Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gott, der du uns die Augen öffnest für das Leben: Lass uns genießen, was du uns zum Leben schenkst: die Zeit, die wir miteinander haben, die Natur, die uns umgibt, die Kraft, die du uns schenkst; / die Menschen, die uns Freude machen – uns auch herausfordern und bereichern.
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, / unser Leben ist geprägt / von den Spuren deiner Güte. / Du hast uns aus Notlagen gerettet, / uns Wünsche erfüllt / und immer wieder Freude gemacht. / Es geht uns gut, / und wir können eigentlich wirklich nicht klagen. / Und trotzdem gibt es Tage, / da verdüstert sich plötzlich unsere Seele, / überzogene Ansprüche rauben uns die Ruhe / und Nichtiges baut sich vor uns auf wie ein Berg. / Wir werden sie manchmal nicht los, / diese trüben Geister, / die uns die Freude am Leben nehmen. / Sie spinnen uns ein / in ihr klebriges Netz / und legen uns ihre grauen Schleier / über die Augen, / dass wir deine Güte nicht mehr erkennen. / Gott, befrei uns aus den Gespinsten des Überdrusses, / Erlöse uns von unsrer Tristesse.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Kumbaya-Gebet
Gott, unser Tröster, wir denken an die Menschen, die weinen – / weil sie jemanden verloren haben, / weil ihre Sorgen zu gross sind, / weil eine Welt für sie zusammen gebrochen ist. / Someone’s crying, Lord. Komm und hilf! / Someone’s crying, Lord…
Wir denken an Menschen, die sich freuen, / weil sie Teil einer Familie sind, / weil sie Freunde haben, / weil sie eine sinnvolle Aufgabe ausführen dürfen, / oder frische Hoffnung schöpfen. / Erhalte ihre Freude, ihre Kraft und ihren Glauben. / Someone’s singing, Lord. Komm und hilf! / Someone’s singing, Lord…
Wir denken an die Millionen von Menschen, / die in diesem Moment zu dir beten. / In Gefängnissen, in Flüchtlingslagern, in Spitälern, im Krieg, / in Gottesdiensten überall auf der Welt. / Lass sie deine Gegenwart spüren. Gib ihnen neue Hoffnung. / Someone’s praying, Lord. Komm und hilf! / Someone’s praying, Lord…
Gott, mit dir können wir Berge versetzen. / Du gibst uns den Mut und die Kraft, die wir brauchen. / Du bist das Licht in unserer Dunkelheit. / Du bist der Weg zum Frieden, der Weg zur Gerechtigkeit. / Darum singen wir: Kum ba yah, my Lord! / Kumbaya, my Lord! …
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Herr, / über den Himmeln thronst Du hoch / und siehst doch die Tiefgebeugten. / Deine Größe hindert Dich nicht, / das Kleine wahrzunehmen / zu schätzen / zu achten / und groß zu machen. / / Ehrfürchtig stehen wir vor Dir, / weil wir eine Ahnung davon haben, / dass Dein Weg zu uns / allein Gnade ist / und nicht unser Verdienst. / Dass Du Dich mit uns einlässt / hat mit Deiner Sehnsucht / und mit Deiner Liebe zu uns Menschen zu tun. / Es war Deine Entscheidung zu uns zu kommen. / Es ist Dein Wille, dass wir Leben haben. / / Dein heiliger Name, / ist der Grund unserer Hoffnung. / „Ich bin mit Dir“ rufst Du uns zu / und wir hören Dein machtvolles Wort / mitten hinein in unsere Angst, / in unsere Schuld, / in unsere Unsicherheiten. / / Sende Deinen Geist, / der uns Dein Wort groß macht, / der ihm Gewicht gibt, / damit es uns befreit / von allem, was uns hindert, / Deinem Sohn Jesus Christus / ins Leben zu folgen. / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
Gott, wir danken dir, dass du uns wunderbar gemacht hast. Du hast uns Leib und Seele gegeben unsere Sinne und unseren Verstand und füllst unser Leben mit einem großen Reichtum an Erfahrung. Erhalte uns die Fähigkeit, über das Leben zu staunen. Und lass unsere Dankbarkeit zum Anstoß werden für unser Mitgefühl und unser Engagement.
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, / wie verschiedene Körner zu einem Brot werden, / so führst du die unterschiedlichsten Menschen in deine Gemeinde. / Wir bitten dich: / Lass die Gemeinschaft unter uns wachsen. / Hilf, dass wir die von dir empfangenen Gaben / mit denen teilen, die sie brauchen.
RefLit
Du Brot des Lebens, / wir kommen zu dir / mit den Bildern des Hungers, / die uns täglich / aus Ostafrika erreichen. / Es zerreißt uns das Herz, / in die großen Augen der Kinder zu blicken, / die dem Tod so nahe sind. / Wir lesen aus ihnen viele Fragen: / Warum kommt eure Hilfe so spät? / Warum gibt es mitleidlose Menschen, / die sie mit Gewalt zu verhindern suchen? / Warum trifft das Unglück / immer die Ärmsten der Armen? / Gott, was sollen wir darauf sagen? / Wir sind so abhängig von dem, / was die Medien berichten. / Oft reagieren wir erst / auf dramatische Bilder / und vergessen bald wieder, / was Menschen in der Ferne leiden. / In unserer Sattheit / droht auch die Seele träge zu werden / und wir spüren kaum noch / den Hunger und Durst nach Gerechtigkeit, / dem du Verheißung gibst. / Gnädiger Gott, erbarme dich: / Mach die Hungrigen satt / und die Satten hungrig / nach Schalom / für unsere ganze geschundene Erde.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, du (Er-)Mahner, du gibst uns immer wieder Gelegenheiten, unsere Dankbarkeit zu zeigen. / Wir bekommen Hinweise von dir, in Form von Menschen, die uns begegnen oder Situationen, die uns die Augen öffnen sollen. Mach uns aufmerksam für dein Wort, das wir lesen und hören, aber auch uns gegenseitig sagen.
Georg Rieger, Nürnberg
Barmherziger Gott, / von allen Seiten umgibst du uns mit deiner Güte / und hältst deine Hand liebevoll über uns. / Warum können wir das nicht begreifen, / warum scheinst du uns manchmal so bedrohlich, / dass wir deine Nähe abschütteln / und uns losreißen wollen von dir. / Gott, du kennst unsere verborgensten Ängste. / Du verstehst, / was wir oft nicht einmal selber verstehen, / Du wirbst um uns, / bis wir zur Besinnung kommen, / bis wir dich suchen / und uns deiner Zärtlichkeit / endlich überlassen. / Hab noch Geduld mit uns, / gib uns nicht auf!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Du sonnen-voller Gott // Lass mein suchendes Herz Freude finden / in dieser schönen Sommerszeit // Wenn meine Arbeit mich zu ersticken droht / zeige mir eine Verschnaufpause / Wenn meine Mitmenschen mich nerven / gib mir Humor / Wenn meine Freizeit mich überfordert / lehre mich loszulassen // Wenn ich mich im dunklen Haus verkrieche / öffne die Türen sperrangelweit // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Das Wasser, mit dem wir taufen, / erinnert an die Wasserfluten, / von denen die Bibel erzählt: / An die Sintflut, / Gottes Gericht und die Bosheit der Welt, / und doch die Rettung / in der Arche, die Noah baute; / an das Schilfmeer, / das die Verfolger verschlang, / aber Israel in die Freiheit ziehen ließ; / an den Jordan, / in dem Johannes die Bußfertigen taufte, / auch Jesus Christus, unseren Herrn, / der ohne Sünde war / und sich doch zu den Sündern stellte. / So hat Gott geführt: / durch das Todeswasser / zu neu geschenktem Leben. / So führt Gott noch immer / durch die Taufe zu neuem Anfang / unter einem geöffneten Himmel.
RefLit
Lieber Vater im Himmel, / Dir nahe zu sein, ist gut. / Deine Nähe suchen wir / heute Morgen. / Sich von Dir sagen zu lassen, / wer Du bist und wie Du zu uns stehst, ist gut. / Auf Deine Stimme wollen wir hören / heute Morgen. / Unsere Wege sind oft dunkel / und wir wissen nicht weiter – / dass Dein Licht uns das Dunkel erhellt erbitten wir / heute Morgen. / Du bist der Gott allen Trostes / ihn suchen und erhoffen wir / heute Morgen. / Aus deiner Hand empfangen wir alles Gute, / um Dir dafür zu danken / und dich zu loben sind wir hier / heute Morgen. / Lass Dir unser Lob gefallen! / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
Heute wird alles gut. Die Ahnung davon lässt mich denen zuhören, für die es nicht, noch nicht, nicht mehr gut ist. Das kleine Fenster zum Himmel bleibt offen und leuchtet ins finsterste hinein, dorthin, wo Leben leben möchte.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Du, Gott Israels, / hast immer die Kleinen im Blick gehabt, / du hast den Unscheinbaren / Ansehen verliehen, / und dich mit Unvollkommenen verbündet. / An deiner Treue zu Israel / erkennen wir die Gnade, / von der auch wir leben. / Bewahre uns davor, / uns auf Kosten anderer / wichtig zu machen, / leichtfertig zu urteilen / über andere, / und die verborgene Größe / der kleinen Leute zu übersehen. / Lehre uns, / alle, die zu dir gehören / zu respektieren, / fördere die Verständigung / über alle Unterschiede hinweg / und weite unser Herz füreinander / durch deine Barmherzigkeit.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Friends, hear this good news! “For God so loved the world that He gave His only begotten Son, that whoever believes in Him should not perish but have everlasting life.” (John 3:16) “Therefore having been justified by faith, we have peace with God through our Lord Jesus Christ.” (Romans 5:1) / Our sins are forgiven. The slate is clean. The burden is lifted. We are free to follow Jesus with confidence, joy, laughter and the light feet of dancers. Halleluja!
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Gott, du Gnädiger, in kleinen Dingen wie in großen ist es nicht unterschiedlich: Wir können uns darauf verlassen, dass du unsere Fehler verstehst und unsere Boshaftigkeit durchschaust. Gerechtigkeit bedeutet bei dir, dass du uns die Augen öffnest.
Georg Rieger, Nürnberg
Wie ein guter Vater stehst Du hinter mir und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Biel,Schweiz
Du gaben-reicher Gott // Lass mein suchendes Herz Freude finden / in dieser schönen Sommerszeit // Lass mich die Kirsche sehen / und nicht den Wurm // Lass mich die Blumen betrachten / und nicht das Unkraut // Lass mich fröhliche Kinder hören / und keine mürrischen Besserwisser // Lass mich dich erfahren / und nicht meine Selbstverbohrtheit // Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Dennoch bleibe ich stets an dir. / Gott, das fällt mir schwer nachzusprechen, / wenn mir das Leben wie ein Rätsel erscheint, / wenn eigenes oder fremdes Leid / alles in Frage stellt, / was einmal Halt bot, / wenn andere mir schnelle Lösungen / für alle Probleme versprechen. / Dennoch bei dir bleiben / gegen den Zeitgeist, / gegen die Zweifel, / gegen die Ungeduld, / Gott, das möchte ich versuchen. / Aber wenn ich damit scheitere, / dann bleibe du dennoch bei mir!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, großer Menschenkenner! / Du weißt, / wie viel es uns bedeutet, / einem anderen wichtig zu sein, / gebraucht zu werden, / und etwas Sinnvolles zu tun. / Wir danken dir, / dass du dir Menschen suchst, / denen du dich mitteilst / und die du einweist / in deine Pläne / mit dieser Erde. / Auch uns traust du zu, / die Welt nach deinem Willen / heilsam zu verändern. / Du stattest uns aus / mit vielen Gaben. / Du segnest unsere Arbeit / für mehr Gerechtigkeit und Verständnis / unter den Menschen. / Du öffnest uns den Blick / für das Leiden der ganzen Schöpfung. / Wir bitten dich, / hilf uns nicht zu resignieren / vor der Fülle der Aufgaben. / Bewahre uns davor, / uns zu überschätzen, / und in unserer Schwachheit / lass deine Kraft / mächtig werden.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Du Erleuchter unserer Gedanken! Wenn wir uns mit den Problemen dieser Welt befassen, dann gib uns Verständnis. Wir brauchen Menschen, die uns richtig informieren. Und wir brauchen das rechte Maß an Vertrauen und Vorsicht, wenn wir die Nachrichten sortieren und uns ein Bild machen wollen. Wenn wir die Zusammenhänge durchleuchten, dann schenke uns die nötige Selbstkritik. Wir sind nicht an allem schuld, aber es gibt viele Verbindungen zwischen Problemen in fernen Ländern und unserer Lebensweise. Sei uns gnädig und gib uns die Kraft, dass wir uns ändern.
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, du Quelle unserer Lebenskraft, / wir danken dir, / dass wir Frauen durch dich / unsere Stärke entdecken / und unsere Möglichkeiten, etwas zu ändern / an den lebensfeindlichen Strukturen unserer Welt. / Oft fühlen wir uns so ohnmächtig! / Manche von uns haben noch gelernt, / dass sie als Frauen zurückstehen müssen, / immer den untersten Weg gehen müssen. / Hilf, dass wir schwesterlich zusammenfinden / und Konkurrenz und Machtkämpfe untereinander überwinden. / Lass uns einander stark machen / und mit den je eigenen Gaben zum Blühen bringen. / Befreie du uns von allem, was uns klein hält / und unsere Seele und unsere Zunge vergiftet, / und erfülle uns mit der Kraft deines Geistes. Amen.
RefLit
Jesus, Brot des Lebens, teile dich aus! / Zuerst denen, die hungern als Brot, als Reis, als Hirse, als Milch, und denen, die Durst haben als Wasser. / Dann denen, die nach Gerechtigkeit hungern, und denen, die nach Frieden dürsten. / Teile dich den hungernden Seelen aus als Liebe, den Verzagten als Hoffnung, den Entmutigten als Glaube. / Jesus, Brot des Lebens, sei du in den Kranken, in den Arbeitslosen, in den Einsamen, in den Ängstlichen, in den Traurigen, in den Sterbenden, teile dich ihnen aus und nähre sie mit Glauben. / Jesus, wir fordern keine Wunder von dir, aber wisse: Wir haben auch nichts dagegen. Es liegt ja so vieles an uns und nicht an dir. Aber hilf, dass uns das Wunder gelingt, Gerechtigkeit in der Welt zu säen, damit Friede wächst. / Die Lebenshungrigen sättige, die Lebensmüden mache fröhlich. Gib uns unser tägliches Brot und sei auch unser tägliches Brot, in Wort und Wahrheit und im kleinen Wunder auf unserm Weg. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Enough, Lord, / Enough hate. / Enough violence. / Enough pain. / More humanity. / More love. / More peace. / Teach us good Lord. / And quickly.
Susan Brown, Dornoch, Schottland
Gott, es gibt so viel ungestillte Sehnsucht, / Sehnsucht nach Beachtung, nach Anerkennung, nach Liebe, / Sehnsucht nach dir. / / Es gibt so viele unbeantwortete Fragen, / Fragen nach dem Sinn des Lebens / und nach dem Sinn unbegreiflichen Sterbens, / Fragen nach unserer Zukunft, / Fragen nach dir. / / Es gibt so viel Schuld, / Schuld, die wir wissen, / Schuld, die wir verdrängen, / Schuld, die uns verzweifeln läßt, / weil sie uns trennt / von anderen Menschen und von dir. / / Gott, wir bitten dich, / sieh uns an, / sieh hinter die Masken, die wir tragen, / und trenne du dich nicht von uns. Amen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
