Gebet
Tagesaktuelles Gebet
O Lord, we’re playing Pharisee again, / More interested in the Sunday morning count / Than in the feeding of your sheep, / More interested in stars of our crowns / Than in that cup of cold water, / More interested in tradition and appearance / Than in the following of our Lord. / Forgive us. / Amen.
Ann Weems, The Lord of Life 1980
5. Juni 2021
Wunderbarer Gott!
Das Leben blüht auf.
Lass es auch neu aufblühen
in uns
und unter uns,
für uns
und für alle Menschen.
Lass uns das Wunder des Lebens neu entdecken
und Wege der Achtsamkeit finden,
um Deine gute Schöpfung
und unser Miteinander
vor weiterer Zerstörung zu bewahren.
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Gott – du Geheimnis des Seins
Schwierig ist es, über dich nachzudenken.
So viele Worte aus Gegenwart und Vergangenheit
wollen dein Geheimnis lüften.
Aber du bleibst verborgen.
Danke, dass wir manchmal deine Nähe spüren.
Gott – du Geheimnis des Seins
Schwierig ist es, dich anzusprechen..
Wir sollen uns kein Bild machen.
Aber wir können nicht ins Nichts hinein rufen.
Wir suchen ein Ohr und einen Blick, wir warten auf eine Antwort.
Danke, dass wir darauf vertrauen, dass du uns hörst.
Gott – du Geheimnis des Seins
Schwierig ist es, deinen Spuren in der Heiligen Schrift zu folgen.
Fremde Sprachen, veraltete Vorstellungen, widersprüchliche Aussagen.
Wir wissen oft nicht, was wir glauben können.
Danke, dass Schätze aus der Tradition uns immer wieder Halt geben:
ermutigende Worte, trostreiche Musik, aktivierende Geschichten –
Danke für unsere Heimat in der Kirche.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott des Himmels und der Erde!
Wir danken dir,
dass du mitten in der Zeit der Welt
diesen Tag für uns gemacht hast.
Wir danken dir,
dass du uns an ihm erinnerst,
wie freundlich du uns rufst
und wie du uns an der Ruhe teilgibst,
die Leib und Seele erfrischt.
Dein Wort hat die Welt geschaffen.
Mit deinem Wort erhältst du uns.
Von deinem Wort leben wir.
Vor dir breiten wir aus,
wodurch wir dich vergessen,
was uns erschreckt,
wo wir meinen, uns sei Unrecht geschehen,
und wo wir Unrecht an anderen getan haben.
Lass uns Abstand gewinnen von dem,
was hinter uns liegt,
und neues Vertrauen zu dir fassen.
Überströme uns mit deinem heiligen,
heilmachenden Geist. Amen.
RefLit
Komm, Heiliger Geist, / es wird Zeit, das du kommst und uns milde stimmst, und versöhnlich und nachgiebig und hoffnungsfroh. Es wird Zeit das du kommst und uns den Glauben stärkst und auch die Liebe, denn ohne die Liebe ist doch auch der Glaube nichts.
Komm, Heiliger Geist, und bete du in uns. Dein unaussprechliches Seufzen wird von Gott erhört. Rücke uns die ins Blickfeld, die wir übersehen, bring uns ins Gedächtnis die, die wir vergessen haben, entwirre unsere verworrenen Gedanken, korrigiere unsere unbeholfenen Ausdrücke, ergänze unsere unvollständigen Sätze, weite unsere engen Wünsche.
Komm, Heiliger Geist, lehre uns, deine Worte zu weiterzusagen, so, dass sie verstanden werden, so, dass sie geachtet werden, so, dass sie beherzigt werden, so, dass sie neue Wege eröffnen, dass sie versöhnen, wo man hasst, und Vertrauen geben, wo man zweifelt.
Komm, Heiliger Geist, es wird Zeit, die Seelenfenster stehen offen für ein bisschen frischen Wind. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
manchmal hören wir
ein Echo des himmlischen Lobgesangs:
Es tönt uns entgegen
aus dem Geäst der Bäume,
und dem Sirren der Gräser,
aus dem Meeresrauschen
oder dem Wind,
denn deine ganze Schöpfung
gibt dir die Ehre.
Wir stimmen mit ein
und preisen dich,
von ganzem Herzen,
von ganzer Seele,
mit aller Kraft.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
O Jesus, you were real / And we made you saccharine and / hung you on the church school wall / And told all the little children / you wanted them to sit still. // O Jesus, you were here and now / And we made you something in the sweet by and by / And told all the people in need / to see you in heaven. // O Jesus, you walked in our shoes in our marketplace / And we told you to stay in your sandals, / In a faraway place, in a long ago time, / Stay back in the Bible. / Forgive us. / Amen.
Ann Weems, The Lord of Life 1980
Barmherziger Gott, / Unsere Welt hat sich in den zurückliegenden Monaten verändert, / sie hat einen Schub bekommen, / die Krankheit wird von Mal zu Mal sichtbarer. / Wir dringen immer tiefer in den Lebensraum von Tieren ein, / in unseren Labors sind wir den Geheimnissen des Lebens auf der Spur. / Ist da das Virus entstanden, das uns so lange gelähmt hat? / Oder ist es nur eine Spielart Deiner Schöpfung? / Ebenso wie der riesige Eisberg, der sich in der Antarktis gelöst hat? //
Treuer Gott, / wir lesen diese Nachrichten, / sie machen uns dünnhäutig, rauben uns die Zuversicht. / Wohin wird das alles führen? Was bedeutet das für unsere Nachkommen? / Was bedeutet das für unser Verständnis Deiner Schöpfung? / In sieben Tagen hast Du das alles geschaffen, / am sechsten den Menschen und danach als Krone den Ruhetag. / Hilf uns, diesen Ruhetag wieder zu würdigen als einen Tag für Dich, als einen Tag für die Schöpfung, als einen Tag für uns – mit Umarmungen, Gesang, Predigt, Gebet, Abendmahl und Segen. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Mein Schöpfer, Erlöser und Quelle der Lebensfreude,
mit jedem Atemzug empfange ich das Leben von dir.
Mit jedem Seufzer gebe ich dir von meiner Last ab.
Öffne mich für diesen Tag.
Öffne mich für dein belebendes Wort.
Öffne mich für deine Berührung,
auch in den Menschen, dir mir heute begegnen.
Danke für deine Gegenwart.
Amen.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Jürgen Kaiser, Berlin
Annegret Lambers, Osterwald
Gott, du Atem des Lebens!
Du bist bei uns mit deinem Wort und mit deinem Geist.
Du sprichst zu unseren Herzen und zu unseren Gedanken.
Lass uns ruhig werden.
Lass uns ablegen, was uns zu schwer ist.
Lass uns annehmen, was wir nicht loswerden können.
Richte uns auf, damit wir verstehen,
dass du es gut meinst und gut machst mit uns.
Sei bei uns allen hier in der Gemeinde.
Wir bitten deinen Geist herab
auf unser Predigen, unser Reden, Singen und Beten
und auch auf unser Schweigen.
Gib unseren Gebeten Kraft.
Lass uns erkennen, wieviel Gutes
du uns für unser Leben gibst. Amen.
RefLit
Holy Spirit of God, / who prefers before all temples the upright heart and pure, / instruct us in all truth; what is dark, / illumine; what is low, / raise and support; what is shallow, / deepen; that every chapter in our lives may witness to your power / and justify the ways of God to men. / In the name of Jesus, giver of all grace. / Amen.
John Milton, A Prayer from the Past, vor 1674
22. Mai 2021
Was wollte ich tun diese Woche? Dem Ökumenischen Kirchentag nachspüren und seinen Früchten und Ansagen. / Für meine Gemeinde die Chancen ausloten für ihre Gottesdienste zu Pfingsten. Vielleicht doch alle an einem Ort zusammen, unter freiem, offenen Himmel? // Stattdessen immer weiter Haß und Zerstörung in Israel, Palästina, Gaza. Unglaubliche Provokationen, Hassausbrüche in den Städten. Vom Himmel Raketenhagel und schwere Bombenangriffe. Schrecken, Schutzlosigkeit, Angst und Tod. Ausbrüche von altem und neuem Israelhass bei uns. Dazu der lähmende Eindruck, dass mit alledem auch Politiker und Anführer ihre Klientel bedienen. // Gott Israels, Herr der Völker, Vater, Bruder, Trösterin. / Halte uns an der Seite derer, die der Hass trifft. / Gib ein schnelles Ende des Blutvergießens. Stärke, die Frieden suchen zwischen den beiden Völkern, die sich da bekämpfen. / Und gib einmal Frieden, der allen gerecht wird, Frieden, wie du ihn versprochen hast und wie nur du ihn geben kannst. Amen.
Stefan Maser, Hoerstgen
Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760)
dein Sohn hat vor seinem Tod gebetet,
dass seine Jünger eins seien.
Deine Christenheit aber ist
zerstritten und zertrennt.
Darum rufen wir dich an:
Lass alle eins werden in ihm,
wie er eins ist mit dir,
damit wir der Welt die frohe Botschaft
glaubwürdig bezeugen.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus,
unsern Herrn. Amen.
RefLit
Du heiliger Geist, du heiliger Gott // Wir sehen den Glanz deiner Schöpfung und erleben dankbar die Schönheit der Natur – aber Entsetzen packt uns, wenn wir ihre Schattenseiten wahrnehmen: Erdbeben und Stürme und Dürre. / Wir bekennen unsere Mitschuld am Klimawandel und an Hungerkatastrophen, doch auch unsere Zweifel an deiner Fürsorge für alle Menschen.
Du heiliger Geist, du heiliger Gott // Wir hören von Jesu heilbringendem Leben für uns und seiner Überwindung des Todes – aber Entsetzen packt uns, wenn wir Tag für Tag erleben, dass die Macht des Bösen nicht gebrochen ist. / Wir bekennen unsere Mitschuld an ungerechten Verhältnissen und an lieblosem Verhalten, doch auch unsere Zweifel am Sieg deiner Liebe für alle Menschen.
Du heiliger Geist, du heiliger Gott // Wir versammeln uns in deiner Kirche, um Weisung und Trost zu erhalten / lass dein Reich bei uns lebendig werden / lass uns neu anfangen, daran mitzuwirken / lass uns unsere Zweifel akzeptieren, ohne die Hoffnung zu verlieren.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Barmherziger Gott, du kennst uns und weißt um unsere Schwächen und unsere Mutlosigkeit. Gib uns Kraft und deinen Geist, der uns zu mutigen Menschen macht. Schenke uns aber auch die Einsicht, dass wir nicht alles schaffen können.
Georg Rieger, Nürnberg
zu Psalm 27
Gott,
wir können nicht sagen:
wir fürchten uns nicht
und vor nichts kann uns grauen.
Mehr als alles andere
ist es das Chaos in unserer eigenen Seele,
das uns zu verschlingen droht.
Oft lagern sich düstere Gedanken
in uns wie ein Heer,
und in unseren Gefühlen herrscht Aufruhr.
Wir wissen manchmal nicht,
wohin mit uns selbst,
fühlen uns nutzlos und überflüssig.
Es ist, als halte ein böser Geist
uns gefangen
und aus eigener Kraft
kommen wir von ihm nicht los.
Gott, entwinde uns seinen Schlingen,
die uns abschnüren von allem,
was heiter und schön ist.
Vertreibe mit deinem Licht die Finsternis in uns,
und sei du uns die Quelle neuer Lebenskraft!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Oh God of invitation, / as we stand at the door, / as we ask the hard questions, / as we search you out, / may we sense you already at work / preparing a feast of answers, / drawing us over the threshold / and satisfying all our hungers. / Amen.
Diocese of Canterbury, Novena 2018, May 15, Mt 7,7-12
15. Mai 2021
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben. / Aber wie gar nichts sind auch die, die immerzu unsicher leben. / Wir selbst – wir sind dazwischen. / Hin- und hergeworfen. / Freuen uns, dass das Ende der Pandemie in Sicht ist. / Und sehen, wie das Feuer des Hasses um sich frisst – im Nahen Osten und auch / in unserem Land. / Freuen uns, dass inzwischen auch der letzte begriffen hat, dass wir nur im Einklang mit / der Natur eine Zukunft haben. / Und sehen, dass der Weg dahin scheitern wird, wenn nicht ein Wunder geschieht. / Freuen uns, dass im geeinten Europa schon so lange Frieden herrscht. / Und hören das Säbelrasseln jenseits der Grenzen. / Ja, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben. Wie unrealistisch. Wie weltfremd. / Und doch: wie tief zu verstehen in ihrer Sehnsucht nach einer Welt ohne Angst und einem / Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden. / Wir sind hin – und hergeworfen. / Lass uns fest bleiben in Dir. / Dir vertrauen. / Dir alle und alles anbefehlen. / Und gib Deinen Segen - uns und denen, an die wir denken. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Jürgen Kaiser, Berlin
im Himmel und auf Erden ist dir gegeben.
Darum bitten wir dich:
Entmachte die gottlosen Mächte,
die das Leben zerstören.
Erhalte uns in deinem Reich.
Gib uns deinen Heiligen Geist,
damit wir dich hören, dein Wort annehmen
und den rechten Glauben bewahren.
Lass uns für dich leben,
mit dir einst sterben
und durch deine Kraft aufgenommen werden
in das Reich deines Vaters,
mit dem du lebst und regierst in Ewigkeit. Amen.
RefLit
