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23. Februar 2020

Barmherziger Gott,  / Nicht nur Feinde von außen bedrohen uns,  / der schlimmste Feind  / verbirgt sich manchmal in unserem Innern,  / flüstert uns Angst ein,  / untergräbt unser Selbstbewußtsein,  / und verbietet uns die Sehnsucht nach Glück.  / Du bist nichts wert,  / macht er uns glauben,  / du kannst nichts,  / du taugst nichts,  / du hast kein Recht,  / stolz zu sein auf deine Erfolge.  / Mit vielen Stimmen  / redet er uns unsere Lebensfreude kaputt,  / und fromme Sprüche benutzt er gerne,  / um unsere Seele niederzuhalten.  / Gott, wir sind diesem Feind so wenig gewachsen!  / Wir schaffen oft nicht einmal,  / ihn zu enttarnen,  / geschweige denn,  / ihn zu besiegen.  / Bis in die Träume verfolgt er uns,  / und selbst in Augenblicken des Glücks  / gelingt es ihm manchmal,  / uns zu überfallen.  / Gnädiger Gott, wir bitten dich:  / befrei uns aus seinem Würgegriff.  / Lass unsere Seele aufatmen  / unter deinem Zuspruch.  / Denn du sagst doch ja zu uns.  / Dir sind wir recht  / auch mit unseren Schwächen,  / du vergibst uns unsere Schuld,  / damit wir leben können  / aufrecht und frei.  / Gott, stärke uns  / durch dein Erbarmen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal