22. Oktober 2020
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt / Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen.
Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? / Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? / Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen!
Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt, / ein neues Feuer schlägst. / Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
21. Oktober 2020
Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
20. Oktober 2020
Gott, der allen Glauben weckt und alles Tun in uns vollbringt, dich bitte ich:
Sieh an meinen Glauben und hilf meinem Unglauben.
Sieh an meine Liebe und achte auf sie, wenn sie zaghaft wird.
Sieh an meine Hoffnung und gib ihr Nahrung mit guten Nachrichten.
Ich glaube an deine Freundlichkeit. Lass mich freundlich bleiben zu allen, die um mich sind.
Ich glaube an deine Barmherzigkeit. Lass mich barmherzig bleiben mit allen, die mich bitten.
Ich glaube an deine Nachsicht. Lass auch mich nachsichtig sein mit allen, die an mir schuldig geworden sind.
Ich glaube an die Auferstehung deines Sohnes. Lass mich auch an meine Auferstehung glauben.
Ich glaube, dass du dem Werk deiner Hände die Treue hältst. Gib uns Mut, unsere Gewohnheiten zu ändern und noch größere Schritte zu gehen, um das Klima zu retten.
Halte uns den Glauben, die Liebe und die Hoffnung lebendig, damit wir mutig erkennen, was gut ist, und fröhlich tun, was zu tun ist. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
19. Oktober 2020
Mein Schöpfer, Erlöser und Quelle der Lebensfreude, / mit jedem Atemzug empfange ich das Leben von dir. / Mit jedem Seufzer gebe ich dir von meiner Last ab. / Öffne mich für diesen Tag. / Öffne mich für dein belebendes Wort. / Öffne mich für deine Berührung, auch in den Menschen, dir mir heute begegnen. / Danke für deine Gegenwart. / / Amen.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
18. Oktober 2020
zu Psalm 32
Gnädiger Gott, / wir danken dir für die Erfahrungen / von Vergebung und neuem Anfang. / Oft tun wir uns schwer, / auch nur uns selbst einzugestehen, / dass wir schuldig geworden sind. / Jeder Riss in unserem Selbstbild / macht uns unsicher, / und wir haben Angst, / dass wir durch Fehler und Versagen / in fremden Augen wertlos werden. / Wir schämen uns manchmal auch vor uns selbst!
Wie gut tut es da, / wenn wir erleben, / dass wir nicht festgenagelt werden / auf unsere Schuld, / nicht verachtet / für unser Scheitern. / Wie gut tut es, / vertrauen zu dürfen: / Du bist ein Gott, / der vergibt!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick
17. Oktober 2020
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / Du bist Weg, Wahrheit und Leben. / Und alles drei ist uns abhanden gekommen. / Sehr unsicher sind wir, wohin es weitergeht mit uns. / Nicht nur als Einzelne sind wir unsicher. Auch international. / Verträge werden gekündigt. Die Rüstung neu angeschoben. Aus kalten Konflikten werden heiße. / Wohin kann das anders führen als mitten hinein ins Böse? / Und gelogen wird, dass sich die Balken biegen. / Um der eigenen Macht willen. / Und auch, weil sich mit Halbwahrheiten besser leben lässt. / Und ebenso, weil man es so genau gar nicht wissen will. / Weil Angst macht, was wir wissen könnten. / Da sind wir lieber ahnungslos. / Aber das sind wir nicht. / Wir ahnen, dass wir Helfershelfer der Hölle sind. / Und wie der Tod um sich greift! / Die Lebenserwartungen steigen. / Noch. Hier bei uns. / Aber die Wüsten wachsen. Der Hunger ist noch nicht besiegt. / Die Corana-Pandemie ebenso nicht. Und eine weitere, von der / wir noch nichts wissen, könnte ihr folgen. / Wir haben lange geglaubt, das Haus der Zukunft selber bauen zu können. / Aber wir haben stets nur am Ast gesägt, auf dem wir sitzen. / Jetzt ist der Fall ein großer. / Du, Herr, bist Weg, Wahrheit und Leben. / Sei eben dies für uns, die wir Gefangene unsere Sackgassen, Gefangene / der Lüge und des Todes sind. / Erlöse uns von dem Bösen. / Die Zeit drängt. / Hilf uns, sie auszukaufen. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
16. Oktober 2020
Gott, wir sehnen uns danach, / dass du Recht schaffst in unserer Welt, / deren Ungerechtigkeit zum Himmel schreit. / Wir fühlen uns oft so ohnmächtig / gegenüber all dem Furchtbaren, / von dem wir hören. / Gott, wir ersehnen deine Gerechtigkeit / und fürchten doch auch dein Gericht. / Denn du lässt dich nicht täuschen / durch die schönen Fassaden, / hinter denen wir uns so oft verbergen. / Du lässt dich nicht beschwichtigen / von der gängigen Ausrede, / wir könnten schließlich nichts machen. / Du weißt, was wir anderen Menschen schuldig bleiben / und wieviel Böses auch von uns ausgeht. / Barmherziger Gott, sei uns ein gnädiger Richter / und hilf uns, entschieden und tapfer zu werden / im Tun deines Willens. Amen.
RefLit
15. Oktober 2020
Herr unser Gott! Du hast dich erniedrigt, um uns zu erhöhen. / Du wurdest arm, damit wir reich würden. / Du kamst zu uns, damit wir zu dir kämen. Du wurdest ein Mensch wie wir, / um uns aufzunehmen in die Teilnahme an deinem ewigen Leben. / Das Alles aus deiner freien, unverdienten Gnade. / Das Alles in deinem lieben Sohn, unserem Herrn und Heiland Jesus Christus.
Karl Barth (1886-1968)
14. Oktober 2020
Lieber Gott, ich danke dir für die Welt. Ich danke dir für die Schule. Ich danke dir, daß jeden Tag etwas Neues passiert. Amen. Sabine, Nordhorn (3. Kl.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
13. Oktober 2020
Du Gott der Zukunft – welche Zukunft hast du für uns Junge bereit? So viel wird von uns erwartet. Wir sollen gute Eltern, Onkel und Tanten sein und gleichzeitig unsere Mütter und Väter betreuen. Wir sollen unser Bestes im Beruf geben und gleichzeitig unsere Partnerschaften und Freundschaften gelingen lassen. Sei bitte bei uns mit guten Ratschlägen für unser Leben und lass uns nicht mutlos werden. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
12. Oktober 2020
We are tired, Lord, / weary of the long night without rest. / We grow complaining and bitter. / We sorrow for ourselves / as we grow hardened to the pain of others. / Another death leaves us unmoved. / A widow’s tears fall unnoticed. / Our children know only bitterness / already possessing their parents. / Our violent words / explode into violent acts / by the hands of youth / bringing destruction without thought or reason. / Lord, have mercy upon us. / Lead us to repentance that we may forgive / and be forgiven. Amen.
Thomas A. Patterson, Belfast 1989
11. Oktober 2020
Gott, / wie leicht ist es, / von Liebe zu reden, / und wie schwer, / sie zu praktizieren: / friedlich mit Nahestehenden zu leben, / mit Ungeschickten Geduld zu bewahren, / Fremde in ihrer Eigenart zu achten, / niemand zu beneiden um Glück und Erfolg. // Nimm weg, / was der Liebe entgegensteht. / Weite unser Herz für andere Menschen / und lass aus Beteuerungen von Nächstenliebe / liebevollen Umgang wachsen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick
10. Oktober 2020
Wir bitten dich um Gesundheit, Gott!
Wir beten für die schwer kranken Menschen,
die nicht gut versorgt werden,
weil sie das Geld dafür nicht haben,
weil sie zum Beispiel nicht versichert sind.
Wir beten für die Infizierten,
die gerade Angst haben,
weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt.
Wir beten für die Menschen,
die in Isolation verharren,
die einsam sind und verzweifelt.
Wir beten für alle,
die sich um Kranke kümmern
in Krankenhäusern, Praxen und Heimen,
dass sie gesund bleiben
und den Mut nicht verlieren
trotz aller Geringschätzung ihrer Arbeit.
Wir beten für die Gesundheit von Präsidenten,
die selbst kein Mitleid für sich beanspruchen,
weil sie stark wirken wollen.
Wir bitten dich für alle,
die Verantwortung tragen in dieser Zeit,
dass sie sich von Vernunft leiten lassen
und sich von dir getragen fühlen. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
9. Oktober 2020
So will ich diesen Tag bestehen: / nicht über die Schrecklichkeiten der Nachrichten jammern, sondern den kleinen Wink für meinen persönlichen Einsatz finden / mich nicht überfordern lassen, sondern tun, was ich kann / Provokationen nicht erwidern, sondern vernünftig dagegen halten / einen guten Rat und Hilfe annehmen / nicht auf Freundlichkeit warten, sondern Freundlichkeit ausstrahlen / der Liebe eine Chance geben / das Vertrauen zu dir nicht verlieren / Hilf mir dazu, o Gott.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
8. Oktober 2020
Ach Herr unser Gott! Wir danken dir für deine Güte und gnädige Absicht über uns. / Siehe nicht an die Unwürdigkeit und Gebrechlichkeit dieses äußern Vortrags, / wodurch dein Segen könnte gehindert und von uns abgewandt werden. / O komm, Herr Jesu, und ersetze durch deinen heiligen Geist und dessen Kraft / an unserm Herzen alles, was gemangelt hat.
Gerhard Tersteegen (1697-1769)
7. Oktober 2020
Gott, Hüter alles Lebendigen, / vor dir liegt offen, was auf unserer Welt geschieht – / im Großen und im Kleinen. / Du siehst die Tränen all derer, die leiden, / du kennst die Wut aller, die unterdrückt werden, / und keine Gemeinheit bleibt dir verborgen. / Nur manches von dem, was vorgeht, / erfahren wir aus unseren Medien, / aber schon das ist oft mehr, / als wir verarbeiten oder ertragen können. / Die Fülle der Schreckensmeldungen / droht uns resignieren zu lassen / im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. / Wir ahnen, wie willkürlich die Auswahl / der Berichterstattung sein kann / und wieviel Manipulation und Machtausübung / damit möglich ist. / Gott, lass uns trotz allem nicht müde werden, / uns über das Weltgeschehen zu informieren. / Lass uns erkennen, wo wir gefordert sind / mit eigenem Einsatz und mit unserem Gebet. / Herr, erbarme dich über uns. Amen.
RefLit
6. Oktober 2020
Gott, zu dir will ich mich halten. Zu dir bete ich. Meine Zuversicht, meine Hoffnung setze ich auf Dich. / Nimm mich mit auf deinen Weg, der mich herausführt aus der Enge meiner eigenen Mauern in die Weite Deiner Menschlichkeit, aus der Enge meiner Angst in die Weite deiner Güte. Nimm mich mit auf den Weg zu Dir. Dort werde ich auch mich finden. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
5. Oktober 2020
Ewiger Gott, ohne deinen Willen wird kein Haar von meinem Haupt fallen./Zähle nicht nur unsere Haare auf dem Kopf./Zähle unsere Sorgen und Ängste, unser Not und unseren Schmerz, zähle unsere unerfüllten Wünsche,/die Summe ist so groß, wir können sie nicht erfassen,/aber wir wissen sie aufgehoben und geborgen bei dir.
Meike Waechter, Berlin
4. Oktober 2020
Wenn du ihnen nicht gesagt hättest, dass sie ihre Sandalen abklopfen können und weiterziehen von dort, wo die Freundlichkeit nicht wohnt, dann hätte sich der Evangelist vielleicht auf einen anderen Grundsatz der Gastfreundschaft und der Lust an der Besitzlosigkeit erinnert. Du erinnerst mich daran, dass Besitz keine Seligkeit verspricht. / Es befreit.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Wochenrückblick
3. Oktober 2020
Unsere Erde brennt. / Gottes gute Schöpfung brennt. / Sie brennt in den Wäldern von Sibirien und Kalifornien. / Sie brennt in den Streitdebatten in Amerika und der Gewalt gegen friedliche Demonstranten in Belarus / Sie brennt in Moria und überall, wo Menschen auf der Flucht sind, fast 80millionenfach. / Unsere Erde brennt. / Sie brennt in der Profitgier von Politikern und Managern. / Sie brennt in der Unfähigkeit zum Teilen, und wenn wir nur fünf Brote und zwei Fische hätten. / Sie brennt in der Zerstörung der Zukunft für unsere Enkel und Kinder. / Gottes gute Schöpfung brennt.
„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ / Nein, es ist nicht Dein Zorn, Gott, der wie einst die Fluten über uns hereinbricht, / so sicher auf jede dunkle Nacht ein neuer Tag folgt. / Wir sind es selbst, Gott. / Lass uns Deinem Brennen, Gott, Deiner Liebe für Deine gute Schöpfung fest vertrauen. / Lass uns nicht verbittern, verzweifeln, verzagen, / Lass uns alles, was uns dankbar macht und hoffnungsvoll in diesen Tagen, / ausbringen als Saat für eine gute Zukunft. / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
2. Oktober 2020
Herr Jesus Christus, wir bitten dich für die Hungernden und die Durstigen, die Fremden und die Unbekleideten, die Kranken und die Gefangenen. Wir bitten dich für alle deine geringsten Brüder und Schwestern. / Lass uns erkennen, dass sie alle dein Antlitz tragen und wir dir in ihnen tagtäglich begegnen. / Gib uns die Kraft, uns von dir nicht abzuwenden, sondern das zu tun, was nötig ist. Amen
Meike Waechter, Berlin
1. Oktober 2020
Lieber Gott, / du bist unser Vater im Himmel / und ich habe dich gern. / Ich danke dir, / dass ich auf der Welt bin / und dass wir Häuser und zu essen haben. / Du bist überall. / Danke. / Amen. / Paul 8 Jahre
Kinder aus dem kirchlichen Unterricht im 3. Schuljahr, Kanton Graubünden, Schweiz
30. September 2020
Gütiger Gott, wenn wir helfen wollen, dann schenke uns das richtige Maß, dass wir uns nicht verausgaben oder den Empfängern der Hilfe auf die Nerven gehen. Wir brauchen Engagement und Begeisterung, müssen aber auch unsere und die Grenzen Anderer wahren.
Georg Rieger, Nürnberg
29. September 2020
Du ferner und naher Gott – du willst dich auch finden lassen in der Kunst. Ich danke dir für die Musik, die unsere Fantasie beflügelt und uns aus dem Alltag erhebt. Ich danke dir für die Kunst, die uns hinter Bildern eine ganz andere Wirklichkeit ahnen lässt. Ich danke dir für die Architektur, die das Nützliche mit dem Schönen verbindet. Lass mich überall deine Spuren erkennen. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
28. September 2020
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt
Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen.
Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen?
Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen?
Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen!
Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst.
Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
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