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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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7. Dezember 2022 Gott, du kommst.  / Aber wie wirst du kommen? Werden wir dich erkennen? / Kommst du so, dass wir es merken? Oder kommst du geräuschlos und unsichtbar?  / Wirst du zornig sein? Oder wirst du gnädig sein?  / Du wirst kommen – mit Gnade, mit Segen, mit allem Guten. Versteckt dich nicht hinter all dem Guten, mit dem du uns auf der Spur bist. Zeig dich, damit wir wissen, wem wir all das Gute zu verdanken haben, das uns trägt. Zeig dich bald. Wir warten ungeduldig. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
6. Dezember 2022

Staunen 

Über die Sterne dort draussen / Die Milchstrassen und die Schwarzen Löcher / / Über die Blutkörperchen da drinnen / Die Lungenbläschen Viren und Hormone / / Und sind doch alle an ihrem Platz und erfüllen ihre Aufgabe für das Leben / Ich aber staune und denke verwundert nach über meinen Platz  / Wem diene ich / Welchen Wert trage ich mit mir / Ich Lebewesen aus Sternenstaub Fleisch Blut und Verstand ich Mensch / / Gott loben  / Das sei unser Amt / Das sei unser Amt / Staunen / 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
5. Dezember 2022 Guter Gott! / Es ist Advent. Radios, Weihnachtsmärkte und Einkaufszentren versuchen mit dem Spielen von Liedern wie „Süßer die Glocken nie klingen“ eine entsprechende Stimmung zu erzeugen. Das will aber irgendwie nicht gelingen in diesem Jahr. Die Umstände machen es uns schwer. Sie sind vielfach eben wenig süß. Eigentlich eher sauer aufstoßend.  / Aber - bist du nicht eigentlich genau deswegen gekommen? Darum, weil unser Leben so gar nicht süß ist? / Danke, dass dein Advent so anders ist als der, den wir daraus machen. Danke, dass wir uns bei dir nicht verstellen müssen, sondern so kommen dürfen, wie wir sind. / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
4. Dezember 2022 Seht, die Nacht vergehet. / Geist und Herz erstehet, / Seid der Sonne gleich! / Gottes Güt und Treue / Leuchtet nun aufs Neue / Kräftig, voll und reich. / Was ihr wollt, kann euch erfreuen: / Gnade, Leben und Gedeihen.
Liederschatz 2361,1
Wochenrückblick

3. Dezember 2022

Gott, wir sind in Erwartung, / dass dein Sohn kommt / und dass dein Reich kommt. / Aber bisweilen verlässt uns der Glaube, / dass noch etwas passiert.

So viele Dinge gehen in die falsche Richtung. / Selbstverständlichkeiten werden ignoriert. / Wir Menschen sind gut im Verdrängen. / Es ist zum Verzweifeln.

Aber bin ich selbst bereit, / nicht nur zu reden, / sondern wirklich zu tun?

Gott, lass uns vertrauen, / dass du kommst / mach, dass wir uns trauen, / unsere Posten zu verlassen / und mit dir hinausgehen / und anders leben / und deutlich werden, / aber auch gnädig bleiben. / Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
2. Dezember 2022 Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. / Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. / Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
1. Dezember 2022 Lieber Gott, du ich muss dir was sagen: Mein Vater ist arbeitslos, und wenn du uns hilfst, ist er wieder fröhlich. Christian, Böblingen (2. Kl.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
30. November 2022 Barmherziger Gott, / es ist die Zeit,  / in der wir an dein Kommen denken. / Wir möchten uns dir öffnen, / wir sehnen uns danach, / dass du in unser Leben trittst  / und vieles anders wird bei uns. / Lass uns nicht warten, / sondern gib uns Anstöße für unser Leben. / Mach uns bereit,  / dich in uns ankommen zu lassen. / 
Georg Rieger, Nürnberg
29. November 2022 Einmal sagen zu können / Ich habe mich eingebracht / Ich habe mich gezeigt / Ich habe meine Scham überwunden / Ich habe mich gewagt / Bin gescheitert / Wieder aufgestanden / Ich bin ein Mensch unter Menschen / Gewesen / Dich im Rücken zu wissen / Mit deinem Glauben an mich / Das macht mich froh / Danke Gott / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. November 2022 Herr Jesus Christus, jetzt beginnt die Zeit, / in der wir an dein Kommen denken. / Du schenkst uns deine ganze Liebe, / aber wir bleiben auf uns selbst bezogen. / Wir hören das Wort und singen das Lob, / aber in unseren Herzen ist wenig adventliche Freude. / Du wendest dich uns zu, / aber wir vergessen die vielen, deren Leben dunkel ist. / Vergib uns unsere Schuld. / Bewege uns hin zu dir. / Gib uns deinen Geist, / damit wir dein erlösendes Wort hören, es aufnehmen  / und im Herzen bewegen, wie Maria es tat. Amen.
RefLit
27. November 2022 Erscheine, grosser Freund, / In deiner Kreuzgemeine, / In Herrlichkeit erscheine! / Errette manchen Feind / Zu diesen Gnadenstunden / Durchs Leuchten deiner Wunden, / Bis er mit uns zugleich / Wird Mitgenoss am Reich.
Liederschatz 2193,4
Wochenrückblick

26. November 2022

Großer Gott! / Die dunkelsten Tage des Jahres liegen vor uns, / doch werden sie durch Lichterganz erhellt, / durch Beisammensein und Lieder. / Wie sehr sehne ich mich nach dem Advent! //

Ach, lass doch, Gott, Advent werden / auch in diesen dunkelsten Stunden unserer Zeit: / Auf Schlachtfeldern und in Folterkammern lass die Gewalt ein Ende haben. / In Flüchtlingslagern und auf Schlauchbooten gib Hoffnung auf Rettung. / Wo Gefangenschaften in Unrecht und Hunger herrschen, da löse die Fesseln. //

Habe ich zu viel gesagt? / Die schöne Stimmung mir verdorben? / Aber Gott, es ist doch so: / Es gäbe so vieles zu klären, / selbst im adventlichen Lichterglanz sind Schatten zu vertreiben / - wo fang ich an, wo hör ich auf? / Ach lass, doch, Gott, Advent werden, / bring Klarheit mir / und der Welt nicht weniger als die Rettung. / Ach, lass doch, Gott, Advent werden! / Amen! / 


Simon Froben, Bayreuth
25. November 2022 Du Gott des Lichts, wir preisen dich, / der du der Morgen bist und der Abend, / der Anfang und das Ende der Welt. / Wir danken dir für die Ruhe der Nacht / und das Licht eines neuen Tages. / Von dir kommt alles, was geschieht. / Du lebendige Kraft, / gib deine Kraft uns, damit wir erwachen. / Du alles umfassende Weisheit, / lehre uns verstehen, wohin unser Weg führen soll. / Du schaffst Freude in den Traurigen, / Trost in den Schwermütigen, / Klarheit in den Verwirrten, / Lebenskraft in den Schwachen. / Schaffe Licht auch in uns / in der Frühe deines Tages. Amen.
RefLit
24. November 2022

Du sprichst mit uns. Du sprichst mit mir. „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei!“ So sprichst du mich heute Morgen an. Diese Erfahrung tut gut. Du meinst mich, diesen Gedanken will ich zulassen, ich glaube dir, HERR. Du machst mich stark. Du bist an meiner Seite. In allem was mich herausfordert. Jetzt kann ich dem, was mich erdrücken will, was mir die Luft zum Atmen und die Lust am Leben nimmt, mutig entgegentreten. Du lenkst meinen Blick und meine Schritte in Richtung deiner Wege für mich. Wege, die ins Leben führen, in die Freiheit der Kinder Gottes. Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
23. November 2022 Erlöser unser, es heisst, wir sollen die Toten tot sein lassen. Aber wie denn ganz ohne sie leben? Wir vergessen sie nicht einfach. Die wir lieben und die uns geliebt haben. Ja, auch nicht die anderen. Du weisst, was vom Vergangenen in Zukunft sinnvoll wird. In der erfüllten Gegenwart, voller Erinnerung und bis an den Rand voll mit Zuversicht trotz allem hängen wir am Leben an Dir und beten für Frieden mit denen Vor uns und für das gute Leben für die nach uns. Das eben, das jetzt schon beginnt und das erfüllt wird, wenn du kommst. Amen 
Kathrin Rehmat, Zürich
22. November 2022

Ewiger, wir bringen vor dich unsere Klage über Gewalt, Krieg, Missbrauch, Hass und viel, viel Leid, Schrecken und Zerstörung in der Welt. Vieles ist nicht zu ertragen. Wir brauchen dich und deinen Frieden jeden Tag aufs Neue.


Meike Waechter, Berlin
21. November 2022 Ewiger Gott, / Herr der Zeiten: / Wie denken zurück an Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet, / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen / sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können den Blick nicht lösen / von dem, was einmal war. / Gott, du weißt, / was wir an diesem Tag empfinden / und richtest unseren Blick auf dich: / In deinem Herzen / bewahrst du alle Lebensgeschichten / und versprichst Zukunft / befreit von den Schatten unserer Gegenwart. / Mitten im Dunkel / von Trauer und Schuld / leuchtet das Licht / deines Erbarmens. / Lass es uns sehen / und verbreite es / durch unser Glauben, Hoffen und Lieben. / Komm uns entgegen! / Wir warten auf dich!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
20. November 2022 König, gieb uns Mut und Klarheit, / Einen will’gen, einen muntern Heldensinn, / Helle Augen in die Wahrheit / Und ein leichtes, lichtes Herze zum Gewinn, / Das einmütig, / Ehrerbietig / Wie die Engel vor dir stehe, / Bis dein Leben unsern Geist mit Kraft durchgehe.
Liederschatz 2059,1
Wochenrückblick Gott, Du bist ewig. / Was das bedeutet, / ahnen wir schon, / wenn wir an die kurze Spanne unseres Lebens denken / und wenn wir uns in dieser Woche der vielen erinnern, / die vor uns verstorben sind. //
Einige können ihrem Leben mit Glück eine winzige Spanne hinzufügen. / Anderen bleibt nicht viel Zeit zum Leben. / Wenn wir der Verstorbenen gedenken, / steht uns diese Ungerechtigkeit vor Augen. //
Zuerst denken wir da an die, / die uns nahestanden, / mit denen wir so gerne noch etwas Zeit verbracht hätten, / mit denen wir gerne noch etwas beredet hätten. / Sie fehlen uns. / Ihr Verlust schmerzt sehr, besonders in diesen dunklen bedrückenden Tagen. //
Und dann denken wir an die vielen Menschen, / die durch Gewalt und Unrecht gestorben sind. / Wir kennen ihre Namen nicht, / wir wissen nichts von ihrem Leben / und ahnen nur, / was ihr Verlust für andere bedeutet. //
Ewiger Gott, / wir gedenken vor Dir unserer Verstorbenen / und vertrauen darauf, / dass Du ihre Namen kennst und ihre Lebensspanne, / so kurz oder lang sie gewesen sein mag, / vor Augen hast. //
Tröste uns, / wenn wir an all das Unabgeschlossene denken, / an all das gewaltsam beendete und an das Leiden der Vielen. / Wir vertrauen darauf, / dass unsere Zeit in Deinen Händen steht / und Dein Weg mit uns über den Tod hinausführt. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
18. November 2022

Im Anfang

War das Ende schon da / Immer nah / Der Augenblick dazwischen aber reich / Voller Anfänge und Enden unendlich reich / Du Gott des Anfanges und des Endes / Du lässt uns Neues beginnen und Altes beenden / Wir lassen uns und alles zurück / In deinen Händen


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
17. November 2022 Herr, unser Gott, du guter Hirte! / Du suchst, wenn wir uns verirrt haben. Du suchst uns, wenn wir uns entfernt haben von dir. Viel mehr, als wir dich suchen, suchst du uns. / Und: Du findest uns. Wir gehen nicht verloren. / Wir bitten dich: Suche weiter! Suche uns hier und heute, und morgen und in fernen Zeiten. Wir wollen uns von dir finden lassen, wo immer wir sind. / Und: Nimm uns mit auf der Suche nach den Verlorenen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
16. November 2022 Lieber Vater im Himmel, / manchmal können wir das nicht,  / so offen unsere Schuld eingestehen  / und um Vergebung bitten. / Manchmal versuchen wir, / uns aus allem herauszureden, / manchmal verdrehen wir lieber Unrecht in Recht, / als zuzugeben, dass wir etwas falsch gemacht haben. / So rechthaberisch und unbußfertig sind wir! / Deshalb bleibt die alte Schuld an uns haften, / und wir erleben nicht die befreiende Kraft der Vergebung. / Herr, bring uns zur Einsicht,  / schärfe unser Gewissen / und gib uns Mut, unser Versagen einzugestehen / und um Verzeihung zu bitten. / Herr, erbarme dich über uns. Amen.
RefLit
15. November 2022

Eternal God, in Jesus Christ your light shines in our darkness, bringing  joy to our sorrow and presence to our loneliness. We pray for all who are homesick, missing friends and family. We pray for those who are ill and for those who are grieving a loss. Comfort us during these long nights of winter and lead us into the light of day. 

Ewiger Gott, in Jesus Christus scheint dein Licht in unserer Dunkelheit und bringt unserer Traurigkeit und Gegenwart unserer Einsamkeit Freude. Wir beten für alle, die Heimweh haben, Freunde und Familie vermissen. Wir beten für diejenigen, die krank sind und für diejenigen, die einen Verlust erleiden. Trösten Sie und führen Sie und uns in das Licht des Tages. Amen


Catherine McMillan, Schweiz
14. November 2022

Dass du, Jesus Christus, / unsere Welt richtest, / ist uns ein fremder Gedanke geworden. / Dass du auch uns einmal prüfen wirst, / schürt in uns Unbehagen und Angst. / Wer wird vor dir bestehen können? / Wer deinen Ansprüchen genügen? / Wir sind doch alle verstrickt in Böses, / alle untauglich als deine Zeugen.

Richte uns mit Barmherzigkeit! / Lass uns erkennen, / was wir versäumt und verschuldet haben, / aber vergib uns, / und bring uns in Einklang / mit deinem Willen. / Wir bitten dich: / erbarme dich unser. 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
13. November 2022

Heil’ge Einfalt, Gnadenwunder! / Tiefste Weisheit, grösste Kraft! / Schönste Zierde, Liebeszunder! / Werk, das Gott alleine schafft! // Alle Freiheit geht in Banden, / Aller Reichtum ist nur Wind, / Alle Schönheit wird zu Schanden, / Wenn wir ohne Einfalt sind.


Liederschatz 1981,1-2
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