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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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17. Januar 2022 O Gott o Gott o Gott / Was leben wir in einer wirren Zeit / Als würde die Kompassnadel zittern / Vor und zurück vor und zurück / Welches Ziel sollen wir anpeilen / Was wollen wir unseren Kindern vorleben / Welche Lieder sollen sie auswendig lernen / um zu bestehen in ihrer Zeit / Die tüchtig Reichen suchen ihr Heil im Weltraum / Die Wackeren im einfachen Leben in Waldesruh / Die Zukünftigen wohnen in robotrigem Luxus / Sie kaufen für sich Gesundheit und Wohlstand und ein langes Leben / Die anderen hacken Holz und frieren sich den Hintern ab / Was tun wir was mache ich wo ist der Sinn geblieben / Was kittet uns Menschen zusammen / Welche Geschichten bauen uns auf / Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen / Zu den Sternen / Wo Gott finden wir Gelassenheit / Wo finden wir Zuversicht / Du liebst doch diese Erde / Mit allem was da lebt / Gib uns noch Zeit   / Verlass uns nicht! / Damit wir uns nicht verlieren ... / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
16. Januar 2022 Der Henne folgt das Küchlein nach, / Es kennet seiner Mutter Sprach’. / Ach gieb, dass ich dir folge recht, / Mein Heiland, als ein treuer Knecht!
Liederschatz 428,1
Wochenrückblick

15. Januar 2022

Herr meiner Zeit und meiner Zeiten, / gerade begonnen das neue Jahr, wieder Schule nach den Ferien, und schon wieder beschließen, diese erste Schulwoche und Gemeindewoche. / Einiges ist schon wieder vorangekommen (aber nach welchem Maßstab?), mit den Freunden in Peru für die Kinder vom Berghang jetzt für den Sommer ein Programm mit Mahlzeiten, Nachlernen und Sport organisiert. Begegnungen, Nähe, wirkliche Wiedersehens- und Zusammenarbeitsfreude erlebt. / Aber da waren auch Missverstehen, keine Zeit haben, nur ganz wenig Mitgefühl, Trägheit, Vergeblichkeitserfahrung und Leere. / Herr meiner Zeit und meiner Zeiten,/ über Versäumtes, Verfehltes und Vertanes könnte ich verzweifeln, wenn du nicht vergeben würdest. Gib mir neue gute Zeit und verlass mich nicht auf meinem Weg durch dieses Jahr. / Amen. 


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
14. Januar 2022 Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. / Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt. / Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln?  / 
Georg Rieger, Nürnberg
13. Januar 2022 Gott des Lebens, / rüste mich für diesen Tag. / Der Schlaf war kurz. / Der Zeitdruck macht mir zu schaffen. / Bitte, lass gelingen, was heute dran ist. / Hilf mir zu geben, was andere von mir erwarten. / Mir fehlt die Kraft, mir fehlen die Worte. / Du aber wirkst in mir. / Ich gebe dir diesen Tag / und mein Leben von neuem. / Mache daraus, was dir gefällt. / Solo Deo gloria. / Amen / 
Catherine McMillan, Schweiz
12. Januar 2022 Gott,  / der du uns beim Namen gerufen hast,  / sprich uns jetzt an,  / gib uns deinen Heiligen Geist,  / damit wir werden, wie du uns gewollt hast:  / deine Kinder, Menschen deines Wohlgefallens. 
RefLit
11. Januar 2022 Gott, / gelobt und gepriesen sei dein Name. Zu deiner Ehre hast Du uns zu gemacht. Das sollte uns genügen, das sollte reichen, damit wir unseres Lebens froh werden. / Gib deinen Geist, dass wir uns nicht zu schade sind, deine Kinder zu heißen. Mach uns Lust an deinen Geboten, Freude an deinem Gesetz. Denn wie Kinder wollen wir hören und beherzigen, was Du uns lehrst durch deinen Geist. Amen. / 
Jürgen Kaiser, Berlin
10. Januar 2022 Gott – wie soll ich dich anreden? // Vater – Freund – Richter – Lehrer – Arzt – Schöpfer - Helfer … // Was sagen all diese Namen? Komm doch bitte selbst und überrasche mich mit deiner unbeschreiblichen Gegenwart. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
9. Januar 2022

Ursprung aller Kreaturen, / Fang in uns zu leben an; / Schaff, o Anfang der Naturen, / Uns zum Werk, in Gott gethan!


Liederschatz 242,4
Wochenrückblick

8. Januar 2022

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,  / ein neues Jahr liegt vor uns. / Was wird es bringen? Wer von uns wird am Ende des Jahres noch  / leben? Wer wird gestorben sein? Wer wird das Glück seines Lebens / gefunden haben? Wer in tiefe Trauer gefallen sein? / Es ist alles möglich.  / Und Du weißt, wovor wir Angst haben.  / Du weißt, was wir uns erhoffen.  / Wie gar nichts sind alle  Menschen, die gar so sicher leben. / Sie sind tatsächlich gar nichts.  / Und wir mit ihnen. / Und doch kann uns von Deiner Liebe nichts trennen. / Dazwischen bewegen wir uns.  / Mal munter. Mal tastend. / Lass uns vorankommen auf dem Weg, der zum Leben führt. / Uns und die, an die wir denken, und unsere Welt. / Unsere Zeit steht in Deinen Händen. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
7. Januar 2022 Wortefischer sind wir / Die immer dieselben Wörter fischen / Fromme Floskeln  / Die niemand versteht / Unsere Netze haben Löcher / Und keine mag sie flicken / Was wir auf dem Markt anbieten  / Riecht nach altem Fisch / Wen wundert’s / Dass kein Markt mehr ist / Und selbst du dich abwendest / Der du doch nach Menschenfischern suchst / Gott / Wir kommen wohl nicht darum herum / Unsere Arbeit zu tun / Netze flicken / Und früh morgens in See zu stechen / Um frische Fische / Um Leben einzufangen / Fangen wir an! / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. Januar 2022

Heiliger Gott, / wir möchten so gern geborgen bleiben / im Trost der Botschaft von Jesu Geburt. / Wir möchten gern glauben, / dass du mit ihm längst den gesandt hast, / der den Elenden Recht spricht, / der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, / und der der Welt großen Frieden bringt. / Aber immer wieder schreit uns die Erde / ihr Leid entgegen, / auf viele Fragen wissen wir keine Antwort / und die Menge ungesühnter Verbrechen / stürzt uns in Zweifel.

Gott, sieh unsere Sehnsucht, / nach festerem Glauben, / heile die Wunden deiner Schöpfung / und lass Gerechtigkeit und Frieden / aufblühen und wachsen in unserer Welt. / Herr, erbarme dich über uns.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
5. Januar 2022 Gütiger Gott, / Wir wollen dies neue Jahr aus deiner Hand nehmen  / und in deinem Namen beginnen. / Hilf uns, nicht alten Träumen nachzuhängen / und uns nicht von der Last vergangener Zeit quälen zu lassen. / Vergib uns um deines Sohnes Jesus Christus willen / alle Sünden, mit denen wir dich / im vergangenen Jahr betrübt haben. / Lass uns allem Neuen in diesem Jahr  / zuversichtlich entgegengehen. / Dazu stärke uns täglich durch dein Wort / und deinen Heiligen Geist. Amen.
RefLit
4. Januar 2022 Gott, du Quelle meiner Freude! / Ich bin manchmal so deprimiert. / Misanthropisch nennt sich das / glaube ich, / wenn mir alle Menschen / um mich herum auf die Nerven gehen. / Wenn ich in allem, was ich sehe, / Rücksichtslosigkeit, / Respektlosigkeit / und Lieblosigkeit erkenne. / Wer bin ich selbst in solchen Momenten? / Und wie schaffe ich es, an anderen Tagen / unbeschwert zu sein? / Danke auch für diese Momente / und dass du sie wenige sein lässt. / Wahrscheinlich sind sie / für mein seelisches Gleichgewicht / wichtig. / 
Georg Rieger, Nürnberg
3. Januar 2022 Gott der Tage der Nächte der Jahre / Wir zählen wir rechnen wir rechnen ab  / 365 Tage und Nächte vom Jahr 2021  / Sie sind dahin / Sie gehören uns nicht mehr / Wir überlassen sie dir / Mit all ihrem Guten und ihrem Schmerz / Es ist der Bodensatz gelebten Lebens / Vielleicht kannst du ihn wiederverwerten  / Aus unserem Chaos Neues gestalten / Vielleicht einen Neuen Stern werden lassen aus unserem Staub / Wir sind Menschen / Die Tage entgleiten uns / Wir können gar nicht viel angesichts der anstehenden Probleme  / Doch wenn du uns brauchen kannst / Wir werden unser Mögliches tun und dir beistehen solange wir atmen / Versprochen / Wir sind und bleiben die deinen / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
2. Januar 2022

So selig führt der Herr die lieben Seinen, / Dass jedermann darob erstaunen muss: Bald giebt er ihnen Thränen gnug zu weinen, / Bald labt er sie mit seinem Ueberfluss. / Sein Vaterherz ist immer gut für sie, / Und wenn ihr Fuss nur seine Wege geht, – / Wenn schon der Sinn nicht viel davon versteht, – / So merkt man bald, dass uns die Liebe zieh’.


Liederschatz 78,1
Wochenrückblick

1. Januar 2022

Mein Gott
was war das
für ein Jahr

Meinem Optimismus
traue ich nicht mehr

Meine Menschenkenntnis
hat mich enttäuscht

Meine Toleranz
kommt an Grenzen

Mein Gott
ich bitte dich
für das neue Jahr

Ich brauche Mut
und will Mut machen

Ich will vertrauen
und gelassen sein

Lass mich die Anderen sehen
hinter ihren Masken

Mein Gott
wie froh ich bin
dich zu haben


Georg Rieger, Nürnberg
31. Dezember 2021

Guter Gott, unsere Zeit steht in deinen Händen. / Wieder ist ein Jahr vergangen. Wir bringen vor dich, was es uns gebracht hat: / Unsere schönen Erlebnisse, / das Glück, das du uns geschenkt hast, / gelungene Begegnungen, / neue Freunde, / alte Weggefährten, / neugeborene Kinder / und was immer unser Herz froh gemacht hat.

Wir bringen dir auch unsere Traurigkeit, / den Schmerz über das Sterben lieber Menschen, / die Angst vor dem was kommt / und die Unsicherheit, ob wir damit zurechtkommen werden, / auch den Zweifel, ob du denn wirklich alles in deiner Hand hast.

Wir bringen dir unser Versagen und unsere Schuld, / die vielen Gelegenheiten Gutes zu tun, / die wir ungenutzt gelassen haben. / Wem sollten wir unseren Dank bringen / und wem unsere Klage – wenn nicht dir, dem Herrn aller Herren / und Vater von uns allen / der täglich seine Hand nach uns ausstreckt, / um uns zu tragen, zu heben und zu erretten. / Amen


Jochen Denker, Ronsdorf
30. Dezember 2021 Lieber Gott, danke für diesen schönen Tag heute. Ich bin so froh, daß dem kleinen Spatz, der an unsere Fensterscheibe geflogen ist, nichts passiert ist. Bitte mach, daß meine Freundin bald wieder gesund wird. Bitte mach, daß das Päckchen mit den Kleidern, das unsere Kirchgemeinde nach Polen geschickt hat, ankommt. Danke. Amen. Annemarie, Messel (11 J.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
29. Dezember 2021 Ein Jahr geht zu Ende. Wir schauen zurück – dankbar, auch schuldbewusst. Wir schauen voraus – in Hoffnung, aber nicht ohne Sorge. Wir suchen das Wort, das uns entlastet und Mut macht, das Wort Gottes. Wir bitten: Gott, sprich zu uns. Vergib uns unsere Schuld, gib uns Zuversicht – durch deinen Sohn Jesus Christus.
RefLit
28. Dezember 2021

Wir danken dir, daß wir wissen dürfen: wir beten nicht umsonst und werden nie umsonst zu dir beten. / Wir danken dir, daß du dein Licht hast aufgehen lassen, / daß es scheint in der Finsternis und daß die Finsternis es nicht überwältigen wird. / Wir danken dir, daß du unser Gott bist und daß wir dein Volk sein dürfen. / Amen.


Karl Barth (1886-1968)
27. Dezember 2021

Du, / heiliger, / gerechter, / langmütiger, / huldreicher, / treuer und / geduldiger Gott. / Vergiss uns nicht. / Tröste uns. / Lass uns bei Dir geborgen sein. / Schenke uns Ruhe. / Du führst uns aus der Gefangenschaft heraus. / Deine Güte reicht so weit wie der Himmel. / Du weisst, was wir brauchen. / Du bist grösser als unser Herz. / Gibst hoffnungslosen Hoffnung. / Bist Sündern und Sünderinnen gnädig. / Dein Erbarmen rettet uns / aus dem Tod ins Leben. / Amen


Kathrin Rehmat, Zürich
26. Dezember 2021 In this moment, remembering God, / we bring to you all the ways we have not lived as your people: / we stand by watching while those in need struggle to survive; / we cast our lots with those who worship power and success; / we offer insults rather than words of grace to those we encounter; / we scoff at your words which call us to a different way of living. / Forgive us, God of mercy, for not knowing what we do to you, to others, to ourselves. / Speak to us through Jesus Christ, our brother and our Savior, who bears words filled with your tender mercy and gracious hope. / Amen.
Judith L. Watt, Fourth Presbyterian Church, Chicago, Homepage 10.3.20
Wochenrückblick

25. Dezember 2021

Großer Gott!
Nun ist es Weihnachten!
Auf dieses Fest hin haben wir gelebt,
die einen mit Vorfreude,
andere mit Sorgen,
wieder andere mit Betriebsamkeit.

Doch nun ist es Weihnachten,
all unsere Reiche fallen.
Im Stall von Bethlehem
beginnt das Leben neu.

Lass uns die Botschaft hören
- „Fürchte dich nicht!“ -,
dass wir in dem Neugeborenen
„runzlig rot“ in der Krippe
tatsächlich Deinen Sohn erkennen.

Lass uns die Botschaft hören
- „Fürchte dich nicht!“ -,
dass wir zu einem neuen Miteinander aufbrechen,
wie Du selbst, Gott, zu uns aufgebrochen ist.

Nun ist es Weihnachten!
Alles kann fallen,
wir dürfen ankommen im neuen Leben,
weil Du bei uns schon längst angekommen bist.
„Fürchte Dich nicht!“
- wie sehr wir genau das brauchen!
Dank sei Dir, o Gott!

Amen!


Simon Froben, Bayreuth
24. Dezember 2021

Heiliger Gott,
wie sehr sehnen wir uns
nach einer heilen Welt,
in der kein Streit mehr herrscht
und alle Angst zur Ruhe kommt.
Wie sehr wünschen wir uns,
dass wenigstens heute, am Heiligen Abend,
sich diese Sehnsucht einmal erfüllt
und wir in Frieden miteinander
die Geburt deines Sohnes feiern können.

Aber wir wissen,
selbst wenn unsere eigene Weihnachtswelt heil ist,
geht woanders das Leiden weiter,
herrschen auch heute Hunger,
Angst und Gewalt.
An vielen Orten fehlt der Frieden,
den die Engel verkündet haben.

Gott,
gebiete den Gewalttätern Einhalt,
weise menschliche Gier in Grenzen,
heile die Wunden deiner Schöpfung
im Geist deines Sohnes
durch Liebe und Sanftmut.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
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