28. Januar 2022
Kaum hat sich das neue Jahr etwas eingelebt / Lebe ich schon wieder im alten Trott / Trotz aller Vorsätze / Darüber ärgere ich mich / Ich wollte es doch besser machen als meine Mutter / Und bin offenbar nicht besser / Ich wollte ein neuer Mensch werden / Mit grossen Zielen / Die ich nie erreichen werde / Ich habe versagt / Gott / Ich gebe es zu / Darf ich trotzdem noch zu dir kommen / Zu dir beten / Ich bete ja nicht dass du es für mich machen sollst / Wie käme ich darauf / Ich weiss das liegt an mir / Ich bete weil ich ohne deine Wärme / Ohne deine Gegenwart / All meine Ziele aus den Augen verliere / Und mich unter die Bettdecke verkrieche / Und dann gar nichts mehr bin / Mit dir aber fange ich morgen nochmals an / Eine kleine Veränderung / Ich setze mich an den Tisch und geniesse das Brötchen mit Butter und Honig / Und sage danke. / Danke dass ich einen neuen Tag beginnen kann. /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
27. Januar 2022
Herr, unser Gott! Wir treten vor dein Antlitz in Anbetung vor deiner Majestät, / in Erkenntnis unserer Unwürdigkeit, mit Dank für alle deine gute Gabe, / die du uns an Leib und Seele immer wieder zuwendest. / Wir danken dir insbesondere für diesen Sonntag und Festtag, an dem wir dessen gedenken dürfen, daß dein lieber Sohn, unser Herr Jesus Christus, / uns nach seinem Hingang zu dir nicht Waisen werden ließ, / sondern uns im Heiligen Geist, dem Tröster und Lehrer, der uns lebendig macht, / gegenwärtig sein und bleiben wollte, bis er selbst wiederkommt in seiner Herrlichkeit. Und nun hilf du, daß wir dich recht erkennen und recht preisen in dieser deiner Wohltat, daß dein Wort recht verkündigt und recht gehört werde an diesem Ort und überall, / wo dein Volk dich anruft. Heilige und segne du auch die Feier des Abendmahls, / die wir miteinander begehen wollen. Dein Licht leuchte uns! / Dein Friede sei unter uns! Amen. /
Karl Barth (1886-1968)
26. Januar 2022
Gott – du zeigst mir in Jesus dein Bild. / Aber ohne Brille kann ich nichts sehen. / Von deinem Licht bin ich geblendet. / Von deiner Fremdheit bin ich verunsichert. / Von deiner Vielfalt bin ich verwirrt. / Und ich weiß nicht, ob meine Brillengläser stimmen.
Gott – du zeigst mir Jesus in den Bildern / seiner Evangelisten und Apostel. / Aber ihre Brillen passen oft nicht zu meinen Augen. / Gott – du willst, dass wir dich in unseren Mitmenschen erkennen. / Ich will sie ohne Brille wahrnehmen, / die fremden und die vertrauten, / die schwierigen und die liebenswerten, / die fernen und die nahen.
Gib uns dazu / aufmerksame Augen und Ohren / mitfühlende Gedanken / solidarische Haltungen / aufmunternde Worte / helfende Hände. / Und wenn unsere Sehkraft nachlässt, / dann lass uns im Herzen Trost finden / in den alten Liedern und Geschichten, / die wir nicht sehen, aber glauben. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
25. Januar 2022
Lieber Gott, wie ist es bei dir im Himmel? Mir geht’s gut auf der Erde. Ich möchte wissen, ob Tiere auch in den Himmel kommen. Kommen auch die Tiere in den Himmel, die andere Tiere töten? Markus, Oldenburg (2. Kl.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
24. Januar 2022
Gott des Himmels und der Erde. Du bist ewig und allmächtig, barmherzig und von großer Güte. / Du rufst uns ins Leben, rufst das Leben vor dem Tod, rufst das Leben in den Tod, rufst das Leben aus dem Tod. / Hör nicht auf, das Leben zu rufen. / Du gibst Worte in die Ohren, malst Bilder vor die Augen, die sind wie lebendiges Wasser, die erfrischen, wenn ich müde geworden bin in dieser dunklen Zeit. Dafür danke ich dir. / Aber du weißt es und wir hören nun beinahe täglich davon: Es gibt noch den Tod, den der Unschul¬digen und den der Schuldigen, es gibt noch das Leid, das der Trauernden und das der Unterdrückten, es gibt noch das Geschrei, das der Kranken und das der Gequälten. Ihre Tränen wirst du abwischen in einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Uns aber hilf, ihre Tränen aufzu¬fangen unterm alten Himmel und auf der alten Erde, in die so viele Tränen fließen, mehr als die Tropfen des Regens. / Gib uns Ungeduld, dass wir nicht warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, sondern jetzt schon kämpfen gegen das, was Leid, Geschrei und Tod hervorruft, kämp¬fen gegen Ungerechtigkeit und Terror, gegen Krankheit und Verzweiflung, gegen Schuld und Angst. / Und gib uns Geduld, dass wir ertragen, was wir nicht ändern können, ohne zu resignieren. / Und wenn ich sterben muss, Herr, so lass mich selig sterben und auferstehen im neuen Jerusalem und Nachbar sein an deinem Zelt. Gib mir ein seliges Sterben und ein fröhliches Auferstehen. Amen. /
Jürgen Kaiser, Berlin
23. Januar 2022
Kann der arme Schächer glauben, / Dass sein Nachbar Christus sei, / Und der Priester wildes Schnauben / Treibet mit ihm Spötterei? / Ja, für seine Qualen sorgen / Sie bis an sein Ende noch. – / Ist den Klugen Gott verborgen, / Sehen ihn die Kinder doch.
Liederschatz 522,1
Wochenrückblick
22. Januar 2022
Ach Gott, was soll ich sagen. Bin müde. / Hier ist seit Tagen alles grau in grau. / Kalt und ungemütlich. / Wenn wir wenigstens Schnee hätten. / Die Welt durch die kleinen Flöckchen heller, leiser, verträumter werden würde. / Eine dicke, weiche Schneedecke würde ich der Welt gerne überziehen. Sie mir selbst bis über die Ohren ziehen. / Ja, ich weiss, Gott, ich jammer. Und ja, / ich weiss auch, dass weder Schneedecke noch flauschig warme Daunendecken die Lösung sind. Weder für meine kleine Schwermut, noch für die ernsten Probleme der Welt. / Aber es tut gut, zu jammern und zu träumen. Danke, dass ich auch das bei dir darf. Amen.
Carolin Springer, Berlin
21. Januar 2022
Gott Abrahams und Saras, / du freust dich, wenn Menschen sich freuen. / Wir bitten dich: / Lass uns dich in den glücklichen Augenblicken / unseres Lebens nicht vergessen, / damit unser ganzes Leben unter deiner Herrschaft steht. / Du, Gott, regierst und befreist. / Du, Gott, bist unsere Stärke von Ewigkeit zu Ewigkeit.
RefLit
20. Januar 2022
Du treuer Gott, / wir danken dir, / dass du durch Jesus noch einmal bekräftigst, / was du Abraham verheißen hast. / Wir zweifeln manchmal an deiner Treue, / haben Angst, du könntest uns vielleicht übersehen / oder schon längst vergessen haben / mit unseren Sorgen. / Gott, hilf uns im Gedenken an Abraham hoffen zu lernen / auch da, wo nach menschlichem Ermessen / kein Grund zur Hoffnung mehr besteht. / Präge uns deine Verlässlichkeit ein, / wenn wir uns verlassen glauben. / Mach uns mit allen Nachkommen Abrahams / zu Zeugen deiner Barmherzigkeit und Güte / und lass Gerechtigkeit und Frieden wachsen auf der ganzen Erde.
Gott, Freundin des Lebens, / wir danken dir für alles Glück, / das du uns geschenkt hast. / Viele von uns können sagen: / Du hast uns von Kindheit an umgeben mit Menschen, / die uns mit Liebe begegnet sind, / die uns Raum gaben / uns zu entfalten, / Zeit, unsere Sorgen anzuhören, / und die ein Herz hatten / auch für unsere Fehler und Schwächen. / Bis heute genießen wir Freundschaft und Liebe / und viele sind dankbar, eine Familie zu haben. / Gott lass uns in allem Glück, das uns widerfährt, / Spuren deiner Güte erkennen / und daraus in Zeiten von Verlust und Trauer / die Hoffnung schöpfen, / dass du weiter Gutes mit uns vorhast.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
19. Januar 2022
Ach Gott – / die Lieder und Psalmen meiner Vorfahren / machen mich oft hilflos und stumm. / Der Kontrast zu den täglichen Nachrichten. / Ist nur schwer auszuhalten. / Wie soll ich einstimmen / In das Jauchzen und Rühmen und Frohlocken und Anbeten?
Ach Gott – / Die Meere und Ströme und Berge – sie künden nicht von deiner Herrlichkeit, / sondern vom Raubbau der Menschen. / Jauchzen höre ich nicht, aber Weinen und Seufzen, / Wahrheit vernehme ich nicht, sondern Lüge und Falschmeldungen, / Zusammenhalt der Völker sehe ich nicht, sondern Aggression und Kriegsgefahr. / Sieg der Gerechtigkeit – Keine Rede davon!
Ach Gott – / Bitte erwarte keine großen Gefühle und Worte von mir. / Bitte höre meine halbherzigen stummen Gebete. / Bitte vernimm meine wacklige Stimme im großen Chor meiner Vorfahren. / Ich will sie für mich sprechen lassen. / Ich will mir von ihnen sagen lassen: / So könnte es sein, so soll es sein, so wird es sein: Der Herr erscheint. / / Ach Gott – / komm zu uns! / / AMEN /
Gudrun Kuhn, Nürnberg
18. Januar 2022
Herr der Stunden und der Jahre. Wenn jeder neue Tag, wenn die Zeit die kommt und vergeht Chancen, Möglichkeiten und Hoffnungen enthält, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen sollen und dürfen. Wenn wir erwachen und aufstehen, zugreifen und etwas Neues schaffen dürfen, dann öffne mir die Augen dafür, HERR. Und stärke meine müden Glieder und heile meine beschädigte Existenz. Und Zuversicht brauche ich von Dir. Neue Zuversicht, dass aus dem, was ich schaffe Frucht wächst. Frucht, die nährt und Frucht, die heilt und Frucht, an deren Schönheit man sich erfreuen kann. Frucht, die Dir Ehre macht. Darum bitte ich dich heute. Und Morgen. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
17. Januar 2022
O Gott o Gott o Gott / Was leben wir in einer wirren Zeit / Als würde die Kompassnadel zittern / Vor und zurück vor und zurück / Welches Ziel sollen wir anpeilen / Was wollen wir unseren Kindern vorleben / Welche Lieder sollen sie auswendig lernen / um zu bestehen in ihrer Zeit / Die tüchtig Reichen suchen ihr Heil im Weltraum / Die Wackeren im einfachen Leben in Waldesruh / Die Zukünftigen wohnen in robotrigem Luxus / Sie kaufen für sich Gesundheit und Wohlstand und ein langes Leben / Die anderen hacken Holz und frieren sich den Hintern ab / Was tun wir was mache ich wo ist der Sinn geblieben / Was kittet uns Menschen zusammen / Welche Geschichten bauen uns auf / Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen / Zu den Sternen / Wo Gott finden wir Gelassenheit / Wo finden wir Zuversicht / Du liebst doch diese Erde / Mit allem was da lebt / Gib uns noch Zeit / Verlass uns nicht! / Damit wir uns nicht verlieren ... /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
16. Januar 2022
Der Henne folgt das Küchlein nach, / Es kennet seiner Mutter Sprach’. / Ach gieb, dass ich dir folge recht, / Mein Heiland, als ein treuer Knecht!
Liederschatz 428,1
Wochenrückblick
15. Januar 2022
Herr meiner Zeit und meiner Zeiten, / gerade begonnen das neue Jahr, wieder Schule nach den Ferien, und schon wieder beschließen, diese erste Schulwoche und Gemeindewoche. / Einiges ist schon wieder vorangekommen (aber nach welchem Maßstab?), mit den Freunden in Peru für die Kinder vom Berghang jetzt für den Sommer ein Programm mit Mahlzeiten, Nachlernen und Sport organisiert. Begegnungen, Nähe, wirkliche Wiedersehens- und Zusammenarbeitsfreude erlebt. / Aber da waren auch Missverstehen, keine Zeit haben, nur ganz wenig Mitgefühl, Trägheit, Vergeblichkeitserfahrung und Leere. / Herr meiner Zeit und meiner Zeiten,/ über Versäumtes, Verfehltes und Vertanes könnte ich verzweifeln, wenn du nicht vergeben würdest. Gib mir neue gute Zeit und verlass mich nicht auf meinem Weg durch dieses Jahr. / Amen.
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
14. Januar 2022
Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. / Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt. / Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln? /
Georg Rieger, Nürnberg
13. Januar 2022
Gott des Lebens, / rüste mich für diesen Tag. / Der Schlaf war kurz. / Der Zeitdruck macht mir zu schaffen. / Bitte, lass gelingen, was heute dran ist. / Hilf mir zu geben, was andere von mir erwarten. / Mir fehlt die Kraft, mir fehlen die Worte. / Du aber wirkst in mir. / Ich gebe dir diesen Tag / und mein Leben von neuem. / Mache daraus, was dir gefällt. / Solo Deo gloria. / Amen /
Catherine McMillan, Schweiz
12. Januar 2022
Gott, / der du uns beim Namen gerufen hast, / sprich uns jetzt an, / gib uns deinen Heiligen Geist, / damit wir werden, wie du uns gewollt hast: / deine Kinder, Menschen deines Wohlgefallens.
RefLit
11. Januar 2022
Gott, / gelobt und gepriesen sei dein Name. Zu deiner Ehre hast Du uns zu gemacht. Das sollte uns genügen, das sollte reichen, damit wir unseres Lebens froh werden. / Gib deinen Geist, dass wir uns nicht zu schade sind, deine Kinder zu heißen. Mach uns Lust an deinen Geboten, Freude an deinem Gesetz. Denn wie Kinder wollen wir hören und beherzigen, was Du uns lehrst durch deinen Geist. Amen. /
Jürgen Kaiser, Berlin
10. Januar 2022
Gott – wie soll ich dich anreden? // Vater – Freund – Richter – Lehrer – Arzt – Schöpfer - Helfer … // Was sagen all diese Namen? Komm doch bitte selbst und überrasche mich mit deiner unbeschreiblichen Gegenwart. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
9. Januar 2022
Ursprung aller Kreaturen, / Fang in uns zu leben an; / Schaff, o Anfang der Naturen, / Uns zum Werk, in Gott gethan!
Liederschatz 242,4
Wochenrückblick
8. Januar 2022
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / ein neues Jahr liegt vor uns. / Was wird es bringen? Wer von uns wird am Ende des Jahres noch / leben? Wer wird gestorben sein? Wer wird das Glück seines Lebens / gefunden haben? Wer in tiefe Trauer gefallen sein? / Es ist alles möglich. / Und Du weißt, wovor wir Angst haben. / Du weißt, was wir uns erhoffen. / Wie gar nichts sind alle Menschen, die gar so sicher leben. / Sie sind tatsächlich gar nichts. / Und wir mit ihnen. / Und doch kann uns von Deiner Liebe nichts trennen. / Dazwischen bewegen wir uns. / Mal munter. Mal tastend. / Lass uns vorankommen auf dem Weg, der zum Leben führt. / Uns und die, an die wir denken, und unsere Welt. / Unsere Zeit steht in Deinen Händen. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
7. Januar 2022
Wortefischer sind wir / Die immer dieselben Wörter fischen / Fromme Floskeln / Die niemand versteht / Unsere Netze haben Löcher / Und keine mag sie flicken / Was wir auf dem Markt anbieten / Riecht nach altem Fisch / Wen wundert’s / Dass kein Markt mehr ist / Und selbst du dich abwendest / Der du doch nach Menschenfischern suchst / Gott / Wir kommen wohl nicht darum herum / Unsere Arbeit zu tun / Netze flicken / Und früh morgens in See zu stechen / Um frische Fische / Um Leben einzufangen / Fangen wir an! /
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. Januar 2022
Heiliger Gott, / wir möchten so gern geborgen bleiben / im Trost der Botschaft von Jesu Geburt. / Wir möchten gern glauben, / dass du mit ihm längst den gesandt hast, / der den Elenden Recht spricht, / der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, / und der der Welt großen Frieden bringt. / Aber immer wieder schreit uns die Erde / ihr Leid entgegen, / auf viele Fragen wissen wir keine Antwort / und die Menge ungesühnter Verbrechen / stürzt uns in Zweifel.
Gott, sieh unsere Sehnsucht, / nach festerem Glauben, / heile die Wunden deiner Schöpfung / und lass Gerechtigkeit und Frieden / aufblühen und wachsen in unserer Welt. / Herr, erbarme dich über uns.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
5. Januar 2022
Gütiger Gott, / Wir wollen dies neue Jahr aus deiner Hand nehmen / und in deinem Namen beginnen. / Hilf uns, nicht alten Träumen nachzuhängen / und uns nicht von der Last vergangener Zeit quälen zu lassen. / Vergib uns um deines Sohnes Jesus Christus willen / alle Sünden, mit denen wir dich / im vergangenen Jahr betrübt haben. / Lass uns allem Neuen in diesem Jahr / zuversichtlich entgegengehen. / Dazu stärke uns täglich durch dein Wort / und deinen Heiligen Geist. Amen.
RefLit
4. Januar 2022
Gott, du Quelle meiner Freude! / Ich bin manchmal so deprimiert. / Misanthropisch nennt sich das / glaube ich, / wenn mir alle Menschen / um mich herum auf die Nerven gehen. / Wenn ich in allem, was ich sehe, / Rücksichtslosigkeit, / Respektlosigkeit / und Lieblosigkeit erkenne. / Wer bin ich selbst in solchen Momenten? / Und wie schaffe ich es, an anderen Tagen / unbeschwert zu sein? / Danke auch für diese Momente / und dass du sie wenige sein lässt. / Wahrscheinlich sind sie / für mein seelisches Gleichgewicht / wichtig. /
Georg Rieger, Nürnberg
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