5. Juli 2023
Unbegreiflicher Gott und uns doch nah / in Jesus, deinem Sohn. / / Wir danken dir für den Reichtum in unserem Land, / für frisches, kühles und trinkbares Wasser, / für das Licht am Morgen und die Dämmerung am Abend, / die Farben des Himmels und der Erde, / für bewohnbare Dörfer und Städte; / für das Glück, die Kinder und Kindeskinder beim Entdecken der Welt begleiten zu dürfen; / für die Abwesenheit staatlicher Willkür, für Krankenhäuser und Feuerwehren. / DANKE! /
Jenseits des Danks für dieses Geschenk, bringen wir dir unsere Verwirrung, / unsere Ratlosigkeit angesichts dessen, was unter dem gleichen, strahlend blauen, Himmel, / ein paar 100 km von uns entfernt geschieht: / die Gewalt des Kriegs, die Skrupellosigkeit und Hybris der Kriegsherren / im Kampf mit sich selbst und um die Macht. / das Elend auf den Fluchtrouten, / das Unvermögen der Regierenden, Wege des Ausgleichs der Interessen zu beschreiten. / Ganze Gebirge voller Schuldgeschichten türmen sich auf, / wer soll diese Trümmerhaufen wieder abtragen? / und wie lange wird das dauern? / Finden wir, findet deine Kirche / die Kraft und die Möglichkeiten das zu organisieren?
Bei Dir ist doch die Vergebung, bei Dir verliert auch die Schuld ihre Macht über uns. / Wir bitten dich für deine Kirche HERR! / Auch hier so viel verstörendes, soviel Ratlosigkeit / und leerdrehende Betriebsamkeit. / Hören wir die Prophetenworte so, wie du sie gemeint hast? / Öffne uns Augen und Ohren, Herz und Verstand für das, was Du von uns erwartest. / und leite uns an in der Tat, führe uns ins handeln / BITTE!
Komm in unsre stolze Welt, Herr, mit deiner Liebe werben. / Überwinde Macht und Geld, lass die Völker nicht verderben. / Wende Hass und Feindessinn auf den Weg des Friedens hin. / Komm in unser festes Haus, der du nackt und ungeborgen. / Mach ein leichtes Zelt daraus, das uns deckt kaum bis zum Morgen; / denn wer sicher wohnt, vergisst, dass er auf dem Weg noch ist. / Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf