Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Barmherziger Gott, / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. / Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. / Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gütiger Gott, du wendest dich uns zu und bringst Licht in unser Leben. Aber wir vergessen die vielen, deren Leben dunkel ist. Du schenkst dich uns ganz und gar und machst unser Leben reich und kostbar. Doch wir sind geizig mit unserer Aufmerksamkeit für Andere.
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, du Anfang und Ziel aller Zeit, wir warten. / Wir warten auf dich, während wir uns nach Leben sehnen. Dass das ersehnte Morgen endlich kommt und wir wirklich glücklich werden. Wann kommt die ganze Fülle, die du uns versprochen hast? / Das Warten fällt schwer. Wir sind ungeduldig und vergessen doch, was wir eigentlich erwarten - auch von dir. / Gott, hilf uns: Erinnere uns, auf wen wir warten. Lenke unseren Sinn immer wieder geduldig auf dich hin / und lehre uns erkennen, was wir von dir erwarten dürfen. Und dass wir heute bleiben in der Zuversicht und in der Liebe. Dann werden wir dich loben durch unseren Herrn Jesus Christus von einer Ewigkeit zur andern. Denn du bist gut. Amen
Johanna Breidenbach, Zürich
Herr Jesus Christus, jetzt beginnt die Zeit, / in der wir an dein Kommen denken. / Du schenkst uns deine ganze Liebe, / aber wir bleiben auf uns selbst bezogen. / Wir hören das Wort und singen das Lob, / aber in unseren Herzen ist wenig adventliche Freude. / Du wendest dich uns zu, / aber wir vergessen die vielen, deren Leben dunkel ist. / Vergib uns unsere Schuld. / Bewege uns hin zu dir. / Gib uns deinen Geist, / damit wir dein erlösendes Wort hören, es aufnehmen / und im Herzen bewegen, wie Maria es tat. Amen.
RefLit
Prayer for those who serve
Lord Jesus, / Bless all who serve us, / who have dedicated their lives / to the ministry of others- / all the teachers of our schools / who labor so patiently with so little appreciation; / all who wait upon the public, / the clerks in the stores who have to accept criticism, / complaints, bad manners, and selfishness / at the hands of a thoughtless public. / Bless the mailment, the drivers of streetcars / and buses who must listen to people who / lose their tempers. / Bless every humble soul who, in these / days of stress and strain, preaches sermons / without words. Amen.
Peter Marshall (1902-1949)
Gott, Quelle des Lebens, / himmelweit ist deine Güte, deine Liebe nah auf Erden. / Sieh herab auf mich heute Morgen, sieh mich gnädig an und höre gern dein Lob und meinen Dank. / Breite deine Flügel aus über alle, die bei dir ihre Zuflucht suchen, mach uns satt mit deinen Gütern, mit Hoffnung, mit Liebe, mit Wahrheit. / Dich lobe und dich preise ich und ich danke dir für die Güte, auf die wir hoffen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Du naher Gott – ich höre dich in der Musik / ich sehe dich in den Kunstwerken der Museen / ich fühle dich in jeder Umarmung und im Lachen der Kinder. // Du ferner Gott – lehre mich dich nicht zu verlieren, nicht in den dunklen Nächten meiner Ängste, nicht in der Verzweiflung über politische Dummheit und Gewalt, nicht in der Verlorenheit gegenüber den Naturkatastrophen. / Lass mich glauben, dass du bei den Verachteten und Leidenden bist. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / dein Wort durchdringt / den Panzer, / mit dem wir unsere Seele schützen / vor dem Schmerz / zu großer Hoffnung / und zu großer Liebe. / / Du öffnest / den Schleier / aus Trauer und Wut, / der sich auf unsere Augen gelegt hat / und uns den Blick trübt / für alles Neue. / / Du rührst / an unsere vergrabene Sehnsucht, / dass sich Tränen in Lachen, / Kummer in Freude / und Tod in Leben / verwandeln mögen. / / Und was du versprichst, Gott, / das ist wahr! / / Lass uns fassen, / was wir hören / und hoffen, / was noch wie ein Traum erscheint. / Herr, unser Gott, erbarme dich unser!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, der du uns die Augen öffnest für das Ende; Lass uns, wenn wir einen Menschen verloren haben, trauern, aber auch darauf vertrauen, dass das Ende, das du setzt nicht das ist, was wir sehen. Gib uns die Kraft, diesen Unterschied auszuhalten und deinem tröstenden Wort zu vertrauen.
Georg Rieger, Nürnberg
Barmherziger Gott, / Du versprichst uns neue Zukunft. / Zukunft, in der aufrecht geht, / was heute niedergetreten wird, / in der lacht und singt, / was heute weint und klagt. / Du versprichst uns Todgeweihten / einen neuen Anfang und neues Leben. / / Ach, wenn wir das nur glauben könnten, / wenn wir es nur wagten, / alles auf diese Hoffnung zu setzen. / Wenn wir Deinem Wort nur mehr vertrauten / als allem anderen, / was sich den Schein der Allmacht / und der Unausweichlichkeit gibt. / Wie anders sähe unsere Gegenwart aus!? / Der Schleier der Trauer / wäre schon heute zerrissen, / die Hoffnungslosigkeit, / bekäme Risse. / / Wir bitten dich, / vergib uns unsere Trägheit / und unseren Kleinglauben. / Leg uns das Lied der Erlösten / schon mitten in unserer Unerlöstheit auf die Lippen, / damit der Tod / und alle seine Helfershelfer / es hören / und erschrecken, / weil wir nicht mehr Ihnen gehören, / sondern Dir. / / Schenk uns einen neuen und beständigen Geist, / der uns nahe bei Dir hält, / dem Gott des Lebens / und der uns auf deine Stimme hören lässt, / die uns aus der Todeswirklichkeit herausruft / in das Leben der Kinder Gottes. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
Richte uns auf, damit wir verstehen, dass du es gut mit uns meinst und gut mit uns machst. In unserem Alltag halten wir uns für die „Macher“. Wir müssen so vieles bewältigen und sehen doch noch so viel, was unerledigt bleibt. Der Druck ist manchmal kaum auszuhalten. Mach uns genügsam, aufmerksam für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und bewahre uns davor, uns zu wichtig zu nehmen.
Georg Rieger, Nürnberg
Großer Gott! / du hast geredet mit Abraham, mit Isaak und mit Jakob. Du hast geredet durch Mose und die Propheten und durch Jesus mit uns. Du gabst dein Wort und du hieltst dein Wort. Halte weiter Wort! / Mein Kopf ist so voll mit Wörtern, von überall dringen sie auf mich ein, leere, nichtssagende, hohle Wörter, falsche Worte, halbwahre und verwirrende Worte, so wenig Worte, die stimmen und tragen. / Deine Stimme, Herr, lassen wir untergehen, können sie kaum mehr hören. Uns fehlt die Kraft und manchmal auch die Lust, deinem Wort zu folgen. / Komm uns zu Hilfe und hilf unserer Unlust auf durch deinen heiligen Geist, der die Freude und die Lust an deinem Worte ist. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Du, Gott, der du unbegreiflich jenseits von Raum und Zeit bist – Dich suchen Menschen der Kirchen in unterschiedlichen Traditionen / Dich suchen Menschen in vielfältigen Religionen auf ihre je eigene Weise / Dich suchen auch Menschen, die ernsthaft an dir zweifeln. / Wir bitten dich: entzieh dich uns nicht! // Du Gott, dessen Geist lebt und lebendig macht – Wir bitten dich: mach uns zu mutigen Zeitgenossen, die überall in dieser schwierigen Welt in deinen Spuren gehen. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gnädiger, geduldiger Gott, / offen von unserer Sünde zu reden / gelingt uns selten. / Schuld einzugestehen / fällt uns schwer, / und die Bitte um Vergebung / will kaum über die Lippen. / Lieber reden wir uns heraus, / sagen: So schlimm war es doch gar nicht, / oder: Andere sind noch schlechter als ich. / / Du hast es schwer mit uns, Gott. / Wir machen dir Mühe / mit unserer Uneinsichtigkeit und unserem Stolz. / Wir kränken dich in deinem Erbarmen / mit unserer Selbstgerechtigkeit. / / Gott, hilf uns, / ehrlich mit uns selber zu werden. / Erspar uns das Erschrecken nicht / über die Abgründe unserer Seele / und das Böse, das wir anrichten / mit Worten und Taten. / Aber überlass uns nicht der Verzweiflung, / wenn wir einsehen, / dass Vieles nicht wieder gutzumachen ist. / Gott, vergib uns unsere Schuld / und lass uns zu neuen Menschen werden / im Vertrauen auf dich.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Upon the Lord´s Prayer
Our Father which in heaven art, / The name be always hallowed; / Thy kingdom come, thy will be done; / Thy heavenly path be followed: / By us on earth, as ´tis with thee, / We humbly pray; / And let our bread us given be / from day to day. / Forgive our debts, as we forgive / Those that to us indebted are; / Into temptation lead us not; / But save us from the wicked snare. / The kingdom´s thine, the power too, / We thee adore; / The glory also shall be thine / For evermore.
John Bunyan (1628-1688)
Gott, / du beurteilst unser Leben. / Wir bitten dich: / Bei allen Beurteilungen, / die wir in unserem Alltag erfahren, / lass uns nie vergessen, / dass du das letzte Wort über uns hast. / Erhalte uns in der Hoffnung auf dein gnädiges Gericht.
RefLit
Gott, / wie sollen wir bestehen, / wenn du kommst, / über uns zu richten? / Wir denken zurück an das Unheil der Kriege, / die von unserem Volk ausgegangen sind, / an das zertretene Glück / und das zerstörte Leben / so vieler Menschen. / Wir versuchen, / der Schuld unseres Volkes ins Auge zu sehen, / sie nicht zu verharmlosen oder wegzureden. / Aber wir trauern auch um unsere Gefallenen / und um die Opfer der Bombennächte. / / Gnädiger Gott, / wir bitten dich: / richte uns mit Barmherzigkeit. / Lass Versöhnung wachsen, / wo Feindschaft war / und Trost einkehren, / wo Menschen noch leiden. / Breite den schönen Glanz deines Friedens aus / über Zion / und über die Völker unserer Welt.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Ewiger Gott, / du hast einen neuen Himmel und eine neue Erde verheißen. / Hilf uns, im Glauben festzubleiben, / in der Liebe zu wachsen / und voller Hoffnung auf dein Kommen warten. / Lass uns schon jetzt deine Herrlichkeit erfahren / durch Jesus Christus, unseren Herrn.
RefLit
Beloved God / we fear your judgement: / teach us to know it as our friend. / Your word has pierced us to the bone; / we are exposed, laid open to your sight. / / Therefore, let us bless you / for you come to us when we are most ashamed, / and when we long to hide our face from you / you will nut suffer us to turn away. / You call us by our name / you touch us , raise us, / invite us into shameless love. / God our lover, know us, judge us, / turn us, wound us, demand of us, / forgive us. / We are yours. / We abandon ourselves to your love. / We trust you.
The Iona Community
Gott ich denke an Menschen, die benachteiligt werden. Die schlecht bezahlte Arbeit ohne geregelte Freizeit machen müssen. Die von Klimakatastrophen betroffen sind. Die von Krieg betroffen sind oder die ihre Kinder nicht in die Schulen schicken können. Schenke ihnen Kraft und Hoffnung, tröste sie in ihrer Verzweiflung und Schwäche und ermutige mich, dass ich grosszügig, klar und aufrecht dafür einstehe, dass alle Menschen entsprechende Rechte zu ihren Pflichten bekommen. Damit Hunger und Durst, Angst und Not nachlassen, damit wir den Namen Mensch so tragen lernen, dass niemand von deinen Gütern abgeschnitten wird und wir miteinander, heute und dort, wo wir sind, teilen lernen, was unser Leben gut und möglich macht. Du hast es gut gemacht. Hilf mir, dass ich das meine beitrage. Amen
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Lebendiger Gott – um uns lauert der Tod. Ich spüre ihn auf den Gängen der Klinik / Ich rieche ihn beim Besuch im Altersheim / Ich sehe ihn in den Gesichtern von Menschen in der U-Bahn / Ich höre ihn aus den Abendnachrichten / Ich fühle ihn am eigenen Körper // Um uns lauert der Tod. / Lebendiger Gott – wir haben Angst. / Zeige uns in den Nächten dein lebendiges Angesicht. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Ewiger Gott, / Birg uns im Mantel deiner Liebe, / wenn uns kalt wird von innen her, / wenn Trauer und Trostlosigkeit über uns herfallen / und alles nur noch sinnlos erscheint. / Gewähre uns Zuflucht, / wenn wir nur noch darüber grübeln / was wir versäumt / oder falsch gemacht haben / und wenn uns die Erinnerung / an ungelebte Träume einholt. / Halt uns fest, du starker Gott, / wenn der Boden unter uns wankt / und unsere Lebensentwürfe zerbrechen, / wenn wir erkennen, wie hohl vieles ist, / was wir darstellen und behaupten, / oder wenn uns das Ziel unseres Daseins verschwimmt. / Gott, mit der Verworrenheit unserer Gefühle, / mit Fragen und Zweifeln / flüchten wir uns zu dir. / Herr, erbarme dich über uns! Amen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, / Da bin ich und habe bei mir, was mich beschäftigt, ein Sammelsurium an Gedanken, ein Chaos an Gefühlen und auch Leere und Nichts. / Da ist das Leben und der Tod, da sind die Engel und Gewalten, da ist das, was gerade jetzt ist, und das, was werden wird, da ist ganz Hohes und auch sehr Tiefes und viel zu viel Flaches. Alles, was mich trennen könnte von dir. Aber das soll es nicht. / Darum: Nimm all das und mach ein bisschen Trost daraus - wenigstens für die Tage dieser Woche - und Hoffnung, die ein bisschen länger reicht. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Herr der Zeiten, / wir danken dir, / dass uns deine Güte / alle Morgen neu begegnet. / Wir hingegen bleiben oft der Vergangenheit verhaftet, / erwägen immer wieder, was wohl gewesen wäre wenn..., / und verpassen darüber / die Chancen des Heute. / / Auch schieben wir gern auf Morgen, / was heute dran ist, / verlieren uns in Zukunftsplänen / und nehmen uns keine Zeit für das Jetzt. / / Gott, ruf uns in die Gegenwart! / Lass uns mit Dank für deine Gnade / jeden neuen Tag beginnen / und das Geschenk unserer Zeit auskosten / in jedem Moment.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott! Das Unfassbare an terroristischen Taten verstellt uns den Blick darauf, was unsere Gesellschaft, aber auch wir persönlich dazu tun können, um solchen Hass gar nicht erst aufkeimen zu lassen. Oder wollen wir es auch nicht wissen? Weil es sicherlich Mühe und Geld kostet, Menschen bessere Lebensperspektiven zu eröffnen? Wenn wir Deine Barmherzigkeit ernst nehmen, sollte uns am Glück aller Menschen gelegen sein. Doch was können wir tun, um wenigstens solche Katastrophen zu verhindern. Wir sind so sehr auf Deine Hilfe angewiesen – lass uns nicht alleine!
Georg Rieger, Nürnberg
