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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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7. September 2025 Gott, / wie schön hast du unsere Welt gemacht / mit wieviel Liebe alles gestaltet! / Überall können wir / die Wunder deiner Schöpfung entdecken. / Im unermesslichen Weltall / genau wie im kleinsten Mikrokosmos / finden wir eine geheimnisvolle Ordnung, / die von deiner Weisheit zeugt. // Aber oft leben wir völlig gedankenlos / und übersehen die Schönheit, / die uns umgibt / und in uns wohnt. // Oft halten Sorgen und Missgunst / unseren Blick gefangen / und wir starren auf alles, / was nicht so ist, / wie wir es gern hätten. // Und wenn wir erfahren, / was Menschen und Tieren / und was der Erde / Böses getan wird, / überwiegen Empörung und Trauer / alle anderen Empfindungen. / Mit allem, was uns gerade beschäftigt, / mit unseren Problemen, mit unserer Wut / aber auch mit unserer Freude und unserer Hoffnung / kommen wir vor dich und bitten dich: // Lass uns immer wieder / deine schöpferische Kraft erleben, / die alles verändert / und alles bewahrt / in der Weite deiner Liebe. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Gott, ich bin ratlos über die Dummheit der Menschen, die ganz offensichtlich ihr eigenes Unglück wählen. Die Stimmen werden immer lauter, die Beschränkungen von Freiheit fordern, Armut vergrößern und die Zerstörung der Umwelt bewusst in Kauf nehmen. Und die Zustimmung wächst. Gegen jede Vernunft. Selbstzerstörerisch.
Dietrich Bonhoeffer nannte die Dummheit die größere Gefahr als die Bosheit. Und aus seiner Erfahrung des Dritten Reichs war das gut beobachtet. Aber mir kommt es arrogant vor, so zu denken.
Es muss doch einen Ausweg aus diesem Dilemma geben! Kannst du uns den zeigen, gnädiger Gott?! Wir müssen wieder zusammenkommen und zur Vernunft; Entscheidungen treffen zum Wohl der Menschen und der Welt.
Hilf uns die Eskalation vermeiden, auf die alles hinausläuft. Mach uns mutig, aber nicht überheblich! Schenke uns deinen Frieden und die Liebe zu dir, zu uns und zu den anderen.


Georg Rieger, Nürnberg
5. September 2025

Unbegreiflicher, unerforschlicher Gott, / wir wissen nicht, wohin uns die Worte tragen, / wenn sie dich suchen: / Du, Gott Vater, Grund von allem, / was ist und was lebt, / du, Gott Sohn, Hoffnung der Welt, / du, Gott Heiliger Geist, / Trost derer,die auf dich warten, / lass unser Gebet zu dir gelangen. //

Wir bringen vor dich unsere brüchige Welt, / die Opfer von Krieg und Gewalt, / die Ofer der Ungerechtigkeit, / die Opfer der zerstörten Schöpfung. //

Wir fragen nach unserer Verantwortung und nach dir: / Wer hat des Herrn Sinn erkannt? / Wir werden still vor dir: / Wir bringen vor dich uns zerbrechliche Menschen, / Dein Sohn, Jesus, ist unser Bruder geworden, / der Bruder der Armen, der Leidenden, / der Traurigen und der Ohnmächtigen. / Wir fragen, wie wir ihm in unserem Leben entsprechen, / nach der Wahrheit unseres Lebens und nach dir: / Wer hat des Herrn Sinn erkannt? //

Wir werden still vor dir: / Wir fragen, wo dein Geist unter uns wirkt, / wie er uns zusammenbringt und versöhnt. / wem wir die Verantwortung überlassen, / wo wir Verantwortung übernehmen. / Wir fragen nach dem Geist, / der uns treibt und nach dir: / Wer hat des Herrn Sinn erkannt? //

Wir werden still vor dir: / Unbegreiflicher, unerforschlicher Gott, / Grund von allem, was ist, Hoffnung der Welt, / du, Trost derer, die auf dich warten, / höre unser Gebet. / Du allein bist unsere Wahrheit, / unsere Kraft und unser Erkennen. / Dir sei Ehre in Ewigkeit. / Amen


Kathrin Oxen, Berlin
4. September 2025

Herr, / über den Himmeln thronst Du hoch / und siehest doch die Tiefgebeugten. / Deine Größe hindert Dich nicht, / das Kleine wahrzunehmen / zu schätzen / zu achten / und groß zu machen. // Ehrfürchtig stehen wir vor Dir, / weil wir eine Ahnung davon haben, / dass Dein Weg zu uns / allein Gnade ist / und nicht unser Verdienst. / Dass Du Dich mit uns einlässt / hat mit Deiner Sehnsucht / und mit Deiner Liebe zu uns Menschen zu tun. / Es war Deine Entscheidung zu uns zu kommen. / Es ist Dein Wille, dass wir Leben haben. // Dein heiliger Name, / ist der Grund unserer Hoffnung. / „Ich bin mit Dir“ rufst Du uns zu / und wir hören Dein machtvolles Wort / mitten hinein in unsere Angst, / in unsere Schuld, / in unsere Unsicherheiten. // Sende Deinen Geist, / der uns Dein Wort groß macht, / der ihm Gewicht gibt, / damit es uns befreit / von allem, was uns hindert, / Deinem Sohn Jesus Christus / ins Leben zu folgen. / Amen


Jochen Denker
3. September 2025

Allmächtiger Gott! / Dieweil wir in dieser Welt / solchergestalt unsere Pilgerschaft haben müssen... // ... dass wir täglich der Lehre und Leitung deines Geistes bedürfen, //

so bitten wir dich, / du wollest uns verleihen, / dass wir uns in rechter Bescheidenheit v/ on deinem Worte und deinem verborgenen Antrieb / abhängig halten, / auf dass wir ja nicht zuviel / für uns selbst in Anspruch nehmen, / sondern uns unserer Unwissenheit und Blindheit, / ja, unserer Stumpfheit / bewusst bleiben / und darum allezeit / zu dir unsere Zuflucht nehmen, //

auch nicht von des Satans / und der gottlosen Menschen List / uns hierhin und dorthin reißen lassen, / sondern also in deiner Wahrheit befestigt bleiben, / dass wir nimmermehr von ihr weichen, / bis du uns durch den ganzen Lauf / unserer Berufung hindurchleitest / und wir solchergestalt / zu der Herrlichkeit deines Reiches gelangen, / die uns erworben ist / durch das Blut deines eingeborenen Sohnes. / Amen


Johannes Calvin
2. September 2025 Ohne dich / Wäre ich nicht die ich bin / Gott / Du hast mich geformt / Durch dich bin ich geworden / Ohne dich hätte mich ein Zufall gemacht / Mutter Natur / Der Trieb zu leben / Als ich aus der Mutter kam / Warst du bei mir und ganz nah / Mensch da bist du ja / Endlich bist du da // Seither formt mich Liebe / Wer will mich verformen / Weder Hohes noch Tiefes / Engel noch Gewalten / Weil du Gott bist / Gehöre ich zu dir / Und bin die ich bin / Dank dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
1. September 2025 Du strenger und gütiger Gott // jedem und jeder von uns traust du zu, nach deinem Willen zu handeln / Aber es gelingt uns nicht / weil wir in unserem Wissen beschränkt sind / weil wir zu sehr an unseren eigenen Wünschen hängen / weil uns so viele Verpflichtungen gleichzeitig beanspruchen / weil wir zu bequem geworden sind / weil, ach weil wir keine Helden und Heldinnen des Glaubens sind // Wir bitten dich / die Jungen – um Phantasie und Tatkraft, dass du an ein gutes Ende bringst, was wir anfangen / die Alten – um Gelassenheit und Vertrauen, dass du zurechtrückst, was wir versäumt haben // Gönne uns immer wieder deine Nähe // Wir brauchen dich, um dieses Leben zu bestehen. Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
31. August 2025 Gott, / wir alle leben von deiner Vergebung / und von deiner Großherzigkeit. / Aber wie kleinlich rechnen wir anderen oft auf, / was sie alles falsch gemacht haben! / Und wie lange tragen wir ihnen ihre Schuld nach / und sind nicht bereit, / ihnen eine neue Chance zu geben. // Unsere Urteile sind oft so grausam, / und unser Verhalten so unversöhnlich! / Gott, ändere uns / um deiner großen Barmherzigkeit willen! / Nimm uns die Angst, / durch Nachsicht und Entgegenkommen / unser Gesicht zu verlieren, / und lass uns mehr / als unsere Prinzipien / das Glück der Versöhnung schätzen lernen. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / Toleranz, / so lernen wir es in der Schule und in der Gemeinde, / sei ein hohes Gut. / Ohne Toleranz könne das Zusammenleben der Menschen nicht gelingen - / nicht im Kleinen und nicht im Großen. / Und doch lesen und hören wir fast jeden Tag, / jetzt sei es genug mit der Toleranz. / Statt bunter Farben nur noch schwarz-weiß oder schwarz-rot-gold. //

Dabei wissen wir, / dass Du uns alle geschaffen hast, / so wie wir sind, / und mit allem, / was uns prägt und was wir daraus machen. / Nicht nur die Farben unseres Körpers gehören zur Vielfalt Deiner Schöpfung, / auch die Erfahrungen, / die wir machen, / tragen zur Vielfalt unserer Welt bei. / Es gibt Ängste und Hoffnungen, / Träume und Visionen, / fast so viele wie wir Menschen sind. / Nicht alles dient Deiner Ehre, / aber in allem steckt die Sehnsucht nach Anerkennung und Geborgenheit. //

Barmherziger Gott, / Toleranz, so lernen wir, / ist mehr als herablassende Duldung. / Denn die Vielfalt Deiner Schöpfung befreit uns von der Blindheit, / die nur einen Weg für alle sieht. / Die Vielfalt Deiner Schöpfung lehrt uns Anerkennung und Annahme des Anderen. / Darum befreie uns von dem Denken in schwarz-weiß. / Schenke uns den Geist der Neugier und Solidarität. / Nimm uns die Angst, / etwas zu verlieren, wenn wir die selbst gezogenen Grenzen hinterfragen. / Lass uns aufeinander zugehen in Respekt und Freiheit, / lass uns arbeiten an der Versöhnung, / damit die Früchte Deines Reiches wachsen können in Vielfalt und im Übermaß. / Amen.


Achim Detmers
29. August 2025

Gott – du bist streng / Gott – du bist gütig // Uns ist gesagt, dass du / jedem und jeder von uns zutraust, / nach deinem Willen zu handeln. / Aber es gelingt uns nicht, // weil wir eingebunden sind in geopolitische Entwicklungen, / die wir nicht beeinflussen können, / weil wir in unserem Wissen beschränkt sind, / weil uns so viele Verpflichtungen gleichzeitig beanspruchen, / weil wir keine Helden und Heldinnen des Glaubens sind. //

Wir bitten dich: / die Jungen – / um Phantasie und Tatkraft, / dass du an ein gutes Ende bringst, / was wir anfangen / die Alten – / um Gelassenheit und Vertrauen, / dass du zurechtrückst, / was wir versäumen. // Gönne uns immer wieder / deine inspirierende Nähe. / Wir brauchen dich, / um dieses Leben in Jesu Sinn zu bestehen. // AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
28. August 2025

Gott, du Sorgender, / du überlässt uns nicht uns selbst, / sondern gibst uns jeden Tag / das Gefühl gebraucht zu sein. / Weil das so ist, / müssen wir uns nichts selbst beweisen. / Und auch nicht den Anderen. / Wir bitten dich, / dass du unseren Ehrgeiz dahin lenkst, / dass wir aus Dankbarkeit handeln / und nicht, / um uns das Himmelreich zu verdienen. / Amen


Georg Rieger, Nürnberg
27. August 2025

Guter Gott, / alles, was du tust, / ist Lieben, ist Schenken, ist: / deine Hände auftun / und uns mit Gutem versorgen. / Alles, was wir zu tun haben, / ist Annehmen, Danken und Teilen. // Wir sind ganz und gar in deiner Hand, / das erkennen und bekennen wir. //

Wir falten unsere Hände zum Gebet / und preisen deine Güte. / Wir greifen nach deiner ausgestreckten Hand / und lassen uns von dir leiten. / Wir reichen einander die Hände zur Versöhnung; / denn du bist unser Friede, / du bist unser Vater / und wir deine Kinder, Menschengeschwister. //

Wir erheben die Hände zum Schwur / und versprechen, / uns nicht länger an der Schöpfung zu vergreifen. / Wir öffnen unsere Hände / und geben weiter von dem, / was wir empfangen haben, / an jene, / die ebenso bedürftig sind wie wir / und ohne unsere Solidarität nicht leben können. //

Halte deine Hand über uns: / - Über deine Kirche: / Dass sie nicht mut- und kraftlos werde, / sondern entschlossen und beherzt / das Kommen deines Reiches bezeugt. // - Über unsere Stadt und unser Land: / Dass Verständnis und Frieden wachse / und Spaltung und
Has überwunden werde. // - Über unseren Kontinent und den gesamten Globus: Dass wir sorgsam / mit den endlichen Ressourcen / umzugehen lernen / und alle Menschen / sich wechselseitig als deine Ebenbilder betrachten. //

Stärke unsere Hände, / zu tun, was in unseren Kräften steht, / um deinen Willen auf Erden / in die Tat umzusetzen. / Wir rufen dich gemeinsam an mit den Worten, / die uns Jesus Christus, dein Sohn, unser Herr, / unser Bruder, gelehrt hat: //

Unser Vater ...


Stephan Schaar
26. August 2025

Lord, listen to the babies crying! / They were ripped from their mother’s arms, / pulled off their father’s laps / and locked up with strangers - / as a warning, as a weapon of war. // Lord, listen to those babies. / Jesus showed us your heart for children. / He told us that if any of us put a stumbling block / before one of these little ones, / we might as well have a great millstone / fastened around our necks / and be drowned in the depths of the sea. / That’s what he said. // Lord, listen! / Yes, I’m listening, too. / I won’t shut my ears. // There are babies in my life, / babies at the borders of Europe. / Lord…


Catherine MacMillan
25. August 2025 Es gibt einen Raum  / In der Liebe / Dort wohnst du / Gott / Er ist ortlos / Zeitlos / Ewig // Wir betreten ihn / Und nehmen unseren Platz / 
Bei dir / Im Gebet // Das ist der Himmel / So stelle ich mir ihn vor / Ein freier Raum / Wo alles seinen Platz findet. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
24. August 2025

Lebensmächtiger und barmherziger Gott, / du hast dich mit dem jüdischen Volk auf ewig verbündet, / begleitest es durch alle Zeiten, / lehrst es Gerechtigkeit und Güte, / bist sein Trost in Verfolgung und Schmerz, / und Quelle von Hoffnung auf Erlösung. //

Wir danken dir, / dass du uns die Augen öffnest / für deine Treue zu Israel / und für das Viele, das uns verbindet. / Wir lernen aus der jüdischen Weisheit, / und haben begonnen, Jesus, den Juden, / neu zu verstehen. / Nach jahrhundertelanger Feindschaft / erkennen wir uns endlich als Geschwister / im Glauben und Hoffen. //

Auch deshalb lässt uns nicht kalt, / was jüdischen Menschen widerfährt: / wenn sie in unserem Land angegriffen werden, / mit giftigen Worten und mit körperlichen Attacken, / wenn ihre Friedhöfe geschändet werden, / und ihre  Synagogen Polizeischutz brauchen. //

Wir nehmen Anteil an dem, was in Israel geschieht, / dem kleinen Land mit so vielen Feinden, / und können nur ahnen, / was das Massaker des 7. Oktobers ausgelöst hat, / dort und in der weltweiten jüdischen Gemeinschaft: / wieviel Trauer um die Toten, / wieviel alte Angst vor Vernichtung, wieviel Wut, / und wieviel unerträgliches Bangen / um das Leben der Geiseln. //

Die harte Antwort Israels / hat nun so viel Leid in Gaza geschaffen, / so viel Zerstörung, soviel Verzweiflung, / soviel neuen Hass. //

Unser Herz schlägt für die zahlreichen Israelis, / die Woche für Woche auf die Straße gehen / für die Befreiung der Geiseln, / und für das Ende dieses Krieges, / der auch Israel mit in den Abgrund reißt. / Schaff diesen Menschen Gehör bei den Mächtigen / und erhalte ihnen die Widerstandskraft. //

Erbarme dich der Familien in Gaza, / die so viel verloren haben, / die keine sichere Bleibe mehr haben, / die ihre Kinder nicht schützen können / und ihr Leben riskieren, / wenn sie um Nahrung anstehen. / Ihr Schmerz schreit doch zu dir in den Himmel / und fordert Hilfe, auch von uns. //

Gott, gebiete du all denen Einhalt, / die immer weiter zu Hass aufrufen / und Gewalt ausüben, / sei es gegen Menschen in Israel, / oder gegen Menschen in Gaza / und im Westjordanland. / Schaff in ihnen ein mitfühlendes Herz / und gib ihnen einen neuen, friedlichen Geist. //

Stärke die Tapferen auf beiden Seiten, / die sich immer noch weigern, / Feinde zu sein, / und die nicht aufhören, / an Versöhnung zu glauben. / Breite deinen Frieden aus, / wie du versprochen hast, / über Israel und seine Nachbarn / und über alle Völker unserer zerrissenen Welt. // Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / Gipfeltreffen und Krisendiplomatie standen in der zurückliegenden Woche auf dem Spielplan. / An der Choreografie wurde intensiv gearbeitet. / Schöne Bilder sollten in die Welt hinausgehen: / Kampfjets, rote Teppiche, Handshakes, Outfits und ein Brief der First Lady. / Und mittendrin der selbstermächtigte König mit den überhängenden Krawatten. //

Hast Du auch zugeschaut, Gott, wie König Goldfinger Lord Voldemort die Aufwartung machte? Wie er seine Seele an den Kriegsverbrecher und Massenmörder verkaufte für nichts? / Die verstörenden Bilder aus Alaska haben sich ins Gedächtnis eingebrannt / so wie die Bomben, die Tag für Tag in der Ukraine einschlagen. //

Und, Gott, hast Du auch gesehen, wie die europäische Notdelegation zu König Goldfinger reiste, / damit der kleine Mann in ihrer Mitte nicht erneut im golddrappierten Darkroom der Hauptstadtjournaille zum Fraß vorgeworfen wird? / Hast Du gesehen, / wie sie versuchten, König Goldfinger mit Ehrerbietung und Lobhudelei zu besänftigen? //

In was für Zeiten lässt Du uns da leben, Gott? / Das sind Szenen wie gemacht dafür, / später in den Geschichtsbüchern auf die nachfolgenden Katastrophen zu verweisen. / Ist der Wahnsinn nicht schon genug? / Warum, Gott, warum setzt Du dem kein Ende? / Warum gibst Du denen Recht, / die bei sich denken: / »›Auch das hat Gott bereits vergessen! / Er hat ja sein Gesicht bedeckt, / die ganze Zeit schon nichts gesehen!‹ Steh auf, Herr! Greif ein, Gott! / Vergiss die Elenden nicht! (Ps 10,11f).  Amen.


Achim Detmers, Hannover
22. August 2025 Jesus – du ganz Anderer // Sorgt euch nicht, sagst du. Wir aber sind voller Zukunftsangst. / Liebt eure Feinde, sagst du. Wir aber wissen nicht, wie wir mit den Unvernünftigen und Gewalttätigen umgehen können. / Übt Verzicht, sagst du. Wir aber hängen an unserem Besitz. / Strebt nach Gerechtigkeit, sagst du. Wir aber sehen auf unseren Vorteil. / Fürchtet euch nicht, sagst du. Wir aber haben Angst. / Folgt mir nach, sagst du. Wir aber haben deine Spuren verloren. / Bleibt in mir, sagst du. // Jesus – du ganz Anderer // Wir möchten so gerne ein wenig anders werden. Mit Gottes Hilfe. Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
21. August 2025 Du Ewige/r forderst es heraus: / Ich denke an dich, / und daran dir zu gefallen. / In der Weise wie du mir gefällst, / unerreichbar und annäherungswürdig / wie nichts Anderes. // Am Morgen und am Abend, / beim Blick in die Weite des Landes, / wenn ich die Berge in der Ferne betrachte / und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, / wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, / die weint um ihren Sohn / und um alles was in ihrem Leben nicht so wurde, / wie sie es gehofft hatte. // Komm bitte, / halte dein Versprechen: / Wisch die Tränen ab, / weck die erkaltete Liebe, / lass die Schönheit der Schöpfung / in allen Farben und Zeiten leuchten / und Gerechtigkeit erfahren. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
20. August 2025

Im Gebet stehen wir vor Dir / Du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs / und durch Jesus Christus auch für uns Vater und Mutter im Himmel. / aber ehrlich gesagt: mir gehen die Worte aus; / was sollen wir noch beten HERR? //

So lange schon der Krieg in und um die Ukraine, / viel zu viel Tote und Verletzte, / zerstörter Lebensraum / und jeden Tag und jede Nacht / Angst vor neuen Bomben und Explosionen. //

So lange schon der Krieg in Israel und Palästina; / unzählige Gebete für die Geiseln / in den Tunneln der Hamas-Faschisten, / für die Palästinenser, / die von ihrer eigenen Regierung geopfert werden. / der Bürgerkrieg im Sudan, die Hungersnot im Jemen... / ...mächtige Männer, die handeln, / als wären sie Götter. //

Wie lange willst du noch schweigen HERR? / wie lange noch? //

Ach wenn es doch mehr Menschen gäbe, / von denen man hört, das du mit ihnen bist, / denen man sich gerne anschließen möchte. *) / weil das so eine Art Keimzelle ist für ein zeichenhaftes Leben, / weil dort Ströme lebendigen Wassers fließen und Brot des Lebens zu finden ist. //

Menschen bei denen man Trost findet, wenn einem das Leben schwer wird. / Kraftorte, an denen man zur Ruhe kommt / und sich sammeln kann. / Lebensraum, den Du regierst. // Dass deine Kirche wieder zu etwas wird, / dem man sich gerne anschließt, / weil dort deine heilsame Nähe erfahren werden kann, / daran wollen wir gerne mitarbeiten. //

All das Leid und den Krieg in dieser Welt, / können wir nicht verhindern, / das kannst alleine Du – / und daran werden wir dich immer wieder erinnern. / Aber wenn Du mit uns bist / – und darum bitten wir dich – / werden wir zu einer Gemeinde, der man sich gerne anschließt. //

Dein Wille geschehe HERR! Dein Wille geschehe! / Amen


Gerhard von der Heyden
19. August 2025

Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern? // Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert. // Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es. / Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / Amen. 


Selma Dorn, Leer
18. August 2025 Gott – du hast deine Welt uns Menschen anvertraut. / Unsere Vorfahren im Glauben erzählen davon und machen uns Mut. // Wir müssen keine Heiligen sein. Du kannst uns brauchen / mit all unseren Eigenheiten und Schwächen. // Manchmal schämen wir uns / Manchmal sind wir träge / Manchmal versagen wir / Manchmal sind wir ungeduldig / Wir stolpern auf dem Weg der Gerechtigkeit. // Bitte lass uns nicht allein. Sei du mit uns und schick uns Begleiterinnen und Begleiter. / Wir wollen gemeinsam an der Hoffnung festhalten, dass Gewalt und Betrug und Selbstsucht nicht siegen werden. // Hol uns aus der Tiefe zum Leben / Weise uns neue Wege zum Handeln / Und wenn wir aufgeben und umkehren wollen: Trockne unsere Tränen! // Vertreibe unsere Angst! / AMEN
Gudrun Kuhn
17. August 2025 Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Aber oft bilden wir uns ein / wir müssten alles alleine schaffen, / und alles selbst in den Griff bekommen. / Wir stehen manchmal so stark unter Druck, / dass wir zu zerbrechen drohen, / und wenn wir zur Ruhe kommen, / fühlen wir uns ausgebrannt und leer. // Auf die Frage: »Wofür das alles?«, / wissen wir oft keine Antwort, / sondern fallen in ein tiefes Loch. // Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. / Es ist umsonst, / wenn wir nicht unsere Grenzen erkennen / und auf deinen Segen trauen. / Gott mach du uns des Sinns unseres Lebens gewiss. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Ach, Gott, // es ist zu heiss. / Die Erde glüht / und auch so viele Gemüter sind überhitzt. / Es wird gestritten und verletzt. / Sogar Menschenleben / werden in Kauf genommen. / Warum? / Weil Macht, Geld und Ego scheinbar wichtiger sind?! //

Ach, Gott, // ich sehne mich so nach deinem Geist, / deinem Windhauch. // Wir brauchen ihn / an so vielen Orten / und in so vielen Herzen. / Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort des Friedens / in die Ohren der Politiker haucht, / die dieser Tage wieder / über Menschenleben entscheiden. //

Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort der Hoffnung und des Trostes / in die Ohren der Verzweifelten haucht. // Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort der Verantwortung und Liebe / in unser aller Ohren haucht. / Und weiter weht mit aller Kraft, / unser Innerstes durcheinanderwirbelt / und uns mitten ins Herz trifft. //

Ja, / vielleicht brauchen wir / längst mehr als einen Hauch. / Also lass deinen Geist kräftig stürmen. // Amen


Carolin Springer
15. August 2025 Wir verstehen vieles nicht / Gott / Wir verstehen uns selber nicht / Reaktionen unserer Kinder verstehen wir nicht / Wir verstehen unsere Mitmenschen nicht / Wir missverstehen dich // Wir machen aus dir so etwas wie Künstliche Intelligenz / Die das regeln soll was wir nicht verstehen // Du bist aber nicht künstlich / Du bist keine Erfindung die das Leben erleichtern soll / Du bist des Lebens Kern / Du bist der Liebe Kern / Du wärmst uns und stärkst uns für Taten / In welchen du dich erkennst / So erkennen wir uns selbst / Und erfahren / Dass du bist / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. August 2025 Nicht nur du, Gott, kommst auf uns zu, / sondern auch so vieles Andere im Leben. / Wie können wir das richtig einordnen? / Was fördert uns und was fordert uns? / Was tut uns gut und was überfordert uns? // Wir wollen uns dem stellen, / was wir an Erwartung spüren, / uns aber auch trösten lassen, / dass wir nicht allen Erwartungen / gerecht werden können. // Hilf uns dabei, / indem du bei uns bist / und mit uns gehst. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
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