24. Oktober 2022
Gott, ich erwarte etwas von Dir. Halte, was Du versprichst, gib, was Du verheißen hast: Nimm mich mit auf deinen Weg, der mich heraus führt aus der Enge meiner eigenen Mauern in die Weite Deiner Menschlichkeit. Nimm mich mit auf den Weg zu Dir. Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
23. Oktober 2022
Merkt’s, ihr Trägen und ihr Matten, / Die ihr Kampf und Mühe scheut: / Suchet nicht die kühlen Schatten, / Denn noch ist’s nicht Schlafenszeit. / Wer sich nicht zum Säen kehret, / Ist am Erntetag verflucht; / Dadurch wird der Herr geehret, / Dass wir bringen viele Frucht.
Liederschatz 1889,2
Wochenrückblick
22. Oktober 2022
Guter Gott! / Immer öfter höre ich von Bekannten, / dass Sie am Ende sind, / sich ausgebrannt fühlen, / den Sinn und die Hoffnung verloren haben. / Auch das Miteinander geht in alledem unter, / Sorgen und Ängste rauben die verbliebene Kraft. / Und ja, Gott, ich verstehe das alles nur zu gut. / Darum bitte ich Dich: / Lass uns nicht auseinanderdriften / in Einsamkeit oder sogar Spaltung. / Lass uns Halt finden im Miteinander, / in gegenseitiger Achtsamkeit und Solidarität, / dass wir uns an die Verheißung erinnern können, / die Du uns allen gegeben hast. / Sei Du selbst mitten unter uns / und schenke uns Zuversicht und neue Lebensfreude. / Amen
Simon Froben, Bayreuth
21. Oktober 2022
Großer, ewigreicher Gott, / zu Dir kommen wir mit unserer Armut, / an Liebe / an Hoffnung / an Glauben – / und bitten Dich: / schenk uns aus Deiner Fülle.
Barmherziger Gott, voller Gnade und Wahrheit bist Du. / Und wir kommen zu Dir / mit unserer Hartherzigkeit / mit unsere Angst, / unseren Lebenslügen – / und bitten um Deinen Geist, / der all diese bösen Gespenster vertreibt.
Liebender Vater von uns allen, / zu Dir kommen wir mit / unserem kleinen Glück / mit unseren Kindern / mit dem Wunder der Liebe, / die wir schenken und empfangen – / und danken Dir für diese guten Gaben.
Komm Du mit Deinem heiligen Geist nun zu uns. / Segne diese Stunde, / in der wir Dir stille halten / und pflanze Dein Wort in unser Herz, / dass es Frucht bringt / zu Deiner Ehre / und uns allen zum Wohl. / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
20. Oktober 2022
Ich weiss nicht / Wie ich beten soll / Und wen ich meine / Auf verlorenem Posten bin ich / Mit allen Menschen dem Tod geweiht / Harmagedon Untergang / Sie drohen sie spielen sie zeukeln sie zeuseln / Mit der Bombe / Ich habe der Drohung nur ein Kleines entgegenzuhalten / Mein trockenes Kleeblatt im Buch der Hoffnung / Den Satz all so: all so hat Gott die Welt geliebt / Liebst du sie noch? /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
19. Oktober 2022
HERR, mein Fels und mein Erlöser. Dir wirklich zu vertrauen, gelingt uns selten. / Wir hetzen durch unsere Stunden und Tage und wundern uns, dass uns die Zeit davonrennt. / Wenigstens einmal am Tag wollen wir zur Ruhe kommen bei Dir. / / Öffne uns die Augen für das, was wirklich wichtig ist. Lehre uns deine Stimme von all den anderen zu unterscheiden. Sprich uns so an, dass wir dich verstehen. / In deiner Kraft, von deinem Geist begleitet gehen wir in diesen Tag. Bring du selbst zum Blühen, was wir mit Sorgfalt säen. Damit Frucht wächst, die Dir zur Ehre gereicht. / Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
18. Oktober 2022
Gott, / du hast uns Gebote gegeben, / die unser Leben schützen. / Wir bitten dich: / Gib uns Achtsamkeit für andere, / damit unser Glaube Frucht bringt. / Nimm uns mit in deine Arbeit am Heil der Welt. / Durch Jesus Christus, deinen Sohn, / der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt allezeit.
RefLit
17. Oktober 2022
Gütiger Gott, wir danken dir für dein Wort und dein Evangelium und wir bitten dich, dass es immer wieder aufs Neue zu einer Kraft wird, die selig macht. Nach diesem Vertrauen sehnen wir uns, wenn das Leben unseren Glauben erschüttert. Amen
Meike Waechter, Berlin
16. Oktober 2022
Wohl dem, der ohne Eigenheit / Sich von des Meisters Händen, / Der nur der Willigkeit gebeut, / Lässt kehren, drehn und wenden; / Wer, wie vom Töpfer sich der Thon, / Lässt bilden und bewegen! / O welches Heil hat der davon, / Welch Wohlsein, welchen Segen!
Liederschatz 1840,2
Wochenrückblick
Ich wünsche mir, dass viele mitbeten können. Für die Frauen im Iran will ich dich bitten, Gott. Sie demonstrieren gerade auf den Straßen. Sie sind so mutig. Sie setzen ihr Leben aufs Spiel. Sie sind so voll Hoffnung. / / Ihr Protest soll erfolgreich sein. Die Gewalt soll ein Ende haben. Die Menschen im Iran sollen zueinander finden und sich gegenseitig Freiheit gönnen. Lass den Widerstand sich so formieren, dass etwas Gutes daraus entsteht! / / Lass uns in unserer Aufmerksamkeit nicht nachlassen! Lass uns die Politiker*innen ermutigen, dass sie bei ihrem Protest keine Rücksicht auf ausbleibende Öllieferungen nehmen. Wir müssen jetzt alle wahrhaftig und mutig sein. / / Die Frauen und die Männer im Iran sollen sich nicht alleine gelassen fühlen. Zeig uns die Möglichkeiten, wie wir für sie da sein können. Jetzt sind wir es im Gebet – durch dich, du Schöpfer und Erhalter der Welt. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
14. Oktober 2022
Lieber Gott, bitte hilf mir in der Matheschulaufgabe, denn ich habe den Stoff nicht verstanden. Lieber Gott, bitte hilf auch den Lehrern, dass sie nicht alles so ernst nehmen sollen, was wir sagen. Amen (Barbara, Nürnberg 12 J.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
13. Oktober 2022
Gnädiger Gott, / manche biblischen Worte / sind zu groß, / um sie für uns nachzusprechen. / Unser Glaube droht oft zu zerbrechen / an der Macht der Tatsachen, / viele Probleme durchschauen wir nicht / und ratlos stehen wir oft / vor dem Ausmaß von Gewalt und Leid. / Wir gehören zu dieser Welt, / wir lieben sie trotz ihrer Schrecken / und sehnen uns nicht weg von ihr. / / Gott, im Geist deines Sohnes / lass uns dem Bösen widerstehen / und unsere Welt zum Gutem verändern.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
12. Oktober 2022
Ewiger Gott, Herr der Zeit, Gott vor allem Anfang, nach jedem Ende, Gott im Hier und Jetzt, Herr von Tod und Leben. / Halte die Zeit in deiner Hand, halte sie fest, dass sie dir – wenigstens dir - nicht zerrinnt, deine Ewigkeit. / Wir säen tausend Tränen auf das Feld der Welt. Und du sagst, wir werden Freude ernten, hundertfach? / Davon lass mich träumen, ewiger Gott, dahin lass mich lachen, lieber Gott, davon lass mich reden, heiliger Gott, durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und waltet von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
11. Oktober 2022
Ohne dich Wäre ich nicht die ich bin / Gott / Du hast mich geformt / Durch dich bin ich geworden / Ohne dich hätte mich ein Zufall gemacht / Mutter Natur / Der Trieb zu leben / Als ich aus der Mutter kam / Warst du bei mir und ganz nah / Mensch da bist du ja / Endlich bist du da / Seither formt mich Liebe / Wer will mich verformen / Weder Hohes noch Tiefes / Engel noch Gewalten / Weil du Gott bist / Gehöre ich zu dir / Und bin die ich bin / Dank dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
10. Oktober 2022
Ach Gott // Auf deinen Wegen – ob wir da wohl gegangen sind? Wir befürchten: nein. // Dein Wort – ob wir das wirklich erfüllt haben? Wir sind sicher: nein. // Dennoch versprichst du immer wieder, dass wir Tag und Nacht in deiner Gnade stehen. // Sieh den Riss zwischen unserem Wollen und Vollbringen! Sieh die Schwierigkeiten, die andere uns bereiten! Sieh die Ratlosigkeit in einer Zeit, in der die demokratischen Werte vom Verfall bedroht sind! Sieh unser viel zu kleines Vertrauen in dich! // Bitte bau uns auf! Wir brauchen deine Weisung: hier in der Gemeinde und draußen als Bürgerinnen und Bürger. Und wir brauchen Mut, wie du ihn geben kannst. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
9. Oktober 2022
Christum lieben giebt die Masse / Wie ich heilig leben muss; / Was ich thue, was ich lasse, / Lehrt sie mich im Ueberfluss, / Und wie weit ich Tag für Tag / In der Liebe wachsen mag; / Alle guten Werk’ und Triebe / Wirkt die reine Jesusliebe.
Liederschatz 1822,3
Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / in dieser Woche wurden die Nobelpreise bekannt gegeben. / Die Namen der Gewinner*innen sagen uns meist wenig, / nur wenn einer aus unserem Land dabei ist, / horchen wir kurz auf. //
Einige Preisträger*innen versuchen, / dem Geheimnis Deiner Schöpfung auf die Spur zu kommen. / Andere werden selbst zu Schöpfern in ihren Büchern. / Und ein Preis ist für das Bemühen um Frieden bestimmt. //
Was magst Du denken über unsere Versuche, / die Welt zu verstehen und zum Guten zu lenken? / Verstehen wir überhaupt irgendetwas? / Und vom Frieden sind wir doch weit entfernt? //
Barmherziger Gott, / könnten wir doch Deine Wege verstehen! / Könnten wir doch Deinen Frieden begreifen / und unseren Frieden damit machen! / Darum bitten wir Dich! / Amen.
Achim Detmers, Hannover
7. Oktober 2022
Barmherziger Gott, / wir sehnen uns danach, / sorglos zu leben / und kommen doch meist / nicht von unseren Sorgen los. / Sie verderben die Tage, / rauben den Schlaf, / und oft verstellen sie uns / den Blick für das Gute, / das uns umgibt. / Manche von uns / sind fast süchtig nach Problemen, / können nicht leben, / ohne zu jammern, / spüren sich selbst / nur noch im Klagen. / / Gott, befrei uns aus dem Bann / negativer Gedanken. / Mach uns bereit, / Hilfe zu suchen, / und lass sie uns finden / bei anderen Menschen / und bei dir.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
6. Oktober 2022
Unser Vater! / Wir wollen glauben, aber das ist nicht leicht. / Wir wollen vertrauen, das aber fällt uns unglaublich schwer. / Wir möchten im Glauben zuversichtliche Schritte gehen, / aber unsere Beine sind manchmal bleischwer. / Ob es an dem „WIR“ liegt? WIR wollen, WIR möchten… / Hilf uns, uns beschenken zu lassen. Nicht WIR, sondern DU! / DU schenkst und DU gibst umsonst! / DU gehst so wunderbar behutsam auch mit unserem Unglauben, mit unserem Unvermögen und mit unserem Zweifel um – fast zärtlich. / Danke. Wir stehen leer vor dir und bitten dich: Fülle du uns neu! / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
5. Oktober 2022
Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Doch oft sehen wir nur unsere eigenen Anstrengungen, / denken, wir müssten alles selber in den Griff kriegen, / und schreiben unsere Erfolge uns nur selber zu. / Unser Leben steht unter einem unseligen Leistungsdruck. / Oft fühlen wir uns überfordert – / und sind es auch! / Wenn wir uns dann fragen: / »Wofür das alles?«, / dann fallen wir in eine große Leere. / Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. / Es ist umsonst, / wenn du uns nicht das Ziel weist, / wenn du unserem Leben nicht seinen Sinn gibst. / Erbarme dich, Vater, über uns. Amen.
RefLit
4. Oktober 2022
Wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter / stehst Du hinter mir / und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Zürich
3. Oktober 2022
Gott, Du Erleuchter unserer Gedanken! Wenn wir uns mit den Problemen dieser Welt befassen, dann gib uns Verständnis. Wir brauchen Menschen, die uns richtig informieren. Und wir brauchen das rechte Maß an Vertrauen und Vorsicht, wenn wir die Nachrichten sortieren und uns ein Bild machen wollen. Wenn wir die Zusammenhänge durchleuchten, dann schenke uns die nötige Selbstkritik. Wir sind nicht an allem schuld, aber es gibt viele Verbindungen zwischen Problemen in fernen Ländern und unserer Lebensweise. Sei uns gnädig und gib uns die Kraft, dass wir uns ändern.
Georg Rieger, Nürnberg
2. Oktober 2022
Freund, entreisse mich dem allen, / Was nicht in dein Reich gehört; / Lass mich zu der Freistatt wallen, / Wo mich kein Geräusche stört!
Liederschatz 1816,4
Wochenrückblick
1. Oktober 2022
Da ist sie wieder. / Die Zeit, in der alles abfällt. / Zumindest von den Bäumen. / Gott, ich wünschte, auch für unsere Seelen wäre es die Zeit, in der alles abfällt. / Wie erleichternd wäre es, wir könnten die Angst vor dem Winter abwerfen. / Wie befreiend wäre es, die Sorge vor der Kälte in Haus, Herz, Gesellschaft würde einfach davon geweht. / Kannst du nicht ein wenig an uns rütteln?
Carolin Springer, Leer
30. September 2022
Unbegreiflicher Gott, um deines Sohnes Jesus Christus willen bist Du auch für uns Vater und Mutter im Himmel. Danke Herr, für Nahrung und Wohnung, für Menschen, die uns lieb haben, für all den Segen von Dir, der uns oft so selbstverständlich entgegenkommt. Wir möchten so gerne nach deinem Willen leben und schaffen es doch nicht. Öffne uns für dein leises Reden im Alltag und schaff uns Zeiten, in den wir zu deinen Füßen sitzen und dir zuhören. Dein heiliger Geist wird uns leiten, dass wir heute auf deinen Wegen gehen. Das, was uns hindert legen wir bei Dir ab. Die Last, die wir kaum noch tragen können und das, wo wir keinen Weg mehr sehen. Teile das Meer vor unseren Füßen, Herr, und gib uns Kraft und Mut aufzubrechen. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
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