Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Oh God of pity and of the pitiful, / help us to recognise ourselves in this story / and to weigh the gratitude in our hearts. / As we throw ourselves at your feet, heal us, / and be a wellspring of thankfulness rising up in us / for change and transformation. / Amen.
Diocese of Canterbury, Novena 2018, May 12, Lk 17,11-19
27. November 2021
Gebet für die Ampel
Du unparteiischer Gott,
ich bete heute für die Ampel,
dass die neue Regierung mutig umsetzt,
was sie sich vorgenommen hat.
Dass sie auf die Wissenschaft hört
und die Probleme angeht.
Dass sie Diskussionen anstößt
und sich von Überzeugungen leiten lässt.
Dass sie sich um die Bedürfnisse
aller Menschen kümmert.
Du parteiischer Gott,
ich bitte dich, dass du dich einmischst,
wo uns das Maß der Zerstörung entgleitet,
wo Ungerechtigkeiten verborgen bleiben
und wo Menschen vergessen werden.
Schenk uns Vertrauen in dich
Vertrauen in uns selbst
und Vertrauen in die Menschen,
die wir gewählt haben.
Nur so schaffen wir es. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Gott des Lebens / Diese Pandemie / Sie fordert uns heraus / Fordert unsere Solidarität heraus / Wir Menschen brauchen einander und sorgen uns umeinander / Sie spaltet auch / Freunde fallen aus dem Netz der Beziehungen / Wir verstehen einander nicht mehr / Waren wir je Freunde? / Haben wir die Unterschiede geschickt versteckt? / Oder haben wir sie ohne Pandemie einfach wegstecken können? / Jetzt stehen wir Rücken an Rücken / Wir halten Totenstille / Das schmerzt mehr als der Tod / Werden wir je wieder zueinander finden? / Werden wir einander verzeihen? / Ich weiss es nicht / Lass mich hoffen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Ewiger Gott, / Herr der Zeiten: / Wir denken zurück an die Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nun nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen
sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können sich nicht lösen / von dem, was einmal gewesen ist.
Gott, / bei dir suchen wir Zuflucht mit unseren Erinnerungen. / Du birgst unsere Toten in deinem ewigen Gedenken, / du hast Trost für die Lebenden.
Durchbrich mit Hoffnung / Trauer und Schwermut / und lehre uns mit Abschieden leben.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Herr unser Gott! Wir treten noch einmal vor dich mit der herzlichen Bitte, / dich unser anzunehmen, uns also keine Ruhe zu gönnen, bis wir es annehmen, / in dir zur Ruhe zu kommen – gegen uns und für uns zu streiten, / bis dein Friede in unserem Herzen, in unseren Gedanken und Worten,
in unserem Sein und Verkehr untereinander zur Geltung / und zu seinem Rechte kommt. Ohne dich können wir gar nichts, / mit dir und in deinem Dienst werden wir alles können. / Amen.
Karl Barth (1886-1968)
Barmherziger Gott, / Du versprichst uns neue Zukunft. / Zukunft, in der aufrecht geht, / was heute niedergetreten wird, / in der lacht und singt, / was heute weint und klagt. / Du versprichst uns Todgeweihten / einen neuen Anfang und neues Leben.
Ach, wenn wir das nur glauben könnten, / wenn wir es nur wagten, / alles auf diese Hoffnung zu setzen. / Wenn wir Deinem Wort nur mehr vertrauten als allem anderen, / was sich den Schein der Allmacht / und der Unausweichlichkeit gibt. / Wie anders sähe unsere Gegenwart aus!? / Der Schleier der Trauer / wäre schon heute zerrissen, / die Hoffnungslosigkeit, / bekäme Risse.
Wir bitten dich, / vergib uns unsere Trägheit / und unseren Kleinglauben. / Leg uns das Lied der Erlösten / schon mitten in unserer Unerlöstheit auf die Lippen, / damit der Tod / und alle seine Helfershelfer / es hören / und erschrecken, / weil wir nicht mehr Ihnen gehören, / sondern Dir.
Schenk uns einen neuen und beständigen Geist, / der uns nahe bei Dir hält, / dem Gott des Lebens / und der uns auf deine Stimme hören lässt, / die uns aus der Todeswirklichkeit herausruft / in das Leben der Kinder Gottes. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
Gott wir bitten dich: Verwandle unsere Klagen in Reigen, löse unsere Trauergewänder und umgürte uns mit Freude. Rolle die schweren Steine von den Gräbern und bringe Licht in die Finsternis, dass unsere Herzen dir singen und nicht verstummen. Amen
Meike Waechter, Berlin
Presbyterian Church of Aotearea, Prayers of Thanksgiving, Homepage 10.3.20
20. November 2021
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / wir rufen zu Dir mit so vielem, was uns bewegt. / Und wir danken Dir, dass wir glauben dürfen: Du hörst uns. / Das lässt uns ruhig werden. / So vieles nämlich macht uns unruhig. / Denn wir leben in einer Welt, die nicht weiß, / was gut für sie ist. / Die Pläne zur Bekämpfung der Klima-Katastrophe: wie schwach. / Die Pläne zur Bekämpfung der Pandemie: wie zaghaft. / Die Pläne zur Bildung der neuen Bundesregierung: wie mühsam. / Der Eindruck ist da: / Das Volk ist längst schon klüger als die, die es regieren. / Die Technik ist längst schon weiter als die, / die zur Weltrettung aufrufen. / Und auch, dass die entscheidenden Kämpfe nicht zwischen / gut und böse geführt werden, / sondern / zwischen klug und dumm. / Was ist gut? / Gut ist, auf Dich zu hören. / Auf Deine Gebote. / Und im Bund mit Dir zu leben. / Wir sind teuer erkauft. / Hilf uns, das laut zu sagen. / Hilf auch unserer Kirche dazu. / Hilf uns, verantwortlich zu leben. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Gott, Ewiger! / Mose hat Dich gesehen. Wir sehen dich nicht. Aber wir hören dich. Deine Weisungen legst Du uns ans Herz. / Und wenn das Herz hart geworden ist und verschlossen oder ängstlich und blass, wenn es kalt geworden ist und blutleer oder vergiftet und böse - dann, barmherziger, gütiger Gott - dann verzeih uns und gib uns ein neuen Herz, ein besseres, ein weicheres, ein reines, das dir gehört. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Jesus –
der Du in der Einheit des Heiligen Geistes
mit Gott dem Vater lebst und herrschest
in alle Ewigkeit.
wir teilen die Bilder von dir
in den überlieferten Gebeten
wir achten die Bilder von dir
in den Schriften des Neuen Testaments
wir bewundern die Kunstwerke von dir
In den Kirchen und Museen
aber unser Kopf und unser Herz
suchen oft eine ganz andere Nähe zu dir
Jesus –
du Abbild des unsichtbaren Gottes
durch den du weiterlebst und weiterwirkst
und dich uns im Geist mitteilst
hier und heute und jenseits der Zeit
gib dich uns
in noch nie gemalten Bildern
in unaussprechlichen Gebeten
in ganz neuen Erfahrungen
damit wir dich nicht verwechseln
mit den Herren der Welt
mit den Moden der Zeit
mit unseren Wünschen und Fantasien
komm anders zu uns
und mach uns anders.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
RefLit
Lieber Gott, meine Eltern haben oft Sorgen. Auch lieben Sie sich nicht mehr. In ihrer Traurigkeit hören Sie die Vöglein nicht mehr singen und sehen auch die Blumen nicht mehr blühen. Hilf du ihnen, lieber Gott, damit sie wieder froh werden können, und mach auch mich damit wieder froh! Der Regen tropft an die Fenster. Viele Wolken hängen am Himmel. Alles ist so düster und macht mich traurig.
Zwei Kinder aus Bad Peterstal-Griesbach
aus: Regine Schindler
Lehre mich
Was ich beten soll
Wie ich beten soll
Ich kann nicht beten
Ich will nicht so tun als ob
Ich finde die Worte nicht
Die aus meinem Herzen kommen
Es sind alles vertrocknete Buchstaben
Sie machen keinen Sinn
Nur Geschwafel
Aus einer verstaubten Schuhschachtel
Gott
Gott
Gott
Was ist das nur mit mir und dir
Hast du Worte? Frische Worte?
Für mich?
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Presbyterian Church of Aotearea, Prayers of Thanksgiving, Homepage 10.3.20
13. November 2021
Zweifel gegen die Ohnmacht
Manchmal, Gott, zweifle ich. / An mir selbst / oder auch an Dir. / Das kenne ich. / Das kann ein sehr heilsamer Zweifel sein.
Doch es gibt auch diesen anderen Zweifel, / mir fällt kein besseres Wort dafür ein, / wenn es um meine Mitmenschen geht. / Speziell um die, / für die andere Menschen offenbar keine Mitmenschen sind, / sondern Manövriermasse, / Spielball, / Druckmittel, / Instrument, / Fallnummer, / was auch immer… / … nur kein Mensch. / Mitmensch. / Nächste oder Nächster.
Lass mich, Gott, / meinen Glauben nicht verlieren / an den Menschen in jedem Mitmenschen. / Lass mich die Hoffnung nicht verlieren, / dass Menschen sich verändern können / und mit ihnen auch ganze Ohnmachtsysteme. / Lass mich die Liebe nicht verlieren / gegen alle Zweifel.
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Gott, / deine Liebe, unsere Liebe – wie weit reicht sie? / Bleibt sie bis zum Ende? / Und welches Ende? / Bleib da, wenn Menschen uns verlassen, bleib bei uns bis zum Ende und noch darüber hinaus. / Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Du bist die Liebe / Du liebst auch mich / So habe ich als Kind gesungen / Nun frage ich mich / Liebe ich dich wirklich? / Gehören zur Liebe nicht immer zwei? / Gott, ich will dich nicht lieben / Weil man das sollte / Ich will dir nicht danken / Weil es sich so gehört / Ich will dich lieben mit meiner Kraft als meine Antwort auf dich / Noch bin ich unsicher / Wie ich dir begegnen soll Hab Geduld mit mir.
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott, du weißt um die Unbarmherzigkeit der Sprache. Hüte unsere Zungen, damit wir nicht Menschen verletzen. Gib denen die Reden halten und Nachrichten verfassen den Mut zur Wahrheit und bewahre sie vor Überheblichkeit.
Georg Rieger, Nürnberg
Kathrin Rehmat, Zürich
Gott – du Glanz in der Finsternis / Erweck uns Herz und Mut! // Die Pandemie hat uns in unseren Gewissheiten erschüttert. / Nichts ist mehr wie früher. Trotz Vorsicht und Impfungen. / Da ist die Angst um uns selber, / die Sorge um unsere Lieben / und das Entsetzen, / wenn wir miterleben, / wie manche um ihr Leben ringen / oder der Krankheit erliegen. // Der Tod rückt uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir suchen Halt / und finden uns umgeben von Ratlosigkeit / oder gar von Streit und Hass.
Gott – du Licht vom Licht / Fall auf unser matt Gewissen! // Die internationalen Konferenzen haben außer großen Worten / wenig konkrete Lösungen für das Weltklima / und die globale Gerechtigkeit gebracht. // Die weltweiten Gefahren rücken uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir möchten selbst aktiv werden / und fühlen uns oft wie gelähmt / und von Skepsis und Gleichgültigkeit bedroht.
Gott – bitte begleite uns bei unseren ängstlichen Schritten./ Wir brauchen Halt und Zuversicht, / Fantasie und Mut / und Vertrauen in dich, was auch kommen mag. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Barrie Shepherd, Presbyterian Church of Aotearea New Zealand
Barmherziger Gott, / nach 40 Jahren erschien in dieser Woche wieder ein Album von ABBA. / Was ist nicht alles passiert, / nachdem der Ton der letzten Platte verklungen war? / Die Sowjets marschierten in Afghanistan ein. / Die Gewerkschaft Solidarność wurde gegründet, / ebenso die Partei der Grünen. / AIDS wurde als Pandemie erkannt. / In Ätiopien hungerten 8 Mio. Menschen. / Der Atomreaktor in Tschernobyl ging in die Luft. / Vom Chemiekonzern Sandoz gelangten Giftstoffe in den Rhein. / Auf dem Platz des himmlischen Friedens fuhren Panzer auf. / In Berlin fiel die Mauer. //
Und jetzt wummern wieder die 70er-Jahre-Dance-Beats, / mal folkig, mal rockig. / Dazu Abbatare auf der Bühne, / als wäre in diesen 40 Jahren nichts passiert. //
Wir wünschten in der Tat, manche Dinge wären nicht passiert, / manche Signale früher erkannt, / manche Entwicklungen eher gestoppt / - damals wie heute. //
MIt ABBA summen wir jetzt "For I know I hear a bittersweet song / In the memories we share" und vielleicht auch "I still have faith in you" / Amen.
Achim Detmers, Hannover
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Herr unser Gott! Wir treten noch einmal vor dich mit der herzlichen Bitte, / dich unser anzunehmen, uns also keine Ruhe zu gönnen, bis wir es annehmen, / in dir zur Ruhe zu kommen – gegen uns und für uns zu streiten, / bis dein Friede in unserem Herzen, in unseren Gedanken und Worten, in unserem Sein und Verkehr untereinander zur Geltung / und zu seinem Rechte kommt. Ohne dich können wir gar nichts, / mit dir und in deinem Dienst werden wir alles können. / Amen.
Karl Barth (1886-1968)
