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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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Wochenrückblick Gepriesen seist Du, Herr, Ewiger. / In Yad Vashem brennt die Flamme der Erinnerung an die Toten der Shoah. / Deutsche haben Menschen zu Nummern gemacht, / sie verschleppt, tätowiert und ermordet. / Jede Erinnerung wollten sie auslöschen. //
Doch Du hast jedem Verlorenen ein Denkmal gesetzt / und jedem einen Namen gegeben, der nicht getilgt wird (Jes 56,5). / Jedes einzelne Schicksal wird in Yad Vashem erinnert. // Die Opfer waren Menschen. / Und die Täter waren Menschen. / Sie waren Deutsche, / die Mörder, die Wachleute, die Helfershelfer, die Mitläufer: / Sie waren Deutsche. //
Nur in tiefer Trauer und Beschämung / können wir dieses übergroße Verbrechen erinnern / als Teil unserer Geschichte und Gegenwart. //
Beladen mit dieser historischen Schuld / sind wir dankbar für das neue Vertrauen, / für die Zeichen der Versöhnung / und für neue friedliche Wege, / die Du ermöglicht hast. / Dafür danken wir Dir. //
Und zugleich wissen wir um unsere Verantwortung. / Denn Erinnern allein macht nicht immun gegen das Böse. / Die bösen Geister zeigen sich heute in neuem Gewand. / Völkisches, autoritäres Denken wird wieder als Antwort für die Zukunft gepriesen. //
Unsere Zeit ist nicht dieselbe Zeit. / Es sind nicht dieselben Worte. / Es sind nicht dieselben Täter. / Aber es ist dasselbe Böse. //
Darum, Gott, lass unser Handeln den Hass besiegen. / Denn jeder Friede ist zerbrechlich. / Und als Menschen bleiben wir verführbar. / Bewahre uns davor, Zeugen unseres Versagens zu werden. / Auf Dich hoffen wir. / Gepriesen seist Du, Herr, Ewiger. / Amen.
(formuliert in Anlehnung an die Rede von Bundespräsident F.-W.Steinmeier in Yad Vashem: link)
Achim Detmers, Hannover
24. Januar 2020 Du, den Jesus Vater nannte, unser Vater –   / Lehre uns geschwisterlich zu leben.  / Das ist schwer in einem Land, in dem nur die so genannten Leistungsträger zählen.  / Das ist schwer für die, die auf der Gewinnerseite stehen und an ihren  gehobenen Lebensstandard gewöhnt sind. Das ist schwer für die, die zu kurz gekommen sind und sich ihren Anteil erkämpfen müssen. // Wir sehen das weltweite Unrecht, dass die einen im Überfluss leben und die anderen nicht satt werden. Aber weder unser schlechtes Gewissen noch unsere Kritik an einer falschen Politik helfen weiter.  / Du, den Jesus Vater nannte, unser Vater –  / Hole uns heraus aus Resignation und Tatenlosigkeit. Lass uns die kleinen Schritte nicht gering achten, die vielleicht möglich sind. Hilf uns, Misserfolge und Versagen ohne Verhärtung zu ertragen. Gib uns den Mut, deine Zeugen in gottferner Zeit zu werden.  / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
23. Januar 2020 Du treuer Gott,  / wir danken dir,  / dass du durch Jesus noch einmal bekräftigst,  / was du Abraham verheißen hast.  / Wir zweifeln manchmal an deiner Treue,  / haben Angst, du könntest uns vielleicht übersehen  / oder schon längst vergessen haben  / mit unseren Sorgen.  / Gott, hilf uns im Gedenken an Abraham hoffen zu lernen  / auch da, wo nach menschlichem Ermessen  / kein Grund zur Hoffnung mehr besteht.  / Präge uns deine Verlässlichkeit ein,  / wenn wir uns verlassen glauben.  / Mach uns mit allen Nachkommen Abrahams  / zu Zeugen deiner Barmherzigkeit und Güte  / und lass Gerechtigkeit und Frieden wachsen auf der ganzen Erde.  /   / Gott, Freundin des Lebens,  / wir danken dir für alles Glück,  / das du uns geschenkt hast.  / Viele von uns können sagen:  / Du hast uns von Kindheit an umgeben mit Menschen,  / die uns mit Liebe begegnet sind,  / die uns Raum gaben  / uns zu entfalten,  / Zeit, unsere Sorgen anzuhören,  / und die ein Herz hatten  / auch für unsere Fehler und Schwächen.  / Bis heute genießen wir Freundschaft und Liebe  / und viele sind dankbar, eine Familie zu haben.  / Gott lass uns in allem Glück, das uns widerfährt,  / Spuren deiner Güte erkennen  / und daraus in Zeiten von Verlust und Trauer  / die Hoffnung schöpfen,  / dass du weiter Gutes mit uns vorhast. 
Sylvia Bukowski, Wuppertal
22. Januar 2020 Lieber Gott,  / ich danke dir, dass du mich auf meiner Wanderung durchs Leben begleitest.   / Dass du mich auf Dinge aufmerksam machst, die schief laufen.  / Dass du mir die Gelegenheit gibst, mich selbst zu erkennen.  / Dass du mir Auswege zeigst aus Situationen, die mir ausweglos erscheinen.
Georg Rieger, Nürnberg
21. Januar 2020 Wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter   / stehst Du hinter mir   / und schenkst mir Halt.   / Ermutigst mich   / aus zu atmen   / aus zu sprechen   / aus zu tragen und aus zu stehen   / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
19. Januar 2020 Gott Jakobs, unsere Hilfe, Gott Jesu Christi, guter König, Gott, in meinem Geist!  / Du tust Gutes an mir und allen, die deinen Namen anrufen, bist die Hilfe der Hungrigen, der Niedergeschlagenen, der Kranken, der Ausgestoßenen. Ich habe allen Grund, dich zu loben und will’s tun, heute mit Singen und mit Beten und auch morgen.   / Öffne den Himmel allen, die dein Lob singen. Öffne den Himmel allen, die von dir träumen. Öffne den Himmel allen, die leiden.   / Den Himmel öffne durch Jesus Christus, den Menschensohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht, heute und alle Zeit, hier und überall, bis zum Himmel. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Wochenrückblick

18. Januar 2020

Ach Herr, meine Stadt und mein Dorf seit Tagen in den Medien. Immer wieder Drohungen gegen den Bürgermeister, der antisemitische Hassplakate abhängen ließ. Erschrecken über die Nachricht, dass er die Erlaubnis zum Waffetragen beantragt hat. Und alles, was danach kam. Herr der Menschen, Herr der Herzen, ich klage dir den immerwachen widerlichen Rassismus und Hass, Drohung und Einschüchterung auch an unserem Ort. Herr der Menschen, Herr der Herzen, ich danke dir für Mut und gute Ideen für das Zusammenstehen und Zusammenhalten so vieler Menschen über Parteigrenzen hinweg. Da war doch dein Geist dabei! Herr der Menschen, Herr der Herzen, ich bitte dich um Grenzen für den Menschenhass, ein Ende der Gewaltdrohungen und Einschüchterungsversuche, um Weisheit, Kraft, Mut und Schutz für die, die widerstehen und sich für andere einsetzen, für den Beistand anderer und deine schützende Hand für die, die bedroht werden. Vor wem sollte ich das alles sagen, wenn nicht vor dir, treuer Gott und Vater, mutiger und liebevoller Sohn, lebendige mütterliche Geistkraft! Amen.


Stefan Maser, Hoerstgen
17. Januar 2020 Gott, Quelle des Lebens,  / wie reich ist dein Wort  / und wie lebendig deine Wahrheit!  / Unerschöpflich ist, was du uns zu sagen hast.  / Gib, dass wir das erkennen,  / uns freuen an der Buntheit deiner Gnade.  / Wir bitten dich für alle Traurigen und Bedrückten:  / Lass sie Trost schöpfen aus deiner Nähe.  / Wir bitten dich für die,  / denen ihre Welt zusammenbricht  / durch Gewalt, Krankheit oder schmerzhafte Abschiede:  / Lass sie Beistand erfahren  / von dir und von Menschen, die mit ihnen tragen.  / Wir bitten auch für die,  / die voller Hass sind,  / denen nichts heilig ist,  / die andere quälen, morden oder vergewaltigen:  / Rufe sie zur Besinnung  / und lass sie umkehren von ihrem bösen Weg.  / Gott, schütze die Liebenden.  / Gib den Friedensstiftern Kraft.  / Segne dein Volk Israel  / und erbarme dich über deine Kirche in ihrer Not.
RefLit
16. Januar 2020 Ewiger, wir bringen vor dich unsere Klage über Gewalt, Krieg, Missbrauch, Hass und viel, viel Leid, Schrecken und Zerstörung in der Welt. Vieles ist nicht zu ertragen. Wir brauchen dich und deinen Frieden jeden Tag aufs Neue.
Meike Waechter, Berlin
15. Januar 2020 Gnädiger Gott,  / was du David versprochen hast,  / hast du gehalten:  / Aus seinem Haus stammt Jesus, dein Sohn.  / Wir können manchmal nicht begreifen,  / wie eng du dich an Menschen bindest  / die so widersprüchlich sind:  / Großherzig und boshaft,  / liebevoll und eigennützig,  / mutig und feige.  / / Halte auch an uns fest, Gott,  / und bewahre uns deine Treue!  / Vereine uns mit Israel  / und mit Christen aller Nationen  / im Lob deiner großen Güte.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
14. Januar 2020 Ach Gott –  Hörst du die Sehnsuchtslieder deiner Menschen? / Manchen helfen sie, ihr kindliches Vertrauen neu zu spüren. Manchen ist fern geworden, was sie uns versprechen. /  / Wir wollen die alten Hoffnungen nicht aufgeben. // Ach Gott - Hörst du die Sehnsuchtslieder deiner Menschen? / Manche können sie dankbar im Kreis lieber Menschen singen. Manche müssen sich alleine damit abmühen. / Wir suchen die Gemeinschaft mir dir und untereinander. // Ach Gott - Hörst du die Sehnsuchtslieder deiner Menschen? / Manche singen mit ihnen gegen die Trostlosigkeit der täglichen Nachrichten an. Manche werden traurig, weil sie nicht mehr an eine Veränderung glauben können. / Wir sind hier, weil wir mit deinem Geist unsere Aufgabe in der Welt erfüllen möchten. // Ach Gott – Wir sehnen uns nach dir und haben nichts als die alten Überlieferungen unserer Vorfahren und das Beispiel ihrer Zuversicht. / Öffne unser Herz und unseren Verstand, damit wir darin Weisung und Trost für unser Leben finden können.AMEN 
Gudrun Kuhn, Nürnberg
13. Januar 2020 Gott, du Sorgender, du überlässt uns nicht uns selbst, sondern gibst uns jeden Tag das Gefühl gebraucht zu sein. Weil das so ist, müssen wir uns nichts selbst beweisen. Und auch nicht den Anderen.  / Wir bitten dich, dass du unseren Ehrgeiz dahin lenkst, dass wir aus Dankbarkeit handeln und nicht, um uns das Himmelreich zu verdienen. 
Georg Rieger, Nürnberg
12. Januar 2020 Großer Gott,  / durch Dein Wort riefst Du die Welt ins Dasein.  / Dein Wort tröstet uns  / Dein Wort schenkt uns Orientierung  / Dein Wort wurde Fleisch und wohnt unter uns  / zeigt uns Deine Liebe  / deckt unsere Schuld auf  / lehrt uns Deine Vergebung  / und ruft uns auf Deinen Weg der Gerechtigkeit.  /   / Wir danken Dir,   / dass Du kein stummer,   / unberechenbarer,   / willkürlicher Gott bist,   / vor dem wir zittern müssten,   / weil wir nicht wissen,   / was er will   / und wie er zu uns steht.  /   / Sende Deinen Geist,  / dass wir Dein Wort recht fassen,  / es Kraft entfaltet in unserem Leben   / und wir es neu zu lieben beginnen,  / weil Du selbst in ihm in unser Leben einziehst.  / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
Wochenrückblick

11. Januar 2020

Du, Gott des Friedens, / das Neue Jahr ist erst wenige Tage alt / und schon schauen wir wieder in den Abgrund / von Krieg und Kriegsverbrechen. //

Der Verwirrer im Weißen Haus – / versteht er, was er tut, / mit welch kostbarem Gut er Wahlkampf treibt? //

Viele solche Machthaber / hast Du schon kommen und gehen sehen: / glanzvolle Momente und jämmerliche Abgänge / sowie die vielen Menschen, die dazwischen unsäglich leiden. //

Und doch, Gott, ahnen wir, / wenn der eine gegangen ist, / wartet schon das nächste Spiel mit der Macht. // Darum stärke uns in dem Wissen, / dass wir auf einen anderen warten – den »Friedefürst« / auf dessen »Schulter die Herrschaft ruht« (Jes 9,5). //

In seinem Licht benennen wir die Dunkelheiten dieser Welt / und blicken voraus auf eine andere Welt, / wo der Tod nicht mehr ist, noch Leid, noch Geschrei und Schmerzen mehr sind, / wo Du, Gott, abwischen wirst / alle Tränen von unseren Augen. // Amen


Achim Detmers, Hannover
10. Januar 2020 Wenn wir dich bitten, Herr, und zu dir beten, dann schenke uns das richtige Maß zwischen dem, was heute nötig ist und dem was wir uns am Ende aller Tage von dir erhoffen. Wir glauben, dass du allem einen Sinn gibst und müssen doch in der Ungewissheit leben. Wir brauchen im Alltag deine ganz konkrete Hilfe und wir bitten dich für die die es noch viel nötiger haben als wir.
Georg Rieger, Nürnberg
9. Januar 2020 Du freundlicher Gott,  / wir danken dir.  / In aller Not hilft deine Gnade.  / In aller Angst tröstet dein Wort.  / In aller Verzweiflung schenkst du Mut und Zuversicht.  / Du starker Gott,  / der du mächtig bist  / über alle Herrscher und Gewalten  / im Himmel und auf Erden,  / wir bitten dich:  / lass uns allein dir vertrauen;  / gib Mut zu Versöhnung und Frieden;  / erleuchte, die in deinem Namen reden.  / Du barmherziger Gott,  / der du die Schwachheit kennst,  / den Tod und das Leiden,  / wir bitten dich:  / für die Einsamen und Alten,  / für die Kranken und Sterbenden,  / für die Arbeitslosen und die Hungernden,  / für die Gefangenen,  / für die von Krieg und Katastrophen Bedrohten,  / für diese Erde und alle Kreatur:  / erhalte das Leben,  / errette aus Leiden,  / sei gnädig im Sterben.  / Du, ewiger Gott,  / warst vor aller Zeit,  / und du wirst bleiben,  / wenn unsere Namen vergessen sind.  / Dich loben wir.  / Dir danken wir.  / Dich beten wir an:  / den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist,  / Gott jetzt und immerdar  / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
RefLit
8. Januar 2020 Gott, Mutter, Vater bist du!  / Du hast der Schöpfung deine Melodie gegeben, du gibst dem Kosmos deine Harmonie, du wirst unserem Leben deinen Rhythmus geben.   / Danke für die Musik. Danke für alles Gute, das die Gemüter durch sie erfahren.   / Lass die Politiker und die Firmenchefs die richtigen Töne treffen in dem, was sie sagen und anordnen.   / Lass die Psychotherapeuten die richtigen Klänge finden gegen die Schwermut, gegen Ängste und Verzweiflung von psychisch kranken Menschen und die Ärzte die richtigen Medikamente.   / Hilf allen Trauernden und allen, die jeden Halt verloren haben, wieder in den Lebensrhythmus zu finden und Hoffnung zu schöpfen.   / Ich bitte dich für alle, die immer noch das alte Lied spielen von der Hoffnungslosigkeit und dem Tod, von der Verachtung und vom Hass. Gib ihnen einen neuen Geist und ein neues Lied.   / Ich bitte dich heute für alle, die Musik machen, für die Amateure und die Profis, in den Konzertsälen und in den Kirchen, auf der Straße und in den Familien.   / Lass mir die Musik zum Gleichnis werden für dein Reich, für die lebendige Eintracht in Vielfalt.  / Mach mir Lust auf dein Lob.   / Sei bei mir, segne, was ich in dieser Woche beginne, segne, was ich in dieser Woche vollende. Lass Engel um mich sein, wenn das Böse sich mir naht. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
7. Januar 2020 Du Gott, mütterlich und väterlich, wir loben und preisen dich und beten zu dir. / Hilf uns, darauf zu hören und das zu tun, was deinem Willen entspricht. Hilf uns, barmherzig miteinander umzugehen. Das ist gar nicht einfach und wir brauchen deinen Zuspruch immer wieder neu.
Meike Waechter, Berlin
6. Januar 2020 Du Gott des Lichts, wir preisen dich:  / In der Geschichte deines Volkes  / hast du deine Liebe zum Leuchten gebracht,  / und mit dem Stern von Bethlehem  / hast du Menschen aus aller Welt  / den Weg zu deinem Sohn gewiesen.  / Verbünde uns über alle Grenzen  / in seiner Nachfolge.  / Nimm uns die Scheu,  / uns offen zu dir zu bekennen.  / Mach uns wachsam gegen alles,  / was deine Menschenfreundlichkeit verdunkelt.  / Rüttele uns auf,  / wenn wir uns Illusionen hingeben.  / Breite auch durch uns  / das Licht deiner Barmherzigkeit aus. 
Sylvia Bukowski, Wuppertal
5. Januar 2020 Gott, Ursprung und Ziel unseres Lebens, / wir wünschten, / mit dem neuen Jahr  / könnte auf einen Schlag / vieles neu werden: / wir kämen los von schlechten Gewohnheiten, / könnten unseren Ärger hinter uns lassen / und unbeschwert von vorn beginnen. / Aber wir wissen, / wir nehmen die Vergangenheit mit / und müssen uns auch im neuen Jahr / mit vielen alten Problemen abplagen. // Im Namen Jesu bitten wir dich: / Gib uns die Kraft, / das zu verändern, / was möglich ist, / und zu ertragen, / was wir nicht verändern können. / Dazu gib die Weisheit, / das eine vom anderen zu unterscheiden. 
Sylvia Bukowski, Wuppertal
4. Januar 2020

Jahresausblick (Gebet zur Jahreslosung Mk 9,24)

Hilf meinem Unglauben, Gott!
Denn ich schaue nicht wirklich zuversichtlich in die Zukunft.
Mein Vertrauen ist erschüttert. In die Menschen? In dich? Ich weiß es nicht.

Ich glaube, dass du deine schützende Hand über mich hältst und über die Welt, in der ich lebe.
Diese Zuversicht tröstet mich aber nicht darüber hinweg, dass ich die Lebensgrundlagen, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und den Frieden in der Welt bedroht sehe.

Ich glaube auch, dass du uns Menschen Auswege zeigst, dass du uns nicht ins Verderben führst. Doch ich muss in diesen Tagen immer wieder an Zeiten denken, in denen auch viele meinten, es könne nichts Schlimmes passieren.

Hilf meinem Unglauben, Gott!
Ich kann diesen Satz aus der Jahreslosung nicht so verstehen, dass ich an das Gute im Menschen glauben und mich nicht aufregen soll. Anderseits will ich mich auch nicht zu wichtig nehmen, sondern mich in deinen Dienst stellen.

Ich glaube, dass du die richtige Einsicht in die Dinge vermittelst, dass ich von dir die nötige Kraft zum Streiten erbitten darf, und dass du das richtige Maß schenkst. Denn ich will nicht verbittert werden und trotz allem fröhlich und ausgelassen sein können.

Ich glaube an dich, Gott! Du bist die Zuflucht aller meiner Gedanken und der Grund aller Lebensfreude. Du bist es auch, der mir meinen Unglauben verzeiht und mir immer wieder hilft, mit ihm umzugehen. Dafür danke ich dir, Gott!


Georg Rieger, Nürnberg
3. Januar 2020 HERR, mein Gott und Vater. Mit dir an meiner Seite wage ich einen neuen Anfang. Altes loszulassen, zu unterscheiden was Halt gibt und was bindet ist schwer. Seit Generationen bist du bezeugt, als der gute Hirte. Wenn andere vor mir diese Erfahrung gemacht, kann ich mich auch darauf verlassen. Deine Kraft entfaltet ihre Wirkung, wenn meine aufgebraucht ist. Darauf vertraue ich, wenn ich jetzt aufbreche. Noch fehlen mir Kraft und Mut, noch versucht das Alte mich immer wieder zurück zu halten. DU aber bist stärker. Ich glaube HERR, hilf meinem Kleinglauben. Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
2. Januar 2020 Du unser Stern, Licht der Welt – Die Weihnachtsbeleuchtung und die Silvesterraketen haben das Dunkel um uns nicht zu erhellen vermocht. Der Friede auf Erden hat die Kriegszonen nicht er­reicht. Die Zukunftsangst der Rentnerinnen hat die Christmasshows und Silverstergalas über­dauert. Und schon vor Weihnachten haben im reichen Europa Obdachlose gefroren. /  / Du unser Stern, Licht der Welt – Die Lieder und Predigten der vergangenen Wochen haben unsere Herzen erreicht, aber unsere Fragen und Zweifel werden wiederkommen, wenn erst die Christbäume entsorgt sind. Noch stehen wir an der Krippe, aber wir haben oft nichts zu bringen oder gar zu schenken. Und die Angst steigt in uns hoch: vor dem Eingeständnis unserer Versäumnisse, vor der Ratlosigkeit für die Zukunft, vor dem Verlust unserer Glaubenssicherheit. /  / Du unser Stern, Licht der Welt – Bleibe bei uns, jetzt wo die Feiertage vorüber sind.  / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
1. Januar 2020 Lieber Gott, ich würde mich sehr freuen, wenn alle Menschen eine Arbeit haben. Wenn alle  etwas zu Essen hätten. Wenn alle froh wären. Aber du hast deine Gesetze, in denen du regierst. Rolf, Aalen (9 J.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
31. Dezember 2019 Herr, unser lieber Gott! Dafür danken wir dir: dass du bleibst wie du bist und deine Jahre nehmen kein Ende - dass du es auch uns geben willst und gibst, zu bleiben - daß dein Wort bleibt, in Welchem uns dein Herz aufgeht und zu unserem Herzen spricht.   / Schenke uns die Freiheit, uns, wo Alles vergeht, daran und nur daran zu halten!  / Und nun lass uns in dieser Freiheit heute die letzten Schritte im alten und morgen die ersten im neuen Jahr tun und dann alle weiteren hinein in die uns beschiedene, vielleicht noch lange, vielleicht nur noch kurze, künftige Zeit!
Karl Barth (1886-1968)
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