Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Liederschatz 1543,11
Carolin Springer, Leer
Barmherziger Gott, / du handelst nicht mit uns nach unserer Sünde / sondern überwindest das Böse mit Gutem. / Du vergiltst uns nicht nach unserer Missetat, / sondern schenkst uns neue Anfänge. / Mach uns auch miteinander barmherzig, / nachsichtig mit Fehlern, / geduldig mit Schwerfälligen, / großherzig, einander Schuld zu vergeben.
Lehre uns, / auch mit uns selbst barmherzig zu werden, / dass wir unsere Grenzen erkennen, / und uns nicht überfordern; / dass wir loskommen / vom ständigen Grübeln über unsere Mängel. / Befreie uns dazu, / glücklich zu sein über Erfolge, / und um Hilfe zu bitten, / für unsere Schwächen. / Schenk uns Freude an unserem Leben, / auch wenn darin vieles nicht perfekt ist. / Gott, unser Vater, / umgib uns mit deiner Liebe.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Nichts
Ich will nichts von dir Gott
Ich bin da
Du musst nichts für mich
Ich muss nichts für dich
Wir sind da
Es tut gut einfach zu sein
Durchsichtig still
Einfach da zu sein
Ich atme
Die Luft kommt von dir
Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Kathrin Rehmat, Zürich
Jürgen Kaiser, Berlin
Gott, unsere Hoffnung - / Wir wollen nichts schönreden. / Wir sind nicht für alles Unrecht, das um uns herum geschieht, verantwortlich, / aber es bleibt genug, was unser Gewissen bewegen muss.
Gott, unsere Hoffnung – / Wir wollen nichts schönreden. / Wir müssen nicht an die Hölle glauben, / aber wir spüren doch genau, / dass wir unsere Verantwortung / nicht zusammen mit den alten Bildern abstreifen können.
Gott, unsere Hoffnung – / Wir wollen nichts schönreden. / Wir müssen uns nicht ängstigen und wir müssen niemandem Angst machen, / aber wir dürfen den Ernst deiner Weisungen deswegen nicht missachten.
Sei uns ein gnädiger Richter, / wenn wir in Selbstvorwürfe oder in Selbstmitleid verfallen, / wenn wir selbstgerecht sind gegenüber anderen, / wenn wir hinter unseren Gaben und Möglichkeiten zurückbleiben, / wenn wir an deiner Gerechtigkeit zweifeln oder an deiner Strenge verzweifeln.
Schenke uns deinen Trost / Und hilf uns, andere zu trösten, ohne sie zu vertrösten. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Selig sind die geistlich Armen! / Sie finden leichtlich dein Erbarmen: / Das Land der Himmel bleibet ihr, / Wenn die Satten und die Reichen / Und Selbstgerechten ferne weichen / Von deines Königreiches Zier. / Ach mach uns Arme reich, / Doch deiner Armut gleich. / Gieb uns, Jesu, / Den reichen Mut, / Dem irdisch Gut / Recht weh, und Armut sanfte thut.
Liederschatz 1538,3
Ewiger, treuer und langmütiger Gott, ich bin's so satt und so müde davon:/ die niederdrückenden Nachrichten aus Kriegs-, und Hungergebieten und Armutslagen, die nicht abreißen,/ die winzig kleinen Fortschritte der Politik bei den drängendsten Problemen,/ die Traurigkeit meiner ukrainischen Hausgenossinnen, für die wir keine Worte haben, allein weil die Kenntnis der Sprache des anderen fehlt.// Gott, Vater, Sohn, Trösterin, belebe mich wieder zu neuem Glauben, Hoffen und Lieben durch einen wohltuenden Gottesdienst am Sonntag, in dem mir deine Gnade leuchtet,/ durch dein Wort in vielerlei Gestalt während der Woche,/ durch deine guten Gaben in Freundschaft und Lachen, mutigem Handeln und unbekümmerter Hilfe und Nähe.// Du bist doch der Eine und Ewige, der helfen kann und will und wird!// Amen.
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Kathrin Rehmat, Zürich
Einen Krieg kann niemand gewinnen, er kann nur beendet werden. / Wer sich Krieg wünscht, wer wünscht, er möge in den Krieg ziehen dürfen, glaubt, er könne ein Held werden. Blut wird an ihm kleben, Tod wird ihn verfolgen. / Wer Instrumente und Maschinen für den Krieg ausdenkt und herstellt, stiehlt der Zukunft den Atem, noch bevor sie da ist. / Was für ein Geist herrscht in einer Wirtschaft, die immer perfidere Arten des Tötens und Verreckens austüftelt? / Wer glaubt, er könne mit einem Krieg seine Vergangenheit wieder aufleben lassen, glaubt nicht an Gott.
Gott / Wir legen dir die Kriege der Welt vor / Die Menschen gemachte Not / Das Leid / Die erlittenen Verbrechen / Die abgetrennten Glieder von versehrten Körpern / Die verletzten Nerven / Die traumatisierten Seelen / Die geschundenen Gewässer Äcker Wälder / Die sinnlos verendeten Tiere / Missbrauchte Kinder / Das vorzeitige Ende von werdendem Leben / Die alten Menschen und ihre zerbombten Tage / Das Zerstörte was einst so wertvoll schien in Kultur und Wissen / Wir legen uns selber an dein Herz wie schutzlose Vögel welche die Orientierung verloren haben / Dieses Kriegen muss ein Ende finden / Du Gott und wir Menschen müssen einen Anfang finden dem Leben zu liebe / Amen
Marianne Reifers, Luxor
Catherine McMillan, Schweiz
Gott, / du versprichst, in deinem Wort gegenwärtig zu sein / Aber dein Wort ist dunkel / Wir finden uns oft nicht darin zurecht / Wir sehen wie in einen Spiegel / Und entdecken dabei vielleicht nur unsere eigenen Bilder.
Gott, / du erweckst deinen Geist in Sehern und Propheten / Aber ihr Wort ist zwiespältig / Wir wissen oft nicht, wer die Wahrheit verkündet / Wir schwanken zwischen Vertrauen und Verdacht / Und sind in unserem eigenen Urteilen überfordert.
Gott, / dein Geist macht dein Reich lebendig / Aber die Welt merkt so wenig davon. / Wir erleben nur Resignation und Ratlosigkeit / Wir sind selbst unentschlossen und untätig / Und bleiben tief in den eigenen Ängsten und Wünschen befangen.
Mache uns zuversichtlicher im Hören und eifriger im Tun deines Worts! / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Da ist meine Hand und Herz! / Du hast deine Seel’ gewaget / Unverzaget, / Und das alles bloss allein, / Dass ich dein, / Und du meine heissen könntest. / Wenn du nicht von Liebe brenntest, / Hätte das nicht können sein.
Liederschatz 1481,6
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Georg Rieger, Nürnberg
Gott+
Das Böse spinnt sein Netz über alles / Als hätte es Anspruch auf alles / Als hätte es dich überwunden / Es wirbelt uns um uns selber und verwirrt uns / Wir können nicht mehr klar denken / In deinem Namen schreien wir / Das lassen wir nicht zu / Auch wenn uns schwindlig wird ob dem Gift / Auch wenn wir mürbe werden und schwach / Unsere Hilfe kommt nicht mit Kanonen und Raketen / Unser Gott+ versprüht keine Lügen / Unser Gott+ ist da / Mächtig in Liebe / Frei zum Trotz / Öffne unsre Augen / Dass wir sehen und unser Herz weit wird
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Selma Dorn, Jerusalem
Liederschatz 1416,8
18. Juni 2022
Gott du Tröster meines Lebens, ich taumle zwischen Verzweiflung und Zuversicht, wenn ich auf die Woche zurückblicke und daran denke, wie es weitergeht.
Gute Nachrichten sind rar geworden, schlechte haben sich festgesetzt: Der Krieg gegen die Ukraine geht unvermindert weiter. Die Covid19-Pandemie nimmt wieder Fahrt auf. Die Hitzewellen zeigen uns, wie es um unser Klima steht.
Und der gesellschaftliche Zusammenhalt ist dahin. Gemeinsame Anstrengungen sind nicht möglich in so einer misstrauischen Stimmung.
Da braucht es ein Wunder von dir, Gott! Oder viele kleine. Mit unseren mutlosen Rettungsversuchen schaffen wir es nicht, die Welt und unser Zusammenleben zu bewahren.
Ich will daran glauben können, dass es solche Wunder gibt. Ruf mir in Erinnerung, wie oft es schon geklappt hat, dass alles ganz anders gekommen und ganz anders ausgegangen ist als ich gedacht habe.
Stärke meine Zuversicht, Gott, und halte mich fest. Begleite mich, dass ich nicht taumle, sondern getröstet in die nächste Woche gehe. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, du weißt, / wie verunsichert wir im Innersten sind, / an wie vielen Verletzungen wir leiden / und wie viel Scham und Wut / wir hinter Masken von Coolness verbergen. / Behüte uns vor allem, / was uns krank macht. / Hilf uns, wenn wir zu zerbrechen drohen. / Sei uns gnädig / und leite uns mit deiner Güte / durch unser wechselhaftes Leben.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Paul 8 Jahre
Kindergebete 3. Klasse aus dem Kanton Graubünden
