Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Open our hearts, Lord. Make them real. / Teach our hearts, Lord, how to feel. / Take our hands in the dark. We are reaching out to You. / Help us make a brand new start. This is our prayer to you // Open our minds, Lord. Make them real. / Teach our minds, Lord, how to feel. / Take our hands in the dark. We are reaching out to You. / Help us make a brand new start. This is our prayer to you // Open our souls, Lord. Make them real. / Teach our souls, Lord, how to feel. / Take our hands in the dark. We are reaching out to You. / Help us make a brand new start. This is our prayer to you // Open our lives, Lord. Make them real. / Teach our lives, Lord, how to feel. / Take our hands in the dark. We are reaching out to You. / Help us make a brand new start. This is our prayer to you. // Amen.
Sam Hensley, Iona Abbey Worship Book, Evening Liturgy
30. Januar 2021
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,
wie lange das schon wieder her ist: Weihnachten.
Ja, selbst die Einführung des neuen amerikanischen Präsidenten
scheint lange her zu sein.
Als ob in der Zwischenzeit so viel passiert wäre.
Als ob unser Leben eine dichtgedrängte Folge von Paukenschlägen wäre.
Das ist es aber nicht.
Die Pandemie lähmt uns.
Das Impf-Desaster ärgert uns.
Wir selbst gehen uns auf die Nerven.
Hilf uns zur Stille vor Dir.
Was sind schon unsere Sorgen, wenn wir an die denken, die um ihr
Leben fürchten?
Was sind schon unsere Sorgen im Vergleich zu den Sorgen derer,
die willkürlich verhaftet und eingesperrt werden?
Wer sind wir, dass unsere Glücksansprüche stets so großen
Vorsprung haben vor den Taten unserer Barmherzigkeit?
Lass uns die Deinen sein, die sich durch Mitgefühl auszeichnen.
Es wird vieles, es werden viele auf der Strecke bleiben durch die aktuelle Krise:
Arbeitsplätze, Firmen, Familien.
Schon heben Verteilungskämpfe an.
Schon wird nach Wählerstimmengeschielt.
Und alle hoffen, dass wieder alles normal wird.
Aber das Normale war nicht gut.
Wir brauchen Neues.
Darum bitten wir Dich.
Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Glaubensbekenntnis
Wir loben und preisen den Dreieinigen Gott,
unsern Schöpfer, Versöhner und Erlöser,
den Vater, Sohn und Heiligen Geist,
dem es nach dem ewigen Vorsatz seines freien Erbarmens
gefallen hat,
eine Welt ins Dasein zu rufen
und sie nicht an Teufel, Sünde und Tod preiszugeben,
vielmehr aus sich selbst den Grund nahm,
sie in ihrer Entfremdung von ihm
mit sich zu versöhnen
und zu seinem Reich neu zu schaffen.
Er, unser König,
der über uns, bei uns und in uns thront, wohnt und wirkt,
um sein Reich aufzurichten,
er ist unser einziger Trost im Leben und im Sterben,
er ist die Freude unserer Gegenwart
und die Hoffnung unserer Zukunft.
Nederlandse Hervormde Kerk
Gott, wir vertrauen darauf,
dass du in deiner grossen Güte und ewigen Treue
uns nicht vergisst.
Darum kommen wir vor dich
und bitten dich für die,
die trauern um Menschen,
mit denen sie ihr Leben geteilt haben
und die ihnen weggestorben sind,
richte du sie wieder auf mit deinem Trost;
wir bitten dich: erhöre uns!
die erschöpft und müde sind
von der Arbeit und von den Zumutungen des Lebens,
gib ihnen neue Kraft,
dass sie der Kraft des Lebens wieder trauen können;
wir bitten dich: erhöre uns!
die nicht wissen,
woher sie zu essen und zu trinken
und ein Dach über dem Kopf bekommen sollen,
gib, was sie nötig haben;
wir bitten dich: erhöre uns!
deren Denken gefangen ist
von ihnen selbst,
weil andere die Gedanken kontrollieren und bestimmen wollen,
sei du die Freiheit, die wir brauchen;
wir bitten dich: erhöre uns!
die oben sind und das Geschick der Welt
zu lenken und bestimmen haben,
sei du ihr Herz und ihre Seele,
dass es zum Wohle aller wird, was sie entscheiden;
wir bitten dich: erhöre uns!
Gott, wir danken dir,
dass du uns hörst
und gibst, was wir brauchen,
durch Christus Jesus. Amen.
Walter Wickihalder, Winterthur, Schweiz
RefLit
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Gott, es gibt so viele Menschen, die auf ein Wunder hoffen, auf Heilung, darauf, dass alles anders wird, dass sie die Zeit zurückstellen können, um Dinge ungeschehen zu machen. // Gott, hilf uns und sei bei uns, auch wenn keine Wunder geschehen. Es soll uns Wunder genug sein, dass du für uns da bist und dein Angesicht leuchten lässt über uns. Amen
Meike Waechter, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
23. Januar 2021
Du ermutigender Gott,
wir danken dir, dass in dieser Woche
ein paar Lichtblicke aufleuchten.
Endlich scheint es zu fruchten,
dass wir uns seit Wochen
beschränken und verzichten.
Die Kranken werden weniger
und auch die Sterbenden.
Schenke uns weiter die nötige Geduld,
die es noch brauchen wird,
bis diese Plage verschwindet.
Gib denen, die forschen und entscheiden,
den richtigen Weitblick
und das Gefühl für ihre Verantwortung.
Endlich haben die
politischen Wirrungen ein Ende,
die von Lug und Trug geprägt waren.
Es tut gut zu sehen, dass solche
Entwicklungen aufzuhalten sind.
Schenke uns den Mut
und das Engagement, die es braucht,
um die Demokratie zu verteidigen.
Lass uns für eine Gesellschaft streiten,
in der für alle Platz
und Raum zur Entfaltung ist.
Bleibe bei uns, Gott,
mit deiner Gnade! Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
od, there are times when I just want to throw someone through a wall. / Help me be kind to those who aren’t. / Help me be kind to my family and friends who must live with me. / Help me to be kind to those who try the patience I prayed for. / I’m feeling overwhelmed God. / Stand beside me, let me feel your presence. / Stay with me God. Get me through this crazy week. / Help me deal with these crazy people. / Fill my soul. / Amen.
Presbyterian Church, Fredericksburg VA, Homepage 10.3.20
Lieber Gott, laß mich nie allein, ich möchte auf deiner Hand sein. Mit vielen anderen. Amen. Nadine, Altenfeldsdeich (9 J.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
Gott des Himmels und der Erde!
Wir danken dir,
dass du mitten in der Zeit der Welt
diesen Tag für uns gemacht hast.
Wir danken dir,
dass du uns an ihm erinnerst,
wie freundlich du uns rufst
und wie du uns an der Ruhe teilgibst,
die Leib und Seele erfrischt.
Dein Wort hat die Welt geschaffen.
Mit deinem Wort erhältst du uns.
Von deinem Wort leben wir.
Vor dir breiten wir aus,
wodurch wir dich vergessen,
was uns erschreckt,
wo wir meinen, uns sei Unrecht geschehen,
und wo wir Unrecht an anderen getan haben.
Lass uns Abstand gewinnen von dem,
was hinter uns liegt,
und neues Vertrauen zu dir fassen.
Überströme uns mit deinem heiligen,
heilmachenden Geist. Amen.
RefLit
Jürgen Kaiser, Berlin
Gudrun Kuhn, Nürnberg
O Lord, you love us! / Why aren’t we shouting? / We don’t have to earn it! / Why aren’t we singing? / The stone’s rolled away! / Why aren’t we dancing / to your good news music? / Amen.
Ann Weems, Good News Music 1980
16. Januar 2021
Schöpferischer Gott!
Mit dem Licht der zunehmenden Tage…
… stärke in uns die Zuversicht,
dass die Bedrängnisse dieser Wochen sich lösen werden.
… ergreife uns mit dem Mut zum Widerspruch,
wo Unwahrheit und Eigensinn das Zusammenleben vergiften.
… wecke in uns die Achtsamkeit
für die Menschen, die in Einsamkeit, Sorgen und Trauer Trost brauchen.
… erschaffe uns neu im Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe
als Menschen, die von Dir als Licht der Welt Zeugnis geben.
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Du freundlicher Gott,
wir danken dir.
In aller Not hilft deine Gnade.
In aller Angst tröstet dein Wort.
In aller Verzweiflung schenkst du Mut und Zuversicht.
Du starker Gott,
der du mächtig bist
über alle Herrscher und Gewalten
im Himmel und auf Erden,
wir bitten dich:
lass uns allein dir vertrauen;
gib Mut zu Versöhnung und Frieden;
erleuchte, die in deinem Namen reden.
Du barmherziger Gott,
der du die Schwachheit kennst,
den Tod und das Leiden,
wir bitten dich:
für die Einsamen und Alten,
für die Kranken und Sterbenden,
für die Arbeitslosen und die Hungernden,
für die Gefangenen,
für die von Krieg und Katastrophen Bedrohten,
für diese Erde und alle Kreatur:
erhalte das Leben,
errette aus Leiden,
sei gnädig im Sterben.
Du, ewiger Gott,
warst vor aller Zeit,
und du wirst bleiben,
wenn unsere Namen vergessen sind.
Dich loben wir.
Dir danken wir.
Dich beten wir an:
den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist,
Gott jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
RefLit
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Georg Rieger, Nürnberg
Lebendiger Gott, / Du nimmst unserem Sorgen die Mutlosigkeit / und mischst in unsere Trauer Spuren der Hoffnung. // Du enttäuscht uns nicht. // Wir bitten Dich, / nimm uns hinein / in Deine neue Schöpfung, / in Dein Reich der Hoffnung. Amen.
Achim Detmers, Hannover
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
O laß dieses neue Jahr uns ein recht seliges Jahr werden, worinnen wir mögen erleuchtet werden mit dem Licht deiner inwendigen Herzenskenntnis, worinnen wir mögen entzündet werden in deiner reinen Gottesliebe und worinnen wir mögen ermuntert werden, dir, unserem teuersten Heilande, nachzufolgen auf dem schmalen Pfade der Verleugnung unser selbst und aller Dinge.
Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Du hast schon viele Hauptstädte brennen sehen: / das brennende Rom unter Nero / den brennenden Reichstag unter Hitler / und nun das Kapitol unter Trump. //
Ja, lehn’ Dich nur zurück – / wieder ein Machthaber, / der kommt und geht, / nur Du bleibst in Ewigkeit. //
Wo aber bleiben wir / mit unseren Hoffnungen, / die uns am Leben halten, / mit der Zuversicht, / dass sich das Gute durchsetzen kann? //
Du hast die Gebete gehört, / die der Frommen, / die Trump zu ihrem Heiligen erkoren haben, / und die der Abgeordneten unter den Bänken, / die Angst um ihr Leben hatten. //
Und, lässt Dich das kalt? / Wie ein Film, dessen Ende Du schon kennst? / Hast Du Dich gewöhnt an den Hass der Menschen? / Hast Du Dich schon längst abgewendet? / Laufen unsere Gebete ins Leere? / Können sie Dich nicht mal mehr ärgern? //
Eingesperrt im Lockdown, ohnmächtig sehen wir das: / Die Bilder aus Washington. / Wir möchten Psalmen singen in vollbesetzten Kirchen / und Dich erinnern an Deine Verheißungen: //
»Erhebe Dich, schau das Zerstören an. / Sieh, wie der Feind Dein Heiligtum verwüstet. /
Hör, wie er sich mit Stolz und Hochmut brüstet / und rühmt, was seines Armes Macht getan ...« (Ps 74,3)
Achim Detmers, Hannover
Jürgen Kaiser, Berlin
Ich will keine großen Worte machen, Herr.
Es ist wahr, dass ich oft vergesse, dass du da bist.
Es ist wahr, dass ich dich oft erst dann anrufe, wenn es schon fast zu spät ist.
Es ist wahr, dass ich nicht immer verstehe, warum du untätig bist,
wenn alles in Bewegung ist in der Welt und in meinem Leben.
Aber du bist da,
und das ist es, was wichtig ist.
Nichts könnte dich von hier losreißen,
nichts könnte uns dir entreißen,
nichts könnte dir die Welt entwinden.
Du bist da, Herr.
Mehr als mein Glaube oder meine Angst oder meine Torheit
ist es das, was zählt.
(nach « Tu es là » aus Alain Arnoux: Passage, Réveil Publications, Lyon 1998, S.54)
Christoph Landré, Berlin
