Gebet
Tagesaktuelles Gebet
RefLit
Enough hate.
Enough violence.
Enough pain.
More humanity.
More love.
More peace.
Teach us good Lord.
And quickly.
Susan Brown, Dornoch, Schottland
Was irgendwo verdorben ist / In der Gemeine Dingen, / Womit du nicht zufrieden bist, / Wollst du in Ordnung bringen. / Die eigne Hilfe tauget nicht, / Wir können nichts bereiten; / Drum sende du dein Recht und Licht, / Uns wieder einzuleiten!
Liederschatz 1027,3
5. März 2022
Gott, sag, hast du die Narren diese Woche gesehen? / Ich meine nicht die, die glauben, sie könnten die Welt beherrschen. / Ich meine die, die nicht aufhören an den Frieden zu glauben, auch wenn ihnen bang ist. / Ich meine die, die auf die Straßen gehen und leise demonstrieren gegen Machtgebrüll und Kanonenlärm. / Ich meine die, die aufbrechen, um zu trösten, wo die Trostlosigkeit herrscht. / Ich meine die, die Position beziehen und um Lösungen ringen, wo alles zu eskalieren scheint. / Ich meine die, die dir mit Gebeten in den Ohren liegen, auch wenn sie selbst nicht mehr an die Macht der Gebete glauben. / Gott, steh deinen Narren bei! /
Carolin Springer, Berlin
Barmherziger Gott, Herr des Himmels und der Erden / und um Jesus Christus willen auch für uns / Vater und Mutter in den Himmeln. / Wir suchen deine heilsame Nähe im Gebet.
Wir beten für deine Kinder, die sich nicht so unbedrängt wie wir / zu dir bekennen können, für die das auch lebensgefährlich sein kann. / / Wir beten für die, die verzweifelt sind, für diejenigen, die keinen Weg mehr sehen. / Wir beten für die Kranken und Sterbenden.
Herr der Stunden und der Jahre. / Wenn jeder neue Tag, wenn die Zeit die kommt und vergeht / Chancen, Möglichkeiten und Hoffnungen enthält, / die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen sollen und dürfen. / Wenn wir erwachen und aufstehen, zugreifen und etwas Neues schaffen dürfen, / dann öffne uns die Augen dafür, HERR. / Und stärke unsere müden Glieder. / Und Zuversicht brauchen wir von Dir. / Neue Zuversicht, dass aus dem, was wir schaffen Frucht wächst. / Frucht, die Dir Ehre macht. / Darum bitten wir dich für heute. Und für morgen. / Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Nicht wie du
Ich bin nicht du
Ich bin nicht wie du
Du bist Gott
Ich bin Mensch
Das ist wie es ist
Ich kann auch nie göttlich werden
Ich kann nicht vollkommen sein
Ich bin von Anfang an unvollendet
Auf Fehler programmiert
Das entlastet mich
Ich muss nicht mehr sein als ich bin
Das zu akzeptieren ist menschlich
Denn du liebst mich wie ich bin
Ich liebe mich auch so
Versöhnlich
Dann bin ich frei
Mehr mit mir zu wagen
Über mich ein wenig hinauszuwachsen
Hin zu dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott, wir fordern keine Wunder, aber wisse: Wir haben auch nichts dagegen! Es liegt ja so vieles an uns und nicht an dir. Aber trage das Deine dazu bei, dass uns das Wunder gelingt, Gerechtigkeit in der Welt zu säen, damit Friede wächst. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Du, unser Gott, / wenn du uns nicht beistehst, / wie kann dann verhindert werden, / dass sich Krieg und Gewalt immer weiter ausbreiten, / dass immer mehr Menschen verwundet werden und sterben müssen, / und unfassbares Leid über Europa kommt.
Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine, / die den russischen Angriffen ausgeliefert sind: / für die Mütter, die um das Leben ihrer Kinder bangen, / für die Männer, die ihre Familien nicht schützen können, / für alle, die fliehen müssen aus ihrem Zuhause, / für das Land, dessen Traum von Freiheit brutal zerstört wird. / Gott, lass die Betroffenen nicht ohne Beistand!
So viele junge Männer auf beiden Seiten / müssen nun ihr Leben riskieren / für einen Krieg, / der nichts bringt als Unheil und Leid, / der ihr Gewissen zerstört / und sie gefangen hält in unmenschlichen Befehlsstrukturen. / Gott, auch um ihretwillen bitten wir dich um ein Ende des Krieges. / / Wir bitten dich für alle, die Macht haben, / Einfluss zu nehmen auf das Geschehen, / und dem Größenwahn Putins Grenzen zu setzen: / stärke ihre Gemeinsamkeit, / gib ihnen Weisheit, richtige Entscheidungen zu treffen, / und Mut, daran festzuhalten, / selbst wenn ihnen andere in den Rücken fallen.
Wir bitten dich auch für Putin selbst und seine Lakaien, / dass sie zur Besinnung kommen / und die Gewalt beenden, / die Europa und die ganze Welt bedroht. / Gott, wir haben Angst vor dem, / was noch kommen kann, / Plötzlich ist auch unser Leben in Frieden, / das uns so selbstverständlich war, / gefährdet, / plötzlich erleben wir eine Bedrohung, / die sonst immer nur weit weg von uns zu spüren war. / Steh du uns bei, / und stärke unser Vertrauen auf dich und deine Güte, / aller Angst zum Trotz.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Nein, um Wunder bitte ich nicht – Gott.
Du lehrst mich durch die Geschichte:
Gewalt und Leid hören nicht auf.
Dein Erwählter am Kreuz.
Die sechs Millionen zur Asche.
Die Opfer von Kriegen ohne Zahl.
Nein, um Wunder bitte ich nicht.
Hör meine Klage – Gott.
Die Toten preisen dich nicht.
„Hast du nicht andern Segen?“
Komm Gott
Keuche mit den Fliehenden
Schrei mit den Verwundeten
Stirb mit dem Sterbenden!
Komm Gott
Zeig uns dein Weinen
Überzeug uns von deinem Mit-Leiden!
Nein, um Wunder bitte ich nicht – Gott.
Du lehrst mich durch die Geschichte
Gewalt und Leid hören nicht auf.
Aber auch:
die Vernunft kämpft um ihr Recht
der Widerspruch verstummt nicht
die Gerechtigkeit gibt das Ziel an
die Liebe leistet Übermenschliches
die Hoffnung überwindet.
Komm Gott
Sei mit uns Mutlosen ...
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Du Gott des Friedens,
wir sind gerade in heller Aufregung angesichts des Krieges in der Ukraine. Gerne würden wir etwas tun, um die Aggression zu stoppen und das Leiden zu verhindern.
Doch wir ahnen, dass selbst alles Beten nichts nützt. Die Raketenbeschüsse und der Vormarsch werden weitergehen und es wird noch viele Tote geben.
Wenn wir dennoch zu dir beten, Gott, dann weil wir glauben, dass immer noch einen Rest Hoffnung gibt. Wie du den Lauf der Dinge lenkst, übersteigt unsere Vorstellungskraft. Vielleicht kannst du in vielen Situationen der Mitmenschlichkeit eine Chance geben. Oder gar diejenigen, die Entscheidungen treffen, zur Vernunft bringen.
Beim Beten merken wir aber auch, dass wir Grund haben, über uns selbst nachzudenken: Warum bekommen wir es nicht hin, friedlich miteinander zu leben? Was haben wir in der Vergangenheit versäumt und was können wir künftig tun?
Mach uns konsequent darin, Machthungrigen die Stirn zu bieten. Lass markige Sprüche ins Leere laufen. Schenke uns Vertrauen und Mut, so dass wir uns ein Zusammenleben ohne Grenzen vorstellen können.
Gott, lass uns über unserer Betroffenheit die eigene Verantwortung nicht vergessen: die Menschen, um die wir jetzt bangen, brauchen auch dann unsere Solidarität und Unterstützung, wenn die Berichterstattung sie aus den Augen verliert. Und das gilt für Menschen in vielen Ländern der Erde, in denen jetzt auch Krieg ist.
Amen!
Georg Rieger, Nürnberg
26. Februar 2022
Ach mein Herr, Gott des Friedens!/ KRIEG, und das so nah! FEUER im europäischen Haus! Einem Land wird in Wort und Tat das Existenzrecht in seinen Grenzen abgesprochen. Es wird böse umzingelt und mörderisch überfallen. / Mir kommen Bilder von zerfetzten, brennenden und sterbenden Menschen, von fliehenden, verängstigten, zutiefst verstörten Kindern.
Ich gestehe ein: Ich weiß über dies Land nur wenig Aktuelles. Im letzten Jahrhundert war es Ort beispielloser Verbrechen. Acht Jahre Krieg und Besetzung eines Teiles des Landes habe ich nur am Rande zur Kenntnis genommen. / Wer hat was verkehrt gemacht, Verhängnisvolles geredet oder getan? / Jetzt ist Krieg. Wo führen wieder Wege zum Frieden? Und was soll ich denken und tun? / Die Diakonie einer reformierten Kirche dort in der Ukraine bittet um Hilfe für ihre Projekte. Als Jugend- und Konfirmandengabe 2022 ist diese Hilfe geplant. / Meine rheinische Kirche hat Verbindungen nach Pskow, in Russland an der Grenze zu Estland. Eines der ersten modernen Behindertenzentren in Russland, entstanden nach Versöhnungsbegegnungen in der einst von Deutschen grausam besetzten Stadt, Verbindung auch mit der russisch-orthodoxen Kirche.
Friedenswege, Friedenschancen noch im Krieg? / Herr, gib du mir Klarheit für das, was ich jetzt tun kann und soll. Mach mich stark gegen Lüge, Kriegsgeschrei, Feigheit, zynische Fühllosigkeit und gegen nur scheinbar logische, aber verhängnisvolle Konsequenzenmacherei. / Halte mich beim großen Traum von deinem Schalom. Aber lass mich keine Zeit vergeuden mit eigenen Friedensträumereien. Mach mich widerständig und wirklich solidarisch mit denen, die jetzt leiden! / Und wehre du denen, die so Böses planen und tun.
"Jesus, sammle meine Sinne, dass die Seele nicht zerrinne in den Schreckensbildern dieser Welt. Sei du selbst die gute Wache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält."// (nach EKG 305, 4)
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
Friedensgebet zum Krieg in der Ukraine
Gott, / nun ist Krieg in Europa, die Appelle wurden nicht gehört. Nur du kannst noch helfen. Darum beten wir zu dir und bitten dich: / Hindere die Soldaten am Schießen. Lass die Raketen auf leeren Feldern einschlagen. Lenke die Panzer in ihre Kasernen zurück. / Halte deine Hand über den Menschen in der Ukraine. Beschütze sie. / Gebiete Putin Einhalt, reden ihm ins Gewissen, und wenn er keines hat, gib ihm eins. / Ermutige und stärke alle Menschen in Russland, die die Aggression Putins nicht mitgehen wollen. / Gib Geschlossenheit, Klarheit, Entschiedenheit den Politikerinnen und Politikern in Europa und den USA, um diesen Dämon einzugrenzen. / Gib Frieden, Herr gib Frieden. Es ist ja doch kein anderer, der gegen die Macht der Finsternis und der Lüge streiten könnte! Gib Frieden, Herr gib Frieden, wir bitten Dich!
Jürgen Kaiser, Berlin
Für den Frieden in Europa
Gott, voller Sorge kommen wir vor dich. / Wir haben Angst um den Frieden in Europa. / Da droht ein Krieg vor unserer Tür. / Gott, wir verstehen so vieles nicht. / Truppen ziehen auf, / Waffen werden getestet – auch atomfähige. / Im Osten der Ukraine wächst die Gewalt, / Menschen werden evakuiert, / Angriffe werden vorhergesagt.
Auf Erleichterung folgt neue Spannung. / Was wird werden, Gott? / Was wird werden, wenn Recht und Vernunft versagen. / Wenn Waffen fliegen, Menschen leiden, vertrieben werden, sterben. / Wenn junge Männer und Frauen eingezogen werden. / Wenn Wirtschaftssanktionen den Alltag belasten.
Unsere Alten wissen noch, wie es war, vor 80 Jahren. / Sie kennen noch die Gräuel von Bombennächten, Flucht und Vertreibung, / die Trauer an Gräbern. / Danach haben wir uns geschworen: Nie wieder! / Und nun: Ist das Versprechen vergessen? / Gott, gib deine gute Geistkraft. / Gib sie den Diplomaten, die ringen. / Gib sie den Menschen, die nicht aufhören zu beten. / Zeige Wege aus der Verklammerung. / Wege, in denen niemand das Gesicht verliert. / Gib der Vernunft eine Chance / und lass Versöhnung wachsen – / in den Herzen, in den Worten, in den Taten. / / Gib Frieden, Gott, gib Frieden / Amen.
Friedensgebet zum Krieg in der Ukraine
Gott, / nun ist Krieg in Europa, die Appelle wurden nicht gehört. Nur du kannst noch helfen. Darum beten wir zu dir und bitten dich: / Hindere die Soldaten am Schießen. Lass die Raketen auf leeren Feldern einschlagen. Lenke die Panzer in ihre Kasernen zurück. / Halte deine Hand über den Menschen in der Ukraine. Beschütze sie. / Gebiete Putin Einhalt, reden ihm ins Gewissen, und wenn er keines hat, gib ihm eins. / Ermutige und stärke alle Menschen in Russland, die die Aggression Putins nicht mitgehen wollen. / Gib Geschlossenheit, Klarheit, Entschiedenheit den Politikerinnen und Politikern in Europa und den USA, um diesen Dämon einzugrenzen. / Gib Frieden, Herr gib Frieden. Es ist ja doch kein anderer, der gegen die Macht der Finsternis und der Lüge streiten könnte! Gib Frieden, Herr gib Frieden, wir bitten Dich!
Susanne Bei der Wieden / Jürgen Kaiser, Berlin
RefLit
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Zu dir, HERR, trage ich, was mir auf der Seele liegt. Die Unordnung meiner Existenz, das Durcheinander meiner Gedanken. Wie soll ich Wege finden, wenn ich das Ziel aus den Augen verloren haben, nicht mehr beschreiben kann, wohin ich denn unterwegs bin. Zu dir, HERR, flüchte ich mich, weil du schon immer den Sündern den Weg gezeigt hast, den Armen geholfen hast zu tun was recht ist und Unterdrückte auf den Weg in die Freiheit geführt hast. Bei dir, HERR, will ich zur Ruhe kommen. Orientierung suchen. Nach deinem Willen fragen. Was erwartest du von mir? Wenn der Boden unter den eigenen Füßen nicht mehr trägt, wenn Menschen in der Nähe abgeholt werden und Abschiebung droht, wenn hochgerüstete Armeen in Kampfbereitschaft versetzt werden? Und die verfasste Kirche mit sich selbst beschäftigt ist? Bei dir, HERR, suche ich Zuflucht. Behüte mich in meinem Tun. Weise mir, HERR, deinen Weg. Denn ich hoffe auf dich. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Liederschatz 987,12
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
The Iona Community
Du Ewige/r forderst es heraus: ich denke an dich, und daran dir zu gefallen. In der Weise wie du mir gefällst, unerreichbar und annäherungswürdig wie nichts Anderes. Am Morgen und am Abend, beim Blick in die Weite des Landes, wenn ich die Berge in der Ferne betrachte und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, die weint um ihren Sohn und um alles was in ihrem Leben nicht so wurde, wie sie es gehofft hatte. Komm bitte, halte dein Versprechen: wisch die Tränen ab, weck die erkaltete Liebe, lass die Schönheit der Schöpfung in allen Farben und Zeiten leuchten und Gerechtigkeit erfahren.
Kathrin Rehmat, Zürich
Georg Rieger, Nürnberg
Herr, dein Wort, die edle Gabe, / Dieses Gold erhalte mir! / Denn ich zieh’ es aller Habe / Und dem grössten Reichtum für. / Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, / Worauf soll der Glaube ruhn? / Mir ist’s nicht um tausend Welten, / Aber um dein Wort zu thun.
Liederschatz 831,1
Evangelische Kirche im Rheinland
