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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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11. Mai 2021

Lieber Gott, Hund und Katze, Hahn und Huhn, die ganze Welt hast du erschaffen. Ich kann dich zwar nicht sehen, aber danken kann ich dir trotzdem. Claudine, Heisdorf (8 J.)


aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
10. Mai 2021

Ich hab mich verlaufen HERR. überall Wände. Keine Türe zu erkennen. Nirgendwo ein Ausweg. Du bist der gute Hirte, führ mich zurück auf deine Wege. Nur auf deinen Wegen wird dein Segen liegen. Mach der Dürre ein Ende. Ich bitte um deinen Segen für mein Tun und Lassen, damit Frucht wächst, von der ich und meine Nächsten leben können. Amen


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
9. Mai 2021

Prayer is the little implement / Through which men reach / Where presence is denied them. / They fling their speech // By means of it in God's ear; / If then He hear, / This sums the apparatus / Comprised in prayer.


Emily Dickinson, Prayer, vor 1886
Wochenrückblick

8. Mai 2021

Lieber Gott, wir merken gerade, wie unangenehm es sein kann, in die Zielgerade einzulaufen. Große Anstrengung und Belastung liegen hinter uns. Jetzt ist es noch ein Stück, dann können wir wieder durchatmen – vielleicht sogar ohne Masken.

Die Ungeduld ist groß und wir können die Aufrufe zu Disziplin und Zurückhaltung nicht mehr hören. Und irgendwie liegen die Nerven blank. Es gibt immer neuen Streit, manche Meinungen werden noch radikaler.

Die guten Aussichten lösen gar nicht die Erwartung und Freude aus, die wir uns erhofft haben.

Kannst du uns da raushelfen, Gott? Wir wissen noch nicht einmal, was wir uns von dir erbitten sollen. Ist es Geduld, Verständnis, Gnade?

Wir wollen solidarisch miteinander sein, aber was ist solidarisch in dieser komischen Situation?

Wir wollen geduldig sein, aber was wird uns diese Geduld noch abfordern?

Wir wollen gnädig miteinander sein, verstehen aber manche unserer Mitmenschen einfach nicht mehr.

Lass uns deine Liebe spüren, Gott! Das ist die Quelle für alles, was wir brauchen. Erinnere uns jeden Tag, jede Stunde daran, wie nötig wir Gnade haben. Mach uns mutig, dass wir aus deiner Liebe leben, und gib uns Hoffnung, dass alles wieder mehr ins Gleichgewicht kommt. Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
7. Mai 2021 Herr, mein Gott, mein Licht und mein Heil, meines Lebens Kraft!  / Zu Dir komme ich und suche Lebenskraft und Schutz und Hilfe. So vieles suche ich bei dir, was mir die Welt nicht geben kann. Enttäusche mich nicht, wenn ich zu Dir rufen. Rede freundlich mit mir und sei mir gnädig. / Sende deinen Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, der mich lehrt und tröstet, durch meinen Bruder Jesus Christus. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
6. Mai 2021 Ewiger Gott / im Namen Jesu beten wir / für uns / die wir alleine sind mit unseren Fragen / die wir bedroht sind von Krankheit und Tod / die wir gefangen sind in den Konsequenzen unseres Handelns / die wir angewiesen sind auf schwer verstehbare Geschichten über dich / die wir deine Nähe suchen und so oft nicht finden  / / im Namen Jesu beten wir / für alle die uns nahe stehen / deren Zukunft uns Sorge macht / deren Zuwendung wir uns wünschen / denen wir zu wenig Zuwendung schenken / denen wir nicht immer beistehen können / die wir deiner Fürsorge anvertrauen möchten  / / Im Namen Jesu beten wir / für alle, die uns ferne sind / deren Schicksal wir aber mit zu verantworten haben / auf die der Schatten unseres Wohlstands fällt / aber auch für alle / die unsägliches Leid erdulden müssen / ohne dass wir wissen, wie es zu verhindern ist   / / Ewiger Gott / wo auch immer jede und jeder von uns steht / wir brauchen dich / wir brauchen Frieden in dir / und die Weisung aus den Geschichten über dich / um das Richtige zu tun für die Welt / und um zu ertragen, was uns Angst macht.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
5. Mai 2021 Barmherziger Gott, lehre uns zu warten, zu warten auf dich, auf deine Rettung, auf deinen Himmel, auf dein Reich und lass uns erkennen, dass es schon mitten unter uns ist. / Und während wir warten, wollen wir dich loben und preisen, jubeln und fröhlich sein und alle Menschen um uns herum an dieser Hoffnung teilhaben lassen. / Während wir warten, wollen wir uns an deinem Wort sättigen und dein Wort weitersagen. Amen
Meike Waechter, Berlin
4. Mai 2021 Gott, du hast versprochen, uns nahe zu sein. Uns Hilfe und Kraft zu geben. Wir vergessen dich schnell in unserem Alltag. Wir blenden dich schnell aus. Oft unabsichtlich. Wir sehen dann nur die holprigen Wege vor uns. Dabei ist dein Versprechen gültig. Du bist da. Amen.
Selma Dorn, Jerusalem
3. Mai 2021 Du kannst ja Wasser aus Felsen fließen lassen, Wasser in Wein verwandeln  / und dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken - alles in der großen, unbegreiflichen Treue, die du deinem Volk geschworen und wieder und wieder gehalten hast. Wir danken dir, daß sie uns im Evangelium leuchtet und daß wir uns unter allen Umständen an sie halten dürfen. Erlaube es uns nicht, uns ihr gegenüber zu verhärten!  / Erwecke uns immer wieder aus dem Schlaf der Gleichgültigkeit  / und aus den bösen Träumen unserer frommen und unfrommen Leidenschaften  / und Begierden! Werde es nicht müde, uns immer wieder auf deine Wege zurückzuführen!
Karl Barth (1886-1968)
2. Mai 2021

When dawn’s ribbon of glory around the world returns / and the earth emerges from sleep – // The shadow of the dove is seen / as she flies across moor and city. / Over the warm breast of the earth she skims, / her shadow falling on / the watcher in the tower, / the refugee in the ditch, / the weary soldier at the gate. / The shadow of peace / falls across the all-night sitting of a council, / across the tense negotiators / around a table. // The shadow of hope / is cast across the bars of a hostage cell / filling with momentary light / rooms tense with conflict, / bringing a brief respite, / a sliver of gold across the dark. // She flies untiring / across flooded fields, / across a city divided by hate and fear, / across a town wreathed in smoke. // The shadow of reconciliation, / the dove of peace / with healing in her wings, / is felt and seen and turned towards / as she makes righteousness shine / like the dawn, / the justice of her cause / like the noonday sun. // Holy Spirit of love, / bring healing, bring peace.


Kate Mcllhagga, The shadow of the dove, Iona Community 2004
Wochenrückblick

1. Mai 2021

Ach, guter Gott!
Ich sah in dieser Woche am Himmel ein Herz aus Wolken.
Ich wurde froh und habe es mir gut eingeprägt
als leuchtenden Schatz für dunkle Stunden.

Doch dann höre ich von der Lage in Indien
und den Kindersoldaten im Jemen;
vom Flüchtlingselend im Mittelmeer,
den Gefangenen in Myanmar, Belarus und Russland
und den unwürdigen Abschiebungen von Geflüchteten;
und ich sehe um mich herum
zermürbende Existenzängste, Vereinsamung und Trauer
dazu wachsende Intoleranz und Gewalt.

Ich brauche – o Gott – Deine Hilfe,
dass mir das Herz nicht versteinert
in ohnmächtigem Schrei,
sondern in Vertrauen und Zuversicht
neu lebendig werden
und meiner Seele Trost,
meinen Gedanken Halt
meinen Händen Tatkraft
geben kann.

Und ich möchte Dir – ach, guter Gott – schon jetzt „danke“ sagen!
Weniger kann ich nicht erbitten.

Amen!


Simon Froben, Bayreuth
30. April 2021 Barmherziger Gott!  / Du wartest auf mein Gebet. Ich falte die Hände, ich schließe die Augen und oft passiert nichts. Kein Wort dringt aus meiner Seele auf zu dir. Nur ein Schweigen.  / Dann warte ich auf deine Stimme in mir, die mir die Worte gibt. So gib mir die Worte, mit denen ich zu dir beten soll. Sprich du selbst mir geistlich Armen das Gebet zu dir. Lehre mich beten, durch Jesus, deinen Sohn. Amen. 
Jürgen Kaiser, Berlin
29. April 2021 Gott, / wir danken dir für die Zeiten, / in denen wir lachen, frei aufatmen und mutig sein können. / Stärke uns in den Zeiten, / in denen uns das Lachen vergeht, / wenn wir unter der Last des Lebens leiden. / Führe uns dann hinaus aus Trauer zur Freude, / aus Angst zur Hoffnung, aus Tod zum Leben.
RefLit
28. April 2021 Du Gott – gestern und heute und in Ewigkeit  / / Alle Menschen hast du zu deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemacht  / die Erde zu bebauen und zu bewahren  / und in Religionen und Kunstwerken und Staatsverfassungen  / für ein gelingendes Zusammenleben aller zu wirken.  / / Uns Christinnen und Christen hast du in die Nachfolge Jesu berufen,  / durch die Überlieferungen unserer Mütter und Väter im Glauben  / schenkst du uns Hoffnung und Tatkraft. / / Du traust uns viel zu und vertraust uns viel an: / Deine Weisungen und deine Verheißungen  / sollen wir aus der Schrift ins Leben tragen. / / Dafür brauchen wir  / Demut und Selbstvertrauen  / Einsicht und Widerspruch  / Ehrfurcht vor der Tradition  / Und Kritikfähigkeit  / Empathie gegenüber unseren Mitmenschen  / und Mut zu strenger Kritik. / / Dein Auftrag an uns ist nicht leicht. / Mach dein Versprechen wahr, / dass du mitten unter uns sein wirst. / / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
27. April 2021 Lieber Gott, danke, daß du bei uns bist und uns magst! Hilfst du mir, wenn ich mich einsam fühle? / Hilfst du mir, wenn ich traurig bin? Hilfst du mir in der Schule beim Rechnen? Gott ist ein Freund in der Not. Amen. Christina, Hemmern (2. Kl.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
26. April 2021

Mein Trauergewand lösen -
mich mit Freude gürten -
Klage in Lob verwandeln -
Zorn durch Güte mildern
Du kannst das.
Du hilfst mir dabei.
Heute und Morgen.
Danke dafür.


Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
25. April 2021

O Lord, there just aren’t enough choir boys to sing what I feel. / There aren’t enough trumpets to blow. / O Lord I want bells to peal! / I want to dance in the streets of Bethlehem! / I want to sing with the heavenly host! / For unto us a son was given / And he was called God With Us. / For those of us who believe, / The whole world is decorated in love! / Amen.


Ann Weems, O Lord, you were born! 1980
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / in dieser Woche wurde unser Blick auf Brasilien gelenkt. / Es fehlt dort an fast allem, was gebraucht würde, / um die Folgen der Pandemie einzudämmen: / Menschen die bereit sind, Masken zu tragen, / Corona-Tests für die Verunsicherten, / Sauerstoffflaschen für die Erstickenden in den Krankenbetten, / Impfstofflieferungen für die geschundene Bevölkerung. //

Das alles fehlt. Neue Mutationen können so entstehen. / Es heißt, Brasilien wird zu einer Gefahr für die Weltgesundheit. / Und Brasilien ist nur ein Beispiel dafür, wie es in den geschundenen Ländern gerade aussieht. / Klein werden unsere Probleme, wenn wir uns das vor Augen führen. //
Barmherziger Gott, / inmitten solcher Nachrichten gab es auch diese: / Die USA verdoppeln ihr Klimaziel für 2030. / Lange haben wir auf so ein Signal gewartet. / Es hat uns nicht gutgetan, immer wieder von den schmelzenden Polkappen zu lesen und von den brennenden Urwäldern Brasiliens. / Schon zu lange müssen wir mitansehen, wie Regierende nur ihrem eigenen Vorteil verpflichtet sind. //

Barmherziger Gott, / nur wenn wir noch Hoffnung haben, dass sich etwas ändert, / gibt uns das die Kraft, die großen Schritte zu gehen, / die von uns jetzt verlangt werden. / Sei Du bei allen, für die die Schritte größer sind, als ihre Existenz es tragen kann. / Amen.


Achim Detmers, Hannover
23. April 2021

„Jesu geh voran“ (EG 391), doch wir haben einfach nicht die Kraft, Dir zu folgen. Wir sehen hohe Anforderungen und ziehen uns auf unsere Hilflosigkeit zurück. Es ist halt so, wie es ist. Wir bitten dich, dass du uns zeigst, was der Tod Jesu und die Auferstehung für unser Leben bedeuten.


Georg Rieger, Nürnberg
22. April 2021 Gott, unser Vater,
du hast uns deinen Sohn gesandt:
Jesus, den guten Hirten,
der uns sammelt,
der uns den Weg weist,
der uns schützt in Gefahr.
Wir bitten dich:
Gib uns deinen Geist,
damit wir die Stimme des Hirten erkennen
und ihm folgen auf dem Weg ins ewige Leben.
RefLit
21. April 2021 Komm, Heiliger Geist und kehre bei uns ein.   / Verbinde uns durch deinen Wind, durch deine Luft, durch einen Odem miteinander.  / Finde Mittel und Wege, dass wir einander wahrnehmen und spüren, überbrücke die Abstände, lass das Lächeln durch die Masken dringen, stärke unsere Gemeinschaft gerade in diesen Zeiten, hier in unserer Gemeinde, in unserer Stadt und weltweit.   / Odem Gottes, beatme uns und belebe uns. Heile die Kranken, lindere die Symptome, stärke die Widerstandkräfte.  / Inspiriere deine Kirche. Leite du sie und führe sie dorthin, wo sie gebraucht wird, wo sie helfen kann, wo dein Wort auf fruchtbaren Boden fällt.   / Sättige alle Hungernden mit Brot und die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, speise mit Glaube und Hoffnung und Liebe, mit Recht und Gerechtigkeit. Amen. 
Jürgen Kaiser, Berlin
20. April 2021

Hüter des Lebens
du siehst,
wie oft wir uns verloren fühlen
in einer Zeit,
in der alles möglichst schnell gehen muss,
in einer Gesellschaft,
die gnadenlos urteilt über Menschen,
in einer Welt,
deren Probleme uns oft überfordern.

Du weißt,
wie leicht wir uns verirren
in trübe Gedanken
in leeres Gerede,
in achtloses Tun.

Wir bitten dich:
Suche uns,
wenn wir nicht mehr wissen,
wohin wir gehören.
Finde uns auf den Irrwegen,
die uns von dir entfernen.
Rufe uns
wie ein Hirte
in deine tröstliche Nähe.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
19. April 2021

Gott -
Bitte mach uns ‚frisch und neu‘.
Unsere Ängste und Sorgen haben sich
bereits wie eine alte Gewohnheit eingenistet.
Unsere Fragen und Zweifel kommen uns
von den Lippen wie eine alte Litanei.
Ja, wir haben auch dieses Jahr Ostern gefeiert.
Trotz Corona.
Ja, wir wollten mit den alten Liedern und Texten
der Resignation und Ungeduld etwas entgegensetzen.
Aber es ist schwer, die Botschaft lebendig zu halten.
Wir sind verzagte Zeuginnen und Zeugen.
Bitte mach uns ‚frisch und neu‘
heute und ‚alle Morgen‘.

AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
18. April 2021 O Jesus, we made you a baby that didn’t cry, / We made you a boy with good manners, / We made you a man, sweet and gentle. / We tossed you pennies, / Then told you how to spend them. / We built you temples, / Then told you who could enter them. / We made you wood and plastic and concrete / And locked you in the church. / We made you a goody-goody god / And stood before the world with joyless faces / and pointing fingers / and tsk-tsk-tsk cold voices, / declaring thou-shalt-nots. / O Lord! We paid no attention to Who You Are: the Lord of Life! / Forgive us. / Amen.
Ann Weems, The Lord of Life 1980
Wochenrückblick

17. April 2021

Schreckliche Zahlen. Und hinter jeder Zahl ein Mensch, eine Familie, ein Schicksal. Oft sehe ich die Tränen, manchmal höre ich die letzten Worte./ Unklare Maßnahmen. Das jetzt? Oder doch nicht? Reicht das denn? Aber es muss doch wirksam gehandelt werden!/ Schreckliches Reden. Kalt, selbstsüchtig, dumm und böse. Und jede Woche eine oder einer mehr, die ich kannte, und die jetzt mitmachen. Und ich unterwegs im Altenpflegeheim und, aushilfsweise am früheren langjährigen Arbeitsplatz, im Krankenhaus der Nachbarstadt. Unterwegs vor diesem Sonntag mit Psalm 23.

"Mir wird nichts fehlen. Er führt mich auf rechter Straße. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal ... Ich fürchte kein Unglück. Ich werde bleiben.\" Herr, Hirte meines Lebens, Gastgeberin, Pflegerin, Trösterin, das sag mir neu in Herz und Kopf, dass ich mit den anderen umgeben, getragen, beschützt, regiert und erwartet bin/ von deiner ewigen Solidarität, die auf unserer Seite steht,/ mit uns leidet, für uns kämpft, sich für uns opfert und die Zukunft gewinnt./ Das ist unsere Wirklichkeit. Davon leben wir. Amen.

(mit Teilen von Helmut Gollwitzers Umschreibung des 23. Psalms)


Stefan Maser, Hoerstgen
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