Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Liederschatz 428,1
15. Januar 2022
Herr meiner Zeit und meiner Zeiten, / gerade begonnen das neue Jahr, wieder Schule nach den Ferien, und schon wieder beschließen, diese erste Schulwoche und Gemeindewoche. / Einiges ist schon wieder vorangekommen (aber nach welchem Maßstab?), mit den Freunden in Peru für die Kinder vom Berghang jetzt für den Sommer ein Programm mit Mahlzeiten, Nachlernen und Sport organisiert. Begegnungen, Nähe, wirkliche Wiedersehens- und Zusammenarbeitsfreude erlebt. / Aber da waren auch Missverstehen, keine Zeit haben, nur ganz wenig Mitgefühl, Trägheit, Vergeblichkeitserfahrung und Leere. / Herr meiner Zeit und meiner Zeiten,/ über Versäumtes, Verfehltes und Vertanes könnte ich verzweifeln, wenn du nicht vergeben würdest. Gib mir neue gute Zeit und verlass mich nicht auf meinem Weg durch dieses Jahr. / Amen.
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
Georg Rieger, Nürnberg
Catherine McMillan, Schweiz
RefLit
Jürgen Kaiser, Berlin
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Ursprung aller Kreaturen, / Fang in uns zu leben an; / Schaff, o Anfang der Naturen, / Uns zum Werk, in Gott gethan!
Liederschatz 242,4
8. Januar 2022
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / ein neues Jahr liegt vor uns. / Was wird es bringen? Wer von uns wird am Ende des Jahres noch / leben? Wer wird gestorben sein? Wer wird das Glück seines Lebens / gefunden haben? Wer in tiefe Trauer gefallen sein? / Es ist alles möglich. / Und Du weißt, wovor wir Angst haben. / Du weißt, was wir uns erhoffen. / Wie gar nichts sind alle Menschen, die gar so sicher leben. / Sie sind tatsächlich gar nichts. / Und wir mit ihnen. / Und doch kann uns von Deiner Liebe nichts trennen. / Dazwischen bewegen wir uns. / Mal munter. Mal tastend. / Lass uns vorankommen auf dem Weg, der zum Leben führt. / Uns und die, an die wir denken, und unsere Welt. / Unsere Zeit steht in Deinen Händen. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Heiliger Gott, / wir möchten so gern geborgen bleiben / im Trost der Botschaft von Jesu Geburt. / Wir möchten gern glauben, / dass du mit ihm längst den gesandt hast, / der den Elenden Recht spricht, / der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, / und der der Welt großen Frieden bringt. / Aber immer wieder schreit uns die Erde / ihr Leid entgegen, / auf viele Fragen wissen wir keine Antwort / und die Menge ungesühnter Verbrechen / stürzt uns in Zweifel.
Gott, sieh unsere Sehnsucht, / nach festerem Glauben, / heile die Wunden deiner Schöpfung / und lass Gerechtigkeit und Frieden / aufblühen und wachsen in unserer Welt. / Herr, erbarme dich über uns.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
RefLit
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
So selig führt der Herr die lieben Seinen, / Dass jedermann darob erstaunen muss: Bald giebt er ihnen Thränen gnug zu weinen, / Bald labt er sie mit seinem Ueberfluss. / Sein Vaterherz ist immer gut für sie, / Und wenn ihr Fuss nur seine Wege geht, – / Wenn schon der Sinn nicht viel davon versteht, – / So merkt man bald, dass uns die Liebe zieh’.
Liederschatz 78,1
1. Januar 2022
Mein Gott
was war das
für ein Jahr
Meinem Optimismus
traue ich nicht mehr
Meine Menschenkenntnis
hat mich enttäuscht
Meine Toleranz
kommt an Grenzen
Mein Gott
ich bitte dich
für das neue Jahr
Ich brauche Mut
und will Mut machen
Ich will vertrauen
und gelassen sein
Lass mich die Anderen sehen
hinter ihren Masken
Mein Gott
wie froh ich bin
dich zu haben
Georg Rieger, Nürnberg
Guter Gott, unsere Zeit steht in deinen Händen. / Wieder ist ein Jahr vergangen. Wir bringen vor dich, was es uns gebracht hat: / Unsere schönen Erlebnisse, / das Glück, das du uns geschenkt hast, / gelungene Begegnungen, / neue Freunde, / alte Weggefährten, / neugeborene Kinder / und was immer unser Herz froh gemacht hat.
Wir bringen dir auch unsere Traurigkeit, / den Schmerz über das Sterben lieber Menschen, / die Angst vor dem was kommt / und die Unsicherheit, ob wir damit zurechtkommen werden, / auch den Zweifel, ob du denn wirklich alles in deiner Hand hast.
Wir bringen dir unser Versagen und unsere Schuld, / die vielen Gelegenheiten Gutes zu tun, / die wir ungenutzt gelassen haben. / Wem sollten wir unseren Dank bringen / und wem unsere Klage – wenn nicht dir, dem Herrn aller Herren / und Vater von uns allen / der täglich seine Hand nach uns ausstreckt, / um uns zu tragen, zu heben und zu erretten. / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
RefLit
Wir danken dir, daß wir wissen dürfen: wir beten nicht umsonst und werden nie umsonst zu dir beten. / Wir danken dir, daß du dein Licht hast aufgehen lassen, / daß es scheint in der Finsternis und daß die Finsternis es nicht überwältigen wird. / Wir danken dir, daß du unser Gott bist und daß wir dein Volk sein dürfen. / Amen.
Karl Barth (1886-1968)
Du, / heiliger, / gerechter, / langmütiger, / huldreicher, / treuer und / geduldiger Gott. / Vergiss uns nicht. / Tröste uns. / Lass uns bei Dir geborgen sein. / Schenke uns Ruhe. / Du führst uns aus der Gefangenschaft heraus. / Deine Güte reicht so weit wie der Himmel. / Du weisst, was wir brauchen. / Du bist grösser als unser Herz. / Gibst hoffnungslosen Hoffnung. / Bist Sündern und Sünderinnen gnädig. / Dein Erbarmen rettet uns / aus dem Tod ins Leben. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
Judith L. Watt, Fourth Presbyterian Church, Chicago, Homepage 10.3.20
25. Dezember 2021
Großer Gott!
Nun ist es Weihnachten!
Auf dieses Fest hin haben wir gelebt,
die einen mit Vorfreude,
andere mit Sorgen,
wieder andere mit Betriebsamkeit.
Doch nun ist es Weihnachten,
all unsere Reiche fallen.
Im Stall von Bethlehem
beginnt das Leben neu.
Lass uns die Botschaft hören
- „Fürchte dich nicht!“ -,
dass wir in dem Neugeborenen
„runzlig rot“ in der Krippe
tatsächlich Deinen Sohn erkennen.
Lass uns die Botschaft hören
- „Fürchte dich nicht!“ -,
dass wir zu einem neuen Miteinander aufbrechen,
wie Du selbst, Gott, zu uns aufgebrochen ist.
Nun ist es Weihnachten!
Alles kann fallen,
wir dürfen ankommen im neuen Leben,
weil Du bei uns schon längst angekommen bist.
„Fürchte Dich nicht!“
- wie sehr wir genau das brauchen!
Dank sei Dir, o Gott!
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Heiliger Gott,
wie sehr sehnen wir uns
nach einer heilen Welt,
in der kein Streit mehr herrscht
und alle Angst zur Ruhe kommt.
Wie sehr wünschen wir uns,
dass wenigstens heute, am Heiligen Abend,
sich diese Sehnsucht einmal erfüllt
und wir in Frieden miteinander
die Geburt deines Sohnes feiern können.
Aber wir wissen,
selbst wenn unsere eigene Weihnachtswelt heil ist,
geht woanders das Leiden weiter,
herrschen auch heute Hunger,
Angst und Gewalt.
An vielen Orten fehlt der Frieden,
den die Engel verkündet haben.
Gott,
gebiete den Gewalttätern Einhalt,
weise menschliche Gier in Grenzen,
heile die Wunden deiner Schöpfung
im Geist deines Sohnes
durch Liebe und Sanftmut.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
