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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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16. November 2025 Gott, / wie sollen wir bestehen, / wenn du kommst, / über uns zu richten. / Wir denken heute zurück an das Unheil der Kriege, / die von unserem Volk ausgegangen sind, / an das zerstörte Glück / und das zerstörte Leben / so vieler Menschen. // Wir versuchen, der Schuld unseres Volkes standzuhalten, / sie nicht zu verharmlosen, / sie nicht wegzureden, / aber wir trauern auch um unsere Gefallenen / und um die Opfer der Bombennächte. // Gott, / du bist ein Gott des Friedens, / wir bitten dich: / richte uns mit Barmherzigkeit. / Lass Versöhnung wachsen, / wo Feindschaft war / und Trost einkehren, / wo Menschen noch leiden. // Breite den schönen Glanz deines Friedens aus / über Zion / und über allen Völkern der Welt. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / »Dieser Gott ist tot« – / das haben schon so viele Menschen vor uns gedacht: / nach Kriegen, nach Schicksalsschlägen,
nach Missbrauchsskandalen, / nach Enttäuschungen mit der Kirche. //
»Dieser Gott ist tot« – / das denken viele Menschen in Deutschland, / Jahr um Jahr kehren sie der Kirche den Rücken. / Bald sollen nur noch halb so viele Mitglieder wie heute. //
Was läuft da schief in unserem Land? / Anderswo wachsen die Kirchen, nur bei uns nicht. / Unsere Kirchen sind reich, / Ist unsere Verkündigung arm? / Predigen wir den Reichen einen Gott, / den sie billiger haben können? / Predigen wir den Armen einen Gott, / der sich nur im Wohlergehen ertragen lässt? / »Dieser Gott ist tot«  – ein solcher Satz verunsichert uns und mahnt zur Umkehr. //
Lebendiger Gott, / wir ahnen, dass Du anders bist / als unsere Vorstellungen zu fassen vermögen: / Weiter weg und doch näher, / ohnmächtiger und doch überzeugend, / göttlicher und doch Mensch. //
Hilf uns, das zu ahnen in unserer Not. / Bleibe bei uns, Herr. / Und bleibe bei denen, / die außer Dir nichts mehr haben, / worauf sie hoffen können. // Amen


Achim Detmers, Hannover
14. November 2025 Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet  - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
13. November 2025 Ewiger Gott – // Wir danken dir für den breiten Strom der Tradition durch die Jahrhunderte, durch den auch wir zum Glauben kommen konnten. / Wir danken dir für unsere Kirche, die für uns Heimat geworden ist. // Rüste uns aus mit kritischer Vernunft, um zu prüfen, was uns überliefert ist. // Hilf, dass wir nicht leichtfertig über Bord werfen, was Glaubende vor uns als dein Wort erkannt haben und in ihr Leben wirken ließen. / Hilf aber auch, dass wir nicht in blindem Gehorsam alles für wahr halten, was Glaubende vor uns in ihrer Zeit als Lehre formuliert haben.// Ewiger Gott – Du bist unsere Zukunft / Lass uns in der Gegenwart bestehen und Salz der Erde sein / durch waches politisches Urteil / durch rückhaltlosen Einsatz für Gerechtigkeit / durch tätige Liebe. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
12. November 2025 Gott des Himmels und der Erde, / Öffne den Himmel / und schau hinunter in unsere Tiefe / bis in unsere Abgründe. / Du siehst unser Leiden und unsere Schmerzen. / Du erbarmst dich der Geringen und Verachteten, / der Einsamen und Kranken, / der Schuldigen und Gescheiterten. / Du erbarmst dich unser. // Gott des Himmels und der Erde, / wir danken dir, / dass du mit uns bist, / uns behütest, / wohin wir auch gehen / und uns nicht verlässt. / Amen
Meike Waechter, Berlin
11. November 2025 Gnädiger Gott! / Ich verstehe nicht, / warum Menschen / so gnadenlos / miteinander umgehen, / sich nicht mehr zuhören, / Worte verdrehen, / Perspektiven ausblenden. / Ich verstehe mich selbst / manchmal nicht. / Wenn ich so bin.
Georg Rieger, Nürnberg
10. November 2025

Wir glauben / Dass das Leben nicht aus sich selbst entstanden ist sondern aus Gott // Wir glauben / Dass es von Anfang an von Gott geliebt wurde // Wir glauben / Dass es von Gott von Anfang an begleitet wurde // Wir glauben / Dass der Jude Jesus aus Galiläa  der Gottesträger auf Erden war und kraftvoll aus Gott gelebt hat sichtbar hörbar und erfahrbar // Sein Leben ist für uns Vorbild / Es ermutigt uns zur Nachfolge in Sorgfalt und Respekt vor allem was lebt // Wir glauben, dass Jesu gewaltsamer Tod am Kreuz für uns der Anfang war in ein neues Leben ohne Machtanspruch / Dank ihm bekommen wir Kraft / uns für den Frieden zu entscheiden und unser Leben für andere einzusetzen / Bis Gott selbst mit dem heiligen Geist zusammen sein Reich einläutet / Zur grossen Erlösung aller  Menschen Tiere und Pflanzen // Wir glauben / Dass menschliches Fehlverhalten nicht vermag / Gottes Fürsorge für das Leben zu entmachten // Glaube Hoffnung Liebe sind am Werk / Amen 

 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
9. November 2025 Ewiger Gott, / Birg uns im Mantel deiner Liebe, / wenn uns kalt wird von innen her, / wenn Trauer und Trostlosigkeit über uns herfallen / und alles nur noch sinnlos erscheint. //Gewähre uns Zuflucht, / wenn wir nur noch darüber grübeln / was wir versäumt / oder falsch gemacht haben / und wenn uns die Erinnerung / an ungelebte Träume einholt. // Halt uns fest, du starker Gott, / wenn der Boden unter uns wankt / und unsere Lebensentwürfe zerbrechen, / wenn wir erkennen, wie hohl vieles ist, / was wir darstellen und behaupten, / oder wenn uns das Ziel unseres Daseins verschwimmt. // Gott, mit der Verworrenheit unserer Gefühle, / mit Fragen und Zweifeln / flüchten wir uns zu dir. / Herr, erbarme dich über uns!  / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick Ach Gott, / was ist es mir nach Jammern zu Mute / angesichts all der Dunkelheit in der Welt. / Jetzt im November kriecht das Elendsgefühl / besonders erbarmungslos in mich hinein. / Mein Herz ist schwer. // Doch vorgestern, da habe ich meinen Blick gehoben / und im Dunkel der Nacht den Mond bestaunt.  / So gross und rund hing er / geradezu trotzig / im dunklen Nachthimmel. / Umgeben von unendlich vielen Sternen. / Und ich staunte. // Ich staune noch heute darüber. / Staune über die Vielfalt der Sterne, / über das Licht in dunkler Nacht. / Ich staune über die Vielfalt der Schöpfung / und kann es kaum glauben, / dass ich Teil des Ganzen bin. / Und dir wichtig, Gott. // Ach Gott, es ist dieser Tage nicht wirklich heller geworden, / aber ich bin vielleicht etwas empfindsamer und empfänglicher / für das Licht in dunkler Nacht. / Ich sauge es auf, / sauge es ein, / jeden Lichtmoment, / jeden Hoffnungsfunken, / jede gute Nachricht. // Und je mehr ich es aufsauge, / desto heller wird es in mir - / dank dir.
Carolin Springer, Leer
7. November 2025 Deine Gebote, Herr, hören wir. / Dein Gesetz, Gott, haben wir im Ohr. / Gib deinen Geist, dass wir es uns auch zu Herzen nehmen. / Dass wir daran froh werden / und freundlich gegen jedermann, / dass es uns leicht wird, zu tun, was dir gefällt. // Wenn es aber komplizierter wird, / als dein Gesetz es weiß, / dann erhelle uns den rechten Weg durch dein Wort. / Und vergib uns, / wenn wir meinen, es besser wissen zu wollen als du. / Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
6. November 2025

Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt. // Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. // Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? // Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? // Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! // Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. // Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. // Amen.


Jochen Denker
5. November 2025 Hallo Gott – unsere Vorfahren haben uns beigebracht, dich als Vater anzurufen. / Sorgst du dich auch um deine Kinder und Enkel? / Wie kann ich daran glauben? / Warum hast du ihr Leben und Überleben ausgerechnet uns überlassen? Uns, die wir so viele hungern und verhungern lassen. / Uns, die wir kein Mittel finden gegen Missbrauch und Ausbeutung. / Uns, die wir mit unserer Politik danebenliegen. / Das war keine gute Idee von dir. Sorry... Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
4. November 2025 Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. // Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt? // Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln?
Georg Rieger, Nürnberg
3. November 2025

Großer, liebevoller Gott, / Danke für deine Liebe, / die uns umgibt wie die Luft zum Atmen. / Danke für alles Gute, / das du uns und deiner ganzen Schöpfung schenkst, / ohne zu fragen, / ob wir es verdient hätten – / seit langer Zeit / und immer, immer wieder –. // Gütiger Gott – / wir hören deinen Auftrag, / dich zu lieben, wie du uns liebst, / und unsere Brüder und Schwestern genauso. / Und wir bekennen, / dass es uns oft nicht gelingt. / Vergib uns, / wo wir diese Liebe schuldig bleiben – / sei es aus Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit, / oder weil uns Angst, Konflikte und Feindschaft im Weg stehen. // Gott, wir bitten dich: / gib uns den Mut, / für all die Brüder und Schwestern / liebevoll da zu sein, / die uns in der Nähe und Ferne / als Geschwister brauchen: / dass wir ihre Bedürfnisse und ihre Not sehen / und das tun, was wir tun können. Und dass wir überwinden können, / was trennt und verletzt. // Wir vertrauen darauf, dass deine Liebe uns dabei hilft. / Amen


Friederike Ursprung
2. November 2025 Ewiger Gott, / aus deiner Hand empfangen wir / die Zeit unseres Lebens. / Anfang und Ende liegen bei dir. / Aber wir möchten / selber über alles verfügen. / Wir reiben uns wund / an den Grenzen unserer Kraft / und unseres Daseins. // Gott, lehre uns, / unser Maß zu finden. / Steh uns bei, / wenn wir loslassen müssen / von unserer Jugend, / von unsrer Gesundheit, / von unserem Glück. // Gott, gib / auch unserem begrenzten Leben / einen dauerhaften Sinn / und birg uns am Ende / in deinem Erbarmen. / bei dir. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick Ewiger, dein sind die Orte und die Zeiten.// Ich bin umgezogen. Die viel zu vielen Dinge aussortiert, gepackt, gefahren. Und am neuen Ort wieder aufgestellt. In freundlicher Umgebung, hellen und warmen Räumen. Sie erinnern mich, was ich am alten Ort erlebt, empfangen, getan und doch auch nicht getan habe.// Ein neuer Lebensabschnitt fängt an. Wie wird es werden am neuen Ort? Sprich du weiter zu mir durch dein Wort, deine Freundlichkeiten, die Gaben und Möglichkeiten, die du mir in die Hände gibst. Und bring mich zur richtigen Zeit an die Orte und zu dem Tun, bei denen du mich haben willst.// Denn dein sind die Orte und die Zeiten.// Durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser, Marburg
31. Oktober 2025

Gott, unsere Zuversicht und Stärke, / wir danken dir für die Freiheit, / die du uns schenkst. / Nichts soll uns gefangen nehmen, / nichts soll uns ängstigen. // Lass uns doch so leben, / als hätten wir das wirklich verstanden. / Dass wir mutig werden / in den großen Herausforderungen / und zuversichtlich in den kleinen. // Wir sind deine Menschen, Gott, / wir leben in der Freiheit der Kinder Gottes. / Deine Freiheit soll zu allen Menschen kommen, / zu den Unruhigen und Ängstlichen und Verzagten / und auch zu den Gewalttätigen und den Unterdrückern. //

Gott, du Hilfe in großen Nöten, / wir bitten dich für die Menschen überall auf der Welt, / die leben müssen in Unfreiheit und Zwang, / die unter Krieg und Gewalt leiden, / die auf der Flucht sind. / Gott, wir bitten dich für deine Kirche. / Manchmal haben wir Angst, / dass es gar nicht weitergeht mit ihr. / Die Reformation ist schon so lange her, / und es sieht aus, als könnten wir wieder eine gebrauchen. //

Wir sind die Menschen, die tun können, / was Martin Luther getan hat. / Lass uns die gute Botschaft von deiner Liebe und unserer Freiheit weitersagen. / Lass andere Menschen sehen, / dass es in der Kirche anders zugeht, / dass jeder und jede hier einen Platz hat, / egal, was er oder sie kann. / Hilf uns, glaubwürdig zu leben / und keine Angst zu haben vor dem, was andere über uns sagen. / Amen


Kathrin Oxen, Berlin
30. Oktober 2025 Gott / Ich habe immer gemacht / Fast pausenlos / Ich wollte immer alles richtig machen / Mich im Spiegel sehen und gern sehen. // Nun erkenne ich, /Dass der Anspruch falsch war. / Die Wirklichkeit will, dass wir sie wagen. / Wie es herauskommt, wird sich zeigen. // Leben wird geboren / Weder richtig noch falsch. / Du bist das Leben / Dir sei Dank. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
29. Oktober 2025 Allmächtiger Gott! / Frische Kraft / neue Impulse / wie das wachsende Licht / eines aufgehenden Morgens / suchen auch wir / in unserem Leben / und für unser Leben. // Reformation, / sprudelnde Erneuerung unseres Glaubens, / Hoffens und Liebens / Das Altvertraute soll neu aufleuchten können, / wo es uns tröstet. / Das Gewohnte soll in neue Bahnen fließen können, / wo wir matt und müßig geworden sind. / Das Bequeme soll umgewälzt werden können, / wo es uns am Leben hindert. // Erneuere uns – o Gott – in Herz und Seele, / erwecke neue Kraft in uns / durch dein Wort. / Lass uns dafür nun offen sein und segne unser Hören. / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
28. Oktober 2025 Ich hab mich verlaufen HERR. / überall Wände. / Keine Türe zu erkennen. / Nirgendwo ein Ausweg. // Du bist der gute Hirte, / führ mich zurück auf deine Wege. / Nur auf deinen Wegen / wird dein Segen liegen. // Ich bitte um deinen Segen / für mein Tun und Lassen, / damit Frucht wächst, / von der ich und meine Nächsten leben können. // Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
27. Oktober 2025 Gott / Wir bitten dich, / dass wir kritisch bleiben / in aller Versuchung, / dass wir nicht selbstgerecht werden / gegenüber den anderen, / dass wir nicht zynisch werden / in unserer Enttäuschung, / dass wir ohne Selbstmitleid leben / auf dieser wunderbaren Erde / in der Hoffnung auf dein Reich, / das kommen wird. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
26. Oktober 2025 Gott, / was andere Generationen sagen / im Vertrauen auf dich, / das können wir nicht einfach wiederholen. / Was wir erleben, / lässt uns oft zweifeln / an deinem Lenken und deinem Leiten, / Wir sehen so viel Gewalt und Willkür, / dass uns dein Retten verborgen bleibt. / Und in der Härte unseres Alltags / vermissen wir oft jegliches Erbarmen. // Gott, wie sollen wir die Widersprüche / zwischen den alten Sätzen des Glaubens / und unsrer Erfahrung so verbinden, / dass wir nicht irre werden an dir? / Wie sollen wir lernen, / auf dich zu hoffen, / wenn alles so hoffnungslos erscheint? // Gott, du selber musst uns helfen, / dass wir in der Verworrenheit / unseres Lebens / das Licht deiner Güte / durchscheinen sehen. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, //

wir werden pausenlos in Beschlag genommen von Nachrichten und Reportagen. / Sie beanspruchen uns. / Sie gehen uns nach. / Sie beunruhigen uns. / Sie machen uns Angst. / Wir kommen uns vor wie Rädchen in einem riesigen Apparat, / der irgendwohin steuert. / Und wir spüren, wie schwach wir sind. //

Jetzt aber nehmen wir uns Zeit für Dich. / Und schon das empfinden wir als Freiheit. / Schon das gibt uns Hoffnung. / Wir brauchen diese Zeit für Dich. / Wir brauchen sie nicht, / um Dir zu sagen, / was Du schon weißt. / Wir brauchen sie nicht, / um Dir unsere Meinungen, Ideale und Empörungen mitzuteilen. / Wir brauchen diese Zeit für uns selbst. / Um zur Ruhe zu finden vor Dir. / Um auf Dich zu hören. / Um an das zu denken, / wofür wir Dir danken. / Und das ist viel. / Um an die zu denken, / von deren Not wir wissen. / Und die sind viele. //

Warum nur sind wir so eingespannt ins Getriebe dieser Welt? / Warum nur haben die Nachrichten, / die uns erreichen, / ein so großes Echo in unserer Seele? / Warum nur vertrauen wir so wenig auf Deine gute Nachricht? / Gewiss: der kriegslüsterne Putin und der selbstverliebte Trump / können Schlimmes anrichten / und haben es ja auch schon getan. / Aber du kannst noch in dieser Nacht / ihre Seele von ihnen fordern. / Je mehr sie sich wie kleine Götter aufführen, / desto mehr rennen sie in ihr Verderben. //

Warum wissen wir das nicht in unserem Herzen? / Warum lässt uns das nicht gelassen sein? / Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? / Fallen wir wegen der Mächte dieser Welt aus Deiner Hand? / Kann das, was sich auf Erden zum Bösen entwickelt, / unsere ewige Zukunft bestreiten? / Sind wir nicht teuer erkauft? //

In der Nacht zum Sonntag wird erneut die Zeit umgestellt. / Wir erhalten eine Stunde mehr. / Im nächsten Frühjahr wird uns die dann wieder abgezogen. / So werden wir gleich zweimal durcheinandergebracht. / Obwohl das niemand will, / kann sich das noch oft wiederholen. //

Du, Herr, hast auch die Zeit umgestellt. / Ein für alle Mal. / Da muss sich nichts wiederholen / und wird es auch nicht. / Als die Zeit erfüllt war, / bist Du zu uns gekommen / und umfasst nun unser Leben / mit dem Schrei vom Kreuz / und dem Licht des Ostermorgens. / Dafür sind wir Dir von Herzen dankbar. / Und wir fragen uns, / warum wir dennoch so oft furchtsam sind und kleingläubig. / Warum nur? //

Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
24. Oktober 2025

Gott, immer wieder sendest du uns aus, / im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken. / Wir danken dir, / dass wir dabei auf dich vertrauen dürfen, / wie Schafe ihren guten Hirten. / Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - / und hilf uns, zu erkennen, / welche Aufträge du uns anvertraust. // Klug wie die Schlangen sollen wir sein. / Und wir bekennen: / Manchmal halten wir uns selbst für klüger, / als wir sind. / Hilf uns zu erkennen, / was klug ist und was nicht - / und hilf uns, / Möglichkeiten zu erkennen / und kluge Entscheidungen zu treffen. // Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: / anderen und vor allem uns selbst gegenüber. / Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, / dass nicht giftig wirkt, / was wir sagen und tun - / also, dass wir in deinem Geist / und bei deinem Auftrag bleiben. / Amen


Friederike Ursprung
23. Oktober 2025 Gott des Himmels und der Erde, / öffne den Himmel, öffne dich, öffne uns und verbinde uns mit dir. / Lass uns erkennen, wie wir von dir erkannt werden. / Hilf uns, uns so anzunehmen, wie wir sind, / mit all unseren Schwächen und Unzulänglichkeiten. / Lass uns mit deiner Hilfe leben, / aus unseren Fehlern lernen, / Versöhnung wagen / und immer wieder neu beginnen. / Amen
Meike Waechter, Berlin
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