13. Dezember 2023
Gewinnen
Die den Krieg gewinnen / Zerren dich Gott+ auf ihre Seite / Sie glauben / Dass du immer auf der Seite der Gewinner seist / Verlieren kannst du nicht / Sonst wärst du doch nicht Gott+ / Das hat seine Logik / Dass du diese Logik durchbrochen hast / Haben sie nicht verstanden / Dass deine Logik Liebe heisst / Und du diese hochhältst / Und keine Panzer für sie einsetzt / Auch keine anderen Heerscharen / Dass du den Verlierer im Arm hältst / Und ihm zuflüsterst: / Du bist mein geliebter Sohn / Meine Freude / Gott+ / Das ist mein Trost im Leben und im Sterben /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
12. Dezember 2022
Darum bitten wir dich: / Sende uns deinen Heiligen Geist, / damit wir das rechte Maß finden / für Ruhe und Aktion, für Reden und Stille / und für die Zeit, die wir brauchen / für uns und für dich. / Dass wir ein wenig mehr Wärme / in unsere kalte Welt bringen / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
11. Dezember 2022
Jesu, leite mich / Stark und festiglich! / Tausend Böses zu verriegeln, / Tausend Gutes zu versiegeln, / Das sei meine Stärk’ / Und mein Tagewerk.
Liederschatz 2425,1
Wochenrückblick
10. Dezember 2022
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / es geht auf Weihnachten zu. / Die Weihnachtsmärkte laden ein. / Die Geschäfte ebenso. / Man feiert. Man trifft sich. Man plant. / Manche schauen die Fußball-WM. / Wenn die deutsche Mannschaft auch aus- / geschieden ist – andere sind wirklich gut. / Darf das alles nicht sein? Müsste Protest / sein? Kritik? Warnungen? / Ist das alles eine große Betäubung nur? / Ein Sich-Ablenken von dem, was droht? / Ein Nicht-Hören-Wollen auf die SOS-Rufe / in unserem Land, in der Ukraine, in Syrien? / Kann sein. Vermutlich ist das so. / Aber wer kann vollmächtig mehr verlangen? / Wie scheinheilig wäre das, wenn wir das täten. / Denn wie unbrauchbar sind wir doch für Dein Reich, / das kommt. Und wie wenig gelingt es uns, Deinen / Namen so auszusprechen, dass er Hoffnung schenkt / und Wege zum Guten ebnet. / Aber vielleicht übersehen wir auch etwas: / Die eine Aufgabe, die wichtig ist und die zu schaffen / für uns kein Problem ist. / Die eine Hand, die zu füllen / uns nicht schwerfällt. / Den einen Menschen, der auf uns wartet und / der bereits schon neben uns ist. / Lass uns sehen, was wir übersehen. / Lass uns sehen, was wir können. / Lass uns nicht aufs böse Ende schauen, sondern auf / den Anfang, der möglich ist. / Dazu segne uns. Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
9. Dezember 2022
Wenn es dunkel wird, / sei du, Gott, mein Licht! / Wenn die Kälte mich erstarren lässt, / umhülle mich mit deiner Wärme. / Wenn mir die Zeit verrinnt, / birg mich in deinen Händen! / Wenn die Unruhe mich quält, / lass mich Ruhe finden in deiner Nähe! / Zu dir will ich gehen, mein Gott: / Deine Gegenwart ist mein Leben! / Wir warten auf dich, / besonders in dieser Zeit. / Lass uns dein Licht sehen, / das unseren Weg hell macht. / Lass uns die Menschen sehen, / die im Dunkeln leben. / Schenke uns den Funken Licht, / den wir für uns und andere brauchen, / damit unsere Welt heller und wärmer wird. / Um dies bitten wir dich heute, / so kurz vor der Heiligen Nacht.
RefLit
8. Dezember 2022
Gott, / wir machen alles bereit / für das Fest deines Kommens. / / Wir möchten es schön haben / mit unseren Familien und mit unseren Freunden / und wollen einander Freude machen. / Kein Schatten soll unsere Stimmung verdunkeln, / die innere Leere sich nicht ausbreiten, / sondern leicht soll das Herz sein, / das wünschen wir uns / und deshalb stimmen wir ein in die Bitte: / Gott, tröste uns wieder / und lass uns leuchten dein Angesicht, / so genesen wir. / Herr, wir wünschten, die ganze Welt wäre vorbereitet / / auf das Fest deines Kommens, / Streit und Gewalt nähmen endlich ein Ende, / alle Tränen könnten trocknen, / und die Wunden würden geheilt. / Mit der ganzen Schöpfung / erwarten wir unsere Erlösung. / Gott tröste uns wieder / und lass leuchten dein Angesicht, / so genesen wir.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
7. Dezember 2022
Gott, du kommst. / Aber wie wirst du kommen? Werden wir dich erkennen? / Kommst du so, dass wir es merken? Oder kommst du geräuschlos und unsichtbar? / Wirst du zornig sein? Oder wirst du gnädig sein? / Du wirst kommen – mit Gnade, mit Segen, mit allem Guten. Versteckt dich nicht hinter all dem Guten, mit dem du uns auf der Spur bist. Zeig dich, damit wir wissen, wem wir all das Gute zu verdanken haben, das uns trägt. Zeig dich bald. Wir warten ungeduldig. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
6. Dezember 2022
Staunen
Über die Sterne dort draussen / Die Milchstrassen und die Schwarzen Löcher / / Über die Blutkörperchen da drinnen / Die Lungenbläschen Viren und Hormone / / Und sind doch alle an ihrem Platz und erfüllen ihre Aufgabe für das Leben / Ich aber staune und denke verwundert nach über meinen Platz / Wem diene ich / Welchen Wert trage ich mit mir / Ich Lebewesen aus Sternenstaub Fleisch Blut und Verstand ich Mensch / / Gott loben / Das sei unser Amt / Das sei unser Amt / Staunen /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
5. Dezember 2022
Guter Gott! / Es ist Advent. Radios, Weihnachtsmärkte und Einkaufszentren versuchen mit dem Spielen von Liedern wie „Süßer die Glocken nie klingen“ eine entsprechende Stimmung zu erzeugen. Das will aber irgendwie nicht gelingen in diesem Jahr. Die Umstände machen es uns schwer. Sie sind vielfach eben wenig süß. Eigentlich eher sauer aufstoßend. / Aber - bist du nicht eigentlich genau deswegen gekommen? Darum, weil unser Leben so gar nicht süß ist? / Danke, dass dein Advent so anders ist als der, den wir daraus machen. Danke, dass wir uns bei dir nicht verstellen müssen, sondern so kommen dürfen, wie wir sind. / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
4. Dezember 2022
Seht, die Nacht vergehet. / Geist und Herz erstehet, / Seid der Sonne gleich! / Gottes Güt und Treue / Leuchtet nun aufs Neue / Kräftig, voll und reich. / Was ihr wollt, kann euch erfreuen: / Gnade, Leben und Gedeihen.
Liederschatz 2361,1
Wochenrückblick
3. Dezember 2022
Gott, wir sind in Erwartung, / dass dein Sohn kommt / und dass dein Reich kommt. / Aber bisweilen verlässt uns der Glaube, / dass noch etwas passiert.
So viele Dinge gehen in die falsche Richtung. / Selbstverständlichkeiten werden ignoriert. / Wir Menschen sind gut im Verdrängen. / Es ist zum Verzweifeln.
Aber bin ich selbst bereit, / nicht nur zu reden, / sondern wirklich zu tun?
Gott, lass uns vertrauen, / dass du kommst / mach, dass wir uns trauen, / unsere Posten zu verlassen / und mit dir hinausgehen / und anders leben / und deutlich werden, / aber auch gnädig bleiben. / Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
2. Dezember 2022
Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. / Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. / Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
1. Dezember 2022
Lieber Gott, du ich muss dir was sagen: Mein Vater ist arbeitslos, und wenn du uns hilfst, ist er wieder fröhlich. Christian, Böblingen (2. Kl.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
30. November 2022
Barmherziger Gott, / es ist die Zeit, / in der wir an dein Kommen denken. / Wir möchten uns dir öffnen, / wir sehnen uns danach, / dass du in unser Leben trittst / und vieles anders wird bei uns. / Lass uns nicht warten, / sondern gib uns Anstöße für unser Leben. / Mach uns bereit, / dich in uns ankommen zu lassen. /
Georg Rieger, Nürnberg
29. November 2022
Einmal sagen zu können / Ich habe mich eingebracht / Ich habe mich gezeigt / Ich habe meine Scham überwunden / Ich habe mich gewagt / Bin gescheitert / Wieder aufgestanden / Ich bin ein Mensch unter Menschen / Gewesen / Dich im Rücken zu wissen / Mit deinem Glauben an mich / Das macht mich froh / Danke Gott /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. November 2022
Herr Jesus Christus, jetzt beginnt die Zeit, / in der wir an dein Kommen denken. / Du schenkst uns deine ganze Liebe, / aber wir bleiben auf uns selbst bezogen. / Wir hören das Wort und singen das Lob, / aber in unseren Herzen ist wenig adventliche Freude. / Du wendest dich uns zu, / aber wir vergessen die vielen, deren Leben dunkel ist. / Vergib uns unsere Schuld. / Bewege uns hin zu dir. / Gib uns deinen Geist, / damit wir dein erlösendes Wort hören, es aufnehmen / und im Herzen bewegen, wie Maria es tat. Amen.
RefLit
27. November 2022
Erscheine, grosser Freund, / In deiner Kreuzgemeine, / In Herrlichkeit erscheine! / Errette manchen Feind / Zu diesen Gnadenstunden / Durchs Leuchten deiner Wunden, / Bis er mit uns zugleich / Wird Mitgenoss am Reich.
Liederschatz 2193,4
Wochenrückblick
26. November 2022
Großer Gott! / Die dunkelsten Tage des Jahres liegen vor uns, / doch werden sie durch Lichterganz erhellt, / durch Beisammensein und Lieder. / Wie sehr sehne ich mich nach dem Advent! //
Ach, lass doch, Gott, Advent werden / auch in diesen dunkelsten Stunden unserer Zeit: / Auf Schlachtfeldern und in Folterkammern lass die Gewalt ein Ende haben. / In Flüchtlingslagern und auf Schlauchbooten gib Hoffnung auf Rettung. / Wo Gefangenschaften in Unrecht und Hunger herrschen, da löse die Fesseln. //
Habe ich zu viel gesagt? / Die schöne Stimmung mir verdorben? / Aber Gott, es ist doch so: / Es gäbe so vieles zu klären, / selbst im adventlichen Lichterglanz sind Schatten zu vertreiben / - wo fang ich an, wo hör ich auf? / Ach lass, doch, Gott, Advent werden, / bring Klarheit mir / und der Welt nicht weniger als die Rettung. / Ach, lass doch, Gott, Advent werden! / Amen! /
Simon Froben, Bayreuth
25. November 2022
Du Gott des Lichts, wir preisen dich, / der du der Morgen bist und der Abend, / der Anfang und das Ende der Welt. / Wir danken dir für die Ruhe der Nacht / und das Licht eines neuen Tages. / Von dir kommt alles, was geschieht. / Du lebendige Kraft, / gib deine Kraft uns, damit wir erwachen. / Du alles umfassende Weisheit, / lehre uns verstehen, wohin unser Weg führen soll. / Du schaffst Freude in den Traurigen, / Trost in den Schwermütigen, / Klarheit in den Verwirrten, / Lebenskraft in den Schwachen. / Schaffe Licht auch in uns / in der Frühe deines Tages. Amen.
RefLit
24. November 2022
Du sprichst mit uns. Du sprichst mit mir. „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei!“ So sprichst du mich heute Morgen an. Diese Erfahrung tut gut. Du meinst mich, diesen Gedanken will ich zulassen, ich glaube dir, HERR. Du machst mich stark. Du bist an meiner Seite. In allem was mich herausfordert. Jetzt kann ich dem, was mich erdrücken will, was mir die Luft zum Atmen und die Lust am Leben nimmt, mutig entgegentreten. Du lenkst meinen Blick und meine Schritte in Richtung deiner Wege für mich. Wege, die ins Leben führen, in die Freiheit der Kinder Gottes. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
23. November 2022
Erlöser unser, es heisst, wir sollen die Toten tot sein lassen. Aber wie denn ganz ohne sie leben? Wir vergessen sie nicht einfach. Die wir lieben und die uns geliebt haben. Ja, auch nicht die anderen. Du weisst, was vom Vergangenen in Zukunft sinnvoll wird. In der erfüllten Gegenwart, voller Erinnerung und bis an den Rand voll mit Zuversicht trotz allem hängen wir am Leben an Dir und beten für Frieden mit denen Vor uns und für das gute Leben für die nach uns. Das eben, das jetzt schon beginnt und das erfüllt wird, wenn du kommst. Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
22. November 2022
Ewiger, wir bringen vor dich unsere Klage über Gewalt, Krieg, Missbrauch, Hass und viel, viel Leid, Schrecken und Zerstörung in der Welt. Vieles ist nicht zu ertragen. Wir brauchen dich und deinen Frieden jeden Tag aufs Neue.
Meike Waechter, Berlin
21. November 2022
Ewiger Gott, / Herr der Zeiten: / Wie denken zurück an Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet, / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen / sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können den Blick nicht lösen / von dem, was einmal war. / Gott, du weißt, / was wir an diesem Tag empfinden / und richtest unseren Blick auf dich: / In deinem Herzen / bewahrst du alle Lebensgeschichten / und versprichst Zukunft / befreit von den Schatten unserer Gegenwart. / Mitten im Dunkel / von Trauer und Schuld / leuchtet das Licht / deines Erbarmens. / Lass es uns sehen / und verbreite es / durch unser Glauben, Hoffen und Lieben. / Komm uns entgegen! / Wir warten auf dich!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
20. November 2022
König, gieb uns Mut und Klarheit, / Einen will’gen, einen muntern Heldensinn, / Helle Augen in die Wahrheit / Und ein leichtes, lichtes Herze zum Gewinn, / Das einmütig, / Ehrerbietig / Wie die Engel vor dir stehe, / Bis dein Leben unsern Geist mit Kraft durchgehe.
Liederschatz 2059,1
Wochenrückblick
Gott, Du bist ewig. / Was das bedeutet, / ahnen wir schon, / wenn wir an die kurze Spanne unseres Lebens denken / und wenn wir uns in dieser Woche der vielen erinnern, / die vor uns verstorben sind. //
Einige können ihrem Leben mit Glück eine winzige Spanne hinzufügen. / Anderen bleibt nicht viel Zeit zum Leben. / Wenn wir der Verstorbenen gedenken, / steht uns diese Ungerechtigkeit vor Augen. //
Zuerst denken wir da an die, / die uns nahestanden, / mit denen wir so gerne noch etwas Zeit verbracht hätten, / mit denen wir gerne noch etwas beredet hätten. / Sie fehlen uns. / Ihr Verlust schmerzt sehr, besonders in diesen dunklen bedrückenden Tagen. //
Und dann denken wir an die vielen Menschen, / die durch Gewalt und Unrecht gestorben sind. / Wir kennen ihre Namen nicht, / wir wissen nichts von ihrem Leben / und ahnen nur, / was ihr Verlust für andere bedeutet. //
Ewiger Gott, / wir gedenken vor Dir unserer Verstorbenen / und vertrauen darauf, / dass Du ihre Namen kennst und ihre Lebensspanne, / so kurz oder lang sie gewesen sein mag, / vor Augen hast. //
Tröste uns, / wenn wir an all das Unabgeschlossene denken, / an all das gewaltsam beendete und an das Leiden der Vielen. / Wir vertrauen darauf, / dass unsere Zeit in Deinen Händen steht / und Dein Weg mit uns über den Tod hinausführt. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
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