Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / so viele beschweren sich. //
Wir klagen. / Wir wissen, wir können nicht einfach andere an den Pranger stellen. / Wir sind Teil des Übels. / Hilf uns dennoch heraus: / aus der Vergeudung von Intelligenz und Geld für immer neue Waffen; / aus der Zerstörung der Urwälder, der Verschmutzung des Wassers, der Verpestung der Luft; / aus dem nationalen Imponiergehabe, das nicht sieht, was international droht; / aus dem Mittelmaß der Politik, die Gedenktage begeht und Schlachten von gestern schlägt, aber keine Ideen für eine gedeihliche Zukunft bietet. //
Wir müssen vor uns selbst auf der Hut sein. / Jenseits von Eden müssen wir das. / Darum lehre uns bedenken, / dass Freiheit nicht das Recht auf Alleingänge ist; / dass Frieden und Gerechtigkeit die Bedingungen für eine Zukunft sind, die diesen Namen verdient; / dass der Staat als Gabe verraten wird, wenn er den Ehrlichen zum Dummen macht, das Leben kompliziert, und die Lasten ungleich verteilt. //
Wir klagen. / Wir sind Teil des Übels. / Hilf uns um derer willen, die nach uns kommen. // Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Jürgen Kaiser, Berlin
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Georg Rieger, Nürnberg
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, du Planer unseres Lebens!
Wir wüssten gerade so gerne, wie es weitergeht. Unser Leben schwebt zwischen Sorgen und Zuversicht. Die schlimmste Phase der Pandemie scheint überwunden. Doch die Aussichten sind ungewiss.
Verbreitet sich das Virus noch einmal übers ganze Land? Wird es wieder unser Leben bestimmen, wie hoch die Infektionszahlen steigen? Müssen viele von uns um Arbeit und Verdienst fürchten?
Können die Kinder nach den Ferien wieder in die Schulen und Kindertagesstätten? Müssen sich wieder Junge und Alte voneinander fernhalten?
Werden wir jemals wieder dicht gedrängt zusammen sitzen, singen und tanzen können? Oder müssen wir uns mit der Distanz untereinander als Normalität abfinden?
Gott, du Tröster unseres Lebens!
Auch wenn wir die Nerven bewahren und uns nicht in wilde Theorien verlieren, macht uns die Ungewissheit doch zu schaffen. Im Hintergrund stehen diese Fragen und Sorgen.
Wir bitten dich um Ideen, wie wir damit fertig werden können. Schenke uns Geduld, damit wir uns an das gewöhnen, was nötig ist. Verstärke in uns das Interesse, dass wir uns kundig machen und Sinn und Unsinn voneinander zu unterscheiden wissen.
Lass uns auch die vielen anderen wichtigen Themen nicht vergessen, die gerade immer noch überlagert werden, wo es aber oft um wichtige Dinge geht – auch um Menschenleben, die bewahrt werden sollen. Lass uns Zusammenhänge erkennen und mutig sein, sie anzusprechen.
Schenk uns die Gewissheit, dass wir mit allen unseren Gedanken und Ängsten bei dir aufgehoben sind. Lass uns allem zum Trotz dankbar sein für die Liebe, die nicht vergeht und alles umfasst.
Amen!Georg Rieger
Meike Waechter, Berlin
Reinhold Niebuhr, New York 1970
Annegret Lambers, Osterwald
Georg Rieger, Nürnberg
RefLit
Jochen Denker, Ronsdorf
Guter Gott!
Ich brauche die Erinnerung an Deine Liebe. / Ich will achtsamer leben. / Geduldiger. / Erfüllter, hoffnungsvoller, dankbarer. / Aus dem Wissen um Deine Liebe.
Und dann lese ich von dem Hass, / der Menschen erfüllen kann. / Menschen, die mitten unter uns wohnen, / angestachelt von Lügen und Verschwörungstheorien, / die sich in all ihrem Irrsinn mitten unter uns ausbreiten.
Und ich sehe Menschen, / die nur um sich selbst kreisen. / Ein Leben im Stumpfsinn geltungssüchtiger Egomanie. / Auf der Bühne medialer Inszenierungen und virtueller Ersatzwelten / werden verlogene Siege über die Wirklichkeit gefeiert.
Und dann höre ich Dein Wort. / Und ich frage mich, wo ich selbst stehe. / Wie ich lebe. / Was mich ausmacht. / Wofür ich mich einsetze. / Was wirklich zählt im Leben. / Und worauf ich vertraue.
Schenk mir die Erinnerung an Deine Liebe. / Immer wieder neu. / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
aus
"Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid aber klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!" Mt 10,16
Gott, immer wieder sendest du uns aus, im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken. / / Wir danken dir, dass wir dabei auf dich vertrauen dürfen, wie Schafe ihren guten Hirten. Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - und hilf uns, zu erkennen, welche Aufträge du uns anvertraust. / / Klug wie die Schlangen sollen wir sein. Und wir bekennen: Manchmal halten wir uns selbst für klüger, als wir sind. Hilf uns zu erkennen, was klug ist und was nicht - und hilf uns, Möglichkeiten zu erkennen und kluge Entscheidungen zu treffen / / Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: anderen und vor allem uns selbst gegenüber. Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, dass nicht giftig wirkt, was wir sagen und tun - also, dass wir in deinem Geist und bei deinem Auftrag bleiben.
Friederike Ursprung, Leipzig
Gott, du siehst mich./ Manchmal möchte ich mich verstecken, vor den Blicken anderer, vor den Erwartungen und auch vor dir./ Ich möchte nicht gesehen werden./ Ich möchte ganz allein sein./Doch du siehst mich und kennst mich. / Ich vertraue dir. / Du lachst mich nicht aus. / Du bist mein Versteck und meine Zuflucht. / Amen
Meike Waechter, Berlin
Jürgen Kaiser, Berlin
Gebet zu Micha 7,18f.
Du zorniger Gott – Ja, vor dir müssen wir unsere Verantwortung ernst nehmen. Du öffnest uns die Augen für Unrecht. Du erwartest unseren tätigen Einsatz. Aber der Aufgabe sind wir oft nicht gewachsen. / Viele wissen nicht, wie und wo sie aktiv werden können. Viele bräuchten selbst mehr Schutz und Zuwendung. Viele leiden unter dem Unverständnis anderer. Viele sind resigniert durch Misserfolge. Viele fühlen sich hilflos. / Wir fürchten, dass wir oft versagen. // Du verzeihender Gott – Ja, unsere Vorfahren haben auf deine versöhnende Vergebung gehofft. Du lässt uns aufatmen durch deine liebende Gegenwart – trotz unserer Schwächen. Aber gerade darum erwartest du viel von uns. / Mach uns Mut, Verletzungen und Fehlentscheidung anderer anzumahnen. Gib uns die Stärke, eigene Fehler zuzugeben. Hillf uns, bei all dem nicht in der Vergangenheit steckenzubleiben. Zeige uns, wie wir hinwegschreiten können in eine gemeinsame Zukunft. / Wir bekennen unsere Sünden – wirf sie ins Meer. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / nach fünf Monaten Corona-Krise sind wir der Nachrichten müde. / Und ein Ende ist nicht in Sicht; / der Sommer schafft uns gerade Zeit zum Atemholen. / Wie wird unsere Welt nach dem Sommer sein? / Neue Corona-Fälle, Kurzarbeit, Insolvenzen? / Home-Office? / Schulbetrieb? / Gottesdienste? / Lauter Fragezeichen versperren uns den Blick nach vorne. / Und wie mag es erst in anderen Ländern sein? //
Treuer Gott, / Du siehst sehr vieles, was wir nicht sehen. / Du weißt vieles, was wir nicht wissen. / Du denkst viele Dinge, an die wir noch nie gedacht haben. / Das zu beten, tröstet und erschüttert uns. / Wie klein ist doch unsere Welt, um die wir uns kümmern, / und wie groß die Welt, die Deinen Beistand braucht. //
Gnädiger Gott, / bleibt mit Deiner Sorge bei denen, / die in eine leere Zukunft blicken, / die nicht wissen, wohin mit ihren Fragen, / die nach Zeichen der Hoffnung suchen. / Denn Du allein bist die Hoffnung für unsere aus den Fugen geratende Welt. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
Georg Rieger, Nürnberg
Meike Waechter, Berlin
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