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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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30. April 2020

Herr, sei mein Hirte 
Gebet zum „Hirtensonntag“  / nach Psalm 23 (Zürcher Bibel) 

Herr, / sein mein Hirte, / lass mir nichts mangeln. / Weide mich auf grünen Auen. / Führe mich zur Ruhe am Wasser, / gib mir neues Leben. / Leite mich auf Pfaden der Gerechtigkeit / um Deines Namens willen. / Und wenn ich im finstern Tal wandere, / so lass mich kein Unheil fürchten. / Sei Du bei mir, / schon Dein Stecken und Stab werden mich trösten! / Ja! Du deckst mir einen Tisch / im Angesicht meiner Feinde, / Du salbst mein Haupt mit Öl / und mein Becher ist übervoll! / Ja! Güte und Gnade folgen mir alle meine Tage! / So lass mich zurückkehren / ins Haus des Herrn / mein Leben lang. / Amen!


Simon Froben, Bayreuth
29. April 2020 Barmherziger Gott. Du bist auf der Suche nach uns, willst uns aufrichten und in deine Arme nehmen. Ich lasse mich Dir HERR. Du meinst es gut mit mir. Meine Angst und meine Sorgen um die Zukunft lasse ich Dir. Du sorgst für mich. Ich will schweigen und geduldig warten bis ich deine Stimme höre, die mir den Weg ins Leben weist. Nimm von mir, was mich lähmt, vertreib die Stimmen, die mich von dir ablenken. Ich bin bereit aufzustehen und aufzubrechen, wenn Du sagst: steh auf, nimm dein Bett und geh. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
28. April 2020 Wie soll ich in meinem Kopf zusammenbringen, was ich tagtäglich erlebe? / Einen Frühling, der Augen und Herz warm werden lässt. – Ein Blick auf die Nachrichten aus Krankenhäusern und Leichenhallen, der Verstand und Herz frieren lässt. / Meinen beschaulichen Alltag als wohlhabende Rentnerin. – Die vielen Menschen, die vor dem existenziellen Nichts stehen. / Die übermenschlichen Anstrengungen im Gesundheitsbereich. – Den aggressiven Leichtsinn von Populisten. / Freundlichkeit und Kreativität. – Dummheit und Gewalt. / Hoffnung und Angst. / Wie soll ich das in meinem Kopf zusammenbringen? / Wo soll ich dich – o Gott – in alledem finden? / Sei uns nahe, auch wenn unser Glaube paradox erscheint. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
27. April 2020 Gott, unser Vater, / du hast uns deinen Sohn gesandt: / Jesus, den guten Hirten, / der uns sammelt, / der uns den Weg weist, / der uns schützt in Gefahr. / Wir bitten dich: / Gib uns deinen Geist, / damit wir die Stimme des Hirten erkennen / und ihm folgen auf dem Weg ins ewige Leben.
RefLit
26. April 2020 Hüter des Lebens / du siehst, / wie oft wir uns verloren fühlen / in einer Zeit, / in der alles möglichst schnell gehen muss, / in einer Gesellschaft, / die gnadenlos urteilt über Menschen, / in einer Welt, / deren Probleme uns oft überfordern. / / Du weißt, / wie leicht wir uns verirren / in trübe Gedanken / in leeres Gerede, / in achtloses Tun. / / Wir bitten dich:  / Suche uns, / wenn wir nicht mehr wissen, / wohin wir gehören. / Finde uns auf den Irrwegen, / die uns von dir entfernen. / Rufe uns / wie ein Hirte / in deine tröstliche Nähe.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

25. April 2020

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, Du bist der Herr der Zeit. Und aus Deiner Hand kommt alles Leben.  / Viele haben im Moment mehr Zeit, als ihnen lieb ist. / Sie spüren Leere und Ungeduld.   / Sie sagen: Das ist doch kein Leben. / Verständlich, wenn man anderes gewohnt war / und der Rhythmus von Arbeit und Freizeit das Leben bestimmte. / Aber, wenn wir uns erinnern: / Deutschland vor 75 Jahren. / So viele Tote. / So große Angst. / So viel Entsetzen / über das, was geschehen ist: / in den Häusern, die der Willkür der Sieger ausgesetzt waren, / und in den Lagern der Menschenverachtung. / Dass es überhaupt weiterging. / Danke, dass es weiterging. / Danke, dass wir glauben dürfen: Auch jetzt geht es weiter. / Dazu gib Klugheit und Weitsicht. / Dazu gib Gelassenheit und Demut vor Dir. / Nein, wir sind nicht klüger als andere. / Wir teilen die allgemeine Ratlosigkeit. / Aber wir wissen um Dich. / Lass uns in diesem Wissen getrost sein. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
24. April 2020 Wir von uns aus könnten nur verlorengehen. / Und wir haben solche Errettung nicht verdient, niemand von uns. / Du hast dich aber in der unbegreiflichen Hoheit deines Erbarmens mit unserer Sünde und mit unserem Elend gemein gemacht, um so Großes an uns zu tun. / Wie sollten wir dir anders danken als damit, daß wir dieses Große begreifen, / ergreifen und gelten lassen? / Wie soll das aber anders geschehen, als indem derselbe lebendige Heiland, / der für uns gelitten hat, gekreuzigt wurde, gestorben und begraben, / aber auch auferstanden ist, jetzt selbst in unsere Mitte tritt, / zu unseren Herzen und Gewissen redet, / uns für deine Liebe aufschließt, uns anleitet, uns ihr ganz anzuvertrauen, / von ihr und nur von ihr zu leben. / Daß das in der Macht deines Heiligen Geistes geschehe, darum bitten wir dich: / in aller Demut, aber auch in aller Zuversicht. Amen.
Karl Barth (1886-1968)
23. April 2020 Lieber Gott, ich bin froh, dass du noch lebst. Ich bin traurig, weil ich gehört habe, dass Jesus tot ist, aber ich freue mich auch, dass er auferstanden ist. Ich will mal wissen, was mit den Jüngern passiert ist. Amen. Nicolas, Stuttgart (7 J.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
22. April 2020 Lass uns annehmen, was wir nicht loswerden können. Gott, wir fühlen uns oft schuldig für Dinge, die wir getan haben. Gib uns die Möglichkeit, das eine oder andere wieder gut zu machen. Vergib uns, was wir nicht wieder gut machen können und unterstütze uns, wenn wir unser Leben ändern wollen.
Georg Rieger, Nürnberg
21. April 2020 Ich hab mich verlaufen HERR. Überall Wände. Keine Türe zu erkennen. Nirgendwo ein Ausweg. Du bist der gute Hirte, führ mich zurück auf deine Wege. Nur auf deinen Wegen wird dein Segen liegen. Mach der Dürre ein Ende. Ich bitte um deinen Segen für mein Tun und Lassen, damit Frucht wächst, von der ich und meine Nächsten leben können. Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
20. April 2020 Im Morgengrauen meiner Gedanken suche ich dich, / aber ich finde dich nicht. / Ratlos stehe ich am Ort des Versagens, am Ort meiner Ohnmacht und Trauer. / Ich weiss nicht weiter. / / Die Vergangenheit haftet an mir, zieht mich hinunter. / Ja, ich selber bin in diesem Grab gefangen. / Mein Verlangen nach Leben ist nicht stark genug. / Es vermag nicht den schweren Stein zu wälzen, der mich vom Leben trennt. / / Doch ohne dass ich selber irgendetwas tue, / beginnt sich der Stein zu lösen. Er wird von aussen zur Seite gerollt.  / Das Licht des neuen Tages strömt hinein. / / Du lässt mich aus dem Grab steigen und ins neue Leben hineintreten, wie neu geboren. / Ich danke dir, Herr Jesus Christus, dass du meine Schuld und mein Verzagen überwunden hast. / Wie ein älterer Bruder nimmst du mich an der Hand und sagst: / „Ich lebe und du sollst auch leben!“
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
19. April 2020

Gott, reiß die Stricke des Todes entzwei (nach Psalm 116)

Der du die Toten auferweckst,  / wir danken dir,  / dass du uns schon jetzt neues Leben schenkst.  / Wir erfahren die Macht der Auferstehung,  / wenn jemand unsere Einsamkeit bemerkt  / und uns behutsam aus ihr heraushilft,  / wenn sich der eiserne Ring von uns löst,  / den die Angst vor Versagen um uns gelegt hat,  / wenn wir freikommen  / aus dem Kerker der Depression  / und die Welt wieder bunt wird.  / / Gott, reiß die Stricke des Todes entzwei,  / die uns umfangen.  / Schenk uns neue Lebenskraft,  / dass wir in Gemeinschaft mit vielen anderen  / aufatmen und singen können  / zu deiner Ehre.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

18. April 2020

 

Lieber Gott,
im Wortschatz meiner Gebete
kommt das Wort Lockerung nicht vor.
Doch in diesen Tagen, in der letzten Woche
und bestimmt auch in der nächsten Zeit
spielt es eine große Rolle,
dass sich bei uns manches wieder lockert.

 

Um Schlimmeres zu verhindern
verzichten wir auf Nähe und Kontakte,
auf Freundschaften und unsere Arbeit.
Mal fühlen wir uns dazu gedrängt,
mal tun wir es gerne –
einfach, weil es vernünftig ist.

 

Die Lockerungen freuen uns
doch wir bleiben auch skeptisch:
Wird das funktionieren?
Geht es am Ende doch alles wieder
von vorne los?

 

Können wir denen die Angst nehmen,
die am meisten gefährdet sind?
Können wir die beruhigen,
die aufbegehren gegen
die immer noch geltenden Regeln?
Können wir die unterstützen,
die wirtschaftlich in Not geraten?

 

Gott, ich danke dir dafür,
dass du uns durch diese
schwierigen Zeiten führst.
Und ich bitte dich,
dass du uns nun auch
durch diese Lockerungen begleitest
und uns den besten Weg
durch diese Krise finden lässt.

Amen!


Georg Rieger
17. April 2020 Gott im Himmel! / Sei uns nah, wenn wir nach dir rufen, / sieh uns an, wenn wir Angst haben, / stärke uns, wenn wir schwach sind, / halte uns, wenn andere uns bedrängen, / mach die Seelen satt mit deiner Güte, die so tröstlich ist. / Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
16. April 2020 Es tut so gut, dich bei mir zu haben,  / auch wenn ich weiß, dass ich nicht über dich verfügen kann.  / Du überraschst mich, stellst mich vor Herausforderungen, mutest mir viel zu.  / Lass mich den Glauben nicht verlieren, dass alles einen Sinn hat,   / den du kennst und dem ich vertrauen kann – ohne ihn zu kennen.
Georg Rieger, Nürnberg
15. April 2020 Gott,  / dein Wort schafft Leben.  / Wir bitten dich:  / Lass uns auf die Kraft deiner Verheißung vertrauen,  / damit wir Hoffnung haben, um uns für das Leben einzusetzen.  / Dies bitten wir dich durch Jesus Christus, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
RefLit
14. April 2020 Wir von uns aus könnten nur verlorengehen. Und wir haben solche Errettung nicht verdient, niemand von uns.   / Du hast dich aber in der unbegreiflichen Hoheit deines Erbarmens mit unserer Sünde   / und mit unserem Elend gemein gemacht, um so Großes an uns zu tun.   / Wie sollten wir dir anders danken als damit, daß wir dieses Große begreifen,   / ergreifen und gelten lassen?   / Wie soll das aber anders geschehen, als indem derselbe lebendige Heiland,   / der für uns gelitten hat, gekreuzigt wurde, gestorben und begraben,   / aber auch auferstanden ist, jetzt selbst in unsere Mitte tritt,   / zu unseren Herzen und Gewissen redet,  / uns für deine Liebe aufschließt, uns anleitet, uns ihr ganz anzuvertrauen,   / von ihr und nur von ihr zu leben.  / Daß das in der Macht deines Heiligen Geistes geschehe, darum bitten wir dich:   / in aller Demut, aber auch in aller Zuversicht. Amen.
Karl Barth (1886-1968)
13. April 2020

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. - Offbarung 1,18

Du, Auferstandener, lebendiger Christus!  / Wir leben noch im Schatten des Todes,  / leiden an der Vergänglichkeit  / unseres Glücks,  / unserer Gesundheit,  / unserer Kraft.  / Wir fürchten die Endgültigkeit des Abschieds  / von unseren Weggefährten  / und wollen nicht erinnert werden  / an das Ende der eigenen Zeit,  / weil wir nicht ergründen können,  / was danach kommt.  / Präge uns ein,  / dass du uns am Ende alle erwartest,  / und dass du schon jetzt  / die Schatten des Todes  / aus unserem Leben vertreibst  / mit der Macht der Liebe,  / die stärker ist  / und ewig bleibt. 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
12. April 2020 Gnädiger Gott, du sprengst die Ketten des Todes  / und zerbrichst den Riegel, der uns das Leben versperrt.  / Du sendest deinen Sohn;  / er geht seinen Weg mitten durch unsere Welt,  / und wir können ihm folgen –  / nicht nur in diesem Leben,  / sondern durch den Tod hindurch  / in ein Leben, das unvergänglich ist – in das Licht.  / Es wäre so einfach, deinem Weg zu folgen  / und sich auf dich zu verlassen.  Kirchenjahr  / Aber wir schaffen es nicht,  / die Stimmen der Furcht und der Traurigkeit  / in uns zum Verstummen zu bringen.  / Sie reden zu uns, wir hören ihnen zu,  / manchmal Tag und Nacht.  / Und oft scheinen sie uns zuverlässiger zu sein,  / als die Stimme deines Wortes und als dein Licht.  / Darum bitten wir um deinen Geist,  / der uns auf die Beine stellt,  / der unsere Ohren und Augen,  / unseren Verstand und unser Herz öffnet  / für deine Ostertat und für dein Kommen.  / Gott, wende dich jetzt zu uns und sei bei uns! Amen.
RefLit
Wochenrückblick

11. April 2020

Gebet vom Leben zwischen Hoffen und Bangen

Wie lange noch?  / Vergessen bin ich,  / dein Antlitz ist mir verborgen.  / Keiner meiner Tage lebt ohne Ungewissheit,  / keine Stunde ohne Angst.  / Wie lange noch soll ich leben  / in der Gefangenschaft meiner Ohnmacht?  / Ein Licht bricht hervor aus der Dunkelheit.  / Du Morgenstern aus tiefster Nacht.  / Was nichtig ist, wird verrinnen.  / Ich stehe im neuen Licht.  / Ich bin nicht länger ausgeliefert,  / ich wanke nicht.  / Ob Tod, ob Feinde,  / mich hält kein Dunkel mehr.  / Gib, dass ich Dir vertraue  / und Deiner Gnade  / und mein Herz sich freut  / über Deine Hilfe  / dass ich einstimme  / in den Klang der Glocken,  / die mir neu erklingen.  / Amen!


Simon Froben, Bayreuth
10. April 2020

Ach Gott – wie viel haben wir uns doch einfallen lassen, um den Tod erträglich zu machen. / Die eigene Trauerfeier geplant / die Abschiede sorgfältig für andere gestaltet. / Was uns alles wichtig war ­– die Farbe der Blumen, die Ausstattung des Sargs, die schönste Musik und die passendsten Bibelworte. / Würdig und trostreich sollte alles sein. // Ach Jesus – wie viel haben wir uns einfallen lassen, um deinen Tod erträglich zu machen. / Karfreitagsruhe, Fastenspeisen, Palmzweige und Prozessionen, die großartige Musik von Bach und Haydn, Museen voller Passionsbilder. // Jetzt aber, jetzt müssen wir lernen, wie erbärmlich und unfeierlich der Tod ist – Sterben ohne Angehörige, Leichen auf Gabelstaplern, Totensäcke in Kühlzelten, vielleicht bald Massengräber. // So war dein Tod auf Golgatha. Keine frommen Sprüche, keine Maria und kein Johannes unter dem Kreuz, kein Trost aus der Höhe. / Verlassen von Gott und den Menschen. / Erst jetzt ahnen wir, wie das gewesen sein muss. // Ach Gott – kannst du uns so hoffnungsvoll machen wie die Jüngerinnen und Jünger? Sie haben doch aus der Verzweiflung herausgefunden. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
9. April 2020 Barmherziger Gott, / mit Brot und Wein  / erinnerst du uns / an die Hingabe deines Sohnes. / Er ist unser Passahlamm geworden, / dessen Blut / vom Bann des Todes befreit. / Er ist das Brot des Lebens / für uns, / das uns stärkt / auf dem Weg der Gerechtigkeit. / Gott, halte uns im Gedächtnis / das große Wunder / deiner Liebe.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
8. April 2020 Gott, auf dich traue ich, dir vertraue ich, auf wen denn sonst? Du bist gut und gerecht, bist ein Freund und hältst, was du versprochen hast. / Deshalb, Gott, bewahre meine Seele und errette mich. Vergib mir meine Sünden, die so groß sind. Gedenke, Herr, deiner Barmherzigkeit und deiner Güte, die noch größer sind. Um deines Sohnes Jesu Christi willen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
7. April 2020 Lebendige/r Gott  / Du weisst was heute in mir vorgeht. / Du erkennst mich von Grund auf. / Lass mich zur Ruhe kommen. / Beruhige die Gedanken und öffne mich für das gute Leben. / Sammle Du mich innerlich, / erhelle die verschlungenen Wege, / lass uns gemeinsam deine Liebe erfahren./ In Dankbarkeit, Amen
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
6. April 2020 Wie unaussprechlich, o Gott, sind meine Seufzer. / Soll ich vor dir wiederholen, was auf allen Kanälen gesprochen und besprochen wird? / Darf ich vor dir über mich und meine Ängste sprechen, wo so viele andere den Mund nicht mehr öffnen können? / Kann ich eine Sprache finden, die du hörst?  / Wie unaussprechlich, o Gott, sind meine Seufzer. / Was soll ich machen mit meiner Furcht, dass sie ins Leere gesprochen sein könnten? / Was darf ich stellvertretend für andere tun, wo mir selber der rechte Glaube fehlt? / Was kann ich für eine Hoffnung finden, die nicht als Vertröstung entlarvt wird? / Wie unaussprechlich, o Gott, sind meine Seufzer. / Vertritt du mich bei Dir. / Es ist uns allen doch versprochen. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
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