten.

3. Ernten werden wir mit Freuden, / was wir weinend ausgesät; 7 jenseits reift die Frucht der Leiden / und des Sieges Palme weht. / Unser Gott auf seinem Thron, / er, er selbst ist unser Lohn; / die ihm lebten, die ihm starben, / bringen jauchzend ihre Garben.

Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)

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Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus
Psalm 120

Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.

1. Ich rief zum HERRN: Erhör mein Klagen! / HERR, steh mir bei, laß mich nicht zagen. / Er half und hilft von allem Bösen, / wird mich auch einst noch ganz erlösen. / Erbarmer, sieh, wie ich mich quäle, / und rette jetzt auch meine Seele, / da dort der Lügenmäuler Gift, / hier mich die falsche Zunge trifft.

2. Weh mir, ich muß, von Not umgeben, / im Lande wie ein Fremdling leben. / Wie lange muß ich hier noch wohnen, / wo niemand will den Schwachen schonen? / Ich denke Friede, rede Friede, / ich jag ihm nach, doch ich ermüde. / Die mich umgeben, wollen Krieg / und ernten blutbefleckten Sieg.

Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)

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Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus
Psalm 119

Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.

1. O selig sind, die in Aufrichtigkeit / vor ihrem Gott zu wandeln sich bestreben, / die sein Gesetz bewahren allezeit / und immer acht auf Gottes Zeugnis geben. / Heil, wer ihn sucht, von Herzen ihm sich weiht! / Er findet Gott, und seine Seel wird leben.

2. Heil denen, die in seinen Wegen gehn / und folgen Gott, wie er sie führt im Stillen, / kein Unrecht tun und immer auf ihn sehn / und merken stets auf seinen heilgen Willen! / HERR, du gebietest - laß es uns verstehn -, / dein heilges Recht mit Eifer zu erfüllen.

3. O möcht mein Weg dir ganz geheiligt sein / und ich hier stets nach deinen Rechten wallen. / Ich will mich dir von ganzem Herzen weihn. / Richt meinen Gang nach deinem Wohlgefallen! / Sieht, HERR, mein Aug auf dein Gesetz allein, / so werd ich nie in Spott und Schande fallen.

4. Ich danke dir aus meines Herzens Grund, / daß du willst selbst Gerechtigkeit mich lehren. / Ich lerne nun das Wort aus deinem Mund, / wonach ich dich in deinem Reich soll ehren. / Ich richte mich nach deinem Recht und Bund. / Verlaß mich nicht! Ach, wer kann dich entbehren?

5. HERR, laß mein Aug in deinem Lichte sehn, / zeig mir den Weg, den deine Rechte lehren. / Dann will ich treu ihn bis ans Ende gehn, / gib mir Verstand, auf dich allein zu hören. / Ach, möcht mein Herz doch dein Gesetz verstehn, / mein Faß sich nie von deinem Wege kehren.

6. Gott ist mein Teil. Ich sag's mit frohem Mut. / Mein Herz bewahrt dein Wort, danach zu leben. / Ich bete, fleh und fühl, wie wohl es tut, / wenn ich dich kann von Herzen froh erheben. / Sei gnädig, HERR, du bist ja ewig gut. / Nach deinem Wort wirst du mir Leben geben.

7. Oft denk ich nach, wohin mein Weg mich führt. / Mein Fuß soll stets nach deinem Zeugnis gehen, / weil sonst mein Pfad im Dunkel sich verliert. / Ich säume nicht, ich eile fortzugehen. / Da dein Gebot mir zeigt, was mir gebührt, /so will ich fort, hier gilt kein Stillestehen.

8. Ich weiß es, HERR: Gerecht ist dein Gericht, / demütigst du, ich sehe deine Treue. / Ja, sie verläßt mich, wenn ich leide, nicht. / HERR, deine Gnad erquicke mich aufs neue. / Sie sei mein Trost, wie mir dein Mund verspricht, / daß sich dein Knecht im Leid an dir erfreue;

9. Dein Wort, O HERR, besteht in Ewigkeit, / im Himmel fest, muß es auch hier bestehen. / Wir Väter sind durch deine Treu erfreut, / und Kindeskind wird sie bewahret sehen. / Der Erdball steht von Anbeginn der Zeit, / du gründest ihn, er bleibet feste stehen.

10. Dein Wort ist meinem Fuß ein helles Licht, / die Leuchte mir auf allen meinen Wegen, / wo ohne sie mir alles Licht gebricht. / Ich schwör's und will mit Ernst den Eid erwägen, / dir treu zu sein und dein gerecht Gericht / tief meinem Geist zur Warnung einzuprägen.

11. Mein Auge sehnt sich, Gott, nach deinem Licht. / Ach, daß es bald dein Heil erblicken möchte! / Sieh, wie's dein Wort nach deinem Recht verspricht, / so handle, HERR, in Huld mit deinem Knechte. / Verlaß mich nicht mit deinem Unterricht / und führe mich in deine heilgen Rechte!

12. Du bist auch nahe mir, mein HERR und Gott, / wenn Feinde nahn, um wider mich zu streiten. / Ganz Wahrheit ist dein heiliges Gebot / und wird sein Licht noch rings umher verbreiten. / Dein Zeugnis steht bewährt in Not und Tod / und wird bestehn in alle Ewigkeiten.

13. Gib Leben mir, dann lob und preis ich dich, / auch im Gericht wirst du mir Heil gewähren. / Ein irrendes, verlornes Schaf bin ich, / mein Hirte, laß mich deine Stimme hören! / Ich bin ja doch dein Knecht, ach suche mich! / Nie laß ich ab, HERR, dein Gebot zu ehren.

Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)

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Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,10,11