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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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Wochenrückblick

24. September 2022

Die Woche einer Beerdigung, wie es vielleicht nie eine gab. Was für Leben im Dienst durch den Wandel der Zeiten! Was für eine Achtung, was für eine Anteilnahme weltweit!/ Andere Tote und Begrabene in derselben Woche, gestorben nach ihrem Leben mit und für andere, wie viele durch Hunger, Krieg und Gewalt,/ in engen Grenzen, nur im eigenen Kreis wahrgenommen oder ganz unbeachtet geblieben. // Gott, Quell und treuer Grund meines Lebens, lehre mich bedenken, dass auch ich sterben muss. Aber bis dahin lass mich dankbar leben mit meinen Möglichkeiten und Grenzen, dem Profil, Gesicht, Charakter und Zuschnitt, mit denen du mein Leben kostbar, unverwechselbar und einmalig gemacht hast. / Und hilf mir, zu dienen und nützlich zu sein, so wie du´s für mich gemeint hast. // Das bitte ich durch Jesus Christus. Amen.


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
23. September 2022 Du Gott der Fülle, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von anderen Menschen beeindrucken, / warum machen wir uns abhängig / von ihrem Einfluss / und versuchen um jeden Preis, / ihnen zu imponieren! / Wir könnten doch wissen, / wie wenig beständig / der Erfolg unserer Gefallsucht ist, / und sollten uns lieber an dich halten. / Du bist verlässlich, / Du verleihst uns Ansehen / trotz unserer Mängel, / und lässt uns nicht fallen, / wenn wir dich enttäuschen. /  / Gott, mach uns los / von falschen Idolen. / Stärke unser Selbstbewusstsein / und gründe uns / allein in dir.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
22. September 2022 Guten Morgen lieber Vater im Himmel. Ein neuer Tag liegt vor uns, ein Geschenk von Dir an uns. Gleich greifen wieder die Ängste, Sorgen und Zweifel nach uns. Und lenken unseren Blick ab von Dir. Ich will ernst nehmen, was dieser Tag von mir fordert, aber Du bist größer als alles, was mir den Weg zu Dir verstellen will. Komm mit deinem Geist, der mich lehrt den herrenlosen Mächten und Gewalten den Gehorsam zu verweigern, der meinem Kleinglauben aufhilft und den Blick für das öffnet, was dem Leben dient. Und Dir die Ehre gibt. Amen 
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
21. September 2022

Aufrecht

Freie Menschen gehen aufrecht  / Gedemütigte taumeln den Blick nach innen gerichtet als möchten sie verschwinden / Du gingst aufrecht auf dieser Erde mit offenen Sinnen auf Menschen zu / Du liessest dich ansprechen als Rabbi Jesus  / Du hast viele angesprochen / Du hast gebückten Frauen zum aufrechten Gang verholfen mit Wirkung bis in die Gegenwart / Wir Buckligen und Gedemütigten alle wir danken dir / Wir wollen einander aufrichten aufrecht begegnen / Wir wollen niemanden demütigen und kein Leben entwürdigen / Wir alle die wir uns auf dieser Erde bewegen lernen Rücksicht, weil wir Rücksicht erfahren / Wir schauen uns an und ahnen was dich ausmacht / Gott / 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
20. September 2022

Gott – du immer gleich / Fels und Burg und Hort / Zuversicht unserer Vorfahren / lass uns nicht einknicken / nimm uns an der Hand / stell uns auf sicheren Boden.

Gott – du immer anders / Wolke und Feuer und Brausen / Zuversicht unserer Vorfahren / lass uns nicht erstarren / zwinge uns umzukehren / führe uns ins Unbekannte.

Gott – du alles in allem / wir haben so viel zu bewältigen / wir brauchen deinen Geist, / der uns sehend macht.

Nimm uns und anderen die Schuppen von den Augen. / Zeige uns und anderen die Möglichkeiten einer Kehrtwende. / Schenke uns Menschen, die uns bei der Verwandlung helfen. / Gib uns die Zuversicht, anderen eine Verwandlung zuzutrauen.

Im Vertrauen auf dich / sind wir bereit zwiefach aufzubrechen / aus der Aufgeregtheit in die Besonnenheit / aus der Bequemlichkeit ins Ungewisse. / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
19. September 2022 Gott, wir bitten dich für alle Kinder, / dass sie ohne Angst aufwachsen, / dass sie Vertrauen finden, / dass Friede ihre Zukunft sei. / Wir bitten besonders für die Kinder, / die Opfer der Erwachsenen sind: / für die Kindersoldaten, / für die von Landminen verletzten, / für die Kinder in den Elendsvierteln, / für die Kinder auf der Flucht, / und auch für die misshandelten und verstörten Kinder / in unserem Land: / Lass Licht, o Gott, in dieses Dunkel fallen, / lass uns Patinnen und Paten dieser Kinder sein / und keine Ruhe geben, / bis Friede und Gerechtigkeit einkehren.
RefLit
18. September 2022

Ich hab’ es an mir wahrgenommen, / Zu deiner Stunde ist’s geschehn; / Da bin ich meinem Feind entkommen, / Da hab ich in dein Licht gesehn; / Da ward als köstliches Geschmeide / Mir angelegt das Heilsgewand, / Und meinem Geist als Kindschaftspfand / Von dir beschert des Geistes Freude.


Liederschatz 1805,3
Wochenrückblick

17. September 2022

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,  / vorbei der Sommer. / Vorbei die Ferien. / Vorbei das Draußen-Sein im T-Shirt. / Vorbei die Parkplatzsuche ohne Mühe. / Alle wieder da. / Aber alle auch beschwert: / Was wird demnächst ein Brot kosten? / Und bei wem wird es zu kaufen sein? / Wie warm wird es in den Wohnungen sein? / Und wie sollen es die über den Winter schaffen, / bei denen es immer schon knapp war? / Wir spüren, dass die fetten Jahre vorbei sind und / dass die mageren kommen. / Und dass es ungeheuer schwierig ist, diesen mageren / Jahren mit Wirklichkeitssinn zu begegnen. / Da schauen wir lieber nach England. / Denen dort geht es nicht besser. Aber sie hatten / die Queen. Und jetzt haben sie einen neuen König. / So etwas hält zusammen. / Was hält uns zusammen? / Gib Wirklichkeitssinn, der in der Ehrfurcht vor Dir gegründet ist. / Werde vielen groß als weiter Raum und feste Burg, / als Halt in Not und als Gebot der Stunde. / Und bleibe bei uns in den mageren Jahren. / Damit auch die einst vorbei sind. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
16. September 2022

Gott – deine Treue ist alle Morgen frisch und neu / aber wir haben Angst vor wieder aufflammender Gewalt: / einen heißen Herbst künden uns die Demokratiefeinde an.

Zahlreiche sind unzugänglich für Argumente / Manche sind voller Hass gegen Andersdenkende / Die meisten sind ohne Bereitschaft zu Kompromissen / Viele sind für unabhängige Informationen nicht erreichbar  / Einige sind ohne Scheu vor Unrecht.

Gott – deine Treue ist alle Morgen frisch und neu / aber wir fürchten uns vor  Veränderung und Verzicht: / einen verlustreichen Winter künden uns die Regierenden an.

Zahlreiche finden sich nicht zurecht im Wirrwarr der Ratschläge / Manche wissen nicht, wie sie ihre Existenz sichern können / Die meisten klammern sich an verlorene Gewissheiten / Viele sind in Sorge um die Menschen im Krieg / Einige ziehen sich in ihre Ängste zurück.

Gott – mach uns frisch und neu.  / Gib der verdorrten Hoffnung wieder Wasser. / Wir haben es dringend nötig. /  / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
15. September 2022 Hass / Erbricht sich unter dem Deckel / Durchbricht alle Dämme / Von Hass überspült  / Musst du gegen den Untergang schwimmen / Kannst kaum atmen / Lässt nur dich gelten / Verfluchst den Tag deiner Geburt / Vätermütter  / Vergebt euren Kindern wenn sie Hass versprühen / Wissen sie denn was sie tun / Gottmutter / Zieh den giftigen Stachel / Lass Tränen fliessen / Hass abfliessen  / Erkennen was zum Vorschein kommt / Ein Würmlein / Ein Schluchzen / Die Kränkung / Ein Haschen nach Liebe / Lass heilen / Gott
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. September 2022

Erhabener Gott, / du liebst die Armen und wohnst im Elend, / da, wo die meisten von uns nicht hingehen, / weil uns die Hässlichkeit der Armut abstößt: / der Dreck, der Gestank, / die Verrohung des Umgangs. / Wir sehen oft nicht die Tapferkeit derer, / die mit wenigem auskommen müssen. / Wir würdigen nicht, / wie großherzig und hilfsbereit sie trotzdem oft sind, / und ihre Lebensleistung stößt bei uns auf wenig Beachtung.

Gott, lass du uns nicht verrohen! / Lehre uns, genau hinzusehen / und uns anrühren zu lassen, / von schweren Schicksalen. / Verbinde uns mit den Bedürftigen / in solidarischem Respekt / und in gerechtem Teilen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
13. September 2022 Gott, Ewiger! / Mose hat Dich gesehen. Wir sehen dich nicht. Aber wir hören dich. Deine Weisungen legst Du uns ans Herz. / Und wenn das Herz hart geworden ist und verschlossen oder ängstlich und blass, wenn es kalt geworden ist und blutleer oder vergiftet und böse - dann, barmherziger, gütiger Gott - dann verzeih uns und gib uns ein neuen Herz, ein besseres, ein weicheres, ein reines, das dir gehört. Amen. / 
Jürgen Kaiser, Berlin
12. September 2022

Ich will keine großen Worte machen, Herr. / Es ist wahr, dass ich oft vergesse, dass du da bist. / Es ist wahr, dass ich dich oft erst dann anrufe, wenn es schon fast zu spät ist. / Es ist wahr, dass ich nicht immer verstehe, warum du untätig bist, / wenn alles in Bewegung ist in der Welt und in meinem Leben.

Aber du bist da, / und das ist es, was wichtig ist. / Nichts könnte dich von hier losreißen, / nichts könnte uns dir entreißen, / nichts könnte dir die Welt entwinden.

Du bist da, Herr. / Mehr als mein Glaube oder meine Angst oder meine Torheit.


Christoph Landré, Berlin
11. September 2022 König, würdig aller Kränze, / Quell der Klarheit ohne Grenze, / Komm der Seele näher, glänze! / Bleib, du längst Erwarteter.
Liederschatz 1799,17
10. September 2022 Gott, ich habe mich bis vor kurzem immer gefragt, was mit den Feinden gemeint ist, von denen in den Psalmen an vielen Stellen die Rede ist. / Ich persönlich habe keine Feinde. Noch nicht. Doch immer mehr Menschen, die sich positionieren oder für etwas stehen, werden persönlich hart angegriffen und bedroht. Sogar in den Tod getrieben. Das finde ich sehr beängstigend. / Wie fühlt es sich wohl an, so von Feinden umgeben zu sein? Ist das auszuhalten? Wer und was gibt in so einer Situation Halt?  / Gott, ich wünsche mir, dass du denen beistehst, die Hass und Häme erdulden müssen. Sie tun es auch für mich und für unsere Gesellschaft.  / Steh auch denen bei, die meinen, mit Verachtung Anderer ihr eigenes Leben aufzuwerten. Öffne ihnen die Augen für den Wert des Lebens, den du schenkst. Dieses Geschenk verbindet uns Menschen und macht uns gnädig miteinander. Den Glauben daran schenke uns allen jeden Tag neu. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
9. September 2022

Allmächtiger Gott, / wir danken dir für dein Wort. / Es ist gesagt, es ist geschrieben, / es ist gedruckt, als wäre es ewig unveränderlich. / Doch Du bist anders. / Du bist lebendig. / Lass uns das nie vergessen! / Daraus erwächst uns Hoffnung!

Immer wieder neu eröffnest Du uns Dein Wort. / Immer wieder neu rufst Du uns als Deine Gemeinde zusammen. / Lass uns auf der Suche bleiben, jeden Tag neu. / Lass uns die Gemeinschaft suchen, / im Hören und Sprechen, jeden Tag neu. / Daraus erwächst uns Orientierung und Halt für unser Leben.

Mit Deinem Wort rufst Du uns auch in den Widerspruch. / Gegen das Unrecht und Leiden dieser Welt, / gegen Fremdenhass und Antisemitismus, / gegen Gewalt und Kriege, / Habgier und Hunger. / Lass uns Deinen Ruf hören und / gib uns Kraft und Mut, / und immer wieder neu die Achtsamkeit / zum genauen Hinhören und Hinsehen, / dass wir einstehen für unseren Nächsten in der Not.

Und wo wir zu verzweifeln drohen / an der Unabänderlichkeit der Dinge, / an Krankheit und Katastrophen, / an Einsamkeit und verworrenen Beziehungen, / Unglück und Schmerz. / Da schenke uns Trost / und lass unser Vertrauen nicht sinken, / dass Du uns jeden Tag zu einem neuen Anfang rufst / durch Dein Wort / und durch das Mahl der Versöhnung.


Simon Froben, Bayreuth
8. September 2022 Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern? / / Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert. / / Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es. / So wie der Beter des Psalms 42. / / Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / / Amen.
Selma Dorn, Jerusalem
7. September 2022 Gott, / du suchst uns mit deinem Wort, / wir wollen uns von dir finden lassen. / Du hüllst uns ein in deinen Trost, / wir wollen uns bei dir fallen lassen. / Du sprichst uns deine Liebe zu, / wir wollen uns von dir stärken lassen. / Du weist uns zurecht, / wir wollen uns von dir ändern lassen. / Rede, Gott, / wir wollen hören. Amen.
RefLit
6. September 2022 Gott der grenzenlosen Liebe, / in deinem Namen und in deiner Kraft will ich heute Mauern abtragen, / Stein für Stein, Vorurteil für Vorurteil. / Ich bekenne dir, dass ich deine Liebe oft vergessen habe, / dass ich mit meinen Mitmenschen kleinlich war und für sie höhere Massstäbe gesetzt habe als für mich selbst. / Dass ich voreilig ein Urteil über sie gefällt habe. / Du bist aber da bei mir, um mich in der Liebe anzuleiten, auch heute. / Öffne mich für dich. Amen. 
Catherine McMillan, Schweiz
5. September 2022

Der Fluss vertrocknet

Sein Bett liegt bar in der Sonne / Wir wünschten Regen Regen ist nicht in Sicht / Wolken lösen sich auf sobald sie erscheinen / Wenn Fische weinen könnten sie würden weinen / Wir stehen am Fluss mit unseren Angeln und den Würmern in kleinen Büchsen / Wir sind entsetzt am falschen Ort so hilflos / Was können wir jetzt für die Fische tun / Unser Duschwasser ins Flussbett leiten / Unsere Wäsche nicht mehr waschen / Unsere Tränen nicht mehr weinen / Was kannst du tun Gott / Für die Fische und für uns / Und für das Leben das eben austrocknet / Du weinst mit den Fischen


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
4. September 2022 Ueberm Lieben wird die Last / Auf dem Rücken, / Welche unsre Schwachheit fast / Möcht’ erdrücken, / Wie ein leichtes Federchen; / Man kann fragen: / Giebt’s noch was zu tragen?
Liederschatz 1797,2
Wochenrückblick

Allmächtiger Gott!

Die große Welt bedroht / mein kleines Leben: / Krieg und Hunger, / Klimawandel und Katastrophen. / Das große Wechselspiel / von menschlicher Allmacht und Ohnmacht / legt dunkle Schatten auf meine Tage.

Rüttle mich auf, Gott, / wecke mein Vertrauen neu: / Mit dem Genießen des ersten Sonnenstrahls am Morgen, / mit der Dankbarkeit für die Lebensfülle am Mittag / mit dem Staunen beim Zählen der Sterne am Abend. / So groß und wunderbar ist diese Welt, / die Du geschaffen hast! / Du kennst auch all meine Sorgen / und die Schatten unserer Tage. / Du bist nicht fern, / schenke mir Zuversicht!

Amen!


Simon Froben
2. September 2022 Gott, der du uns die Augen öffnest für das Leben: Lass uns genießen, was du uns zum Leben schenkst: die Zeit, die wir miteinander haben, die Natur, die uns umgibt und uns Kraft schenkt; die Menschen, die uns Freude machen – uns auch herausfordern und bereichern. Gott, der du uns die Augen öffnest für unsere Verantwortung: Stärke uns als Gemeinde, als Kirche, als Christen und als Menschen in unserer Gesellschaft und bring uns dazu, dass wir deinem Bild entsprechen. 
Georg Rieger, Nürnberg
1. September 2022

Mein Trauergewand lösen -
mich mit Freude gürten -
Klage in Lob verwandeln -
Zorn durch Güte mildern
Du kannst das.
Du hilfst mir dabei.
Heute und Morgen.
Danke dafür.


Kathrin Rehmat, Zürich
31. August 2022 Wach auf meine Seele und spüre / die zärtliche Nähe Gottes. / Wach auf meine Seele und höre / auf die unendliche Stille der Schöpfung. / Wach auf meine Seele und singe / trotz des Missklangs unserer Zeit. / Wach auf meine Seele und lebe / in der Gewissheit, dass deine Melodie / einzigartig und unverzichtbar ist. / 
Brigitte Wedderburn, München
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