Wochenrückblick
Ewiger, Herzenskünder, Trösterin und Rat,//
es war eine Woche zum keine-Nachrichten-mehr-Sehen. / Jede noch schlimmer als die letzte./ Auf sogenannter höchster Ebene / Lüge, grobes Unrecht, aufgekündigte Verlässlichkeit, Kumpanei der Despoten und der Superreichen. //
Einzelnen Menschen und Einrichtungen, / die doch wichtig waren und auf denen Hoffnungen ruhten, / der Boden unter den Füßen weggezogen. / Bisher kaum vorstellbare Pläne. / Kein Grundsatz des Zusammenlebens scheint mehr zu gelten./ Ich erfahre von Ängsten und Verzweiflung / in der Nähe und in der Ferne. /
Eine schon genug gespaltene Gesellschaft und Welt driftet immer weiter auseinander./ Am Sonntag Wahl in meinem Land. Wie viel von dem allen werden wir im Wahlergebnis und dann in der Politik hier bei uns sehen?//
Aber wer hat denn gesagt, / dass Wahrheit und Recht, Verlässlichkeit und Fairness, / das Denken über irgendwelche ganz eigenen Interessen hinaus immer bleiben, / wachsen und Geschichte machen?/ War das Täuschung auf der bequemen Seite des Lebens und der Welt, / und jetzt kommt die unvermeidliche Ent-Täuschung?//
Ewiger, Herzenskünder, Trösterin und Rat,//
du weißt, wie es mir geht am Ende dieser Woche, / kennst meine Trostlosigkeit und Ratlosigkeit, / das Gefühl, dass nichts mehr gilt und hält.//
Aber dein Wort bleibt und gilt und hält, / ist Wahrheit und Recht, fester Grund und Treue. / Es tröstet mich und ist mir Rat genug. / Auf jeden Fall für die nächsten Schritte. / Auch zu Menschen in Angst und Verzweiflung.//
Amen.
Stefan Maser