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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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Wochenrückblick

22. Juli 2023

Als Kind waren meine Ferien eine wundervolle Endlosigkeit lang.
Frei von Zeitgefühl und Sorgen, plätscherte der Sommer dahin. Ich ließ mich treiben, spielte, lachte und genoss.
Eine wundervolle Endlosigkeit lang.
Auch heute fühle ich manchmal Endlosigkeit.
Doch ohne das Wundervoll ist Endlosigkeit schwer auszuhalten.
Endlos lang diskutieren wir wichtige Themen, ohne zu handeln.
Endlos lang schon wüten viel zu viele Kriege.
Endlos lang brauchen Friedensprozesse.
Endlos lang leiden Menschen auf der Erde Hunger.
Endlos lang ...
Ach Gott, hilf uns, das Wundervolle wieder zu entdecken und einander zu ermöglichen.
Wenigstens ein wenig von dieser wundervollen Endlosigkeit mitten in unserer Zeit.


Carolin Springer, Leer
21. Juli 2023 Barmherziger Gott. Du bist auf der Suche nach uns, willst uns aufrichten und in deine Arme nehmen. Ich lasse mich Dir HERR. Du meinst es gut mit mir. Meine Angst und meine Sorgen um die Zukunft lasse ich Dir. Du sorgst für mich. Ich will schweigen und geduldig warten bis ich deine Stimme höre, die mir den Weg ins Leben weist. Nimm von mir, was mich lähmt, vertreib die Stimmen, die mich von dir ablenken. Ich bin bereit aufzustehen und aufzubrechen, wenn Du sagst: steh auf, nimm dein Bett und geh. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
20. Juli 2023

Untergang

Welt geht unter / Welt geht in Flammen auf / Und wir mit ihr / Verzicht auf Kinder / Auf Zukunft / Auf Liebe / Gott  / Verzicht auf dich / Auf Sinn / Nein! / Wir verzichten nicht / Noch im Untergehen wirst du für uns aufgehen / Uns den Weg weisen aus dem Tod / In ein sinnvolles Leben / In ein Land wo Milch und Honig fliesst / Unser Lachen wird aufblühen / Wie die Wüste / Wie die erschöpfte Erde nach dem Regen / Wir werden jubeln  / Wir werden dir noch danken / Du  / Unser Gott / Wir leben dank dir


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
19. Juli 2023

Gott, wir vertrauen darauf, / dass du in deiner grossen Güte und ewigen Treue / uns nicht vergisst.

Darum kommen wir vor dich / und bitten dich für die,

die trauern / um Menschen, mit denen sie ihr Leben geteilt haben / und die ihnen weggestorben sind, / richte du sie wieder auf mit deinem Trost; / wir bitten dich: erhöre uns!

die erschöpft und müde sind / von der Arbeit und von den Zumutungen des Lebens, / gib ihnen neue Kraft, / dass sie der Kraft des Lebens wieder trauen können; wir bitten dich: erhöre uns!

die nicht wissen, / woher sie zu essen und zu trinken / und ein Dach über dem Kopf bekommen sollen, / gib, was sie nötig haben; / wir bitten dich: erhöre uns!

deren Denken gefangen ist / von ihnen selbst, / weil andere die Gedanken kontrollieren und bestimmen wollen, / sei du die Freiheit, die wir brauchen; wir bitten dich: erhöre uns!

die oben sind und das Geschick der Welt / zu lenken und bestimmen haben, / sei du ihr Herz und ihre Seele, / dass es zum Wohle aller wird, was sie entscheiden; / wir bitten dich: erhöre uns!

Gott, wir danken dir, / dass du uns hörst / und gibst, was wir brauchen, / durch Christus Jesus. Amen.


Walter Wickihalder, Winterthur, Schweiz
18. Juli 2023

Gott, segne und behüte deine Welt, deine Menschenkinder, sieh genau hin in jeden dunklen Winkel, auf jede staubige Straße und auch in die neonerleuchteten Zimmer der Krankenhäuser.

Gott, lass dein Angesicht leuchten, lass deine Augen strahlen und funkeln, dass wir dich und einander ebenso anlachen und strahlen. Lass uns Freude schenken. Lass uns Zuversicht ausstrahlen und aufeinander achten während dieser Pandemie. Lass dein Angesicht leuchten und sieh uns mit all unseren Fehlern und Versäumnissen gnädig an.

Gott, erhebe dein Angesicht und erhebe uns aus der Not, aus der Angst, aus der Hoffnungslosigkeit. Schenke deinen Frieden, Frieden in den Wohnungen und Städten, Frieden zwischen Menschen und Völkern. Wir brauchen deinen Frieden dringend, an so vielen unterschiedlichen Orten dieser Welt. / Amen


Meike Waechter, Berlin
17. Juli 2023

Gnädiger, geduldiger Gott, / offen von unserer Sünde zu reden / gelingt uns selten. / Schuld einzugestehen / fällt uns schwer, / und die Bitte um Vergebung / will kaum über die Lippen. / Lieber reden wir uns heraus, / sagen: So schlimm war es doch gar nicht, / oder: Andere sind noch schlechter als ich.

Du hast es schwer mit uns, Gott. / Wir machen dir sehr viel Mühe. / Du hast mit dem Leben deines Sohnes bezahlt, / um uns zu gewinnen.

Lass uns im Licht deiner Güte anfangen, / ehrlich mit uns selber zu sein. / Und wenn wir vor den Abgründen in uns erschrecken, / dann lass dein Gnadenwort stärker sein / als die anklagende Stimme unseres Gewissens. / Gott, hilf uns, deiner Vergebung zu trauen / und einen neuen Anfang zu machen. Amen


RefLit
16. Juli 2023

Gott, / zwei Jahre ist es her, da hat in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli  / die verheerende Flut im Ahrtal, in Teilen der Eifel und Trier  / mehr als 100 Frauen, Männer und Kinder getötet,  / Überlebende und Angehörige traumatisiert  / und vielen Menschen ihre Existenzgrundlagen weggerissen.

Wir denken heute an alle, die heute noch unter dieser Katastrophe zu leiden haben. / Sei du bei ihnen und auch bei allen, die bis heute nicht nachlassen in ihren Bemühungen, / den Opfern der Flut zu helfen.

Wir denken auch an alle, die derzeit in Indien unter extremen Unwettern  / und Überflutungen zu leiden haben. / Gott wir haben es so gerne bequem  / am liebsten soll alles so bleiben, wie es ist. / Dabei schauen wir gern über das hinweg,  / was wir zu den Veränderungen im Weltklima beitragen. / Mache uns unruhig und wach, Gott.


Leo Deisenhofer, Thurnau
Wochenrückblick

15. Juli 2023

Vor Dich, Ewiger, Herr über Abend und Morgen, / bringen wir die Sommerzeit. Und all das, was jetzt in der Luft liegt.

Wir bringen Dir Kleine und Große. Und wie ihre Herzen weit werden: / Aufatmen in der Sommerferien-Sonne. Sand zwischen den Zehen. / Ahnung von Gleichheit der sonst gar nicht so Gleichen am Strand. / Musik noch spät in der Nacht.

Zur Dir bringen wir die Sehnsucht dieser Wochen: / Weil die Sommerwelt hinterm Klinikfenster gähnt. / Weil sie nur ein anderer Rahmen rund um die gleichen Nöte und Sorgen ist, die schrecklichen Nachrichten von zu Hause zu jeder Stunde auf dem Handy- oder Computerbildschirm.

Vor Dich bringen Dir die Sommersorgen: / Den überhitzten Planeten. Den Durst der Wälder und Felder. / Seufzende Kreaturen.

Ewiger, nach Deinem Ruf zum Aufbruch sehnen wir uns. / Sprich zu uns in dieser und durch diese Sommerzeit. / Dass wir über uns hinaus sehen.  / Hinaus gehen. / Hinaus denken und handeln. / Wir sehnen uns danach, dass die Zeit anbricht, in der Du in der Luft liegst.

Durch Jesus Christus, Amen!

(nach dem Sommer-Fürbittengebet in der Schlosskirche zu Wittenberg)


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
14. Juli 2023

Abendgebet

Herr, wir danken dir am Abend, / dass wir unter deinem Schutz diesen Tag vollendet haben, / dass du uns Kraft gegeben hast zu unserer Arbeit, zu unserer Geduld, zu unserer Feier, zu unserer Kreativität, zu unserem Miteinander. / Wir danken dir, dass du immer bei uns bist und uns in allem und durch alles hindurch trägst. Amen.


Selma Dorn, Stuttgart
13. Juli 2023

Living God of Peace, we bring you all that is troubling us: The pressures at work, the pressure to find work, strained relationships, hurt and betrayal. Give us the ability to forgive, to reconcile, to be witnesses of your love and makers of peace.

Lebender Gott des Friedens, wir bringen dir alles, was uns beunruhigt: der Druck bei der Arbeit, der Druck, Arbeit zu finden, angespannte Beziehungen, Verletzungen und Verrat. Gib uns die Fähigkeit zu vergeben, sich zu versöhnen, Zeugen deiner Liebe und Friedensmacher zu sein.


Catherine McMillan, Schweiz
12. Juli 2023 Wie die Träumenden werden wir sein, wenn Du uns befreist. Kein Hass mehr, kein Neid, kein Schmerz und keine Totenklage. Alle Tränen werden abgewischt sein, alles Verletzte verbunden und auf dem Weg der Heilung. Wenn wir Dir hier und jetzt schon vertrauen und dein Heiliger Geist uns leitet, bricht etwas von dieser Befreiung heute schon auf. Wir üben noch HERR, sei und bleibe unser Trainer. Dein Reich komme HERR, dein Reich komme. Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
11. Juli 2023 Gott, du Vollender, wenn, dann hast du etwas mit uns und dieser Welt vor. Bitte lass uns das spüren, dass unser Leben einen Sinn hat, dass es eine Gerechtigkeit gibt am Ende aller Tage. Lass uns den Glauben an deine Vollendung nicht als Vertröstung verstehen, sondern als Ansporn!
Georg Rieger, Nürnberg
10. Juli 2023

Gott, unsere Hoffnung - / Wir wollen nichts schönreden. / Wir sind nicht für alles Unrecht, das um uns herum geschieht, verantwortlich, / aber es bleibt genug, was unser Gewissen bewegen muss.

Gott, unsere Hoffnung – / Wir wollen nichts schönreden. / Wir müssen nicht an die Hölle glauben, / aber wir spüren doch genau,  / dass wir unsere Verantwortung  / nicht zusammen mit den alten Bildern abstreifen können.

Gott, unsere Hoffnung – / Wir wollen nichts schönreden. / Wir müssen uns nicht ängstigen und wir müssen niemandem Angst machen, / aber wir dürfen den Ernst deiner Weisungen deswegen nicht missachten.

Sei uns ein gnädiger Richter, / wenn wir in Selbstvorwürfe oder in Selbstmitleid verfallen, / wenn wir selbstgerecht sind gegenüber anderen, / wenn wir hinter unseren Gaben und Möglichkeiten zurückbleiben, / wenn wir an deiner Gerechtigkeit zweifeln oder an deiner Strenge verzweifeln.

Schenke uns deinen Trost  / Und hilf uns, andere zu trösten, ohne sie zu vertrösten. / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
9. Juli 2023 Du treuer Gott, / das Bekenntnis, / stets bei dir zu bleiben, / fällt mir schwer, / wenn mir das Leben zum Rätsel wird, / wenn das, was mir Halt bot, / ins Wanken gerät, / wenn andere / mir schnelle Lösungen versprechen. / Dennoch bei dir bleiben / gegen die Zweifel, / gegen den Zeitgeist, / gegen die Ungeduld, / Gott, das möchte ich versuchen. / Und wenn ich scheitern sollte, / dann bleibe du / dennoch bei mir!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

8. Juli 2023

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / es geht uns so gut. Die Bundesregierung beschließt einen Haushalt mit einem Sozialetat, von dem andere nur träumen können. / Ansprüche auf Krankengeld sind rechtlich geregelt. / Niemand muss Schulgeld zahlen, um lernen zu können. / Und doch allenthalben ein Gemaule und Gezerre und eine große Unzufriedenheit. / Es ist wohl so: Wer nicht mehr um Dich weiß, muss das Leben zu seinem Gott machen. Offenbar ist das geschehen. / Und es wird für normal gehalten. / Gib doch den Kirchen eine Stimme, die anderes sagt und die gehört wird. Gib Einsicht darin, dass Du allein unser Leben human machst und niemand sonst. / Auch das Recht kann das nicht. Es wäre überfordert, wenn es Dich vertreten müsste – mitten im Leben und auch an dessen Ende. / Viele Menschen sind jetzt unterwegs in den Urlaub. Gib, dass sie finden, was sie erwarten. Gib Ihnen eine Dankbarkeit fürs Lebendürfen. / Und hilf ihnen zu begreifen, dass alle Zeit in Deinen Händen steht. / Dass alles kompliziert und komplex sei, ist das Mantra unserer Tage. / Das mag tatsächlich so sein. Die Folge freilich ist, dass kaum jemand denen, die öffentliche Verantwortung tragen, noch etwas zutraut. Das Gefühl ist: Wir drehen uns im Kreise und verzetteln uns im Klein-Klein. / Gib, dass es wieder voran geht: in Staat und Gesellschaft und vor allen Dingen auf dem Weg zu Dir. Amen


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
7. Juli 2023 Vater unser, ich möchte alle meine Freundinnen behalten. Im 6. oder 5. Schuljahr müssen wir umziehen, weil wir unser Haus nur gemietet haben. Ich möchte so gern meine Freundinnen behalten. Jetzt möchte ich mich für die Tage bedanken.
Janika, Nordhorn (3. Kl.
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
6. Juli 2023

Morgengebet

Du Gott des Lichts, wir preisen dich, / der du der Morgen bist und der Abend, / der Anfang und das Ende der Welt. / Wir danken dir für die Ruhe der Nacht / und das Licht eines neuen Tages. / Von dir kommt alles, was geschieht. / Du lebendige Kraft, / gib deine Kraft uns, damit wir erwachen. / Du alles umfassende Weisheit, / lehre uns verstehen, wohin unser Weg führen soll. / Du schaffst Freude in den Traurigen, / Trost in den Schwermütigen, / Klarheit in den Verwirrten, / Lebenskraft in den Schwachen. / Schaffe Licht auch in uns / in der Frühe deines Tages. Amen


RefLit
5. Juli 2023

Unbegreiflicher Gott und uns doch nah / in Jesus, deinem Sohn. /  / Wir danken dir für den Reichtum in unserem Land, / für frisches, kühles und trinkbares Wasser, / für das Licht am Morgen und die Dämmerung am Abend, / die Farben des Himmels und der Erde, / für bewohnbare Dörfer und Städte; / für das Glück, die Kinder und Kindeskinder beim Entdecken der Welt begleiten zu dürfen; / für die Abwesenheit staatlicher Willkür, für Krankenhäuser und Feuerwehren. / DANKE! /

Jenseits des Danks für dieses Geschenk, bringen wir dir unsere Verwirrung, / unsere Ratlosigkeit angesichts dessen, was unter dem gleichen, strahlend blauen, Himmel, / ein paar 100 km von uns entfernt geschieht: / die Gewalt des Kriegs, die Skrupellosigkeit und Hybris der Kriegsherren / im Kampf mit sich selbst und um die Macht. / das Elend auf den Fluchtrouten, / das Unvermögen der Regierenden, Wege des Ausgleichs der Interessen zu beschreiten. / Ganze Gebirge voller Schuldgeschichten türmen sich auf, / wer soll diese Trümmerhaufen wieder abtragen? / und wie lange wird das dauern? / Finden wir, findet deine Kirche  / die Kraft und die Möglichkeiten das zu organisieren?

Bei Dir ist doch die Vergebung, bei Dir verliert auch die Schuld ihre Macht über uns. / Wir bitten dich für deine Kirche HERR! / Auch hier so viel verstörendes, soviel Ratlosigkeit / und leerdrehende Betriebsamkeit. / Hören wir die Prophetenworte so, wie du sie gemeint hast? / Öffne uns Augen und Ohren, Herz und Verstand für das, was Du von uns erwartest. / und leite uns an in der Tat, führe uns ins handeln / BITTE!

Komm in unsre stolze Welt, Herr, mit deiner Liebe werben.  / Überwinde Macht und Geld, lass die Völker nicht verderben.  / Wende Hass und Feindessinn auf den Weg des Friedens hin. /  Komm in unser festes Haus, der du nackt und ungeborgen.  / Mach ein leichtes Zelt daraus, das uns deckt kaum bis zum Morgen;  / denn wer sicher wohnt, vergisst, dass er auf dem Weg noch ist. / Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
4. Juli 2023 Herr, unser Gott, du guter Hirte! / Du suchst, wenn wir uns verirrt haben. Du suchst uns, wenn wir uns entfernt haben von dir. Viel mehr, als wir dich suchen, suchst du uns. / Und: Du findest uns. Wir gehen nicht verloren. / Wir bitten dich: Suche weiter! Suche uns hier und heute, und morgen und in fernen Zeiten. Wir wollen uns von dir finden lassen, wo immer wir sind. / Und: Nimm uns mit auf der Suche nach den Verlorenen. Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
3. Juli 2023

Noch nicht Mond / Noch nicht Mars / Noch nicht Galaxien / Wir können dir die Weite des Himmels bei weitem überlassen / Vorerst ist die Erde unsere Wohnung unsere Arbeit / Wir wollen uns nicht um die Verantwortung drücken / Wir haben uns als Menschheit an ihr gütlich getan / Sie braucht jetzt Fürsorge / Sie braucht uns alle / Wenn sie sich erholt haben wird / Gott der Erde und des Himmels / Dann mögen Mond und Mars und die Galaxien unser Planen ausschöpfen


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
2. Juli 2023

Gott, es gibt so viel ungestillte Sehnsucht, / Sehnsucht nach Beachtung, / nach Anerkennung, nach Liebe, / Sehnsucht nach dir.

Es gibt so viele unbeantwortete Fragen, / Fragen nach dem Sinn des Lebens / und nach dem Sinn unbegreiflichen Sterbens, / Fragen nach unserer Zukunft, / Fragen nach dir.

Es gibt so viel Schuld, / Schuld, die wir kennen, / Schuld, die wir verdrängen, / Schuld, die uns verzweifeln lässt, / weil sie uns trennt / von anderen Menschen / und von dir.

Gott, wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, / so schreit unsere Seele zu dir. / Still unsere Sehnsucht. / Lass uns nicht ohne Antwort / und vergib uns unsere Schuld.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
1. Juli 2023 Ich bin gerade raus, um wieder rein zu kommen. / Sitze am Strand statt am Schreibtisch. / Atme Freiheit, Salzluft und Weite. / Spüre den warmen Sand an meiner Haut. / Schweige statt zu predigen. / Ich bin raus. / Für einen kleinen Zeitraum drängt kein Termin, drückt keine schlechte Nachricht, bewegen keine Sorgen. Sogar mein Tatendrang hält still. / Für einen kleinen Zeitraum bin ich raus. / Für einen kleinen Zeitraum atme ich neu das Leben, deine Schöpfung, die Liebe. / Finde neu zu mir. / Und auch zu dir, Gott! / Komme allmählich wieder an im Hier und Jetzt.  / Vorsichtig klopft der Tatendrang an. / Doch ein bisschen bleib ich noch raus, um wieder rein zu kommen.
Carolin Springer, Leer
30. Juni 2023 Ewige/r / Dein Sommer flirrt und ich in ihm. / Durch heisse, dicht besetzte Tage. / Zum Glück bist du bist da, / stärkst mir den Rücken, birgst mich – / im Schatten deiner Flügel – / Schickst Wind um durchzuhalten, / loslassen zu lernen und eben – / damit wir einander hier auf Erden gegenseitig schützen, stärken, beistehen. / Du kennst meine Schwächen und schenkst mir Mut zu ihnen. / So ist alles ein Werden zu Dir hin im Wechselspiel von Straucheln und Gelingen. / Zum Glück lachst Du gelegentlich mit. Und kennst die bitteren Tränen.
Kathrin Rehmat, Zürich
29. Juni 2023 Gott, Quelle des Lebens, / wie reich ist dein Wort / und wie lebendig deine Wahrheit! / Unerschöpflich ist, was du uns zu sagen hast. / Gib, dass wir das erkennen, / uns freuen an der Buntheit deiner Gnade. / Wir bitten dich für alle Traurigen und Bedrückten: / Lass sie Trost schöpfen aus deiner Nähe. / Wir bitten dich für die, / denen ihre Welt zusammenbricht / durch Gewalt, Krankheit oder schmerzhafte Abschiede: / Lass sie Beistand erfahren / von dir und von Menschen, die mit ihnen tragen. / Wir bitten auch für die, / die voller Hass sind, / denen nichts heilig ist, / die andere quälen, morden oder vergewaltigen: / Rufe sie zur Besinnung / und lass sie umkehren von ihrem bösen Weg. / Gott, schütze die Liebenden. / Gib den Friedensstiftern Kraft. / Segne dein Volk Israel / und erbarme dich über deine Kirche in ihrer Not.
RefLit
28. Juni 2023 Gott, / so vieles stürmt auf uns ein, die Wogen brausen, die Meinungen wüten, wir sind hin- und hergerissen, getrieben von Krise zu Krise. Lass uns Ruhe finden, beruhige die Welt, beruhige uns, lass uns Ruhe finden in dir. Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
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