15. Juli 2022
Bitten
Du Gott / Wir dürfen dich um alles bitten / Lieber Gott bitte / Du hast ein Ohr für uns / Du hast ein Auge auf uns / Du tust deine milde Hand auf / Und sättigst alles was da lebt / Aber du verwöhnst uns nicht / Du nimmst uns das Leben nicht ab / Du nimmst uns das Lernen nicht ab / Du wohnst im Allerheiligen / Wir haben keine Ahnung weshalb du gibst oder nimmst / Uns bleibt das Vertrauen in dich / Und die Freude am Gelingen der Liebe wenn wir sie wagen trotz aller Zweifel und Zweiflern / Wir schaffen das mit dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. Juli 2022
Blüten, blaue Glöckchen, leuchtende Tagsterne / silberne Härchen auf allen Blättern / und Mohnblumen in Weizenfeldern, / ganze Streifen mit Tausenden. / Am Wegrand, kleine gelbe, weisse, orangene, rosarote Blumenwiesen, / dazu grüne Gräschen, Kringel, Blättchen / in so unendlich vielen Formen, Düften und Farben. / Was willst Du damit sagen? Dass wir die Lilien im Feld sehen sollen, / wie schön sie sind. Können Menschen Deine Sprache verstehen? Konnte es König Salomo? Ich möchte es lernen und auch wenn ich es vielleicht nicht lernen kann: es wenigstens ahnen oder erinnern. Und mich richtig sorgen. Nicht zu wenig – nicht zu viel. Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
13. Juli 2022
Wir beten zu dir, weil wir uns für die schönen Dinge bedanken wollen, die wir erleben durften; / weil wir unsere Sorgen teilen wollen und uns Klarheit erhoffen; / weil wir uns Entlastung erhoffen für Entscheidungen, die wir falsch getroffen haben; / und weil wir dich um Kraft dafür bitten wollen, zu unseren Fehlern zu stehen.
Georg Rieger, Nürnberg
12. Juli 2022
Lieber Gott, ich danke dir für die lieben Eltern, für die Rinder und Kühe auf dem Feld, für die schönen Blumen. Für Essen und Trinken danke ich schon lange. Alexander, Erbach (3. Kl.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
11. Juli 2022
Unser Gott, du hast unserem Leben Zeiten gesetzt. / Anfang und Ende liegen in deiner Hand. / Arbeit und Muße haben ihre Zeit. / Die freie Zeit nehmen wir als Geschenk aus deiner Hand, / und wir suchen, was uns gut tut. / Wir möchten Lasten abschütteln und das Leben genießen. / Bewahre uns aber davor, zu viel zu erwarten / und enttäuscht zu werden. / Lass uns gut auskommen mit den Menschen, / mit denen wir zusammen sind. / Öffne uns den Blick für die Schönheit deiner Schöpfung / und lass in uns neue Kräfte wachsen / für die Rückkehr in den Alltag. Amen.
RefLit
10. Juli 2022
Und was ich für mich bitte, / Das bitt’ ich für die Hütte, / Für Seele und für Geist / Der andern, die es wagen / Zu gen in unsern Tagen, / Wohin uns dein Erwählen heisst.
Liederschatz 1543,11
Wochenrückblick
Wechselhaft / das Wetter, / Herausforderungen, / Meinungen. / Wechselhaft / die Strukturen, / Regierende, / Zeiten. / Wechselhaft / der Blick auf das, was war und das, was kommt. / Und in all dem auch unsere Gefühle: / Wechselhaft. / Gott, bei dir ist Beständigkeit. / Du bist beständig. / Du stehst uns bei, gibst Halt und Orientierung. / Das tut gut. / Du tust gut. / Danke.
Carolin Springer, Leer
8. Juli 2022
Barmherziger Gott, / du handelst nicht mit uns nach unserer Sünde / sondern überwindest das Böse mit Gutem. / Du vergiltst uns nicht nach unserer Missetat, / sondern schenkst uns neue Anfänge. / Mach uns auch miteinander barmherzig, / nachsichtig mit Fehlern, / geduldig mit Schwerfälligen, / großherzig, einander Schuld zu vergeben.
Lehre uns, / auch mit uns selbst barmherzig zu werden, / dass wir unsere Grenzen erkennen, / und uns nicht überfordern; / dass wir loskommen / vom ständigen Grübeln über unsere Mängel. / Befreie uns dazu, / glücklich zu sein über Erfolge, / und um Hilfe zu bitten, / für unsere Schwächen. / Schenk uns Freude an unserem Leben, / auch wenn darin vieles nicht perfekt ist. / Gott, unser Vater, / umgib uns mit deiner Liebe.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
7. Juli 2022
Nichts
Ich will nichts von dir Gott
Ich bin da
Du musst nichts für mich
Ich muss nichts für dich
Wir sind da
Es tut gut einfach zu sein
Durchsichtig still
Einfach da zu sein
Ich atme
Die Luft kommt von dir
Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. Juli 2022
Weil kleinste Pflänzchen Asphalt von unten her sanft und geduldig aufbrechen, / darum bin ich zuversichtlich. Weil die Schöpfung im Sommer so wunderbar blüht, lebt, sich wandelt, darum staune ich. Eines Tages werden die Wunden der Völker mit heilsamen Blättern geheilt werden. Das glaube ich. Lass uns Bäume pflanzen und am Du zum Ich werden. Lass uns wir werden, komm bald wieder. Tröste uns, es ist nötig.
Kathrin Rehmat, Zürich
5. Juli 2022
Ewiger, der du der Erde den Himmel gespannt hast und den Mose das Gesetz schreiben ließest, der du die Schönheit geschenkt hast und der Welt eine Ordnung gesetzt hast, du großer Gott, danke dafür. Es soll uns doch alles gefallen, was du gemacht hast. Für uns hast du es gemacht. / Und doch wissen wir nicht, wohin es gehen soll, so oft wissen wir es nicht, eigentlich nie. So vieles ist unklar. / Meine Augen sehnen sich. Nach deinem Wort, nach der Schönheit von Himmel und Erde, nach Trost, nach Klarheit. Gib mir Klarheit. Und mach mir Lust an deinem Gesetz, öffne meine Augen für seine Wunder. / Das bitte ich dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mir die Angst davor genommen hat, alles falsch zu machen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
4. Juli 2022
Gott, unsere Hoffnung - / Wir wollen nichts schönreden. / Wir sind nicht für alles Unrecht, das um uns herum geschieht, verantwortlich, / aber es bleibt genug, was unser Gewissen bewegen muss.
Gott, unsere Hoffnung – / Wir wollen nichts schönreden. / Wir müssen nicht an die Hölle glauben, / aber wir spüren doch genau, / dass wir unsere Verantwortung / nicht zusammen mit den alten Bildern abstreifen können.
Gott, unsere Hoffnung – / Wir wollen nichts schönreden. / Wir müssen uns nicht ängstigen und wir müssen niemandem Angst machen, / aber wir dürfen den Ernst deiner Weisungen deswegen nicht missachten.
Sei uns ein gnädiger Richter, / wenn wir in Selbstvorwürfe oder in Selbstmitleid verfallen, / wenn wir selbstgerecht sind gegenüber anderen, / wenn wir hinter unseren Gaben und Möglichkeiten zurückbleiben, / wenn wir an deiner Gerechtigkeit zweifeln oder an deiner Strenge verzweifeln.
Schenke uns deinen Trost / Und hilf uns, andere zu trösten, ohne sie zu vertrösten. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
3. Juli 2022
Selig sind die geistlich Armen! / Sie finden leichtlich dein Erbarmen: / Das Land der Himmel bleibet ihr, / Wenn die Satten und die Reichen / Und Selbstgerechten ferne weichen / Von deines Königreiches Zier. / Ach mach uns Arme reich, / Doch deiner Armut gleich. / Gieb uns, Jesu, / Den reichen Mut, / Dem irdisch Gut / Recht weh, und Armut sanfte thut.
Liederschatz 1538,3
Wochenrückblick
Ewiger, treuer und langmütiger Gott, ich bin's so satt und so müde davon:/ die niederdrückenden Nachrichten aus Kriegs-, und Hungergebieten und Armutslagen, die nicht abreißen,/ die winzig kleinen Fortschritte der Politik bei den drängendsten Problemen,/ die Traurigkeit meiner ukrainischen Hausgenossinnen, für die wir keine Worte haben, allein weil die Kenntnis der Sprache des anderen fehlt.// Gott, Vater, Sohn, Trösterin, belebe mich wieder zu neuem Glauben, Hoffen und Lieben durch einen wohltuenden Gottesdienst am Sonntag, in dem mir deine Gnade leuchtet,/ durch dein Wort in vielerlei Gestalt während der Woche,/ durch deine guten Gaben in Freundschaft und Lachen, mutigem Handeln und unbekümmerter Hilfe und Nähe.// Du bist doch der Eine und Ewige, der helfen kann und will und wird!// Amen.
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
1. Juli 2022
Du großer Heiland, / wir nehmen dich gern für uns in Anspruch, / wenn uns das Leben Mühe macht, / wenn wir den täglichen Druck nicht aushalten, / wenn wir am Ende sind / mit unserer Weisheit. / Aber wir wissen, / da sind auch noch andere, / die noch größere Lasten tragen, / und deren Leben viel mühsamer ist. / Gemeinsam mit ihnen / und an ihrer Stelle / hoffen wir, / dass du dein Wort wahr machst / und uns erquickst / mit neuer Kraft / und mit neuen Perspektiven.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
30. Juni 2022
Gott / Du siehst mich. Wie gern ich das glauben möchte. Ich spüre es nicht immer. Wie sehr ich Dich erkennen, Dich sehen möchte - besonders im Ebenbild, das Du in Menschen gelegt hast. Es gelingt nicht immer. Selig sein ohne zu sehen, das ist kein einfacher Weg. Ich übe. Viele üben. Es ist schön - / Es gibt Momente, da spüre ich deinen Blick. Manchmal sehe ich wie Du mich mit den Augen der Nächsten siehst. Es ist nach innen und nach aussen interessant zu schauen. Du weisst das. Möge es heute gelingen.
Kathrin Rehmat, Zürich
29. Juni 2022
Einen Krieg kann niemand gewinnen, er kann nur beendet werden. / Wer sich Krieg wünscht, wer wünscht, er möge in den Krieg ziehen dürfen, glaubt, er könne ein Held werden. Blut wird an ihm kleben, Tod wird ihn verfolgen. / Wer Instrumente und Maschinen für den Krieg ausdenkt und herstellt, stiehlt der Zukunft den Atem, noch bevor sie da ist. / Was für ein Geist herrscht in einer Wirtschaft, die immer perfidere Arten des Tötens und Verreckens austüftelt? / Wer glaubt, er könne mit einem Krieg seine Vergangenheit wieder aufleben lassen, glaubt nicht an Gott.
Gott / Wir legen dir die Kriege der Welt vor / Die Menschen gemachte Not / Das Leid / Die erlittenen Verbrechen / Die abgetrennten Glieder von versehrten Körpern / Die verletzten Nerven / Die traumatisierten Seelen / Die geschundenen Gewässer Äcker Wälder / Die sinnlos verendeten Tiere / Missbrauchte Kinder / Das vorzeitige Ende von werdendem Leben / Die alten Menschen und ihre zerbombten Tage / Das Zerstörte was einst so wertvoll schien in Kultur und Wissen / Wir legen uns selber an dein Herz wie schutzlose Vögel welche die Orientierung verloren haben / Dieses Kriegen muss ein Ende finden / Du Gott und wir Menschen müssen einen Anfang finden dem Leben zu liebe / Amen
Marianne Reifers, Luxor
28. Juni 2022
Gott, heute schaffe ich es nur mit deiner Hilfe. / Ich bitte dich um Kraft und Klarsicht. / Zeige mir, was wichtig ist. / Schenke mir Geduld, damit ich andere nicht überfordere. / Mach meine Füsse leicht und meinen Blick offen. / Erfülle mich mit der Freude eines Kindes, das sich geborgen weiss.
Catherine McMillan, Schweiz
27. Juni 2022
Gott, / du versprichst, in deinem Wort gegenwärtig zu sein / Aber dein Wort ist dunkel / Wir finden uns oft nicht darin zurecht / Wir sehen wie in einen Spiegel / Und entdecken dabei vielleicht nur unsere eigenen Bilder.
Gott, / du erweckst deinen Geist in Sehern und Propheten / Aber ihr Wort ist zwiespältig / Wir wissen oft nicht, wer die Wahrheit verkündet / Wir schwanken zwischen Vertrauen und Verdacht / Und sind in unserem eigenen Urteilen überfordert.
Gott, / dein Geist macht dein Reich lebendig / Aber die Welt merkt so wenig davon. / Wir erleben nur Resignation und Ratlosigkeit / Wir sind selbst unentschlossen und untätig / Und bleiben tief in den eigenen Ängsten und Wünschen befangen.
Mache uns zuversichtlicher im Hören und eifriger im Tun deines Worts! / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
26. Juni 2022
Da ist meine Hand und Herz! / Du hast deine Seel’ gewaget / Unverzaget, / Und das alles bloss allein, / Dass ich dein, / Und du meine heissen könntest. / Wenn du nicht von Liebe brenntest, / Hätte das nicht können sein.
Liederschatz 1481,6
Wochenrückblick
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / hilf uns die Arche bauen. / Denn es ist wie in den Tagen der Sintflut: / Sie aßen und tranken. Sie freiten und ließen sich freien. / Sie ließen sich nicht stören in ihrer Gottlosigkeit. / Sie packten in Schubladen: / den Krieg in der Ukraine in entschiedene Unentschiedenheit; / den Hunger in der Welt in wohlfeile Überlegungen an höherer Stelle; / die Zerstörung des Klimas in Programme, die zu spät kommen. / Sie sind dankbar für alle Ablenkung: / Das Baby von Helene Fischer. / Die Haft von Boris Becker. / Die neue Frisur von Thomas Gottschalk. / Viele freuen sich schon auf die WM in Qatar. / Hansi Flick wird´s schon richten. / Und was ist, wenn Putin gewinnt? / Wenn die Elendsströme anschwellen? / Wenn das Wasser knapp wird? / Hilf uns die Arche bauen. / Irgendwer muss doch das Weinen in der Welt hören. / Das Seufzen der Kreatur. / Dein Wort der Umkehr. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
24. Juni 2022
Gnädiger Gott! / Ich verstehe nicht, / warum Menschen / so gnadenlos / miteinander umgehen, / sich nicht mehr zuhören, / Worte verdrehen, / Perspektiven ausblenden. / Ich verstehe mich selbst / manchmal nicht. / Wenn ich so bin. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
23. Juni 2022
Gott+
Das Böse spinnt sein Netz über alles / Als hätte es Anspruch auf alles / Als hätte es dich überwunden / Es wirbelt uns um uns selber und verwirrt uns / Wir können nicht mehr klar denken / In deinem Namen schreien wir / Das lassen wir nicht zu / Auch wenn uns schwindlig wird ob dem Gift / Auch wenn wir mürbe werden und schwach / Unsere Hilfe kommt nicht mit Kanonen und Raketen / Unser Gott+ versprüht keine Lügen / Unser Gott+ ist da / Mächtig in Liebe / Frei zum Trotz / Öffne unsre Augen / Dass wir sehen und unser Herz weit wird
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
22. Juni 2022
Du Mensch gewordenes Gotteswort, / wir wissen oft nicht, / wie wir von dir reden sollen. / Nur stammelnd können wir beschreiben, / was du für uns bist, / und was uns unser Glauben bedeutet. / Wie sollen andere / in unserem hölzernen Reden / deine Stimme erkennen? / Wie sollen sie / durch unsere dürftige Worte / Vertrauen fassen zu deiner Güte? / / Fülle uns mit der Kraft deines Heiligen Geistes, / und trage dein Evangelium / auch durch uns / ins Herz vieler Menschen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
21. Juni 2022
Lebendiger Gott // Du hast dich uns in Jesus zugewandt / Hilf uns, ihn vor allem anderen anzuerkennen / Hilf uns, deine Liebe zu uns zu spüren / Hilf uns, deine Vergebung anzunehmen // Du hast uns zu deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Welt bestimmt / Wir brauchen deinen Geist, um das Richtige vom Falschen zu unterscheiden / Wir brauchen deine Weisungen, um das zu tun, was gut ist vor dir / Wir brauchen Mitmenschen, denen wir vertrauen können // Gib uns Kraft, nicht zu resignieren / Gib uns Mut, für die Wahrheit zu streiten / Gib uns Fantasie, Krisen zu meistern. Lebendiger Gott // mach uns lebendig! / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
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