Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Jesus, Brot des Lebens, teile dich aus! / Zuerst denen, die hungern als Brot, als Reis, als Hirse, als Milch, und denen, die Durst haben als Wasser. / Dann denen, die nach Gerechtigkeit hungern, und denen, die nach Frieden dürsten. / Teile dich den hungernden Seelen aus als Liebe, den Verzagten als Hoffnung, den Entmutigten als Glaube. / Jesus, Brot des Lebens, sei du in den Kranken, in den Arbeitslosen, in den Einsamen, in den Ängstlichen, in den Traurigen, in den Sterbenden, teile dich ihnen aus und nähre sie mit Glauben. / Jesus, wir fordern keine Wunder von dir, aber wisse: Wir haben auch nichts dagegen. Es liegt ja so vieles an uns und nicht an dir. Aber hilf, dass uns das Wunder gelingt, Gerechtigkeit in der Welt zu säen, damit Friede wächst. / Die Lebenshungrigen sättige, die Lebensmüden mache fröhlich. Gib uns unser tägliches Brot und sei auch unser tägliches Brot, in Wort und Wahrheit und im kleinen Wunder auf unserm Weg. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Du weißt alles, worin ich gefehlt habe. / Vater, ich will nichts vor dir verhehlen; ach wenn ich jeden meiner Fehltritte noch wüßte, / ich wollte dir alle namentlich bekennen. Öffne du selbst mir den Blick, daß ich mich recht erkenne und herzlich demütige vor dir. / Denn wohin kann ich auch an dem Tag, / der mich zur Buße auffordern soll, meine Zuflucht nehmen, / als zu dir und dem, den du für uns zur Erlösung gemacht hast? / Herr, mein Gott und Erlöser, reinige mich von meiner Sünde. / Wenn wir unsere Sünden bekennen, so bist du ja treu und gerecht, / daß du uns die Sünden vergibst und uns reinigst von aller Ungerechtigkeit. Amen.
Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760)
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt / / Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. / / Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? / / Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? / / Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! / / Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. / / Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. / / Amen. /
Jochen Denker, Ronsdorf
Eternal God, in Jesus Christ your light shines in our darkness, bringing joy to our sorrow and presence to our loneliness. We pray for all who are homesick, missing friends and family. We pray for those who are ill and for those who are grieving a loss. Comfort us during these long nights of winter and lead us into the light of day.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Gott, wir danken dir, / dass du uns wunderbar gemacht hast. / Du hast uns Leib und Seele gegeben, / unsere Sinne und unseren Verstand, / und füllst unser Leben / mit einem großen Reichtum an Erfahrung. / Erhalte uns die Fähigkeit, / über das Leben zu staunen / und uns an unserem Geist / und an unserem Körper zu freuen. / Mach uns frei, / unsere Sinnlichkeit zu genießen / und auch unsere Sexualität / als gute Gabe von dir zu verstehen. / Vergib, wenn wir einander kränken / oder immer nur sehen, / was nicht so ist, wie wir es uns wünschen. / Löse uns aus den Fesseln / unserer leibfeindlichen Traditionen. / Gib, dass wir uns in unserer Ganzheit / als von dir gewollte und bejahte Menschen begreifen. Amen.
RefLit
Barmherziger Gott, / Nicht nur Feinde von außen bedrohen uns, / der schlimmste Feind / verbirgt sich manchmal in unserem Innern, / flüstert uns Angst ein, / untergräbt unser Selbstbewußtsein, / und verbietet uns die Sehnsucht nach Glück. / Du bist nichts wert, / macht er uns glauben, / du kannst nichts, / du taugst nichts, / du hast kein Recht, / stolz zu sein auf deine Erfolge. / Mit vielen Stimmen / redet er uns unsere Lebensfreude kaputt, / und fromme Sprüche benutzt er gerne, / um unsere Seele niederzuhalten. / Gott, wir sind diesem Feind so wenig gewachsen! / Wir schaffen oft nicht einmal, / ihn zu enttarnen, / geschweige denn, / ihn zu besiegen. / Bis in die Träume verfolgt er uns, / und selbst in Augenblicken des Glücks / gelingt es ihm manchmal, / uns zu überfallen. / Gnädiger Gott, wir bitten dich: / befrei uns aus seinem Würgegriff. / Lass unsere Seele aufatmen / unter deinem Zuspruch. / Denn du sagst doch ja zu uns. / Dir sind wir recht / auch mit unseren Schwächen, / du vergibst uns unsere Schuld, / damit wir leben können / aufrecht und frei. / Gott, stärke uns / durch dein Erbarmen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott – wie soll ich dich anreden? // Vater – Freund – Richter – Lehrer – Arzt – Schöpfer - Helfer … // Was sagen all diese Namen? Komm doch bitte selbst und überrasche mich mit deiner unbeschreiblichen Gegenwart. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Herr der Welt, / wir sehen in diesen Tagen / überall Bilder von Karnevalsjecken. / Sie bringen sich feucht fröhlich in Stimmung / und enthüllen mit ihren Späßen / manche unbequeme Wahrheit, / auch über sich selbst / und über die Trostlosigkeit des Alltags, / aus dem sie zu entkommen suchen. / / Daneben sehen wir in diesen Tagen / auch die Bilder verzweifelter Menschen / auf der Flucht vor brutaler Gewalt und Krieg. / Sie sind dankbar, / überhaupt noch am Leben zu sein. / Aber Viele sind auch bitter, / weil ihnen sonst nichts geblieben ist / von ihrem kärglichen Alltag, / nach dem sie sich sehnen. / / Gott, jeden Tag kommt uns so viel Gegensätzliches vor Augen. / Wir werden hin- und hergeworfen in unseren Gefühlen / und stumpfen ab gegen Lachen und Weinen. / / Du, Gott siehst alles / und in allem die große Sehnsucht / nach einem befreiten Leben, / aus dem alles Schwere und Bittere weicht / und endlich Raum wächst / für eine Freude, / die über alle Tage trägt. / / Still diese Sehnsucht, Gott, / und erbarme dich unser / und unserer Welt.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Herr, unser Gott, lieber Vater! / Gib ein wenig, vielleicht aber auch einmal viel Morgenglanz der Ewigkeit / hinein in die Gefängnisse in allen Ländern, in die Kliniken und Schulen, / die Ratssäle und Redaktionsstuben, in alle die Orte, / wo die Menschen leiden und wirken, reden und beschließen und so leicht vergessen, / daß du im Regimente sitzest und daß sie dir verantwortlich sind. / Und gib solchen Morgenglanz hinein auch in die Herzen und in das Leben unserer Angehörigen / zu Hause und der vielen uns bekannten und unbekannten Armen, Verlassenen, Verwirrten, / Hungernden, Kranken und Sterbenden! Versage ihn auch uns nicht, wenn einmal unsere Stunde schlagen wird! / Großer Gott, wir loben dich. Auf dich hoffen wir allein, / laß uns nicht verloren sein! Amen.
Karl Barth (1886-1968)
Gott, du hast versprochen, uns nahe zu sein. Uns Hilfe und Kraft zu geben. Wir vergessen dich schnell in unserem Alltag. Wir blenden dich schnell aus. Oft unabsichtlich. Wir sehen dann nur die holprigen Wege vor uns. Dabei ist dein Versprechen gültig. Du bist da. Amen.
Selma Dorn, Leipzig
Gott des Himmels und der Erde! / Wir danken dir, / dass du mitten in der Zeit der Welt / diesen Tag für uns gemacht hast. / Wir danken dir, / dass du uns an ihm erinnerst, / wie freundlich du uns rufst / und wie du uns an der Ruhe teilgibst, / die Leib und Seele erfrischt. / Dein Wort hat die Welt geschaffen. / Mit deinem Wort erhältst du uns. / Von deinem Wort leben wir. / Vor dir breiten wir aus, / wodurch wir dich vergessen, / was uns erschreckt, / wo wir meinen, uns sei Unrecht geschehen, / und wo wir Unrecht an anderen getan haben. / Lass uns Abstand gewinnen von dem, / was hinter uns liegt, / und neues Vertrauen zu dir fassen. / Überströme uns mit deinem heiligen, / heilmachenden Geist. Amen.
RefLit
Gott, Quelle des Lebens, / himmelweit ist deine Güte, deine Liebe nah auf Erden. / Sieh herab auf mich heute Morgen, sieh mich gnädig an und höre gern dein Lob und meinen Dank. / Breite deine Flügel aus über alle, die bei dir ihre Zuflucht suchen, mach uns satt mit deinen Gütern, mit Hoffnung, mit Liebe, mit Wahrheit. / Dich lobe und dich preise ich und ich danke dir für die Güte, auf die wir hoffen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
frei nach einer Litanei der Barmherzigkeit
Jesus Christus, / Gesalbter, Gekreuzigter, Auferstandener / lass mich in meinen heutigen Brüdern und Schwestern Dich erinnern und finden. / Einen Hauch vom Mitgefühl, das Du hast, / eine Spur von der Kinderliebe, die Du vorlebst, / eine Ahnung vom Leben, das sorglos ist und frei. / Vielen Dank dafür.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Wie gern möchten wir glauben, dass du längst den gesandt hast, der den Elenden Recht spricht, der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, der der Welt großen Frieden bringt. Aber immer wieder schreit uns die Erde ihr Leid entgegen. Immer wieder nisten sich Zweifel in uns ein, ob wir von dir noch etwas zu erwarten haben. Gott, sieh unsere Sehnsucht, heile unsere Zerrissenheit und lass Gerechtigkeit und Frieden wachsen in unserer Welt. Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir das rechte Maß finden für Ruhe und Aktion, für Reden und Stille. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Barmherziger Gott, / manchmal sind wir gefangen in unseren Gedanken, / kommen von unserem Ärger nicht los, / grübeln über Belanglosigkeiten, / und machen Pläne, / anstatt auf dein Wort zu hören. / Lass nicht zu, / dass wir uns auf Dauer / deiner Stimme verschließen, / die uns herausruft / aus der Enge unseres Denkens. / Löse mit deinem Wort / unsere Blockaden. / Lass uns jetzt ganz bei dir sein, Gott!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Herr unser Gott! Du hast dich erniedrigt, um uns zu erhöhen. Du wurdest arm, damit wir reich würden. Du kamst zu uns, damit wir zu dir kämen. Du wurdest ein Mensch wie wir, um uns aufzunehmen in die Teilnahme an deinem ewigen Leben. Das Alles aus deiner freien, unverdienten Gnade. Das Alles in deinem lieben Sohn, unserem Herrn und Heiland Jesus. Amen
Karl Barth (1886-1968)
Nicht nur du, Gott, kommst auf uns zu, / sondern auch so vieles Andere im Leben. / Wie können wir das richtig einordnen? / Was fördert uns und was fordert uns? / Was tut uns gut und was überfordert uns? / Wir wollen uns dem stellen, / was wir an Erwartung spüren, / uns aber auch trösten lassen, / dass wir nicht allen Erwartungen / gerecht werden können. / Hilf uns dabei, / indem du bei uns bist / und mit uns gehst.
Georg Rieger, Nürnberg
Lieber Gott, ich bitte dich, auf die Menschen aufzupassen, die in Not sind. Gib ihnen genügend zu essen und einen sicheren Halt. Amen
Konfirmanden d. Ref. Kirchenkreises d. EKBO
Living God of Peace, we bring you all that is troubling us: The pressures at work, the pressure to find work, strained relationships, hurt and betrayal. Give us the ability to forgive, to reconcile, to be witnesses of your love and makers of peace.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Gott, / der du die ganze Welt umspannst / mit Gerechtigkeit und Liebe: / Wir wissen, dass deine Schöpfung leidet / unter unserem Lebensstil / und oft beklagen wir ehrlichen Herzens / das Elend der Tiere, / die Zerstörung der Wälder / und den Raubbau an der Natur. / Aber unsere Gewohnheiten / wollen und können wir trotzdem nicht ändern, / und unsere Ansprüche wachsen weiter. / Gott, bei dir suchen wir Zuflucht und Rat / mit den Widersprüchen in unserem Leben: / Wir wollen nichts Böses / und richten doch so viel Unheil an. / Lass du uns doch im Licht deiner Wahrheit / Wege finden aus unserem Zwiespalt / und leben und handeln / im Geist deiner Güte / Du Quelle des Lebens, / schaffe uns neu!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Ewiger, / aus den Träumen der Nacht komme ich zu dir und will sehen, ob du nicht bessere Träume für mich hast. Enttäusche mich nicht. / Tue heute an mir und an vielen anderen, was du kannst und versprochen hast: / Trockne Tränen, heile Wunden, mache Münder voll Lachens. Lass die Saat deines Wortes aufgehen und gib uns Freude zur Ernte, Trost zur Nahrung, Hoffnung zur Stärkung. / Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Gott, Geber aller guten Gaben, / wir danken dir, / dass du uns Manches gelingen lässt. / Wir freuen uns / an unseren Stärken / und sind stolz, / wenn wir etwas schaffen. / Lass uns darüber nicht selbstgerecht werden / und auf andere herabsehen, / die weniger leisten, / oder deren Gaben / unseren Augen verborgen sind. / Befrei uns / von eitlem Rechnen und Vergleichen, / und schärfe uns ein, / dass wir alle / von deiner großen Barmherzigkeit leben.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Das Licht der Sonne und des Mondes dürfen wir schauen bei Tag und Nacht. / Da gib, O allmächtiger Gott, daß wir lernen unsere Augen noch höher zu erheben. / Laß uns nicht den Ungläubigen gleich werden, denen auch Sonne und Mond scheinen. / Laß uns schauen auf das Ziel unserer Hoffnung unser ewiges Heil, in der Gewißheit, daß dieses Heil uns ebensowenig erschüttert werden kann wie deine Treue, / deren Unwandelbarkeit du uns sehen läßt an Sonne und Mond, deinen Schöpfungen. Laß uns schauen auf jenes Heil, / das sich gründet auf deine unerschütterliche Wahrhaftigkeit und eine Gewißheit schenkt, / die alle Dinge umfaßt, bis wir endlich in jenes selige Reich kommen, / das uns erworben ist durch das Blut deines eingeborenen Sohnes.
Johannes Calvin (1509-1564)
Barmherziger Gott, / wir sehen, was in unserer Welt geschieht / und drohen alle Hoffnung zu verlieren. / / Wir bekommen mit, wieviel Lug und Trug herrscht, / wieviel Verantwortungslosigkeit und Kälte / und unsere Hoffnung schwindet, dass es besser werden wird. / / Wir kommen zu Dir, / sehen uns selber ehrlich an / und sehen wenig, was uns Hoffnung macht. / / Du bist der Gott der Hoffnung, / Du verlierst die Hoffnung mit uns nicht / und hast in der Auferweckung Jesu Christi / den Grund für eine lebendige Hoffnung gelegt – / für jeden von uns und für Deine Erde. / / Wir wollen hören, was Du erhoffst / Und weil Du es erhoffst, / darauf vertrauen, / dass diese Hoffnung nicht trügt / und Du wahrmachst, was Du versprichst. / / Sende Deinen Geist. / Erwecke unser Singen, Beten, Reden und Hören, / dass sie zu einer Saat werden, / aus der eine lebendige Hoffnung wächst, / die uns verändert. / / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
Gott, / du kannst durch ein besonderes Ereignis / in unser Leben einbrechen. / Wir bitten dich: / Lass uns hören, was du uns sagen willst; / lass uns die Möglichkeit nicht verpassen, / dich neu kennenzulernen.
RefLit
