2. September 2020
Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. / Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt. / Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln?
Georg Rieger, Nürnberg
1. September 2020
Gott, / überall sind deine Werke. Doch wir sehen sie nicht. Wir starren nur auf unsere Werke. / Öffne unsere Augen für deine Werke. Dass wir all das Gute wahrnehmen, es registrieren, es vermerken, es berichten, es erzählen, es uns merken. Denn es geschieht: So viel Gutes, du wirkst es. Menschen werden gesund, Leute haben Glück, Jung verlieben sich, Alte genießen ihre Tage, Fremde werden heimisch, Heimische werden freundlich. Öffne uns dafür die Augen und für vieles mehr, was du machst. / Öffne den Theologinnen und Theologen und den Kirchenleuten die Augen für die unnötigen Sorgen, die sie sich machen. Es ist ja deine Kirchen, nicht ihre, nicht unsere. Wenn du sie brauchst, wirst du sie erhalten, wenn du sie nicht mehr brauchst, wirst du andere Wege finden, deine Werke zu zeigen. Gib uns allen mehr Gelassenheit und Vertrauen in deine Zusagen. / Und: allmächtiger und barmherziger Gott, nimm die Plage dieses Virus endlich von uns. / Tröste die Trauernden, heile die Kranken, erlöse die Sterbenden. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
31. August 2020
Gebet zu Lied EG 440
Ja, treib aus, o Licht, all Finsternis. So viel Dunkles und Schweres bedrückt uns. / Unrecht ist es, dass Bedürftige viel mehr unter den Folgen der Pandemie leiden müssen als Wohlhabende. Unrecht ist es, dass die reichen Länder über ihren eigenen Sorgen das Leid der Menschen auf der Flucht und das Leid der Menschen in Kriegsgebieten beinahe vergessen haben. Unrecht ist es, dass in der ganzen Welt Minderheiten und Andersdenkende verfolgt werden. / So viel Dunkles und Schweres bedrückt uns. / Wie viele unter uns mag es geben, die von Krankheit oder Existenzsorgen betroffen sind. Und wir wissen es gar nicht oder kümmern uns zu wenig darum. / Wir fühlen uns oft von dir getrennt. / Wir stehn oft nicht fest im Glauben. Unsere Zuversicht ist oft wie verloschen. / Du musst viele Lichter in uns anzünden. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
30. August 2020
Herr, Gott, unser Vater! Wir wissen wohl, wie es um uns steht, / und du weißt es noch viel besser. / Aber da kommen wir und danken dir für die Freiheit, die wir haben, von uns weg / und auf dich zu sehen, der du Solches für die Welt und auch für uns Alle getan hast. / Laß uns jetzt aufrichtig reden und hören – damit es dein wahres Wort sei, / das uns in dieser Stunde regiert, bewegt und erfüllt - damit es uns Alle tröste, / ermutige und ermahne - damit unser armes Lob auch dir gefallen dürfe! / Laß das unter uns geschehen, aber auch überall sonst in Stadt und Land, / in der Nähe und in der Ferne: wo immer Menschen sich heute versammeln, / um die Verheißung der Auferstehung und des Lebens zu vernehmen und zu ergreifen. Sieh dein Volk in Gnaden an! Amen.
Karl Barth (1886-1968)
Wochenrückblick
29. August 2020
Die Unterbrechung des Alltagstrotts wurde unterbrochen.
Urlaub.
Doch nun laufen wir weiter,
vorsichtig staksend, mutig über Hürden springend
oder einfach nur in Schlangenlinien humpelnd.
Ein Hindernislauf mit ungewissem Kurs und Ziel.
Beängstigend ist auch die Kulisse der Weltpolitik
mit den Drohgebärden machtbesessener Männer.
Das Leben drängt in manchen Augenblicken ins lächerlich Absurde.
Doch ich finde Halt.
Orientierung.
Geborgenheit.
Trost und Ermutigung.
Es ist mehr als Urlaub,
wenn ich zu Dir, Gott, komme,
zu Dir, Gott bete,
auf Dein Wort höre.
Es ist mehr als die Unterbrechung des Alltags
- ob Trott oder Hindernislauf -,
wenn Du Dich mir in Liebe offenbarst,
Glauben in mir weckst
und die Hoffnung auf eine Welt,
in der nichts mehr bedrohlich erscheint
oder lächerlich,
sondern voller Frieden,
für den es sich zu leben lohnt!
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
28. August 2020
Barmherziger Gott, sei du bei denjenigen, die in der Stunde der Not niemanden bei sich haben. Sei du bei den Sterbenden, zu denen keine Angehörigen kommen dürfen. Sei du bei den Trauernden, die niemanden haben, der ihnen Trost schenken kann. Sei du bei den Verzweifelten, die nicht wissen, wie sie die nächsten Tage, Wochen und Monate überleben können. Sei du bei den Menschen, die völlig überfordert sind. Du kennst ihre Not. Lass sie nicht allein. / Amen
Meike Waechter, Berlin
27. August 2020
Lieber Vater, wie geht es dir? Mir geht es gut und dir? Ich schreibe nur für dich, Vater, das Gebet gehört euch beiden, Vater und Jesus. Amen. Michael, Oldenburg (2. Kl.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
26. August 2020
Du Gott aller Menschen – Verschieden hast du uns geschaffen. Und jede und jeder von uns hat seinen eigenen Platz in deiner Welt. / Wir wollen unsere Verschiedenheit akzeptieren. Wir wollen einander wertschätzen. Wir wollen – so viel wie möglich – gemeinsam tun. Gib uns dazu deinen Segen. / Du Gott aller Menschen – Füreinander hast du uns geschaffen. Und jede und jeder von uns braucht auch die anderen. / Wir wollen geduldig miteinander sein. Wir wollen Konflikte friedfertig lösen. Wir wollen niemand alleine lassen. Gib uns dazu deinen Segen. / Du Gott aller Menschen – Zerbrechlich hast du uns geschaffen. Wir können nicht alles leisten, was wir uns vornehmen. Wir fürchten uns vor vielem, was uns die Zukunft vielleicht bringt. Wir sind schwach im Glauben, Hoffen und Lieben. Komm zu uns mit deinem Segen. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
25. August 2020
Gott, Ewiger! / Mose hat Dich gesehen. Wir sehen dich nicht. Aber wir hören dich. Deine Weisungen legst Du uns ans Herz. / Und wenn das Herz hart geworden ist und verschlossen oder ängstlich und blass, wenn es kalt geworden ist und blutleer oder vergiftet und böse - dann, barmherziger, gütiger Gott - dann verzeih uns und gib uns ein neuen Herz, ein besseres, ein weicheres, ein reines, das dir gehört. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
24. August 2020
Du freundlicher Gott, / wir danken dir. / In aller Not hilft deine Gnade. / In aller Angst tröstet dein Wort. / In aller Verzweiflung schenkst du Mut und Zuversicht.
Du starker Gott, / der du mächtig bist / über alle Herrscher und Gewalten / im Himmel und auf Erden, / wir bitten dich: / lass uns allein dir vertrauen; / gib Mut zu Versöhnung und Frieden; / erleuchte, die in deinem Namen reden.
Du barmherziger Gott, / der du die Schwachheit kennst, / den Tod und das Leiden, / wir bitten dich: / für die Einsamen und Alten, / für die Kranken und Sterbenden, / für die Arbeitslosen und die Hungernden, / für die Gefangenen, / für die von Krieg und Katastrophen Bedrohten, / für diese Erde und alle Kreatur: / erhalte das Leben, / errette aus Leiden, / sei gnädig im Sterben.
Du, ewiger Gott, / warst vor aller Zeit, / und du wirst bleiben, / wenn unsere Namen vergessen sind. / Dich loben wir. / Dir danken wir. / Dich beten wir an: / den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, / Gott jetzt und immerdar / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
RefLit
23. August 2020
Unser Vater! / Viele Menschen interessieren sich leider nicht oder nicht mehr für dich. Die Gottesdienste sind zunehmend schlecht besucht. Vielleicht ist das ein Nebenprodukt unseres Wohlstand und der vielen anderen Alternativen, die sich uns bieten. Dennoch haben die Menschen auch Hunger nach Sinn, nach Angenommensein, nach Halt. Hilf uns als deine Botschafter so zu leben, dass wir genau das ausstrahlen. Hilf uns, unsere Gottesdienste so zu feiern, dass sie einladend wirken und die Menschen dort Antworten finden auf ihre Fragen, Sicherheiten finden in allen Unsicherheiten, Ruhe finden in aller Unruhe. Mögen die Menschen erfahren, dass du unser Hirte bist und uns bei dir nichts mangeln wird. / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / aus dem Urlaub zurück - und jetzt? / Wieder dasselbe Spiel? / Monatelang Corona, Masken, Kurzarbeit, Homeoffice und Homeschooling? / Besorgt schauen wir auf die täglichen Infektionszahlen. / Das zerrt an den Nerven. //
Der Blick nach vorn spiegelt den Blick zurück. / Noch einmal durch die Krise, / diesmal vorbereitet, / aber in Herbst- und Wintermode. /
Erschütternd war an vielen Stellen, / was Corona aufgedeckt hat, / wie es um unsere Gesellschaft steht, / wer zuerst bedacht wird und wer zuletzt. //
Barmherziger Gott, / nur durch Deine Gnade gehen wir voran. / Nur durch Deine Verheißung ertragen wir unseren Zustand. / Darum lass uns nicht länger ins Leere blicken. / Befreie unsere Gebete und Gottesdienste von dieser bleiernen Schwere. / Führe uns heraus aus dieser Corona-Hölle / Amen.
Achim Detmers, Hannover
21. August 2020
Gott, Du Erleuchter unserer Gedanken! Wenn wir uns mit den Problemen dieser Welt befassen, dann gib uns Verständnis. Wir brauchen Menschen, die uns richtig informieren. Und wir brauchen das rechte Maß an Vertrauen und Vorsicht, wenn wir die Nachrichten sortieren und uns ein Bild machen wollen. Wenn wir die Zusammenhänge durchleuchten, dann schenke uns die nötige Selbstkritik. Wir sind nicht an allem schuld, aber es gibt viele Verbindungen zwischen Problemen in fernen Ländern und unserer Lebensweise. Sei uns gnädig und gib uns die Kraft, dass wir uns ändern.
Georg Rieger, Nürnberg
20. August 2020
Herr, Ewiger, Gerechter, / dein Lob im Munde, deinen Namen auf der Seele, deine Freude auf dem Angesicht, so will ich heute vor dir leben. Lass Engel sich um mich lagern, damit ich nicht darbe, damit ich keinen Mangel leiden muss, nicht am Brot, das aus deiner Erde kommt, nicht am Wasser, das aus ihren Quellen sprudelt, nicht am Wort, das aus deinem Munde geht. / Deinen Namen auf der Seele, deine Freude auf dem Angesicht, so will ich dich rühmen und deine Rechte halten. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
19. August 2020
Gnädiger Gott, / du hast deinen Namen / auf ewig verbunden mit Israel, / nie hast du deinem Volk die Treue gekündigt. / durch alle Abgründe hast du es begleitet. / An dem, / was du Israel getan hast, / zeigst du aller Welt / deine Barmherzigkeit. / Wir haben das lange nicht verstanden, / haben Israel seine Erwählung geneidet / und deine Treue zu ihm bestritten. / Erst langsam überwinden wir / unsere alten Vorbehalte, / fangen an zu begreifen, / dass wir mit Israel zusammengehören / und gemeinsam / einzig von deiner Gnade leben. / Wir bitten dich, / vertiefe das Verständnis füreinander / im Respekt für unsere unterschiedlichen Traditionen, / und hilf, dass sich unsere Verbundenheit / in Krisen und auch im Alltag bewährt.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
18. August 2020
Großer Gott, Vater und Mutter im Himmel, / Bruder und Trösterin. Immer noch reichlich verstört stehen wir vor Dir, / angesichts der Heillosigkeit unserer Welt und unserer Existenz. / Wir würden gerne wieder gemeinsam die Lieder zu deinem Lob anstimmen, / das geht aber gerade wohl immer noch nicht.
Unter der strahlenden Sonne und dem azurblauen Himmel, / den blühenden Blumen und sattgrünen Wäldern / lauert eine unsichtbare und unheimliche Macht. / und wir erkennen deutlich den Riss in allem, / nichts ist heil, nichts ist selbstverständlich, / verletzlich sind wir alle, versehrt wohl die meisten von uns.
Wir beten für die Menschen mit Macht und Einfluss, / dass sie sich dessen bewusst sind und demütig bleiben / und Maß und Mitte nicht verlieren. / / Wir beten für die, die - jetzt noch ungeschützter - häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, / für die Kranken, zuhause und in den Krankenhäusern, / die Alten und Einsamen, zuhause und in den Heimen, / und für diejenigen, die bei ihnen bleiben, / trotz der Warnungen vor zu viel menschlicher Nähe.
Wir beten für die Verfolgten und Flüchtenden, / auf der Flucht, oder in den Gefängnissen, / weil sie Dich nicht verleugnen wollen, / oder die Mächtigen nicht einfach machen lassen wollen, / oder weil Krieg und Tod sie vertreiben.
Wir beten für dein Volk Israel, das immer noch verstreut über die ganze Welt lebt, / aber auch in Israel; und in Deutschland. / Tu unseren Mund auf und lass uns zur Tat schreiten, / wenn wir Häme, Hass und Gewaltandrohung wahrnehmen.
Öffne uns die Augen für all die Götzen, / denen auch wir unsere Opfer bringen. / Dieses Virus hat uns in Gefangenschaft genommen, / macht aber auch Dinge sichtbar, die vorher im Dunkeln lagen. / / Trost finden wir nur bei Dir. / Neuer Lebensmut erwacht, weil du uns entgegenkommst, / der Auferstandene steht uns zur Seite / und dein Geist leitet uns auf den Weg in die Freiheit, / die nur Du geben kannst.
Du hast den Tod besiegt, ihm die Macht über unser Leben genommen. / Eine kleine Weile wird dieses Virus noch toben, / aber wir werden dich gemeinsam wieder loben / und dir die Lieder singen, die deine Liebe zu uns Menschen preist. / Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
17. August 2020
Rabbuni – so nannten sie dich einst, Jesus, lieber Lehrer und Meister – so möchten auch wir dich nennen. Wir wollen hören, wie Jüngerinnen und Jünger hören. Wir möchten in deinem Auftrag wirken in der Welt. Wir möchten deine Liebe leben. / Aber wir fühlen uns oft so alleine und ratlos. Manchmal wissen wir nicht, was richtig ist. Manchmal tun wir das Richtige nicht. / Oft sind wir Älteren müde und kraftlos. Mit eigenen Sorgen und Beschwerden belastet. / Oft sind wir Jüngeren desillusioniert. Wir schaffen es gerade so, unseren Alltag zu meistern in Beruf und Familie. // Mach uns lebendig! Im Hoffen und im Handeln. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
16. August 2020
Lieber Heiland, vergib uns, daß wir so manche Gnadenmittel, die du uns schon dargereicht hast, übel angewandt und noch so wenig Frucht gebracht haben von all der Saat, die in unsere Herzen ist ,ausgesät worden. / O werde nicht müde mit Erbarmen, habe noch Geduld mit uns, und laß deine Huld / und Gnade uns auch heute gegenwärtig sein. / In Hoffnung deines Segens versammeln wir uns äußerlich vor dir; so sammle denn auch unser aller Herzen in dir, daß wir nicht mit abgewandten und zerstreuten Sinnen und Gedanken dasitzen, sondern mit herzlicher Begierde auf dein Wort Acht haben, es in einem feinen und guten Herzen bewahren, und Frucht bringen mögen in Geduld. / Erhöre unser Seufzen zur Verherrlichung deines heiligen Namens. Amen.
Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Wochenrückblick
15. August 2020
Schulbeginn in meinem Bundesland für 2,5 Millionen Kinder und Jugendlcihe, 160.000 neu im ersten Schuljahr. / Die wunderbaren Kleinen, erwartungsvoll, auf alles, was für uns so anders ist, wie es scheint, ganz leicht eingestellt. / Für sie zählt, dass es ihnen jetzt gut geht, zählt die Freundlichkeit in der neuen Umgebung und dass sie keine Angst haben müssen. / Die Eltern, wie mögen sie sich verhalten zu Hause und in der Freizeit, was reden, was denken und welche Sorgen haben nach Monaten "alles ganz anders"? / Die Lehrerinnen und Lehrer, schon jetzt gestresst zwischen ihren Zielen, immer neuen Verordnungen, Befürchtungen und fehlender Ausstattung und Vorbereitung der Schulen. / Herr, treuer Gott, Vater, Bruder, Trösterin, gib gute Entscheidungen, langen Atem, Einsicht und Verantwortung, / ein offenes Ohr für fremde Sorgen, Bereitschaft zur Einschränkung für andere, Sinn für die Allgemeinheit. / Leite und schütze Große und Kleine. / Amen.
Stefan Maser, Hoerstgen
14. August 2020
Lieber Gott, ich danke dir, daß wir zu Essen haben, und wir danken, daß wir alle gesund sind. Ich danke, daß ich gesunde Eltern habe. Lieber Gott, mein Vater ist verreist. Mach, daß er gesund wiederkommt. Ich danke dir. Amen. Jasmin, Erlbach (3. Kl.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
13. August 2020
Gott, du siehst mich./Und du siehst ihn und du siehst sie. / Auch ich sehe ihn und ich sehe sie./ Lass mich erkennen, dass ich in ihm dich sehe und dass ich in ihr dich sehe und dass ich in ihnen dich sehe. /Gott, du siehst mich und ich sehe dich. Amen
Meike Waechter, Berlin
12. August 2020
Dass du ein Gott bist, / der uns anspricht, / der mit uns redet / und hört, was wir ihm sagen – / dass du Worte findest, / die zu uns durchdringen, / die uns aus unserem Trotz lösen / und aus unseren Verstrickungen – / dass du dich nicht längst zurückgezogen hast / in zorniges oder enttäuschtes Schweigen, / sondern uns in deinem Wort / weiter unser Leben erschließt – / Gott, / darüber können wir nur staunen / und dir danken. Amen.
RefLit
11. August 2020
Ewige/r
Du säuselst im Wind
blühst in den Blumen
schnurrst in Katzen
leuchtest in Sternen
und erfrischst im Regen.
Du zeigst dich tausendfältig in liebevoller Zuwendung. Lässt uns zusammen reden, schweigen, lachen und weinen. Lass mich Sorge tragen zum Leben auf Erden, das über mich hinausgeht. Schenk mir Mut zu werden, wie Du mich siehst und wie ich möchte. Lehr mich zu teilen. Ich danke Dir dafür.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
10. August 2020
Danke für die vielen, vielen Dinge, die uns umgeben und uns sagen, dass du uns und diese Welt in Händen hältst und dass wir bei dir auch bestens aufgehoben sind. Da ist zum Beispiel der Regenbogen. / Das ROT symbolisiert die Liebe, das Blut deines Sohnes, der sein Leben aus Liebe zu uns gegeben hat. / Das ORANGE steht vielleicht in seinen Tönungen für Erfrischung, Fröhlichkeit und Jugend. / Das Gelb bedeutet Leuchten, Strahlen. Sie steht für die Sonne und das Licht, für Heiterkeit und Optimismus. / Und dann ist da das GRÜN, was als Farbe der ersten Blätter und Gräser im Frühling natürlich für die Hoffnung steht, auch für die Hoffnung auf bessere Zeiten nach einem kargen Winter oder nach kargen Zeiten. / Das BLAU des Himmels und der Meere erinnert an die Sehnsucht, die Weite und auch an die Klarheit. / Tiefgründigkeit wird durch das INDIGO symbolisiert und zu guter Letzt steht das Violett eventuell für Besinnung, für Buße, für Einkehr und Umkehr. / So kann uns allein der Regenbogen so unglaublich vieles zeigen uns sagen und hüllt uns in deine unglaubliche Für- und Vorsorge. Danke dafür. / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
9. August 2020
Gott, / wie sollen wir anderen / von deiner Gerechtigkeit erzählen, / wenn selbst in der Kirche / Unrecht herrscht! / Wie können wir von deiner Wahrheit reden, / wenn Lug und Trug / auch unter Christen verbreitet ist. / Und wie sollen wir auf dein Heil hinweisen, / wenn bei uns selbst so vieles nicht in Ordnung in ist. / / Gott, auch wenn wir so wenig glaubwürdig sind / als deine Zeugen, / wirke dennoch durch deine Kirche, / sprich auch durch uns andere Menschen an, / beweise deine heilsame Macht / an unserer Schwachheit!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
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