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Wochenrückblick

Ach Gott, / was ist es mir nach Jammern zu Mute / angesichts all der Dunkelheit in der Welt. / Jetzt im November kriecht das Elendsgefühl / besonders erbarmungslos in mich hinein. / Mein Herz ist schwer. // Doch vorgestern, da habe ich meinen Blick gehoben / und im Dunkel der Nacht den Mond bestaunt.  / So gross und rund hing er / geradezu trotzig / im dunklen Nachthimmel. / Umgeben von unendlich vielen Sternen. / Und ich staunte. // Ich staune noch heute darüber. / Staune über die Vielfalt der Sterne, / über das Licht in dunkler Nacht. / Ich staune über die Vielfalt der Schöpfung / und kann es kaum glauben, / dass ich Teil des Ganzen bin. / Und dir wichtig, Gott. // Ach Gott, es ist dieser Tage nicht wirklich heller geworden, / aber ich bin vielleicht etwas empfindsamer und empfänglicher / für das Licht in dunkler Nacht. / Ich sauge es auf, / sauge es ein, / jeden Lichtmoment, / jeden Hoffnungsfunken, / jede gute Nachricht. // Und je mehr ich es aufsauge, / desto heller wird es in mir - / dank dir.


Carolin Springer, Leer