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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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12. Mai 2020

nach Psalm 27

HERR – an dein Wort denkt mein Herz: Sucht mein Angesicht! Dein Angesicht will ich suchen. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir.   / Ich will dich suchen in den Gesichtern der Schwestern und Brüder Jesu: bei den Pflegebedürftigen und den Pflegenden, bei den Rat Suchenden und den Rat Gebenden, bei den Kranken und den Heilenden, bei denen, die ihr Leben aushauchen, und bei denen, denen du Kraft zum Helfen einhauchst.   / Weise mir HERR deinen Weg, um meiner Feinde willen.   / Ich will mich nicht verleiten lassen von denen, die Lügen und Misstrauen säen, von denen, die nur ihr Image pflegen, von denen, die den Wert von Menschenleben abwägen, von denen, die sich bereichern wollen.   / Hätte ich doch die Gewissheit, die Güte des HERRN zu schauen im Land der Lebenden.  / Ich will festhalten an der Zuversicht meiner Vorfahren im Glauben:   / Hoffe auf den HERRN, sei stark, dein Herz sei unverzagt. Hoffe auf den HERRN. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
11. Mai 2020 Ewiger, / wir preisen dich mit unsren Gedanken, wir loben dich mit unsren Worten, wir singen dir mit unsern Versen. / Auch mit unseren Taten wollen wir dich loben. Wenn es aber zählt, dann sind wir wie gelähmt. Löse uns die Hände, lockere uns die Füße, damit auch, was wir tun, dich preist und dem Nächsten guttut. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
10. Mai 2020

Barmherziger Gott,  / ohne uns versammeln zu dürfen  / zum Gedenken an die Befreiung der KZs  / durch die Soldaten der Alliierten,  / erinnern wir uns.  / Wir erinnern uns an das Grauen, das dort geschah  / und nun aller Welt sichtbar wurde.  / Wir wollen die deutsche Schuld nicht leugnen,  / nicht verharmlosen,  / aber wir fragen auch:  / wo warst du in jener dunklen Zeit?  / Warum hast du dein Antlitz so vielen verborgen,  / die dich suchten in einem leeren Himmel?  / Warum hast du sie nicht gerettet  / aus der gnadenlosen Mordmaschine,  / bist den Mördern nicht in den Arm gefallen?  / Gott, auch wenn wir keine Antworten finden,  / klammern wir uns an dich.  

Wir bitten dich für die Überlebenden und ihre Nachkommen,  / für die der Schmerz nicht vorbei ist,  / die immer noch eingeholt werden  / von der Trauer um alles,  / was sie verloren haben:  / die Menschen, die ihnen wichtig waren,  / die Orte, wo sie zuhause waren,  / das Vertrauen in deine Güte.  / Du allein kannst sie trösten,  / wo aller menschliche Trost versagt. 

Wir bitten dich für die,  / die heute ihre Heimat verlieren durch Hass und Gewalt,  / Sie werden so oft abgewiesen an unseren Grenzen,  / alleingelassen in den Flüchtlingslagern,  / und bei uns werden die,  / die anders aussehen, glauben, leben,  / so oft beleidigt und bedroht.  / Du bist doch die Zuflucht aller Verfolgten!  / Öffne unsere Augen und Herzen für sie. 

Wir bitten dich für die,  / die heute Unfreiheit erleiden,  / die als Arbeitssklaven entwürdigt werden,  / beraubt von der Perspektive eines besseren Lebens.  / Du bist doch der Anwalt der Betrogenen!  / Tu unseren Mund auf für die Stummen  / und für die Sache derer, die verlassen sind.

Gott, wir danken dir für die,  / die die Erinnerung an unsere Schuldgeschichte wachhalten,  / damit wir aus ihr lernen,  / auch vom Mut und der Menschlichkeit derer,  / die sich nicht haben brechen lassen.  / Segne die Arbeit der Gedenkstätten,  / und lass sie heilsam wirken in unserer Gesellschaft. 

Gott,  / mehr als wir erinnern können,  / hältst du im Gedächtnis.  / Kein Unrecht ist bei dir vergessen,  / kein Leiden bleibt verborgen vor dir.  / Die vielen Opfer von Gewalt,  / deren Namen wir nicht kennen,  / haben einen Namen bei dir,  / sind deine geliebten Söhne und Töchter.  / Du wirst ihnen Recht verschaffen.

Wir bitten dich:  / Wehre allem Vertuschen und Verbrämen des Grauens,  / das von Deutschen angerichtet wurde.  / Mach uns sensibel für die Gefahren unserer Zeit,  / damit, was geschehen ist,  / nie wieder geschieht. Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

9. Mai 2020

Barmherziger Gott, / kalt soll es werden in der kommenden Woche. / Die Eisheiligen haben sich angesagt. / Nach dem sonnigen Wetter in der Corona-Krise / wird es nun zugig und kalt. //

Nicht nur das Wetter ändert sich, / auch andere Prognosen verheißen frostige Zeiten: / steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Exporte, zunehmende Insolvenzen, Hunger in der Welt. //

Es bleibt die bange Sorge, / infiziert zu werden / von der heimtückischen Seuche / und den Nachwirkungen unter uns. //

Du hast das alles im Blick / und siehst noch mehr, / als wir gerade wahrhaben wollen / und ertragen könnten.

Nimm von uns die ungeheure Last, / stärke unsere Solidarität, / gib Kraft zu Entscheidungen / und lass den Eisheiligen Tage folgen, / die unsere Hoffnung neu aufrichten. // Amen.


Achim Detmers, Hannover
8. Mai 2020 Der Tag fängt an. Ich möchte ihn nutzen und tun, was du willst. Ich  möchte zu meinen Eltern freundliche sein. Ich möchte mich mit meinen Geschwistern  und Spielkameraden vertragen. Ich möchte, daß alle Menschen gern zusammen leben. Hilf mir, lieber Gott, gut zu sein.
Manuela, Rainau-Dalkringen
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
7. Mai 2020 Gott, wir danken dir und bitten dich: Du weißt um unsere Trauer, gleich ob wir einen lieben Menschen vermissen oder auch einfach traurig sind, weil uns das Leben zu kompliziert ist. Tröste uns und gib uns die Gelassenheit, das Leben zu nehmen, wie es ist.
Georg Rieger, Nürnberg
6. Mai 2020 Gütiger Gott,  / du warst dir nicht zu schade,  / dich in Jesus Christus für uns zum Diener zu machen.  / Von deiner Fürsorge leben wir alle  / bis zum heutigen Tag.  / Wir bitten dich:  / Vergib uns, wenn wir deine Güte vergessen.  / Nimm von uns alle Gedankenlosigkeit und Eigensucht,  / unsere Gleichgültigkeit gegenüber fremdem Leid,  / unsere Trägheit in der Liebe.  / Bring uns zurück auf den Weg deiner Gebote.  / Schenke uns einen wachen Geist  / und ein empfindliches Gewissen,  / dass wir denen zur Wohltat werden,  / die auf Hilfe warten.  / Gib, dass wir unser Angewiesensein auf andere nicht vergessen  / und lernen, uns selber helfen zu lassen. Amen.
RefLit
5. Mai 2020 Gott, du guter Hirte! / Du suchst mich, wenn ich mich verirrt habe. Du suchst mich, wenn ich mich entfernt habe von dir. Viel mehr, als ich dich suche, suchst du mich. / Und: Du findest mich. Ich gehe nicht verloren. / Ich bitte dich: Suche weiter! Suche mich hier und heute, und morgen und in fernen Zeiten. Ich will mich von dir finden lassen, wo immer ich bin. / Und: Nimm mich mit auf der Suche nach den Verlorenen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
4. Mai 2020

Gott Saras, Rebekkas und Rahels: / Vater dürfen auch wir dich nennen / und auch für uns bist Du wie eine Mutter. / Wo sollten wir Trost suchen und finden / wenn nicht bei Dir.

Vor Dir jetzt und hier das alles noch einmal aufzuzählen, / was tagaus, tagein auf allen Kanälen besprochen und gesendet wird, / würde vielleicht selbst dich ermüden. / Du weißt das alles und bist selbst mittendrin. / Und sprichst uns mit Namen an.

Wir danken Dir für eine handlungsfähige Regierung / in Stadt, Land und Bund. / Wir danken Dir für ein leistungsfähiges Gemeinwesen / und all die Menschen, die darin ihren Dienst tun. / Wir danken Dir für Wohnung und Brot, / für den anbrechenden Frühling, / für Licht und Wärme.

Wir bitten dich für die Menschen in den Regierungen,  / die gerade entdecken welche Macht sie über uns haben. / Hilf Du selbst, dass sie den Versuchungen der Macht widerstehen.

Wir bitten dich für deine Kinder auf der Flucht und in den Lagern. / Auch sie haben Namen. / Wenn es unsere Kinder wären,  / die sich ohne ihre Eltern auf den Weg in ein neues Land gemacht hätten / dann würden wir dir jetzt Namen nennen wie / Anna, David, Marielena, Sophie, Hannah, Jonas, Paul, Max / und wenn es unsere Eltern wären, die wir zurücklassen mussten  / auf dem Weg in ein neues Land,  / dann würden wir dir jetzt Namen nennen wie / Johannes, Andreas, Angela, Manuela, Armin, Markus, Ursula, Monika. / Die Menschen aus Syrien und Afghanistan und Eritrea und dem Tschad / tragen andere Namen, aber die kennen wir nicht. / Du aber kennst sie und du willst, / dass wir ihr Leid teilen und unser Herz und unsere Grenzen für sie öffnen / nach unseren Möglichkeiten; / aber dass wir vieles möglich machen können, erleben wir gerade.

Wir bitten dich für dein Volk Israel / und für deine Kirche. / Dein Volk Israel feiert in den letzten Wochen das Abendmahl zur Erinnerung daran, / dass Du und deine Gebote in die Freiheit führen. / Deine Kirche erinnert an deinen Tod auf Golgatha / und das leere Grab am Ostermorgen.

Meine Seele ist stille in dir, du allein bist der Gott der gerne hilft. / Auch im dunklen Tal der Angst bist du nah und gibst Geborgenheit. / Meine Seele ist stille in Dir. / / Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
3. Mai 2020 Come to us, God of hope. / Come to us with your promises, / come in your mysteri­ous presence. / Come, that we may marvel at your faithfulness in past generations; / that we may celebrate the new things you are doing among us today; / that we may be your pilgrim people on our journey to your kingdom; / Come to us, God of hope. Amen.
Uniting Church in Australia 1985
Wochenrückblick

2. Mai 2020

Herr und Hirte der Welt und der Menschen, entscheiden und leiten bei so viel Ungewissheit, was kommt: schwere Aufgabe der Politikerinnen und Politiker in diesen Tagen. Was darf, wenn irgend möglich, nicht geschehen? Was muss dafür geschehen? Sich leiten lassen, Entscheidungen und Einschränkungen ertragen und mittragen oder das nicht mehr wollen, wovon hängt das ab? Von den Lasten, die nie gerecht verteilt sind? Aber selten tragen die Lautesten die schwersten. Vom Gefühl, dass es jetzt \"reicht\" mit Vorgaben und Einschränkungen? Und keine \"anderen\" Menschen mehr wichtig nehmen außer denen, die ich mir augesucht habe? Weil das, wovon \"die da\" reden, ja gar nicht so ist? Und die Maßnahmen eh die falschen? Es ist ein Elend. Aber ich soll doch nicht im Elend bleiben. Einen guten Hirten haben, seine Stimme hören und ihr folgen, dazu bin ich gerufen. Was sagst du, guter Hirte? Dasselbe wie immer. Die Armen! Die Leidenden! Die Trauernden! Die Gerechtigkeit-Hungrigen! Die Kinder! Mit dir, meinem guten Hirten, gehe ich einen Schritt nach dem anderen. Auch in Ungewissheit. Aber in deiner Richtung. \"Die Liebe wird uns leiten,/ den Weg bereiten/ und mit den Augen deuten/ auf mancherlei./ Ob etwa Zeit zu streiten,/ ob Rasttag sei.\" So soll es sein, und: Amen! (mit Versen nach N. L. Graf von Zinzendorf, 1700-1760)


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
1. Mai 2020 Lieber Vater im Himmel, / Dir nahe zu sein, ist gut. / Deine Nähe suchen wir / heute Morgen. / / Sich von Dir sagen zu lassen, / wer Du bist und wie Du zu uns stehst, ist gut. / Auf Deine Stimme wollen wir hören / heute Morgen. / / Unsere Wege sind oft dunkel / und wir wissen nicht weiter – / dass Dein Licht uns das Dunkel erhellt erbitten wir / heute Morgen / / Du bist der Gott allen Trostes / ihn suchen und erhoffen wir  / heute Morgen. / / Aus deiner Hand empfangen wir alles Gute, / um Dir dafür zu danken / und dich zu loben sind wir hier / heute Morgen. / / Lass Dir unser Lob gefallen! / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
30. April 2020

Herr, sei mein Hirte 
Gebet zum „Hirtensonntag“  / nach Psalm 23 (Zürcher Bibel) 

Herr, / sein mein Hirte, / lass mir nichts mangeln. / Weide mich auf grünen Auen. / Führe mich zur Ruhe am Wasser, / gib mir neues Leben. / Leite mich auf Pfaden der Gerechtigkeit / um Deines Namens willen. / Und wenn ich im finstern Tal wandere, / so lass mich kein Unheil fürchten. / Sei Du bei mir, / schon Dein Stecken und Stab werden mich trösten! / Ja! Du deckst mir einen Tisch / im Angesicht meiner Feinde, / Du salbst mein Haupt mit Öl / und mein Becher ist übervoll! / Ja! Güte und Gnade folgen mir alle meine Tage! / So lass mich zurückkehren / ins Haus des Herrn / mein Leben lang. / Amen!


Simon Froben, Bayreuth
29. April 2020 Barmherziger Gott. Du bist auf der Suche nach uns, willst uns aufrichten und in deine Arme nehmen. Ich lasse mich Dir HERR. Du meinst es gut mit mir. Meine Angst und meine Sorgen um die Zukunft lasse ich Dir. Du sorgst für mich. Ich will schweigen und geduldig warten bis ich deine Stimme höre, die mir den Weg ins Leben weist. Nimm von mir, was mich lähmt, vertreib die Stimmen, die mich von dir ablenken. Ich bin bereit aufzustehen und aufzubrechen, wenn Du sagst: steh auf, nimm dein Bett und geh. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
28. April 2020 Wie soll ich in meinem Kopf zusammenbringen, was ich tagtäglich erlebe? / Einen Frühling, der Augen und Herz warm werden lässt. – Ein Blick auf die Nachrichten aus Krankenhäusern und Leichenhallen, der Verstand und Herz frieren lässt. / Meinen beschaulichen Alltag als wohlhabende Rentnerin. – Die vielen Menschen, die vor dem existenziellen Nichts stehen. / Die übermenschlichen Anstrengungen im Gesundheitsbereich. – Den aggressiven Leichtsinn von Populisten. / Freundlichkeit und Kreativität. – Dummheit und Gewalt. / Hoffnung und Angst. / Wie soll ich das in meinem Kopf zusammenbringen? / Wo soll ich dich – o Gott – in alledem finden? / Sei uns nahe, auch wenn unser Glaube paradox erscheint. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
27. April 2020 Gott, unser Vater, / du hast uns deinen Sohn gesandt: / Jesus, den guten Hirten, / der uns sammelt, / der uns den Weg weist, / der uns schützt in Gefahr. / Wir bitten dich: / Gib uns deinen Geist, / damit wir die Stimme des Hirten erkennen / und ihm folgen auf dem Weg ins ewige Leben.
RefLit
26. April 2020 Hüter des Lebens / du siehst, / wie oft wir uns verloren fühlen / in einer Zeit, / in der alles möglichst schnell gehen muss, / in einer Gesellschaft, / die gnadenlos urteilt über Menschen, / in einer Welt, / deren Probleme uns oft überfordern. / / Du weißt, / wie leicht wir uns verirren / in trübe Gedanken / in leeres Gerede, / in achtloses Tun. / / Wir bitten dich:  / Suche uns, / wenn wir nicht mehr wissen, / wohin wir gehören. / Finde uns auf den Irrwegen, / die uns von dir entfernen. / Rufe uns / wie ein Hirte / in deine tröstliche Nähe.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

25. April 2020

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, Du bist der Herr der Zeit. Und aus Deiner Hand kommt alles Leben.  / Viele haben im Moment mehr Zeit, als ihnen lieb ist. / Sie spüren Leere und Ungeduld.   / Sie sagen: Das ist doch kein Leben. / Verständlich, wenn man anderes gewohnt war / und der Rhythmus von Arbeit und Freizeit das Leben bestimmte. / Aber, wenn wir uns erinnern: / Deutschland vor 75 Jahren. / So viele Tote. / So große Angst. / So viel Entsetzen / über das, was geschehen ist: / in den Häusern, die der Willkür der Sieger ausgesetzt waren, / und in den Lagern der Menschenverachtung. / Dass es überhaupt weiterging. / Danke, dass es weiterging. / Danke, dass wir glauben dürfen: Auch jetzt geht es weiter. / Dazu gib Klugheit und Weitsicht. / Dazu gib Gelassenheit und Demut vor Dir. / Nein, wir sind nicht klüger als andere. / Wir teilen die allgemeine Ratlosigkeit. / Aber wir wissen um Dich. / Lass uns in diesem Wissen getrost sein. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
24. April 2020 Wir von uns aus könnten nur verlorengehen. / Und wir haben solche Errettung nicht verdient, niemand von uns. / Du hast dich aber in der unbegreiflichen Hoheit deines Erbarmens mit unserer Sünde und mit unserem Elend gemein gemacht, um so Großes an uns zu tun. / Wie sollten wir dir anders danken als damit, daß wir dieses Große begreifen, / ergreifen und gelten lassen? / Wie soll das aber anders geschehen, als indem derselbe lebendige Heiland, / der für uns gelitten hat, gekreuzigt wurde, gestorben und begraben, / aber auch auferstanden ist, jetzt selbst in unsere Mitte tritt, / zu unseren Herzen und Gewissen redet, / uns für deine Liebe aufschließt, uns anleitet, uns ihr ganz anzuvertrauen, / von ihr und nur von ihr zu leben. / Daß das in der Macht deines Heiligen Geistes geschehe, darum bitten wir dich: / in aller Demut, aber auch in aller Zuversicht. Amen.
Karl Barth (1886-1968)
23. April 2020 Lieber Gott, ich bin froh, dass du noch lebst. Ich bin traurig, weil ich gehört habe, dass Jesus tot ist, aber ich freue mich auch, dass er auferstanden ist. Ich will mal wissen, was mit den Jüngern passiert ist. Amen. Nicolas, Stuttgart (7 J.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
22. April 2020 Lass uns annehmen, was wir nicht loswerden können. Gott, wir fühlen uns oft schuldig für Dinge, die wir getan haben. Gib uns die Möglichkeit, das eine oder andere wieder gut zu machen. Vergib uns, was wir nicht wieder gut machen können und unterstütze uns, wenn wir unser Leben ändern wollen.
Georg Rieger, Nürnberg
21. April 2020 Ich hab mich verlaufen HERR. Überall Wände. Keine Türe zu erkennen. Nirgendwo ein Ausweg. Du bist der gute Hirte, führ mich zurück auf deine Wege. Nur auf deinen Wegen wird dein Segen liegen. Mach der Dürre ein Ende. Ich bitte um deinen Segen für mein Tun und Lassen, damit Frucht wächst, von der ich und meine Nächsten leben können. Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
20. April 2020 Im Morgengrauen meiner Gedanken suche ich dich, / aber ich finde dich nicht. / Ratlos stehe ich am Ort des Versagens, am Ort meiner Ohnmacht und Trauer. / Ich weiss nicht weiter. / / Die Vergangenheit haftet an mir, zieht mich hinunter. / Ja, ich selber bin in diesem Grab gefangen. / Mein Verlangen nach Leben ist nicht stark genug. / Es vermag nicht den schweren Stein zu wälzen, der mich vom Leben trennt. / / Doch ohne dass ich selber irgendetwas tue, / beginnt sich der Stein zu lösen. Er wird von aussen zur Seite gerollt.  / Das Licht des neuen Tages strömt hinein. / / Du lässt mich aus dem Grab steigen und ins neue Leben hineintreten, wie neu geboren. / Ich danke dir, Herr Jesus Christus, dass du meine Schuld und mein Verzagen überwunden hast. / Wie ein älterer Bruder nimmst du mich an der Hand und sagst: / „Ich lebe und du sollst auch leben!“
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
19. April 2020

Gott, reiß die Stricke des Todes entzwei (nach Psalm 116)

Der du die Toten auferweckst,  / wir danken dir,  / dass du uns schon jetzt neues Leben schenkst.  / Wir erfahren die Macht der Auferstehung,  / wenn jemand unsere Einsamkeit bemerkt  / und uns behutsam aus ihr heraushilft,  / wenn sich der eiserne Ring von uns löst,  / den die Angst vor Versagen um uns gelegt hat,  / wenn wir freikommen  / aus dem Kerker der Depression  / und die Welt wieder bunt wird.  / / Gott, reiß die Stricke des Todes entzwei,  / die uns umfangen.  / Schenk uns neue Lebenskraft,  / dass wir in Gemeinschaft mit vielen anderen  / aufatmen und singen können  / zu deiner Ehre.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

18. April 2020

 

Lieber Gott,
im Wortschatz meiner Gebete
kommt das Wort Lockerung nicht vor.
Doch in diesen Tagen, in der letzten Woche
und bestimmt auch in der nächsten Zeit
spielt es eine große Rolle,
dass sich bei uns manches wieder lockert.

 

Um Schlimmeres zu verhindern
verzichten wir auf Nähe und Kontakte,
auf Freundschaften und unsere Arbeit.
Mal fühlen wir uns dazu gedrängt,
mal tun wir es gerne –
einfach, weil es vernünftig ist.

 

Die Lockerungen freuen uns
doch wir bleiben auch skeptisch:
Wird das funktionieren?
Geht es am Ende doch alles wieder
von vorne los?

 

Können wir denen die Angst nehmen,
die am meisten gefährdet sind?
Können wir die beruhigen,
die aufbegehren gegen
die immer noch geltenden Regeln?
Können wir die unterstützen,
die wirtschaftlich in Not geraten?

 

Gott, ich danke dir dafür,
dass du uns durch diese
schwierigen Zeiten führst.
Und ich bitte dich,
dass du uns nun auch
durch diese Lockerungen begleitest
und uns den besten Weg
durch diese Krise finden lässt.

Amen!


Georg Rieger
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