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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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27. September 2020 Gott der Liebe, / du ersparst uns nicht alles Unglück, / aber stehst uns zur Seite, / wenn die Last zu schwer für uns wird. / Mit guten Worten, / mit Zeichen deiner fürsorglichen Nähe / weckst du in unserer Schwachheit Kraft. / Dafür sei dir Dank!  / / Aber manchmal pflegen wir kleine Wehwehchen  / und stöhnen über Nichtigkeiten. / Dann treibe uns unser Selbstmitleid aus, / mach dem übertriebenen Jammern ein Ende / und halte uns echte Not vor Augen. / / Gott, auch wenn wir lästig werden, / lass uns nicht fallen. / Ertrage uns in deinem Erbarmen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick Barmherziger Gott, / »Wir sind jung und brauchen die Welt«, / heißt es bei den Freitagsdemonstrationen. / »Kein Grad weiter« steht auf den Masken. / Diese wenigen Worte nur / weisen über unsere Corona-Lähmung hinaus. / Die Jüngeren werden tragen, / was wir Alten zu verantworten haben. / Unumkehrbar sind die Folgen unseres Tuns und Schweigens. / Wir erleben es schon; / unsere Kinder werden daran sterben. //
Barmherziger Gott, / den Jüngeren auf den Straßen gilt unsere Sympathie. / Mehr haben wir jedoch nicht übrig. / Denn wir wohnen in unseren Zwängen. / Ihre Namen sind Fleisch, Benzin, Plastik und Kerosin. / Befreie uns! / Denn wir kommen nicht weiter. / Jede neue Nachricht, / jedes neue Satellitenbild lähmt unsere Hoffnung. / Wie lange geht das noch gut? //
Deine Schöpfung, Gott, / war bei uns in keinen guten Händen. / Lass die Jüngeren bessere Verwalter sein. / Darum bitten wir Dich. Amen.
AD
25. September 2020 Gott!  / Ein Schutz bist du uns, wenn andere uns drängen, ein Schirm, ein Schild, eine Burg, wenn Arges naht, wenn Schlimmes kommt, wenn Böses droht.   / Du gibst Acht auf uns, das kann keiner wie du. Führe uns nur nicht in Versuchung und lass nicht zu, dass andere es tun.   / Und dann, wenn wir weitergehen müssen, raus aus der Burg, wenn wir den Schirm verlassen und aus deinem Schatten treten müssen, dann werden uns deine Engel tragen, wohin du willst. Amen. 
Georg Rieger, Nürnberg
24. September 2020 Barmherziger Gott, im Alltag sind wir umgeben von Menschen, die uns bereichern aber manchmal auch anstrengen. Du machst uns Menschen unterschiedlich und wir müssen uns nicht alle  gleich interessant finden. Mach uns dankbar und gnädig im Umgang miteinander. Deine Barmherzigkeit soll es uns leichter machen.
Georg Rieger, Nürnberg
23. September 2020 Du freundlicher und freundschaftlicher Gott – ich danke dir für meine Freundinnen und Freunde. / Sie sind ein wunderbarer Teil meines Lebens. / Hilf mir, meine Freundschaften zu pflegen / durch Aufmerksamkeit und Mitgefühl, / durch Geduld und Nachsicht, / durch Offenheit und Anteilnahme. / Zeige mir auch, wo jemand alleine ist und vielleicht gerade auf mich wartet. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
22. September 2020 Lieber himmlischer Vater!  / Du gibst uns täglich unser Brot.  / Dafür danken wir dir  / und bitten dich:  / Gib uns und allen deinen Menschenkindern  / jeden Morgen neu, was unser Leib zum Leben braucht.  / Herr Jesus Christus!  / Du bist das Brot des Lebens, vom Himmel gekommen.  / Wir danken dir, dass du dich für unseren Lebenshunger  / dahingegeben hast und bitten dich:  / Ernähre unsere Seele und stärke sie durch dein Wort.  / Gott, Heiliger Geist!  / Komm zu uns und erfülle uns mit Freude und Lust am Leben.  / Lass die Lebenssatten wieder hungrig werden.  / Und den allzu Begierigen gib das rechte Maß,  / damit wir sehen, wo wir zu geben haben statt zu nehmen;  / aber auch, wo wir freimütig nehmen und bitten,  / ja betteln dürfen:  / Unser tägliches Brot gib uns heute.
RefLit
21. September 2020 Gott ich denke an Menschen, die benachteiligt werden. Die schlecht bezahlte Arbeit ohne geregelte Freizeit machen müssen. Die von Klimakatastrophen betroffen sind. Die von Krieg betroffen sind oder die ihre Kinder nicht in die Schulen schicken können. Schenke ihnen Kraft und Hoffnung, tröste sie in ihrer Verzweiflung und Schwäche und ermutige mich, dass ich grosszügig, klar und aufrecht dafür einstehe, dass alle Menschen entsprechende Rechte zu ihren Pflichten bekommen. Damit Hunger und Durst, Angst und Not nachlassen, damit wir den Namen Mensch so tragen lernen, dass niemand von deinen Gütern abgeschnitten wird und wir miteinander, heute und dort, wo wir sind, teilen lernen, was unser Leben gut und möglich macht. Du hast es gut gemacht. Hilf mir, dass ich das meine beitrage. Amen
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
20. September 2020

Gott, unser Vater,  / wir danken dir,  / dass wir alle deine Kinder sind.  / Du umgibst uns mit deiner Liebe,  / du schenkst uns Geborgenheit  / und machst uns mutig und frei,  / uns im Leben auszuprobieren.  / Zu dir können wir immer zurückkommen,  / auch wenn wir uns verrannt haben  / und schuldig geworden sind.

Wir bitten dich für die Kinder in diesem Land:  / Viel zu viele von ihnen müssen in Armut leben.  / Viel zu viele haben kein gutes Zuhause.  / Viel zu viele kriegen zu spüren,  / dass sie unerwünscht sind.  / Gott, das soll nicht so bleiben!  / Hilf, dass die Kinder bei uns Verbündete finden,  / die sich dafür einsetzen,  / dass sie von allem unguten Druck befreit werden  / und unbeschwert Kind sein können.

Wir bitten dich für die Kinder in anderen Teilen der Erde:  / Für die, die Hunger leiden,  / die keine Bildung erhalten,  / sondern zu Arbeit, Krieg und Prostitution gezwungen werden.  / Gott, du kennst ihr Elend und ihre zerstörten Träume.  / Wir bitten dich:  / Weite auch uns den Blick und das Herz,  / damit wir helfen, ihre Lage zu ändern.  /   / Gib allen, die Verantwortung tragen  / für das Wohl der Kinder  / Klarheit bei ihren Entscheidungen,  / Weisheit im Umgang mit Problemen  / und Leidenschaft für das Recht der Schwächsten. 

Segne alle,  / die Kindern deine Liebe spiegeln,  / und die sie lehren,  / dass du unser aller Vater bist.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

19. September 2020

Der Sommer geht zu Ende. Der Herbst kommt und danach der Winter. Die Gärten zeigen es und fragen leise, ob ich vorbereitet bin. Ach Gott, Vater, Bruder, Trösterin: ich bin es nicht. Nicht vorbereitet auf die Bilder der geflüchteten Menschen die aus dem langen, auch politisch gewollten Elend im furchtbaren Lager in das Elend ohne das Nötigste auf der Straße gekommen sind, und das kalte Reden und nur scheinbar verantwortungsvolle Entscheiden über sie. Nicht vorbereitet für die Sorge, wie sich die Pandemie in der kalten Jahreszeit entwickeln wird und wie meine Mitmenschen sich verhalten werden - was sie verstehen, einsehen und tragen werden und was vielleicht nicht mehr. Und ich soll mit ihnen sprechen. Kaum vorbereitet auch auf noch mehr Monate Arbeiten auf Abstand und mit wenig Kontakt in einer Gemeinde, die sich kaum versammeln kann, mit und für Menschen, die ganz verschiedene Lasten zu tragen haben. Und jede drückt, und keine kann ich einfach wegreden. Gott, Vater, Bruder, Trösterin, bereite du mich vor, trage mich und rüste mich aus. So wie du die Gärten durch die Jahreszeiten erhältst und wieder wachsen lässt, was wir doch gar nicht können und auch nicht müssen. Und so, wie du uns zum Arbeiten brauchst und rufst, in den Gärten und in deiner ganzen Welt. Das bitte ich durch Jesus Christus, in dem deine ganze Liebe und Sorge für deinen großen Garten ist. Amen.


Stefan Maser, Hoerstgen
18. September 2020 Gott des Himmels und der Erde!  / Wir danken dir,  / dass du mitten in der Zeit der Welt  / diesen Tag für uns gemacht hast.  / Wir danken dir,  / dass du uns an ihm erinnerst,  / wie freundlich du uns rufst  / und wie du uns an der Ruhe teilgibst,  / die Leib und Seele erfrischt.  / Dein Wort hat die Welt geschaffen.  / Mit deinem Wort erhältst du uns.  / Von deinem Wort leben wir.  / Vor dir breiten wir aus,  / wodurch wir dich vergessen,  / was uns erschreckt,  / wo wir meinen, uns sei Unrecht geschehen,  / und wo wir Unrecht an anderen getan haben.  / Lass uns Abstand gewinnen von dem,  / was hinter uns liegt,  / und neues Vertrauen zu dir fassen.  / Überströme uns mit deinem heiligen,  / heilmachenden Geist. Amen.
RefLit
17. September 2020 Eternal God, who hast set before us life and death for our choice, and hast given us Jesus Christ to be the way, the truth, and the life; help us to enter that way, to receive that truth, and to live by that life. Suffer us not to miss the purpose of our creation, but make us to be sons and daughters of thine and servants of thy kingdom. Through the same Jesus Christ our Lord. Amen.
Donald Baillie, Edinburgh (1887-1954)
16. September 2020

Gott des Himmels und der Erden  / und um Jesus Christus willen auch für uns  / Vater und Mutter im Himmel  / / barmherzig und gnädig bist Du,  / geduldig und von großer Güte.  / / Das stimmt, jedenfalls wird es kaum einen unter uns geben,   / der nicht von dieser Erfahrung erzählen könnte.

Wir danken dir für deine Geduld  / in der du auch uns immer wieder zur Umkehr rufst.  / / Wie oft lassen wir uns dann doch lieber von Geld, Macht und Gewohnheit  / von den Wegen abbringen, auf die Du uns führen möchtest,  / auf die Wege, die aus der Knechtschaft in die Freiheit der Kinder Gottes führen.

Wir beten für die Menschen, die unsere Solidarität in Wort und Tat brauchen.  / für die Geflüchteten, die hier eine neue Heimat suchen,  / für die in ihrer Existenz bedrohten, die nicht wissen wovon sie ihre Miete zahlen sollen,  / für den Maurer, der die Kelle hinlegt und für den Bäcker, der den Ofen nicht mehr anmacht  / für die Sängerin, die nicht mehr auf die Bühne kommt  / und den Puppenspieler, der kein Publikum mehr hat.  / für den Juden, der seine Kippa öffentlich lieber nicht trägt  / und die Muslima, die dafür kämpft, ihr Kopftuch zu tragen.  / und wir beten für die, die den Aufstand gegen den Tyrannen wagen  / in Minsk und Omsk, in Damaskus und all den anderen Städten und Staaten.

Wir hören deinen Ruf zur Umkehr  / und bitten um deinen Geist  / und Kraft aus deiner Kraft  / damit wir die Kurve bekommen und auf deine Wege zurückfinden.  / / Rede unüberhörbar so mit uns, dass wir verstehen und aufbrechen.  / Sprich das Wort, das erlöst und befreit.  / / Segne uns Herr. / Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
15. September 2020 Gott, lass dein Antlitz leuchten über mir, in dieser Stunde, an diesem Tag, in dieser Woche. Unsere eilige Zeit halte fest in deiner Hand, dass unser Leben nicht ein Flüchten sei vor dir und vor uns selbst. / Ich suche etwas bei dir. Ich suche den Glauben. Ich suche die Hoffnung. Ich suche die Liebe. / Gib mir einen größeren Glauben, eine mutigere Hoffnung und eine wärmere Liebe, durch deinen Sohn Jesus Chris­tus, unsern Herrn. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
14. September 2020 Ach Gott –  Unsere Kirchengeschichte ist mit Blut geschrieben. Von Christinnen und Christen erduldet. Von christlichen Herrschern und Klerikern verschuldet. / Unsere Gegenwart ist mit Blut geschrieben. So viel fehlgeleiteter religiöser Fanatismus. So viel Gewalt unter dem Vorwand der Religion. / Und wir? Ratlos – mutlos – gleichgültig ... / Hilf uns, die Hoffnung nicht zu verlieren. Hilf uns, die kleinen Schritte nicht gering zu schätzen. Du hast auch uns berufen und für würdig geachtet, an deiner gerechten Welt mitzuwirken. /  Lass uns nicht müde werden. Die Alten im Vertrauen. Die in der Mitte des Lebens im Handeln. Die Jungen in ihren Visionen. / Sei uns allen nahe mit deinem Geist.  / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
13. September 2020 Gott,  / in deinem Licht entfalten sich Güte,  / Gerechtigkeit und Wahrheit.  / Wir bitten dich:  / Sende dein Licht in unsere Dunkelheit,  / damit deine Güte über unsere Hartherzigkeit  / und deine Wahrheit über die Lüge siegt.  / Dies bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
RefLit
Wochenrückblick 12. September 2020
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,   / wir schwanken. Wir sind hin-und hergerissen.  / Wie lange noch Corona? Wird es bald einen Impfstoff geben?  / Oder ist da der Wunsch der Vater des Gedankens?  / Wie schauen in die USA. Wir hören und lesen und verstehen nicht.  / Wie ist das möglich? Ein Blender und Lügner an der Spitze der Weltmacht.  / Oder gehört derlei inzwischen dazu im Westen wie im Osten?  / Wir schauen auf Europa. Wir sehen, wie schwer es ist, zusammen zu bleiben.  / Einst gab es die Versöhnung über den Gräbern. Jetzt gibt es den Kleinkrieg  / der Eigeninteressen. Passen die einfach nicht zusammen: Macht und Vernunft?  / War das schon immer so: in der Antike, im Mittelalter, in der Neuzeit?  / Ist so der Mensch? Müssen wir uns also gar nicht aufregen? Müssten wir vielmehr dankbar sein für kleinste Spuren, Splitterund Mosaiksteinchen von Menschlichkeit und Miteinander?  / Ist nicht mehr zu erwarten?  / Wir erwarten mehr. Und wir fühlen uns verbunden mit denen, die mutig sind. Die auftreten gegen Tyrannei und Gewaltherrschaft und deren Furchtlosigkeit uns beeindruckt. Sei Du bei ihnen.  / Ja, wir erwarten mehr. Und wir spüren zugleich: Es muss ein Wunder geschehen. Geist von Deinem Geist muss die Ungeister vertreiben. Die Kraft Deiner Vorsehung muss auch die zu Werkzeugen des Friedens machen, die das gar nicht wollen. Die Angst muss wieder die Seiten wechseln.  / Erhöre uns. Um Deiner Barmherzigkeit willen. Um der Nachwachsenden willen, aus deren Munde Du Dir Lob bereiten mögest. Darum bitten wir Dich.  / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Moria - aus aktuellem Anlass

Gott, bitte glaube mir mein Entsetzen über das, was in dem Flüchtlingslager Moria in Griechenland passiert ist. Menschen, die schon eh gezwungen waren, unter schlimmsten Umständen zu leben, haben nun noch ihr letztes Hab und Gut verloren. Und noch immer hilft ihnen niemand. Lass meine Betroffenheit nicht nur vorübergehend und verlogen sein, sondern halte mich an, etwas zu tun.
Gott, bremse mich nicht in meiner Wut über die Art von Politik, die ihre taktischen Schachzüge auf dem Rücken dieser Menschen austrägt und unbarmherzig den Tod von Geflüchteten in Kauf nimmt. Lass mich nicht überdrüssig werden, sondern ermutigend für die, die eine andere Politik durchsetzen wollen.
Gott, sei mir gnädig und lass es mir doch nicht einfach durchgehen, dass ich monatelang andere Themen wichtiger fand und nichts unternommen habe – nicht einmal das wenige, das vielleicht möglich gewesen wäre. Lass mich mutig gegen die Stellung beziehen, die immer noch meinen, dass keine Hilfe nötig wäre.
Gott, mach mich aufrichtig dankbar für die Menschen, die sich seit Jahren um Geflüchtete kümmern – sei es auf Rettungsschiffen, in den Auffanglagern und bei der Integration. Gib ihnen den Mut weiterzumachen und mir die Großzügigkeit, sie wenigstens materiell dabei zu unterstützen.
Gott, mach uns Menschen klar, dass wir füreinander da sein müssen. Mach dem Taktieren ein Ende und ebenso dem Hass und der Hartherzigkeit, von denen überall zu lesen und zu hören ist. Bestärke die Barmherzigkeit und die Menschenfreundlichkeit in uns allen. Wir brauchen dich, wir bitten dich, wir hoffen auf deine Hilfe. Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
10. September 2020 Gott, / zu dir muss ich keinen Abstand halten, wenn ich zu dir bete, muss ich keine Maske tragen. Wenn ich dich reden höre, werde ich nicht krank. Du wirst mich nicht anstecken, nicht mit bösen Viren, aber mit guter Hoffnung. Hauch mich an mit deinem Geist, sprich dein Wort, dann bleibt meine Seele gesund und der Leib verschont. / Du bist meine Zuversicht in den Zeiten der Not. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
9. September 2020 Lieber Gott, morgen fängt die Schule wieder an. Ich komme zu einem neuen Lehrer. Bitte hilf mir, daß ich gut auskomme mit ihm. Amen (Verfasser unbekannt)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
8. September 2020 Gott, du Vollender, wenn, dann hast du etwas mit uns und dieser Welt vor. Bitte lass uns das spüren, dass unser Leben einen Sinn hat, dass es eine Gerechtigkeit gibt am Ende aller Tage. Lass uns den Glauben an deine Vollendung nicht als Vertröstung verstehen, sondern als Ansporn!
Georg Rieger, Nürnberg
7. September 2020 O God our Father, deliver us from the foolishness of self-confidence, from all boast­ing and vanity, from pride of energy and false notions of success. Teach us that our springs are not in ourselves but in Thee, that so far from being able to do what we will, we can neither will nor do any good except by Thy grace and with Thy help, that it is when we are weak in ourselves that we are strong in Thee, that Thy power is made perfect in our conscious lack of power that compels us to lay our helplessness on Thy strength. Here we may find our rest and feel, pouring through all our impo­tence, the tides of Thy mighty Spirit, for Thine is the kingdom, the power and glory. Amen.
Robert E. Speer, U.S.A. 1943
6. September 2020

Erhabener Gott, / du liebst die Armen und wohnst im Elend, / da, wo die meisten von uns nicht hingehen, / weil uns die Hässlichkeit der Armut abstößt:  / der Dreck, der Gestank, / die Verrohung des Umgangs. / Wir sehen oft nicht die Tapferkeit derer, / die mit wenigem auskommen müssen. / Wir würdigen nicht, / wie großherzig und hilfsbereit sie trotzdem oft sind, / und ihre Lebensleistung stößt bei uns auf wenig Beachtung. / / Gott, lass du uns nicht verrohen! / Lehre uns, genau hinzusehen / und uns anrühren zu lassen, / von schweren Schicksalen. / Verbinde uns mit den Bedürftigen / in solidarischem Respekt / und in gerechtem Teilen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

5. September 2020

Gott, du Schöpfer und Bewahrer
der Jahreszeiten!
Der Wechsel des Lichts und der Temperaturen
ist eines Deiner Geheimnisse,
die mich auf Trapp halten.

In diesen Tag wird es herbstlich,
schon bald dunkel,
nachts richtig kalt.
Die Blätter beginnen sich zu verfärben.
Früh ist es manchmal nebelig.

Das wirkt sich auch auf mein Gemüt aus.
Die Stimmung verfinstert sich.
Der Alltag wird zäh.
Ich sehe alles wie durch einen Schleier.

Schlimme Nachrichten
berühren mich noch mehr als sonst.
Die immer dreisteren Versuche,
die Demokratie zu zerstören,
machen mir Angst.
Die Viren und der Herbst
lassen nichts Gutes hoffen.

Gott, ich brauche die Sonnenstrahlen
deiner Liebe in diesen Tagen,
die mir das Herz wärmen
und mich lebensmutig machen.
Nimm mich an die Hand
und lass mich das Nötige tun!
Erhelle meine Gedanken,
so dass ich die guten Dinge sehe.
Tröste mein Gemüt,
du Gott der Jahres- und aller Zeiten!


Georg Rieger, Nürnberg
4. September 2020

Gott, du hast uns geschaffen  / und zu deinem Volk berufen aus allen Teilen der Erde.  / Wir danken dir für die Gemeinschaft,  / die du über alle Grenzen hinweg wachsen lässt:  / Lass sie Frucht bringen für alle Menschen.  / Wir rufen: Herr, erbarme dich.

Gott Abrahams und Saras,  / wir sehnen uns nach Gerechtigkeit.  / Wir Christen und Christinnen,  / Kirchen und Gemeinden in unserem Land  / wollen beitragen zum Leben in unserer Gesellschaft,  / damit wir gerecht miteinander teilen,  / damit es Arbeit, Nahrung, Gesundheit und Wohnung  / für alle gibt.  / Wir bitten dich um deinen Beistand  / und rufen: Herr, erbarme dich. 

Jesus Christus, von Maria geboren, Mensch wie wir,  / wir nennen dich den Fürsten des Friedens.  / Du bist unser Friede und willst Frieden unter den Völkern.  / In deiner Nachfolge wollen wir Frieden halten  / und Frieden stiften in einer zerrissenen Welt.  / Wir rufen: Herr, erbarme dich.

Heiliger Geist, du Mutter der Gläubigen,  / die ganze Schöpfung durchdringt dein Atem.  / Du lehrst uns die Ehrfurcht vor allem Leben,  / rufst uns zur Liebe durch das Evangelium.  / Lass uns nicht länger leben, als käme nach uns die Sintflut.  / Gib uns den Mut, umzukehren zu einer Lebensweise,  / die deine Schöpfung bewahrt und Leben für alle erhält.  / Wir rufen: Herr, erbarme dich.


RefLit
3. September 2020 Gott, segne und behüte deine Welt, deine Menschenkinder, sieh genau hin in jeden dunklen Winkel, auf jede staubige Straße und auch in die neonerleuchteten Zimmer der Krankenhäuser. // Gott, lass dein Angesicht leuchten, lass deine Augen strahlen und funkeln, dass wir dich und einander ebenso anlachen und strahlen. Lass uns Freude schenken. Lass uns Zuversicht ausstrahlen und aufeinander achten während dieser Pandemie. Lass dein Angesicht leuchten und sieh uns mit all unseren Fehlern und Versäumnissen gnädig an. // Gott, erhebe dein Angesicht und erhebe uns aus der Not, aus der Angst, aus der Hoffnungslosigkeit. Schenke deinen Frieden, Frieden in den Wohnungen und Städten, Frieden zwischen Menschen und Völkern. Wir brauchen deinen Frieden dringend, an so vielen unterschiedlichen Orten dieser Welt. // Amen
Meike Waechter, Berlin
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