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21. Februar 2022

Zu dir, HERR, trage ich, was mir auf der Seele liegt. Die Unordnung meiner Existenz, das Durcheinander meiner Gedanken. Wie soll ich Wege finden, wenn ich das Ziel aus den Augen verloren haben, nicht mehr beschreiben kann, wohin ich denn unterwegs bin. Zu dir, HERR, flüchte ich mich, weil du schon immer den Sündern den Weg gezeigt hast, den Armen geholfen hast zu tun was recht ist und Unterdrückte auf den Weg in die Freiheit geführt hast. Bei dir, HERR, will ich zur Ruhe kommen. Orientierung suchen. Nach deinem Willen fragen. Was erwartest du von mir? Wenn der Boden unter den eigenen Füßen nicht mehr trägt, wenn Menschen in der Nähe abgeholt werden und Abschiebung droht, wenn hochgerüstete Armeen in Kampfbereitschaft versetzt werden? Und die verfasste Kirche mit sich selbst beschäftigt ist? Bei dir, HERR, suche ich Zuflucht. Behüte mich in meinem Tun. Weise mir, HERR, deinen Weg. Denn ich hoffe auf dich. Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf